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Glossar

A
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


AA nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1

ABCA4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: ATP-binding cassette transporter - retinal
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver M. Stargardt, autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie, fraglich autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
Info: wichtig im Vitamin A Stoffwechsel für den Transport zwischen Photorezeotoren und den retinalen Pigmentepithelzellen, frühere Bezeichnung ABCR


ABCA4-Gen  Mutationen in diesem Gen sind eine der häufigsten Ursachen für Netzhautdystrophien. Sie sind assoziiert mit dem M. Stargardt und der autosomal rezessiv vererbten Zapfen-Stäbchendystrophie.

ABCR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4

Abdecktest  Covertest, Cover-Test
Der Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.


Abdomen Bauch

Abetalipoproteinämie  Bassen-Kornzweig-Syndrom
Syndrom mit Störungen des Fettstoffwechsles, beim dem eine Retinitis pigmentosa ähnliche Netzhaut- Aderhautdystrophie auftritt. Eine therapeutische Beeinflussung ist mit Gabe von Vitamin E möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


ABL nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTP

Ablatio Ablösung
Ablatio retinae: Netzhautablösung
Ablatio mammae: Operative Entfernung der Brust


Ablatio falciformis  Netzhautablösung mit Ausbildung einer deutlichen Netzhautfalte

Ablatio retinae  Netzhautablösung (auch: Amotio retinae).
Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut ( Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.


Absorption Aufsaugen, In-sich-Aufnehmen
z.B. von Gasen, Flüssigkeiten oder Lichtenergie


ACHM1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Stäbchenmonochromasie ( Achromatopsie)


ACHM2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3

ACHM3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB3

ACHM4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GNAT2

Achromatopsie  Farbenblindheit
Die Achromatopsie bezeichnet ein vollständiges Fehlen des Farbensehens. Im Gegensatz zur Rot- oder Grünsinnstörung ist die Achromatopsie selten. Sie beruht in der Regel auf einem Gendefekt, der die Funktion aller Zapfen betrifft.


Adaptation Anpassung des Auges an wechselnden Leuchtdichteverhältnisse der Umgebung ( Helladaptation bzw. Dunkeladaptation)

ADCA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7

Adenin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin

Adenokarzinom bösartiger Tumor (Karzinom), ausgehend von Drüsengewebe
am Auge z.B. am Lid


Adenom gutartiger Tumor, ausgehend von Drüsengewebe
am Auge z.B. am Lid


Aderhaut  Choroidea, Chorioidea (Abkürzung: AH)
Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.


Aderhautatrophie  Aderhautschwund
Abbau der Aderhaut bei degenerativen Erkrankungen


Aderhautfluoreszenz  Fluoreszenzeffekte bei spezifischer Beleuchtung der Aderhaut, die stärksten Fluoreszenzphänomene entstehen im retinalen Pigmentepithel.

Aderhauthämangiom Gutartiger Gefäßtumor der Aderhaut, der sich durch eine Exsudative Ablatio bemerkbar machen kann. Die Diagnose wird durch eine Fluoreszenz-Angiographie gestellt. Die Behandlung hängt von der Lage und Symptomatik ab.

Aderhautkolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Aderhaut. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung.

Aderhautmelanom  AHMM
Häufigster bösartiger Tumor des Auges bei Erwachsenen. Bei rechtzeitiger Erkennung ist in der Regel eine Behandlung mit Erhalt des Auges möglich, abhängig von Lage und Größe stehen verschiedene Therapieverfahren zur Auswahl.


adjuvant unterstützend
z.B. die Wirkung eines Medikaments, einer Behandlung


Adjuvante Therapie Eine andere Massnahme unterstützende Behandlung

ADOA  Autosomal dominante Optikusatrophie
Häufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


adult erwachsen

adulte Stammzellen kommen in erwachsenen Organismus vor (= somatische Stammzellen)

Adulte vitelliforme Makuladystrophie  AVMD
Eine Form der Makuladystrophie, die sich vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


AGS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JAG1

AH Abkürzung für Aderhaut

AHI1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Abelson helper integration site 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Zerebello-okulo-renales Syndrom)


AHMM Abkürzung für Aderhautmelanom

Akkommodation Scharfeinstellung des Netzhautbildes für die Nähe durch Brechkraftzuwachs (stärkere Wölbung) der Augenlinse

akut plötzlich, unvermittelt auftretende, rasch verlaufende Erkrankung (im Gegensatz zu: chronisch)

akutes Engwinkelglaukom  Glaukomanfall
Durch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich.


Albinismus angeborener Pigmentmangel
Dieser kann den ganzen Körper betreffen (keine Pigmente in Haut und Haaren), aber auch nur die Augen. Dabei kommt es zu einer Fehlentwicklung der Makula und der Sehnervenentwicklung. Die Sehschärfe ist deutlich herabgesetzt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Allele Als Allele werden die verschiedenen Zustandsformen eines Gens bezeichnet. Für fast jedes Gen liegen im Zellkern zwei Allele vor: je eines auf dem mütterlich vererbten und je eines auf dem väterlich vererbten Chromosomensatz. Die Ausnahme sind die nur einfach vorliegenden Gene auf dem x- Chromosom beim Mann. Allele Gene sind entweder identisch (homozygot) oder verschieden (heterozygot).

Allelfrequenz Häufigkeit eines bestimmten Allels in der Bevölkerung

Allergie Überschießende Abwehrreaktion (Immunreaktion) gegen körperfremde Stoffe (z.B. Pollen, Staub, Medikamente). Am Auge sind häufig die Bindehaut und die Lider betroffen.

Allgemeinanästhesie = Narkose, Vollnarkose, spezieller: Intubationsnarkose, ITN
Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten


allo- anders, verschieden, fremd, gegensätzlich

Alloplastische Linse = Intraokularlinse, IOL, Kunstlinse, spezieller: Hinterkammerlinse, HKL
Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.


ALMS1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: ALMS1 protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Alström Syndrom ( Zapfen-Stäbchendystrophie, Kardiomyopathie, Fettsucht, Diabetes)
Info: Funktion des Proteins nicht bekannt


ALSS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ALMS1

Alström Syndrom Autosomal rezessiv vererbtes Syndrom mit Zapfen-Stäbchendystrophie, Kardiomyopathie, Fettsucht und Diabetes, assoziiert mit Mutationen im ALMS1- Gen

Altersabhängige Makuladegeneration Abkürzung: AMD; auch: altersbedingte Makuladegeneration
Die AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen.


Altersbedingte Makuladegeneration Abkürzung: AMD; auch: altersabhängige Makuladegeneration
Die AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen.


Alterssichtigkeit  Presbyopie
Durch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen ( Akkommodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich.


Amakrine Zellen auch Amakrinzellen; Gruppe neuronale Zellen in der Netzhaut
Die amakrinen Zellen erhalten Ihre Informationen von den Bipolarzellen, und geben diese an die Ganglienzellen weiter. Es gibt zahlreiche verschieden Formen von amakrinen Zellen, deren genaue Funktion unbekannt ist. Wahrscheinlich findet in den amakrinen Zellen ein wesentlicher Teil der intraretinalen informationsverarbeitung statt, bevor die so verarbeitete Information über die Ganglienzellen an das Gehirn weitergeleitet wird.


Amaurose  Amaurosis
Völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung)


Amaurosis  Amaurose
Völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung)


Amaurosis fugax Vorübergehende völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung), z.B. bei Durchblutungsstörungen

Amblyopie  Schwachsichtigkeit
Fehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, das aus verschiedenen Ursachen möglich ist. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden.


ambulant beweglich, nicht ortsfest
ohne Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: stationär)


Ambulante Behandlung ohne Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: stationärer Behandlung)

Aminosäuren Bausteine der Proteine
Es gibt insgesamt 20 verschiedene natürlich vorkommende Aminosäuren.


Amotio retinae  Netzhautablösung, Ablatio retinae.
Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut ( Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.


Amplifikation Die Herstellung von zahlreichen Kopien eines DNA-Abschnitts mittels PCR im Rahmen der molekulargenetischen Diagnostik

Amplitudenreduktion Verminderte Höhe eines abgeleiteten elektrophysiologischen Potentials, z.B. beim ERG, VEP

Amputation operative Abtrennung eines Körperteils

amputieren ein Körperteil operativ entfernen

Amsler-Gitter Selbsttest für Makulaerkrankungen
Anhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.


Amsler-Netz Selbsttest für Makulaerkrankungen
Anhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.


Amsler-Test Selbsttest für Makulaerkrankungen Anhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.

Analgetikum Medikament zur Linderung von Schmerzen

analgetisch schmerzlindernd

Anamnese Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten

Anaphylaktischer Schock schwerste allergische Reaktion mit ausgeprägter Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unbehandelt droht ein tödlicher Verlauf

Anaphylaxie schwer verlaufende allergische Reaktion mit Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unter Umständen Entwicklung zum anaphylaktischen Schock

Anästhesie Betäubung, Schmerzausschaltung durch verschiedene Formen der Narkose

Anästhesist  Narkosearzt
zuständig für die Durchführung der Anästhesie und Überwachung der Körperfunktionen während der Anästhesie


Anastomose Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder Nerven, die entweder natürlich entsteht, operativ angelegt wird oder sich während Krankheitsprozessen bilden kann (z.B. chorioretinale Anastomose bei altersabhängiger Makuladegeneration)

Anecortave Neues, aber noch nicht zur Behandlung zugelassenes Medikament zur Behandlung der feuchten, altersabhängigen Makuladegeneration. Das Medikament muss hinter das Augen gespritzt werden.

