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Einführung

Um unsere Umwelt zu sehen und erkennen, ist die Zusammenarbeit zweier Organe von besonderer Bedeutung: Das Auge nimmt mit der Netzhaut das einfallende Licht wahr und gibt die dabei gewonnene Information in Form von kleinen ‘Strömen’ über die Sehbahn an das Gehirn weiter. Im Gehirn wird das aktuelle Bild der Umwelt mit unseren Erinnerungen in Verbindung gebracht. Erst dieser Abgleich des aktuellen Bildes mit unseren Erinnerungen erlaubt es uns, uns in der Umwelt zurechtzufinden.

Die Netzhaut und das Gehirn sind komplizierte Netzwerke hochspezialisierter Zellen, deren Zusammenwirken für die verschiedenen Funktionen des Sehens von Bedeutung sind: das Erkennen kleiner Objekte z. B. beim Lesen, das Erkennen von Gesichtern, die Farbunterscheidung, das Wahrnehmen von Bewegung, die Anpassung an verschiedene Helligkeiten bei Tag oder Nacht.

Störungen des Sehens können daher durch Ursachen im Auge, in der Sehbahn oder dem Gehirn bedingt sein. Um solche Sehstörungen abzuklären, ist zunächst eine gründliche augenärztliche Untersuchung erforderlich. Dabei wird die Sehschärfe geprüft und gegebenenfalls die notwendige Brillenstärke ermittelt.

Elektrophysiologische Untersuchungen messen die beim Sehvorgang in der Netzhaut und im Gehirn entstehenden Spannungsänderungen. Um zu sicheren Aussagen zu kommen, werden dazu die Augen durch definierte Lichtsignale gereizt und die entstehenden Spannungsänderungen mit standardisierten Techniken abgeleitet.

Zur adäquaten Beurteilung der Ergebnisse der elektrophysiologischen Untersuchungen ist stets ein Gespräch über die Vorgeschichte und die Symptome, eine Prüfung der Sehschärfe, eine Untersuchung der Augen an der Spaltlampe und in der Regel eine Untersuchung des Augenhintergrundes mit Weitstellung der Pupille notwendig. Außerdem können weitere unten aufgeführte Untersuchungen sinnvoll sein. Die angegebenen Untersuchungszeiten beziehen sich auf Vorbereitung und Durchführung. Hinzu kommen noch die Zeiten zur Auswertung der Befunde.