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Kongenitales Glaukom

Ein kongenitales Glaukom kann sich bereits während der Schwangerschaft entwickeln und bei Geburt vorhanden sein, aber auch in den ersten Lebensjahren entstehen. Im Gegensatz zum Erwachsenen reagiert das kindliche Auge auf einen erhöhten Augeninnendruck mit Wachstum. Sowohl das Auge als auch der Hornhautdurchmesser werden größer. Bei betroffenen Kindern fällt daher auf, dass diese „schöne, große“ Augen haben. Ist der Augeninnendruck sehr hoch, kann es zusätzlich zu einer Trübung der Hornhaut kommen, diese sieht dann nicht mehr glänzend, sondern eher wie Milchglas aus. Bei diesen Zeichen ist eine rasche augenärztliche Untersuchung erforderlich. Dabei wird der Augeninnendruck gemessen, der Durchmesser der Hornhaut bestimmt zusammen mit dem Ultraschall die Länge des ausgemessenen Auges. Wird ein kongenitales Glaukom festgestellt, ist eine intensive Behandlung erforderlich, um eine Erblindung zu verhindern.

Im Gegensatz zum Glaukom beim Erwachsenen muss in der Regel eine (oder mehrere) Operation erfolgen, ggf. sind zusätzliche Augentropfen einzusetzen. Die Behandlung des kongenitalen Glaukoms ist immer noch schwierig und bedarf regelmäßiger Augenuntersuchungen, evtl. auch in Kurznarkose, im Kindesalter sowie eine regelmäßige, lebenslange augenärztliche Betreuung, weil auch im weiteren Leben Probleme mit dem Augeninnendruck eintreten können.