Aneurysma Aufweitung eines BlutgefässesAn den Netzhautgefäßen treten z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung oft Mikroaneurysmen (kleine Aneurysmen) auf. Ein Makroaneurysma ist eine größere Aufweitung an einem größeren Gefäß. Bei Miliareneurysmen treten mehrere kleine Gefäßaufweitungen meist in der Makulka auf.

angio in Zusammenhang mit einem Gefäß, z.B. Angiographie = Gefäßdarstellung

Angiografie Gefäßdarstellung; auch: AngiographieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint.

angiografisch bei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie

Angiographie Gefäßdarstellung; auch: AngiografieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint.

angiographisch  angiografischbei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie

Angiom Gefäßtumor

angiomatöse Proliferation Gefäßneubildung

Anisometropie Ungleiche Brechkraft beider Augen

Anlageträger Nicht erkrankter, symptomloser heterozygoter Träger einer Genmutation. Die Mutation in einem Allel des Gens ist nicht ausreichend für die Entwicklung der Erkrankung. Diese entsteht nur, wenn auch das zweite Allel des Gens durch eine Mutation verändert wird.

annulär ringförmig

Anomaloskop Geräte zur Bestimmung vorwiegend angeborener Farbsinnstörungen (Rot-Grün-Sehschwäche. selten Blausinnstörungen). Für gutachterliche Farbsehprüfung im Verkehr (Flug, Schiff, Personenbeförderung, LKW) ist das Anomaloskop Standard.

anti- Vorsilbe
das mit anti- zusammengesetzte Wort bezeichnet den Gegensatz oder die Verhinderung der Bedeutung des Grundwortes


Antigen artfremder Eiweißstoff, der das Immunsystem zur Bildung von Antikörper anregt

Antikörper Eiweißstoff, den das Immunsystem zur Abwehr von Antigenen bildet

AOM nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL2A1

Aphakie Linsenlosigkeit
Zustand nach Kataraktoperation mit vollständiger Linsenentfernung ohne Einsetzen einer Kunstlinse ( Pseudophakie) oder Zustand nach verletzungsbedingtem vollständigen Linsenverlust.


Applikation Verordnung, Verabreichung oder Anwendung eines Medikamentes

Approbation staatliche Zulassung zur Berufsausübung als Arzt

Ä
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äquatorial am Äquator
am Auge bezeichnet der Äquator wie beim Globus den Bereich des größten Umfangs. Veränderungen in der Netzhaut, die im Bereich dieses Äquators liegen (häufig Netzhautlöcher), werden als äquatorial bezeichnet.


äquatoriale Degeneration Begriff für eine Veränderung in der Netzhaut am Äquator des Auges, die eine umschriebene Netzhautdegeneration meist aufgrund von Glaskörperzug beschreibt. Eine Behandlung ist nur bei Auftreten von Netzhautlöchern ( Foramina) mit Symptomen (wie z.B. Lichtblitze, Rußregen) notwendig.

A
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ARA nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6

Arcus lipoides weißlicher Ring nahe der Hornhautbasis, nahezu nie das Sehen störend

ARL6  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: ADP-ribosylation factor-like 6
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom ( BBS)
Info: Protein hat wahrscheinlich Beduetung für Zilien


ARMD1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: hemicentin 1 (fibulin 6)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante altersabhängige Makuladegeneration
Info: bisher nur in 1 Familie


Aspiration Ansaugen einer festen, flüssigen oder gasförmigen Substanz
am Auge z.B. Glaskörperaspiration zur Entnahme einer Glaskörperprobe


Assoziation insbesondere gedankliche Verknüpfung oder Verbindung

assoziiert verbunden, zusammenhängend

Astigmatismus  Stabsichtigkeit
Sie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte, "stabförmige", unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus.


asymptomatisch ohne Symptome
Veränderung eines Organs, die keine Beschwerden hervorruft und daher nur zufällig bei einer Untersuchung entdeckt wird.


asymptomatische Netzhautdegeneration  Periphere Netzhautdegeneration (z.B. äquatoriale Degeneration, Rundloch), die ohne Beschwerden und Krankheitsanzeichen für den Patienten entsteht. Eine asymptomatische Netzhautdegeneration muss in der Regel nicht behandelt werden.

Ataxie GangunsicherheitDiese kann verschiedene Ursachen haben. Oft führen Funktionsstörungen im Kleinhirn ( Cerebellum) zur Ataxie (zerebelläre Ataxie). Bei einigen Syndromen können Ataxie und Netzhautdystrophien gleichzeitig auftreten.

Ä
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Ätiologie 1. Gesamtheit der Einflussfaktoren, die eine Erkrankung verursachen
2. Lehre von den Krankheitsursachen


ätiologisch ursächlich, die Ätiologie betreffend

A
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ATP6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MT ATP6

Atrophia gyrata Fortschreitende, autosomal rezessiv vererbte Ader- und Netzhautdystrophie infolge eines Enzymdefekts; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe, frühe Katarakt mit ca. 30 Jahren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Atrophie Gewebeschwund
krankheitsbedingter Abbau von Gewebe


Atropin Augentropfen zur Lähmung der Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis). Die Wirkung hält nuram gesunden Auge mehrere Tage an, so dass Atropin nur noch wenn unbedingt erforderlich eingesetzt wird.
Atropin wird häufiger bei der Nachbehandlung von Augenoperationen eingesetzt.


ATXN7  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: ataxin 7
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante spinocerebelläre Ataxie mit Makuladystrophie oder Netzhautdystrophie
Info: Proteinfunktion unbekannt


Augenhintergrund  Fundus oculi
Bei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea ( Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale ( Makula, Netzhaut peripherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhaut peripherie muß in der Regel die Pupille weitgetropft werden.


Augeninnendruck  Intraokulardruck ( IOD)
Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.


Augenprothese  Glasauge
Nach Entfernung eines Auges wird eine Augenprothese aus speziellem Glas oder Kunststoff von einem Okularisten individuell angepasst. Die hohe Beweglichkeit moderner Augenprothesen lassen dieses Glasauge im täglichen Leben kaum auffallen. Eine Augenprothese muss ca. jährlich erneuert werden.


Augenspiegel  Ophthalmoskop
Gerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes


Augenzittern  Nystagmus
Augenzittern
Entstehung durch verschiedene Ursachen. Ein Nystagmus kann in früher Kindheit ein Zeichen für das Fehlen des zentralen Sehens z.B. bei einer Schädigung der Zapfen oder der Fovea sein. Ein Nystagmus kann sich auch ohne Netzhauterkrankungen entwickeln. Beim Auftreten eines Nystagmus ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig.


auto- Vorsilbe
selbst, eigen, persönlich, unmittelbar


Autofluoreszenz  Fluoreszenz-Phänomen des Augenhintergrundes. Nach Beleuchtung des Augenhintergrundes wie bei der Fluoreszenzangiografie, aber ohne Gabe von Farbstoff, zeigt sich ein Aufleuchten von Ablagerungen (Lipofuszin) im retinalen Pigmentepithel. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluoreszenzangiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern.

Autoimmunkrankheiten Erkrankungen des Immunsystems, bei der eine Immunreaktion gegen eigenes Körpergewebe ausgelöst wird

autosomal bezeichnet Erbinformation, die nicht auf den Geschlechtschromosomen (X- oder Y-Chromosom) liegt

autosomal dominant Vererbungsform, bei der eine Mutation in einem Allel eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei dominanter Vererbung sind in der Regel Familienangehörige in mehreren Generationen betroffen. Die Hälfte der Nachkommen haben das Risiko, ebenfalls zu erkranken.

Autosomal dominante Optikusatrophie Abkürzung: adOA
Häufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Autosomal dominante Vitreoretinochoroidopathie Sehr seltene Form einer vorwiegend auf die Netzhaut periphere beschränkten Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

autosomal rezessiv Vererbungsform, bei der Mutationen in beiden Allelen eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei rezessiver Vererbung sind in der Regel nur Familienangehörige einer Generation betroffen. Die Nachkommen haben ein sehr geringes Risiko, ebenfalls zu erkranken.

Autosome Bezeichnung für die nicht geschlechtsspezifischen Chromosomen, also alle Chromosomen außer dem X-Chromosom und Y-Chromosom. Sie werden der Form nach sortiert und nummeriert (beim Mensch Chromosom 1-22)

Avastin Handelsname für Bevacizumab
Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Avastin ist zur Behandlung von Darmkrebs zugelassen. Aufgrund seiner Verfügbarkeit und der hohen Ähnlichkeit zu Lucentis wird Avastin derzeit ohne Zulassung ( Off-Label-Use) zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen (z.B. Zentralvenenverschluss, Gefäßneubildungen bei Myopie) weltweit eingesetzt. Gezielte Studien liegen nicht vor, die bisherigen Erfahrungen zeigen jedoch ähnliche Behandlungsergebnisse und eine vergelichbare Sicherheit wie bei Lucentis. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen (ca. 35-40%) eine deutliche Sehverbesserung. Avastin wird in Abständen von 4-6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch ungeklärt.


AVMD  Adulte vitelliforme Makuladystrophie
Eine Form der Makuladystrophie, die vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


AXPC1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Ataxie


B
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


Bardet-Biedl Syndrom  BBS
Syndrom mit Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautveränderungen und multiplen Erkrankungen anderer Organsysteme. Mutationen in verschiedenen genen können ursächlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Basen sind allgemein die Gegenspieler von Säuren. In der Molekulargenetik sind Basen die übliche Bezeichnung für die basischen Bestandteile der Nukleotide (Grundbausteine der DNA): Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T).

Basenpaar Die beiden Basen Adenin (A) und Thymin (T) sowie die beiden Basen Cytosin (C) und Guanin (G) bilden in einem DNA-Doppelstrang jeweils Paare aus, die durch schwache Bindungen zusammengehalten werden. Die Summe dieser Bindungen ist für den Zusammenhalt der beiden DNA-Stränge verantwortlich.

