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Retinoblastom

Augentumore bei Kindern sind selten; ihre Erkennung ist jedoch wichtig, da sie nicht nur das Auge, sondern das Leben des Kindes bedrohen. Der häufigste Tumor ist das in der Netzhaut wachsende Retinoblastom, das schon bei Geburt vorhanden sein, sich aber auch in den ersten Lebensjahren entwickeln kann. Ein Retinoblastom kann aufgrund eines genetischen Risikos familiär auftreten, Einzelfälle ohne familiäre Belastung sind ebenfalls möglich.

Ist eine familiäre Belastung bekannt, sollte eine Untersuchung des Augenhintergrundes in den Tagen nach der Geburt erfolgen. Bei Einzelfällen sind mögliche Hinweise auf ein Retinoblastom ein plötzlich auftretendes Schielen oder, ebenso wie bei der Katarakt, eine weißliche Verfärbung der Pupille. Beide Hinweise sind Grund für eine umgehende augenärztliche Untersuchung. Besteht der Verdacht auf eine Retinoblastom, ist die Untersuchung in einem dafür spezialisierten Augentumorzentrum notwendig, weil die adäquate Diagnostik und Behandlung eine entsprechende Erfahrung voraussetzt. Die Untersuchung muss in Narkose erfolgen, um sicher alle Abschnitte der Netzhaut prüfen und eine Behandlungsstrategie exakt festlegen zu können. Da die Tumore rasch wachsen können, ist eine Zeitverzögerung zu vermeiden.

Das Vorliegen eines Retinoblastoms erfordert eine langjährige augenärztliche Betreuung und Behandlung. Unter Umständen ist die Entfernung eines Auges notwendig, wenn der Tumor auf andere Weise nicht kontrolliert werden kann.