Bassen-Kornzweig-Syndrom  Abetalipoproteinämie
Syndrom mit Störungen des Fettstoffwechsles, beim dem eine Retinitis pigmentosa ähnliche Netzhaut- Aderhautdystrophie auftritt. Eine therapeutische Beeinflussung ist mit Gabe von Vitamin E möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


BBS  Bardet-Biedl Syndrom
Syndrom mit Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautveränderungen und multiplen Erkrankungen anderer Organsysteme. Mutationen in verschiedenen genen können ursächlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


BBS1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: BBS1 protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom


BBS10  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: BBS10 (C12orf58) chaperonin
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom


BBS11 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TRIM32

BBS2L1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit BBS7

BBS3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARL6

BBS5  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: flagellar ap paratus-basal body protein DKFZp762194
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom ( BBS)
Info: Protein ist Komponente von Zilien, ca. 2% aller BBS-Fälle


BBS6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MKKS

BBS7  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: BBS7 protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom
Info: Protein mit unbekannter Funktion


BBS8 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TTC8

BBS9 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PTHB1

BCD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CYP4V2

BCMAD  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante benigne konzentrische annuläre Makuladystrophie


BCP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1SW

benigne gutartig
in der Regel zur Bezeichnung der Art eines Tumors, auch ein gutartiger Tumor kann durch Verdrängen von anderem Gewebe zu Funktionsstörungen führen


Beschläge Ablagerungen auf der Rückfläche der Hornhaut werden auch Beschläge genannt. Sie können bei Entzündungen im Auge auftreten.

Bevacizumab Handelsname: Avastin
Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Avastin ist zur Behandlung von Darmkrebs zugelassen. Aufgrund seiner Verfügbarkeit und der hohen Ähnlichkeit zu Lucentis wird Avastin derzeit ohne Zulassung ( Off-Label-Use) zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen netzhauterkrankungen (z.B. Zentralvenenverschluss, Gefäßneubildungen bei Myopie) weltweit eingesetzt. Gezielte Studien liegen nicht vor, die bisherige Erfahrung zeigt jedoch ähnliche Behandlungsergebnisse wie bei Lucentis. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen eine deutliche Sehverbesserung. Avastin wird Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch ungeklärt.


BF nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFB

BFD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFB

BH Abkürzung für Bindehaut

Bietti's kristalline Dystrophie  Netzhaut- Aderhautdystrophie mit kristallinen Ablagerungen. Diese kann in einer regional begrenzten oder generalisierten Form auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

bilateral beidseitig
am Auge: beide Augen betreffend


Bindehaut  Konjunktiva, Conjunctiva
Durchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet


binokular mit beiden Augen, beidäugig

Biomikroskopie Untersuchung lebenden Gewebes, z.B. des Auges, unter einem Mikroskop z.B. einer Spaltlampe.

Biomorphometrie Ver messung biologischen Gewebes
Am Auge ist damit in der Regel die Ver messung des Sehnervenkopfes und der Netzhaut mit dem Heidelberg Retina Tomograph ( HRT) gemeint.


Biotechnik In der Biotechnologie werden die natürlich vorhandenen Fähigkeiten von Mikroorganismen, lebenden tierischen und pflanzlichen Zellen oder Enzymen zur Produktion oder Umwandlung von Stoffen genutzt (z.B. für Medikamente wie Insulin).

Biotechnologie In der Biotechnologie werden die natürlich vorhandenen Fähigkeiten von Mikroorganismen, lebenden tierischen und pflanzlichen Zellen oder Enzymen zur Produktion oder Umwandlung von Stoffen genutzt (z.B. für Medikamente wie Insulin).

Bipolarzellen Gruppe neuronale Zellen in der Netzhaut
Die Bipolarzellen erhalten Ihre Informationen von den Stäbchen und Zapfen und leiten diese weiter an die Ganglienzellen. Sie sind Teil der intraretinalen Transmission der Information.


Birdshot-Chorioretinopathie Spezielle Form einer Autoimmunerkrankung von Netzhaut und Aderhaut, bei der schrotschußartige (= Birdshot) helle Flecken am Augenhintergrund zu sehen sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Bjerrum-Skotom  Bogenskotom (auch: Bjerrumskotom)
bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom


Bjerrumskotom  Bogenskotom (auch: Bjerrum-Skotom)
bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom


Blastozyste Vier bis sieben Tage alter Embryo.
Er besteht aus bis zu 200 Zellen und hat eine äußere Zellmasse, aus der der Mutterkuchen entsteht und eine innere Zellmasse, die den Fetus bildet.


Blaublindheit  Tritanopie
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Blauschwäche  Tritanomalie
Herabgesetzte Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Blausinnstörung Störung des Blausinns, die selten angeboren ( Tritanopie, Tritanomalie) oder häufiger erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.

Blauzapfenmonochromasie Angeborene, x-chromosomal vererbte Funktionsstörung der Rot- und Grünzapfen aufgrund eines Gendefekts der Rot-Grün- Opsin- Gen-Gruppe. Es funktionieren nur die Blauzapfen. Deswegen ist die Sehschärfe deutlich herabgesetzt. In der Regel verläuft die Blauzapfenmonochromasie stationär, jedoch kann später im Leben eine Makuladystrophie einsetzen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Blendempfindlichkeit  Photophobie, LichtempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen.

Blendungsempfindlichkeit  Photophobie
Diese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) vorkommen.


Blitz-ERG  Elektroretinogramm, ERG
Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut, die heute standardisiert mit Lichtblitzen in einer vorne offenen, innen weiß gestrichenen Ganzfeld-Kugel erfolgen.


Blitze sehen  Lichtblitze
Bezeichnung für eine Erscheinung, bei der Lichtblitze im Auge wahrgenommen werden. Blitzartiges Licht kann bei Zug des Glaskörpers auf die Netzhaut entstehen und eine beginnende Netzhautablösung signalisieren. Daher ist beim akuten Auftreten von Lichtblitzen eine Untersuchung der Netzhaut mit Pupillenweitstellung umgehend erforderlich. Es gibt andere Lichterscheinungen im Auge bei Migräne oder verschiedenen Netzhauterkrankungen, die keinen Zusammenhang mit einer Netzhautablösung haben.


Bloch-Sulzberger-Syndrom  Incontinentia pigmentii
Erkrankung der Haut nach der Geburt, die mit Gefäßveränderungen der Netzheut ähnlich einer Frühgeborenenretinopathie einhergehen können. Die Vererbung ist x-chromosomal. Es sind aber Frauen betroffen, weil männlichen Feten die Entwicklungsstörung nicht überleben. Eine frühzeitige Behandlung wie bei Frühgeborenenretinopathie ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Blow out fracture  Blow-out-Fraktur
Bruch des knöchernen Orbitabodens durch einen Schlag auf das Auge (Faust, Squash-, Tennisball). Bei der Blow-out-Fraktur können Muskelfasern eingeklemmt und damit die Beweglichkeit des Auges beeinträchtigt werden. Dies ist oft erst nach Rückbildung eines zusätzlich bestehenden Hämatoms möglich. Je nach Ausmaß und Befund ist eine operative Behandlung notwendig.


Blow-out-Fraktur Bruch des knöchernen Orbitabodens durch einen Schlag auf das Auge (Faust, Squash-, Tennisball). Bei der Blow-out-Fraktur können Muskelfasern eingeklemmt und damit die Beweglichkeit des Auges beeinträchtigt werden. Dies ist oft erst nach Rückbildung eines zusätzlich bestehenden Hämatoms möglich. Je nach Ausmaß und Befund ist eine operative Behandlung notwendig.

Blut-Hirn-Schranke Selektiv durchlässige Barriere zwischen den Blutgefäßen und dem Gehirn. Dadurch wird der Stoffaustausch zwischen Blut und Gehirn weitgehend aktiv kontrolliert und das Gehirn vor schädlichen Stoffen geschützt. Diese Funktion übernimmt in der Netzhaut die Blut-Retina-Schranke.

Blut-Retina-Schranke Barriere an den Blutgefäßen der Netzhaut und dem retinalen Pigmentepithel zum Schutz der Nervenzellen der Netzhaut. Dadurch wird der Stoffaustausch zwischen Blut und Netzhaut weitgehend aktiv kontrolliert und die Netzhaut vor schädlichen Stoffen geschützt. Diese Funktion übernimmt im Gehirn die Blut-Gehirn-Schranke.

Bluthochdruck = Hypertonie
Eine nicht behandelte Hypertonie führt zu Gefäßschäden im ganzen Körper. Am Auge ist das Risiko für einen Zentralvenenverschluss, Makroaneurysmen und eine Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie erhöht.


Blutsenkungsgeschwindigkeit = BSG
Geschwindigkeit, mit der sich feste (Blutkörperchen) und flüssige (Blutserum) Bestandteile des Blutes trennen (ge messen in einem speziellen Blutentnahmeröhrchen. Eine erhöhte BSG ist ein unspezifischer Hinweis auf Entzündungsprozesse.


Bogenskotom  Bjerrum-Skotom
bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom


Bradyopsie "Langsamsehen"
Aufgrund einer verzögerten Erholung der Photorezeptoren nach Lichtreizung besteht die Schwierigkeit, insbesondere bei niedrigem Kontrast Bewegungen zu verfolgen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Brillenstärke Brechkraft des Brillenglases, angegeben in Dioptrien ( dpt)

BSG = Blutsenkungsgeschwindigkeit
Geschwindigkeit, mit der sich feste (Blutkörperchen) und flüssige (Blutserum) Bestandteile des Blutes trennen (ge messen in einem speziellen Blutentnahmeröhrchen. Eine erhöhte BSG ist ein unspezifischer Hinweis auf Entzündungsprozesse.


BSMD  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante schmetterlingsförmige Makuladystrophie


Bulbusprellung  Contusio bulbi
Prellungsverletzung des Augapfels, bei der es zu Einrissen der Augengewebe kommen kann


Bull´s eye Makulopathie Schießscheiben- Makulopathie (eigentlich: Ochsenaugen- Makulopathie)
Englischer Ausdruck für eine Schießscheiben- Makulopathie, bei der sich Veränderungen des retinalen Pigmentepithels in Ringform um die Fovea zeigen. Diese Veränderung ist nicht typisch für eine spezifische Netzhauterkrankung, sie kann bei Makuladystrophien, Zapfen-Stäbchendystrophien, aber auch bei Chloroquin-Retinopathie auftreten.


BVA Berufsverband der Augenärzte Deutschlands

C
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


c.c. cum correctione
Sehschärfe mit Korrektur durch Brillengläser


C1QTNF5  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: C1q and tumor necrosis-related protein 5 collagen
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie mit spätem Beginn, autosomal dominante Makuladystrophie mit Linsenveränderungen


C2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Komplement Komponente 2
Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen erhöhen das Risiko für eine AMD. C2 bildet einen zusammenhängenden genkomplex mit CFB


CABP4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: calcium binding protein 4
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)


CAR  Carcinom assoziierte Retinopathie
Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Carcinom assoziierte Retinopathie  CAR
Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Cat Abkürzung für Cataract
Weitere Informationen unter: Katarakt


Cataracta incipiens beginnende Katarakt ( Linsentrübung, grauer Star)

CBD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1LW

CBP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1MW

CBT nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1SW

cc cum correctione
Sehschärfe mit Korrektur durch Brillengläser


CDH23  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: cadherin-like gene 23
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1d), autosomal rezessive Taubheit


CDHP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH3

CDR  Cup-Disk-Ratio
Der Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung ( Exkavation = Cup) in der Papille ( Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal.


CEP290  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: centrosomal protein 290 kDa
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessives Joubert Syndrom, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose


Cerclage  Eindellende Operation zur Behandlung einer Netzhautablösung
Umschnürung des Augapfels mit einem Silikonband mit dem Ziel, die abgelöste Netzhaut wieder der Aderhaut anzulagern. Eine Cerclage kann mit einer Vitrektomie kombiniert werden. In der Gynäkologie bezeichnet eine Cerclage einen ringförmigen Verschluss des Muttermundes, um eine vorzeitige Geburt zu verhindern.


Cerebellum Kleinhirn

CERKL  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: ceramide kinase-like protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
Info: Protein hat Bedeutung für das Überleben von Nervenzellen, u.a. in den Ganglienzellen der Netzhaut


CFB  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Komplement Faktor B
Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen erhöhen das Risiko für eine AMD. CFB bildet einen zusammenhängenden genkomplex mit C2


CFH  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Komplement Faktor H
Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Tyr402His) erhöhen das Risiko für eine AMD um das 2-7fache


Chalazion  Hagelkorn
Schmerzfreie Verdickung am Augenlid durch Sekretstau der Liddrüsen. Eine operative Entfernung ist möglich.


Chimäre nicht einheitlich verwendeter Begriff. Lebewesen oder Gewebe aus Zellen verschiedenen Genotyps (Hybrid)

Chloroquin-Retinopathie  Resochin-Retinopathie (Resochin ist ein Handelsname von Chloroquin)
Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Chloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Chloroquin führt häufiger zu Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen bei längerdauernder Chloroquin-Behandlung wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Chloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.


chorioatrophisch Bereich mit Aderhautatrophie

chorioidal auch: choroidal
die Aderhaut betreffend


Chorioidea  Aderhaut (auch: Choroidea):
Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.


Chorioidemie auch Choroideremie:
Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1- Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe, Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion


Choriokapillaris Schicht kleiner Aderhautgefäße zwischen dem retinalen Pigmentepithel und den großen Aderhautgefäßen

Choriopathie Unspezifischer Oberbegriff für Erkrankungen der Aderhaut

chorioretinale Anastomose Verbindung zwischen den normalerweise getrennten Blutgefäßsystemen der Aderhaut ( Choroidea) und Netzhaur ( Retina) im Rahmen von Netzhauterkrankungen (z.B. altersabhängiger Makuladegeneration)

Chorioretinitiis Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut ( Retina). Im engeren Sinne sind mit der Chorioretinitis entzündliche Erkrankungen gemeint, der Begriff wird teilweise aber auch für Erkrankungen ohne eindeutige entzündliche Ursache verwendet.

Chorioretinopathia centralis serosa  Retinitis centralis serosa, Retinopathia centralis serosa, RCS
Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.


Chorioretinopathie Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut ( Retina).

choroidal auch: chorioidal
die Aderhaut betreffend


Choroidale Neovaskularisation  CNV, subretinale Neovaskularisation ( SRN)
Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluorescein-Angiographie.


Choroidea  Aderhaut (auch: Chorioidea):
Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.


Choroideremie auch Chorioideremie:
Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1- Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe. Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Choroiditis serpiginosa Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut, bei der es schubweise zu rundlich-ovalären Entzündungsherden in der Nähe der Papille und in der Makula kommt. Wenn die Fovea mitbetroffen ist, kommt es in der Regel zu einer deutlichen Visusminderung. Eine gesicherte Behandlung existiert nicht. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Chromosom aus DNA und Proteinen aufgebaute Bestandteile innerhalb eines Zellkerns, welche die Erbinformation enthalten. Die Anzahl und Gestalt der Chromosomen ist artspezifisch. Beim Menschen enthält jede Körperzelle 23 Chromosomenpaare: 22 Paare von Autosomen, ein Paar Geschlechtschromosomen (diploider Chromosomensatz); jede Keimzelle enthält die Chromosomen nur einmal (haploider Chromosomensatz)

Chromosomen-Aberration Fehlerhafte Anzahl der Chromosomen durch falsche Verteilung bei der Chromosomen bei der Zellteilung. Chromosomale Aberrationen im Embryo führen meistens zu einem Abort, in bestimmten Fällen der Trisomie sind Kinder lebensfähig

chronisch meist langsam beginnender, andauernder, anhaltender Verlauf einer Erkrankung (im Gegensatz zu: akut)

Cilie  Zilie
1. Haare an den Lidrändern
2. Zellfortsätze des Flimmer epithels in den Luftwegen
3. Zellfortsätze bei einzelligen Lebewesen zur Fortbewegung
4. Zilienähnliche Strukturen gibt es in Sinneszellen des Ohres und der Netzhaut ( Photorezeptoren)


cilioretinal Begriff für Blutgefäße, die an der Papille von der Aderhaut aus einen Bereich der Netzhaut versorgen. Bei einem Verschluss der Zentralarterie können diese unter Umständen einen Teil der Netzhaut mit Blut versorgen. Nur bei einem Teil der Menschen existieren relevante cilioretinale Gefäße.

CNCG nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1

CNCG1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1

CNCG2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1

CNCG3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3

CNCG3L nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1

CNGA1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: rod cGMP-gated channel alpha subunit (Alpha-Untereinheit eines stäbchenspezifischen cGMP-gesteuerten Ionen-Kanals)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa


CNGA3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: cone photoreceptor cGMP-gated cation channel alpha subunit (zapfenspezifische alpha-Untereinheit eines cGMP-gesteuerten Kationenkanals)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / Stäbchenmonochromasie
Info: Ursache für 20-30% der Achromatopsien


CNGB3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: cone cyclic nucleotid-gated cation channel beta 3 subunit (zapfenspezifische beta 3-Untereinheit eines cGMP-gesteuerten Kationenkanals)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / Stäbchenmonochromasie, autosomal rezessive Zapfendystrophie
Info: Ursache für ca. 50% der Achromatopsien


CNV  Choroidale Neovaskularisation, subretinale Neovaskularisation ( SRN; SNV)
Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.


COD3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1A

COL11A1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Collagen, Typ XI, alpha
Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Stickler Syndrom, Typ II, autosomal dominantes Marshall Syndrom


COL2A1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: collagen, type II, alpha 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Stickler Syndrom, Typ I; autosomal dominantes Wagner Syndrom, autosomal dominante epiphyseale Dysplasie


COL9A1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Kollagen, Typ IX, alpha-1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Stickler Syndrom, autosomal dominante multiple epiphyseale Dysplasie (M ED)


Conjunctiva  Bindehaut, Konjunktiva
Durchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet


Conjunctivitis auch: Konjunktivitis
Entzündung der Bindehaut des Auges


Conjunctivitis sicca  Trockenes Auge
Ursache ist eine verminderte oder inadäquat zusammengesetzte Tränenflüssigkeit. Eine Behandlung ist mit künstlichen Tränen möglich.


Contusio bulbi  Bulbusprellung
Prellungsverletzung des Augapfels, bei der es zu Einrissen der Augengewebe kommen kann


CORD2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CRX

CORD6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D

CORD7 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RIMS1

CORD8  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie
Info: bisher nur 1 Familie


CORD9  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie


Cornea  Hornhaut (auch: Kornea):
Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über.


Cornea guttata krankhafte Veränderung der Hornhaut, die mit unregelmäßigen Verdickungen an der Hornhautrückfläche einhergeht. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Flüssigkeitseinlagerungen in die Hornhaut ( Hornhautödem).

Corpus ciliaris  Strahlenkörper; Ziliarkörper
Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich.


Corpus geniculatum Schaltstelle im Gehirn, an der die Nervenfasern des Sehnerven enden und die Weiterverarbeitugn der Sehinformation im Gehirn beginnt. Spezifische Informationsweiterleitung an die Sehrinde.

Corpus vitreus  Glaskörper
Durchsichtige gelartige Masse, die im Augeninneren den Raum zwischen Linse und Netzhaut ausfüllt. Wesentliche Aufgaben hat der Glaskörper bei der Augenentwicklung vor der Geburt. Mit zunehmendem Alter verflüssigt sich der Glaskörper, es können Glaskörpertrübungen auftreten.


CORS1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JBTS1

CORS2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Cerebello-okulo-renales Syndrom)


Cover-Test  Abdecktest, Covertest
Der Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.


Covertest  Abdecktest, Cover-Test
Der Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.


CRALBP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RLBP1

CRB1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: crumbs homolog 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Retinitis pigmentosa mit erhaltenem para-arteriolarem Pigmentepithel ( RP12), autosomal rezessive Retinitis pigmentosa mit Coats-ähnlichen Gefäßveränderungen, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose, autosomal dominante pigmentierte paravenöse chorio retinale Atrophie
Info: wichtig für die frühe Entwicklung der Netzhaut


Criswick-Schepens-Syndrom  Familiäre exsudative Vitreoretinopathie
Angeborene, autosomal dominant vererbte, mit variabler Ausprägung auftretende Gefäßerkrankung der Netzhaut. Abhängig von der Ausprägung kann sie unbemerkt bleiben, zu Gefäßneubildungen der Netzhaut bis hin zur Netzhautablösung und Erblindung führen. Die Behandlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Netzhautveränderungen. Es gibt eine weitere, x-chromosomal vererbte Form (Norrie- Gen) der familiär exsudativen Vitreoretinopathie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Cryo kurz für: Kryokoagulation, Cryokoagulation, auch: Kryo
Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.


Cryokoagulation auch: Kryokoagulation, kurz: Cryo, Kryo
Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.


CSMÖ  Klinisch signifikantes Makulaödem
Flüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist.


CSNB1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NYX

CSNB2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F

CSNB3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PDE6B

CSNBX2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F

CSPG2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: chondroitin sulfate proteoglycan 2 (versican)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Wagner Syndrom, autosomal dominante erosive Vitreoretinopathie
Info: Genprodukt ist eine Komponente der strukturellen Aufbaus des Glaskörpers


CTRP5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit C1QTNF5

Cup-Disk-Ratio Abkürzung: CDR
Der Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung ( Exkavation = Cup) in der Papille ( Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal.


Cyclolat Augentropfen zur Lähmung der Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis). Die Wirkung hält nur begrenzte Zeit an (im Gegensatz zu Atropin)

Cycloplegie Verfahren zur Lähmung der Akkomodation der Augenlinse mit Augentropfen ( Atropin, Cyclop entolat), um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis)

cyl Abkürzung für Zylinder, der Anteil der zusätzlichen Brechkraft eines Brillenglases, der nur in einer bestimmten Richtung (Achse) vorliegt.

CYMD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MDDC

CYP4V2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: cytochrom P450 4V2
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Bietti kristalline cor neo retinale Dystrophie
Info: vermutete Bedeutung für Fettsäure- und Steroid-Stoffwechsel


Cytosin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin

D
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


DD  Differenzialdiagnose, Differentialdiagnose
Mögliche andere Diagnose


DDP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A

DDP2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A

Debilitas Debilität, Schwachsinnigkeit

Decalin Ein Perfluorcarbon ( PFCL)
Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.


Degeneration Durch erworbene Krankheitsprozesse bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Dystrophie und Degeneration werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet.

degenerativ mit einer Degeneration zusammenhängend

Dehnungsherde Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.

Dehnungsveränderung  Dehnungsherde bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.

Desoxyribonukleinsäure  DNS, sehr häufig wird die englische Abkürzung DNA verwendet
Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.


Deuteranomalie  Grünschwäche
Herabgesetzte Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Deuteranopie  Grünblindheit
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft  DOG
Deutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft der Augenärzte. www.dog.org


DFN1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A

DFNA38 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit WFS1

DFNB12 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH23

DFNB18 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1C

DFNB2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MYO7A

DFNB23 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PCDH15

DFNB6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH2B

DGII Deutsche Gesellschaft für Intraokularlinsen Implantation
Wissenschaftliche Fachgesellschaft für o perierende Augenärzte


DHRD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1

Diabetes mellitus “Zuckerkrankheit“
Der Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Einer der möglichen Spätschäden ist eine " Diabetische Retinopathie". Da diese zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich.


diabetisch mit einem Diabetes mellitus zusammenhängend

Diabetische Retinopathie  Netzhauterkrankung aufgrund eines Diabetes mellitus
Der Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Dadurch entsteht eine Minderdurchblutung der Netzhaut (Ischämie). Diese kann zu Netzhautblutungen, Mikroaneurysmen, kleinen Gefäßverschlüssen (Cotton-wool-Herde) und Gefäßneubildungen ( Proliferationen) führen. Eine frühzeitige Behandlung mit Laser kann das Auftreten von Komplikationen wie eine Glaskörperblutung, Traktionsablatio und ein Sekundärglaukom bei Rubeosis iridis (Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut) weitgehend verhindern. Unbehandelt kann eine diabetische Retinopathie zur Erblindung führen. Da die diabetische Retinopathie zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich.


Diagnose festgestellte Erkrankung eines Patienten
z.B. Makuladegeneration, Hypertonie, Diabetes mellitus


Differentialdiagnose  Differenzialdiagnose, Differentialdiagnostik
Abwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen


Differentialdiagnostik  Differenzialdiagnose, Differentialdiagnose
Abwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen


Differenzialdiagnose  Differentialdiagnose, Differentialdiagnostik
Abwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen


Differenzierung Entwicklung einer Zelle zu einem spezifischen Zelltyp. Die Differenzierung von Stammzellen kann durch die Zugabe oder den Entzug bestimmter Wachstums- und Differenzierungsfaktoren eingeleitet werden.

Diffuse Choriokapillariatrophie  Aderhautdystrophie, die vorwiegend im Bereich der Makula beginnt und nach peripher fortschreitet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

digenisch durch zwei Gene
Erkrankung, die durch Mutationen in zwei Genen verursacht wird. Dies ist sehr selten, an der Netzhaut nur für eine digenische Retinitis pigmentosa bei Mutationen im ROM1- und RDS- Gen bekannt.


Dioptrie Abkürzung: dpt
Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter)


Diploid Bezeichnung für einen Chromosomensatz, in dem jedes Chromosom zweifach vorhanden ist. Somatische Zellen weisen im Unterschied zu Keimzellen des Menschen einen diploiden Chromosomensatz auf.

Direkte Pupillenreaktion Verengung der Pupille durch Beleuchtung des untersuchten Auges

Disziforme Narbe auch: Junius-Kuhnt: benannt nach den Augenärzten Junius und Kuhnt
Spätstadium der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). In der Makula besteht dann eine Bindegewebsnarbe unter der Netzhaut, die Photorezeptoren sind untergegangen. Eine Behandlung ist nicht möglich. Wird manchmal auch als fibrovaskuläre Narbe bezeichnet.


DMDF nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTL1

DNA Desoxy ribonucleinic acid, sehr häufig verwendete englische Abkürzung anstelle von deutsch: DNS ( Desoxyribonukleinsäure)
Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.


DNS  Desoxyribonukleinsäure, sehr häufig wird die englische Abkürzung DNA verwendet
Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt.


DOG  Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
Deutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft der Augenärzte. www.dog.org


Dominante neovaskuläre inflammatorische Vitreoretinopathie Sehr seltene, dominant vererbte Netzhaut- Glaskörpererkrankung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Dominante zystoide Makuladystrophie Sehr seltene Form einer Makuladystrophie mit Ausbildung zystoider Veränderungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Doyne'sche Honeycomb Drusen  Familiäre Drusen, Malattia leventinese
Autosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1- Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


dpt  Dioptrie:
Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter)


Drusen  Drusen bezeichnen am Auge Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die entweder im retinalen Pigmentepithel (z.B. bei altersabhängiger Makuladegeneration) oder in der Papille ( Drusenpapille) auftreten können

Drusenmakulopathie Erkrankung der Makula mit Ansammlung von Drusen. Am häufigsten als frühes Stadium eienr altersabhängigen Makuladegeneration, es gibt aber auch andere angeborene Erkrankungen mit Drusenansammlung in der Makula.

Drusenpapille Bei der Drusenpapille kommt es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten im Sehnervenkopf. Ein autosomal dominanter Erbgang wird vermutet. Häufig sind die Drusen sehr gering ausgeprägt, so dass sie keine Beschwerden machen und nur zufällig bei einer Untersuchung des Augenhintergrundes auffallen. Sind die Drusen sehr stark ausgeprägt, kommt es zu einer Verdrängung von Sehnervenfasern und damit zu Gesichtsfeldausfällen. Eine gesicherte Behandlung der Drusen existiert nicht.

Drusinosis Beschreibung für eine Ansammlung von Drusen

Dunkeladaptation Anpassung des Auges an eine dunkle Umgebung

Durchblutungsstörungen Oberbegriff für Störungen der Durchblutung
An der Netzhaut können eindeutige direkte Störungen der Durchblutung (Arterienverschluss, Venenverschluss), aber auch indirekte Störungen der allgemeinen Durchblutung Krankheiten verursachen. Allerdings ist die Bedeutung der Durchblutung insbesondere bei den indirekten Störungen nicht immer gesichert.


Dystrophie Durch anlagebedingte genetische Ursachen bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Degeneration und Dystrophie werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet.

E
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ED = Enzephalomyelitis disseminata, Multiple Sklerose, MS
Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.


EFEMP1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: EGF-containing fibrillin-like extracellular matrix protein 1 (fibulin 3)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante radiäre Drusen (= Doynesche Honeycomb Drusen = Malattia Leventinese)
Info: Eine einzige Mutation in diesem Protein wurde bei allen untersuchten Personen gefunden


Eindellende Operation Oberbegriff für Operationen zur Behandlung einer Netzhautablösung, bei der Kunststoffmaterial außen auf die Sklera ( Lederhaut) aufgenäht wird. Unterschieden werden Plombe und Cerclage.

ekto außen, außerhalb
Ektoderm: äußeres der drei Keimblätter eines Embryos
Ektomie: Herausschneiden (z.B. des Glaskörpers = Vitrektomie)


Ektoderm Das äußere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das mittlere Keimblatt ist das Mesoderm, aus dem sich u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entwickeln. Das innere Keimblatt ist das Entoderm, aus dem u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entstehen.

Elektrookulogramm  EOG:
Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale des retinalen Pigmentepithels


Elektroretinogramm  ERG:
Auch Ganzfeld-ERG oder Blitz-ERG. Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut. Spezielle Formen sind das Multifokale ERG ( mfERG) und das Muster-ERG ( PERG)


ELOVL4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: elongation of very long fatty acids protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Stargardt-ähnliche Makuladystrophie


Embryo Frucht in der Gebärmutter während der Zeit der Organentwicklung, also der ersten zwei Schwangerschaftsmonate. Im Anschluss an die Organentwicklung wird bis zum Ende der Schwangerschaft vom Fetus gesprochen.

embryonale Stammzellen können entweder aus der inneren Zellmasse der Blasytozyste (vier bis sieben Tage alter Embryo) oder aus der Keimbahn von abgetriebenen Feten gewonnen werden. Die fetalen Stammzellen sind Vorläufer der Ei- bzw. Samenzellen und können im Labor zu embryonalen Keimzellen weiterentwickelt werden.

Endogen von innen heraus kommend
z.B. eine vom Körper her entstandene Krankheit. Am Auge z.B. oft bei einer Entzündung der Uvea ( Uveitis)


Endotamponade Begriff für Substanzen, die nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) im Glaskörperraum zur Stabiloisierung der Netzhaut eingegeben werden. Gasförmige Tamponaden (Luft, Schwefelhexafluorid ( SF6) verflüchtigen sich nach einer Zeit und werden durch das Kammerwasser im Augeninneren ersetzt. Flüssige Tamponaden (z. B. Silikon) stabilisieren die Netzhaut länger, müssen aber in einem weiteren Eingriff wieder entfernt werden.

Enhanced S Cone Syndrom Abkürzung: ESCS; Goldmann Favre Syndrom
Seltene Form einer autosomal rezessiven Netzhautdystrophie, bei der es zu einer Fehlentwicklung bei der Zapfenentstehung kommt. Dadurch ist die Zahl der Blauzapfen (S cones) um ca. 75fach erhöht, während die anderen zapfen in der Zahl veringert sind und die Stäbchen nicht funktionieren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


ent-  ento, innen
Entoderm: inneres Keimblatt


ento ent, innen
Entoderm: inneres Keimblatt


Entoderm Das innere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entwickeln. Das äußere Keimblatt ist das Ektoderm, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das mittlere Keimblatt ist das Mesoderm, aus dem u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entstehen.

Enzephalomyelitis disseminata  Multiple Sklerose, Abkürzung: MS, ED
Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.


EOG  Elektrookulogramm
Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale des retinalen Pigmentepithels


epi darauf, darüber
Epi retinal: auf der Netzhaut


epiretinal  präretinal, vor der Netzhaut

Epiretinale Gliose  Macular pucker
Membranbildung auf der Netzhautoberfläche im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, die sich durch Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) und Sehverschlechterung bemerkbar macht. Diese wird durch eine Vitrektomie behandelt. Die Erfolgsaussichten auf eine gute Sehschärfe nach der Operation sind besser, wenn die Sehschärfe noch nicht zu weit herabgesunken ist.


Epithelgewebe Zusammenhängende Zellschicht, die innere und äußere Körperoberflächen bildet

Erbgut Das Erbgut des Menschen befindet sich im Kern der Zelle auf 23 Chromosomenpaaren, von denen 22 genau gleich sind und das 23. abhängig vom Geschlecht verschieden ist.

ERG  Elektroretinogramm:
Auch Ganzfeld-ERG oder Blitz-ERG. Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut. Spezielle Formen sind das Multifokale ERG ( mfERG) und das Muster-ERG ( PERG)


Erosio kurz für: Hornhauterosio
Oberflächliche Verletzung der Hornhaut, z.B. durch Fingernagel oder Fremdkörper. Eine Hornhauterosio ist schmerzhaft, heilt jedoch in der Regel folgenlos ab.


Erosive Vitreoretinopathie Sehr seltene, autosomal dominant vererbte Netzhaut- Glaskörperdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

ERVR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CSPG2

ESCS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NR2E3

EVR1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FZD4

EVR2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NDP

EVR3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie


EVR4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5

Excavation Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann.

Exkavation Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann.

Exkavationstiefe Tiefe der Exkavation der Papille

exkaviert Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann.

Exogen von außen her verursacht
äußere Krankheitsursachen sind u.a. Krankheitserreger (Viren, Bakterien), Verletzungen, Gifte, allergisch wirkende Substanzen


Exposition Das Ausgesetztsein gegenüber einem äußeren, möglicherweise schädlichem Einfluss (z.B. Rauchen)

Exsudative Ablatio retinae  Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache.

Exsudative Amotio retinae  Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache.

Exsudative Makuladegeneration  Feuchte Makuladegeneration: Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung.


Exsudative Netzhautablösung  Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache.

Extrakapsulär außerhalb, ohne die Kapsel
Bei der extrakapsulären Kataraktextraktion wird die getrübte Augenlinse unter Belassen der hinteren Linsenkapsel entfernt, in der Regel mit Phakoemulsifikation.


F
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FA siehe: Fluoreszenzangiografie

FAF Fundusautofluoresenz
Untersuchung des Augenhintergrundes beruhend auf der Autofluoreszenz. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluorescein-Angiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern.


FAG siehe: Fluoreszenzangiografie

Familiäre Drusen Doyne"sche Honeycomb Drusen, Malattia leventinese
Autosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1- Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Familiäre exsudative Vitreoretinopathie Angeborene, autosomal dominant vererbte, mit variabler Ausprägung auftretende Gefäßerkrankung der Netzhaut. Abhängig von der Ausprägung kann sie unbemerkt bleiben, zu Gefäßneubildungen der Netzhaut bis hin zur Netzhautablösung und Erblindung führen. Die Behandlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Netzhautveränderungen. Es gibt eine weitere, x-chromosomal vererbte Form (Norrie- Gen) der familiär exsudativen Vitreoretinopathie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Familiäre foveale Retinoschisis Extrem seltene, autosomal rezessiv vererbte Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Familienanamnese Erhebung des Stammbaums und der Krankengeschichte der Familienangehörige

Farbenblindheit Eine vollständige Farbenblindheit ( Achromatopsie) liegt bei Fehlen der Funktion aller Zapfen vor und ist selten. Sie ist verbunden mit einer reduzierten Sehschärfe und oft mit einem Nystagmus ( Augenzittern). Bei 9% aller Männer bestehen angeborene Rot- oder Grünsinnstörungen mit normaler Sehschärfe. Diese werden umgangssprachlich leider oft auch als Farbenblindheit bezeichnet.

Farbensehen  Farbsinn, Farbsehen
In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.


Farbsehen  Farbsinn, Farbensehen
In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.


Farbsinn  Farbsehen, Farbensehen
In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.und des Nervus opticus.


Farbsinnstörung Störung des Farbensehens, die angeboren (oft fälschlicherweise als Farbenblindheit bezeichnet) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.

Farbwahrnehmung  Farbsehen, Farbensehen, Farbsinn
In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.


Farnsworth 100 Hue Test Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens

FBLN3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1

FBLN5  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: fibulin 5
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: familiäre alterabhängige Makuladegeneration (AMD)
Info: nachweisbar bei ca 1,7% der Patienten mit AMD


FBLN6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARMD1

Fenestrated Sheen Makuladystrophie Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

fetal zu einem Fetus gehörig, von einem Fetus abstammend

Fetus Frucht in der Gebärmutter nach der Zeit der Organanlage, also ab dem dritten Schwangerschaftsmonat, bis zum Ende der Schwangerschaft. Während der Organanlage wird die Gebärmutterfrucht als Embryo bezeichnet.

Feuchte AMD Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung.


Feuchte Makuladegeneration Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung.


FEVR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FZD4

FIBL6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARMD1

Fibrose Vermehrung von Bindegewebe
Oft als Narbenbildung im Rahmen von Erkrankungen, z.B. subretinale Fibrose bei altersbedingter Makuladegeneration


Fibrovaskuläre Narbe Narbengewebe bestehend aus Bindegewebe und Blutgefäßen. In der Regel wird damit ein Spätstadium einer feuchten altersabhängigen Makuladegeneration bezeichnet. Ein anderer Begriff dafür ist disziforme Makulopathie.

FLA siehe: Fluoreszenzangiografie

Floater bewegliche Glaskörpertrübung

Fluorescein  Fluorescein-Natrium Fluorescein-Natrium ist der am häufigsten verwendete Farbstoff bei der Fluoreszenzangiografie. Er ist gut geeignet zur Darstellung von Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut.

Fluorescein-Angiografie  Fluoreszenzangiografie mit dem Farbstoff Fluorescein

Fluorescein-Angiographie  Fluoreszenzangiografie mit dem Farbstoff Fluorescein

Fluorescein-Natrium kurz: Fluorescein
Fluorescein-Natrium ist der am häufigsten verwendete Farbstoff bei der Fluoreszenzangiografie. Er ist gut geeignet zur Darstellung von Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut.


Fluoreszenz Lichtausstrahlung von einem Objekt, das durch externe Lichtanregung entsteht. In der Regel verändert sich dabei die Wellenlänge des Lichts. Fluoreszenzeffekte macht man sich bei der Fluoreszenzangiografie zur Darstellung krankhafter Netzhautveränderungen zu nutze.

Fluoreszenz-Angiografie siehe: Fluoreszenzangiografie

Fluoreszenz-Angiographie siehe: Fluoreszenzangiografie

Fluoreszenzangiografie Darstellung der Gefäßsysteme der Netzhaut ( Retina) und der Aderhaut ( Choroidea) durch intravenöse Injektion eines Farbstoffes unter Einsatz einer Fototechnik mit spezifisch gefiltertem Licht. Verwendete Farbstoffe sind Fluorescein-Natrium oder Indocyaningrün. Durch die Fluoreszenzangiografie können insbesondere Gefäßveränderungen der Netzhaut und Aderhaut dargestellt werden, z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder entzündlichen Netzhauterkrankungen.

Fluoreszenzangiographie siehe: Fluoreszenzangiografie

Fokus Brennpunkt (einer Linse)

Foramen  Loch
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten.


Foramina Mehrzahl von Foramen

Fovea  Fovea centralis
Stelle des schärfsten Sehens: im Zentrum der Makula gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Photorezeptoren. In diesem Areal sind zusätzlich die Nervenfasern der Netzhaut seitlich verlagert, um eine optimale Sehschärfe zu gewährleisten.


Fovea centralis meist kurz als: Fovea
Stelle des schärfsten Sehens: im Zentrum der Makula gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Photorezeptoren. In diesem Areal sind zusätzlich die Nervenfasern der Netzhaut seitlich verlagert, um eine optimale Sehschärfe zu gewährleisten.


Foveolarreflex Reflex, der bei der Beobachtung des Augenhintergrundes bei der Ophthalmoskopie in der Grube der Fovea entsteht

Fremdanamnese Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten von einer dritten Person (Eltern, Angehörige)

früh beginnend im Kindesalter beginnende Erkrankung
z.B. früh beginnende Retinitis pigmentosa


Frühgeborenenretinopathie  Retinopathia prämaturorum ( RPM), engl.: retinopathy of prematurity ( RPM)
Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.


Fuchs`scher Fleck Bezeichnung für eine akute Makulaerkrankung bei hoher Myopie. Es entsteht dabei eine choroidale Neovaskularisation, die zu einer Blutung unter die Netzhaut in der Makula führen kann. In diesem Fall ist eine Angiographie zur Abklärung angezeigt und je nach Befund die Behandlung mit einer photodynamischen Therapie möglich.

Fundus albipunctatus Bestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit. Typisch sind eine stark verzögerte Dunkeladaptation und kleine weiße Flecken am Augenhintergrund. Zusätzlich kann eine Zapfendystrophie auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Fundus flavimaculatus Gelbliche Flecken am hinteren Augenpol, die typisch für M. Stargardt sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Fundus hypertonicus  Hypertensive Retinopathie
Netzhautveränderungen am Augenhintergrund bei arterieller Hypertonie


Fundus oculi  Augenhintergrund
Bei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea ( Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale ( Makula, Netzhaut peripherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhaut peripherie muß in der Regel die Pupille weitgetropft werden.


Fundus-Autofluoreszenz siehe: Fundusautofluoreszenz

Fundusautofluoreszenz = FAF
Untersuchung des Augenhintergrundes beruhend auf der Autofluoreszenz. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluoreszenzangiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern.


Funduskontrolle Kurzwort, das die Notwendigkeit einer Kontroll-Untersuchung des Augenhintergrundes (Fundus) bezeichnet

Funduskopie  Netzhautuntersuchung, Ophthalmoskopie
Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)


Fundusspiegelung  Netzhautuntersuchung, Ophthalmoskopie, Funduskopie
Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)


Fundusuntersuchung  Funduskopie, Ophthalmoskopie
Untersuchung des Augenhintergrundes


FZD4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: frizzled-4 Wnt receptor homolog
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie


G
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Ganglienzellen Gruppe neuronale Zellen in der Netzhaut
Die Ganglienzellen erhalten Ihre Informationen von den Bipolarzellen, den amakrinen Zellen und in geringem Umfang direkt von den Photorezeptoren. Die Ausläufer der Ganglienzellen bilden den Sehnerv und damit die Verbindung von Auge zum Gehirn. Die meisten Nervenfasern der Ganglienzellen enden am Corpus geniculatum.


Ganzfeld-ERG  Elektroretinogramm, ERG
Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut, die heute standardisiert mit Lichtblitzen in einer vorne offenen, innen weiß gestrichenen Ganzfeld-Kugel erfolgen.


GAR1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1

GARP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1

GCAP1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1A

GCAP2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1B

GCP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1LW

GDx Verfahren zur Untersuchung der Nervenfaserschicht bei Glaukom

Gelber Fleck Bezeichnung für die Makula (Stelle des schärfsten Sehens)
Die Bezeichnung entstammt der Untersuchung von Leichenaugen, bei denen die Gelbfärbung der Makula besonders gut erkennbar ist.


Gen kleinste Einheit des Erbguts, des Genoms, und damit Träger einer Erbinformation. Das Erbgut ist in der DNA, dem Fadenmolekül im Kern jeder Zelle lokalisiert. Das Gen beschreibt einen bestimmten funktionsfähigen Abschnitt der DNA, der aufgrund der Reihenfolge der Nukleotide bestimmte Funktionen, Eigenschaften, Merkmale und Strukturen der Zelle bestimmt. Die jeweiligen Ausprägungen erfolgen in Wechselwirkung mit anderen Genen und der Umwelt. Jede Zelle eines Körpers enthält alle Gene, und zwar doppelt, eine Kopie stammt von der Mutter, die andere vom Vater.

Gen-Symbol international anerkannte Kurzbezeichnung für ein Gen, die sich meist entweder aus einer Abkürzung für das Genprodukt (z.B. RHO für Rhodopsin) oder aus einer Abkürzung für die verursachte Erkrankung (z.B. CHM für Choroideremie) ergibt

Genese Entstehung
in der Medizin meist Entstehung einer Erkrankung ( Pathogenese)


genetischer Code spezifischer Informations- und Übersetzungsschlüssel der DNA zur Produktion von Aminosäuren. Jeweils drei Basen der DNA bestimmen eine Aminosäure im Protein. Zusätzlich gibt es andere Informationen (z.B. Stopcodons für das Ende des Proteins).

Genexpression Vorgang, bei dem die Erbinformation, die in einem Gen gespeichert ist, „abgelesen“ und in ein Genprodukt, zum Beispiel ein Protein, umgesetzt wird.

Genitalhypoplasie Unterentwicklung der Genitalorgane

Genklonierung Isolierung eines Gens aus einem Organismus (Mensch/Tier/Pflanze) und dessen Vermehrung in einem anderen zum Beispiel in einem Bakterium. Basis des Klonierens ist die Isolierung, Modifikation und Verknüpfung spezifischer DNA-Moleküle zu neuen Funktionseinheiten durch Einschleusen neu kombinierter DNA in bestimmte Zellen.

Genom Gesamtheit der im Kern jeder Zelle eines Organismus gespeicherten Erbinformation ( Erbgut) = Gesamtheit aller Gene eines Organismus. Jeder Zellkern enthält das gesamte Genom. Beim Menschen ist das Erbgut in ausgestreckter Form etwa zwei Meter lang. In der Zelle liegen die DNS-Fäden daher gekrümmt und gefaltet als „Chromatin“ vor. Während der Zellteilung wird das Chromatin noch dichter gefaltet in Chromosomen. Auch bei der Vererbung liegt die DNA als Chromosomen vor.

Genotyp Sammelbegriff für alle in den Genen festgelegten Erbinformationen.

Gensequenzierung Bestimmung der Abfolge der Bausteine der gesamten DNA eines Organismus.

Gensymbol international anerkannte Kurzbezeichnung für ein Gen, die sich meist entweder aus einer Abkürzung für das Genprodukt (z.B. RHO für Rhodopsin) oder aus einer Abkürzung für die verursachte Erkrankung (z.B. CHM für Choroideremie) ergibt

Gentechnik Die Gentechnik oder DNA- Rekombinationstechnik umfasst alle Verfahren, die auf die gezielte Veränderung des Erbgutes ausgerichtet sind und beinhaltet die Isolierung, Charakterisierung, Vermehrung und Neukombination von DNA (auch über Artgrenzen hinweg). Bei gentechnischen Verfahren wird DNA in isolierter Form verändert (mutiert),
Prinzip: Fremde DNA wird isoliert, „ Vektoren“ werden mit dieser „beladen“ und in einen Wirtsorganismus eingeschleust. Die Vektoren integrieren die fremde DNA in den Wirtsorganismus und veranlassen die Zelle, die fremde DNA zu reproduzieren.


Gentest Analyseverfahren zur Diagnostik genetisch bedingter Erkrankungen.

Gentherapie Behandlung einer Krankheit durch gezielte Veränderung der Erb substanz.

Geographische Atrophie Spezielle Form der trockenen Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Dabei kommt es zu einem fleckförmigen Untergang von Photorezeptoren, Pigmentepithel und Choriokapillaris am hinteren Augenpol. Die atrophischen Flecken vergrößern sich langsam und wachsen zusammen.

Gerstenkorn  Hordeolum
Schmerzhafte Entzündung der Liddrüsen mit Verdickung am Augenlid. Antibiotische Behandlung, ggf. operative Entfernung (Inzision) ist sinnvoll.


Geschlechtschromosomen  X-Chromosom und Y-Chromosom.
Frauen haben zwei X-Chromosome, aber kein Y-Chromosom in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen.


Gesichtsfeld Der Bereich, der mit einem Auge ohne Augenbewegungen erfasst werden kann. Die Prüfung des Gesichtsfeldes erfolgt mit der Perimetrie. Gesichtsfeldausfälle werden als Skotome bezeichnet.

Gesichtsfeldausfall  Skotom
Dieser kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen.


Gipfelzeit Meß parameter bei elektrophysiologischen Untersuchungen, beschreibt die Zeit, bis eine bestimmte Potentialänderung ihren Gipfel erreicht hat

GK  Glaskörper, Corpus vitreous
Der Glaskörper füllt das Augeninnere zwischen Netzhaut und Linsenrückfläche aus. Er wird untersucht bei der Beurteilung des Augenhintergrundes mit der Ophthalmoskopie. Eine operative Glaskörperentfernung heißt Vitrektomie.


Glasauge  Augenprothese
Nach Entfernung eines Auges wird eine Augenprothese aus speziellem Glas oder Kunststoff von einem Okularisten individuell angepasst. Die hohe Beweglichkeit moderner Augenprothesen lassen dieses Glasauge im täglichen Leben kaum auffallen. Eine Augenprothese muss ca. jährlich erneuert werden.


Glaskörper Corpus vitreous (Abkürzung: GK)
Der Glaskörper füllt das Augeninnere zwischen Netzhaut und Linsenrückfläche aus. Er wird untersucht bei der Beurteilung des Augenhintergrundes mit der Ophthalmoskopie. Eine operative Glaskörperentfernung heißt Vitrektomie.


Glaskörperabhebung Abhebung des Glaskörpers von der Netzhaut im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses. Die Glaskörperabhebung kann sich durch ein plötzliches Auftreten von Glaskörpertrübungen, aber bei bestehenden Glaskörpertraktionen auch durch Blitzen bemerkbar machen.

Glaskörperaspiration Ansaugen von Glaskörper zur Entnahme einer Probe für weitere Untersuchungen

Glaskörperdegeneration  Glaskörperdestruktion
Untergang der normalen Struktur des Glaskörpers. Die gelartige Struktur des Glaskörpers geht dabei verloren durch Trennung der festen Bestandteile und der Flüssigkeit (Verflüssigung des Glaskörpers). Die Verdichtung der festen Anteile des Glaskörpers hat Glaskörpertrübungen zur Folge. Eine Glaskörperdegeneration tritt im Laufe des Lebens bei fast allen Menschen auf. Hoch Kurzsichtige sind früher betroffen. Eine Glaskörperdegeneration ist Voraussetzung für die Entstehung einer Netzhautablösung.


Glaskörperdestruktion  Glaskörperdegeneration
Untergang der normalen Struktur des Glaskörpers. Die gelartige Struktur des Glaskörpers geht dabei verloren durch Trennung der festen Bestandteile und der Flüssigkeit (Verflüssigung des Glaskörpers). Die Verdichtung der festen Anteile des Glaskörpers hat Glaskörpertrübungen zur Folge. Eine Glaskörperdegeneration tritt im Laufe des Lebens bei fast allen Menschen auf. Hoch Kurzsichtige sind früher betroffen. Eine Glaskörperdegeneration ist Voraussetzung für die Entstehung einer Netzhautablösung.


Glaskörperstrang Verdichtung im Glaskörper, die einen Zug ( Traktion) auf die Netzhaut ausüben kann. Behandelbar mit einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie).

Glaskörpertraktion Zug eines nicht normalen Glaskörpers an der Netzhaut

Glaskörpertrübung Trübung im Glaskörper, die sich als störender, beweglicher Schatten insbesondere bei hellem Licht bemerkbar machen kann. Sie werden auch als " Mouches volantes" (fliegende Mücken) bezeichnet. Fast jeder Mensch hat Glaskörpertrübungen, nur in wenigen Fällen sind sie so störend, dass eine Operation erforderlich ist.

Glaukom zusammenfassende Bezeichnung für alle Augenkrankheiten mit erhöhtem Augeninnendruck, der zur Schädigung von Sehnerv und Netzhaut (sogar zur Erblindung) führen kann. Im häufigen chronischen Verlauf treten unbemerkt zunehmende Gesichtsfeldausfälle auf, die erst in fortgeschrittene Stadien auffallen. Seltener treten glaukomtypische Schäden auch bei "normalem" Augendruck auf (Niederdruckglaukom; low-tension- Glaukom). Bei bestimmten Netzhauterkrankungen (z.B. diabetische Retinopathie kann als Komplikation ein Sekundärglaukom auftreten.

Glaukomanfall  akutes Engwinkelglaukom
Durch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich.


Gliom Nerventumor
im Bereich des Sehnerven häufig in der Augenhöhle. Der Tumor kann den Sehnerven unter Umständen zerstören und zur Erblindung führen.


Gliose Im Auge: Epiretinale Gliose: Membranbildung auf der Netzhautoberfläche.
Diese kann zur Verziehung der Netzhaut und damit zum Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) führen. Zusätzlich kann ein Makulaforamen entstehen. Eine operative Behandlung ist durch eine Vitrektomie möglich.


Glitzerbeet Beschreibung für eine periphere Netzhautveränderung (auch als periphere Netzhautdegeneration bezeichnet)

GNAT1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: rod transducin alpha subunit (Alpha-Untereinheit des Stäbchen-Transducins)
Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB), Typ Nougaret
Info: Protein hat Bedeutung für die Informationsübertragung im Stäbchen


GNAT2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: guanine nucleotide binding protein (G protein) cone-specific transducin alpha subunit (zapfenspezifische Alpha-Untereinheit des Transducins)
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / Stäbchenmonochromasie
Info: wichtig in den Zapfen für die Informationsübertragung der Lichtwahrnehmung


Goldmann Favre Syndrom  Enhanced S Cone Syndrom ( ESCS)
Seltene Form einer autosomal rezessiven Netzhautdystrophie, bei der es zu einer Fehlentwicklung bei der Zapfenentstehung kommt. Dadurch ist die Zahl der Blauzapfen (S cones) um ca. 75fach erhöht, während die anderen zapfen in der Zahl veringert sind und die Stäbchen nicht funktionieren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Grauer Star  Katarakt, Linsentrübung
Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata).


GRK1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: rhodopsin kinase
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive kongenitalse stationäre Nachtblindheit (CSNB) vom Typ Morbus Oguchi


GRM6  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: metabotropic glutamate receptor 6
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)
Info: Genprodukt nur in Zapfen- Bipolarzellen, charakteristisches ERG


Grünblindheit  Deuteranopie
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Grüner Star  Primäres Glaukom, Offenwinkelglaukom
Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt.


Grünschwäche  Deuteranomalie
Herabgesetzte Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Grünsinnstörung Störung des Grünsinns, die angeboren ( Deuteranopie, Deuteranomalie) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.

Guanin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin

GUCA1A  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: guanylate cyclase activating protein 1A
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfendystrophie, autosomal dominante Zapfen-Stäbchendystrophie


GUCA1B  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: guanylate cyclase activating protein 1B
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Makuladystrophie


H
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H25.0  ICD10 Code für eine Katarakt

H33.0  ICD10 Code für eine Netzhautablösung
(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))


H35.3  ICD10 Code für verschiedene erworbene Makulaerkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration, Macular pucker, u.a.
(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))


H35.5  ICD10 Code für vererbbare Netzhautdystrophien
(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))


H36.0  ICD10 Code für diabetische Netzhauterkrankungen
(International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO))


HA  HAA
Abkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut


HAA  HA
Abkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut


Hagelkorn  Chalazion
Schmerzfreie Verdickung am Augenlid durch Sekretstau der Liddrüsen. Eine operative Entfernung ist möglich.


Hämangiom Gefäßtumor, in der Regel gutartig

Hamartom tumorartige Gewebsbildung, die bereits während der vorgeburtlichen Entwicklung sphase im Embryo-Stadium angelegt wird. Meist gutartig, selten maligne Entartung.

Hämorrhagie Blutung

HARP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PANK2

harte Drusen Bezeichnung für kleine, in der Regel gut abgrenzbare Drusen

HbA1c-Wert “Langzeitzuckerwert“
Blutwert, der bei Diabetes mellitus Auskunft über die langfristige Qualität der Blutzuckereinstellung gibt


HBM nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5

Heidelberg Retina Tomograph  HRT
Gerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem)


Heildelberg Retina Angiograph  HRA
Gerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie.


Helicoide peripapilläre chorioretinale Dystrophie Atrophia areata
Extrem seltene, autosomal vererbte Netzhaut- Aderhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Helladaptation Anpassung des Auges an eine helle Umgebung

Hellanstieg Meß parameter beim EOG: beschreibt den Anstieg des Basispotentials des Auges nach Einschalten des Lichts

Hemeralopie  Nachtblindheit

Hereditär erblich

Hereditäre Netzhaut-Aderhautdystrophien Oberbegriff für die vererbbaren Erkrankungen der Netzhaut und Aderhaut. Diese umfassen die Retinitis pigmentosa und ähnliche Erkrankungen, Zapfen-Stäbchendystrophien und Makuladystrophien sowie Syndrome, bei denen neben dem Auge auch andere Organe betroffen sind.

Hereditäre vitreoretinale Schneeflocken Degeneration Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

HF1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFH

Hinterkammer Raum zwischen Regenbogenhaut ( Iris) und Linse. Über die Hinterkammer fließt das im Ziliarkörper gebildete Kammerwasser durch die Pupille in die Vorderkammer. In der Vorderkammer fließt es über den Kammerwinkel aus dem Auge.

Hinterkammerlinse = HKL, allgemeiner: Intraokularlinse, IOL, Kunstlinse, alloplastische Linse
Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.


Histoplasmose Pilz, der nur in den USA vorkommt, und zu Veränderungen an der Netzhaut führen kann. Ähnliche, nicht durch Histoplasmose verursachte Veränderungen an der Netzhaut werden als "presumed ocular histoplasmosis syndrome" ( POHS; = vermutetes okuläres Histoplasmose Syndrom) bezeichnet

HKL = Hinterkammerlinse, allgemeiner: Intraokularlinse, IOL, Kunstlinse, alloplastische Linse
Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.


Hohe Myopie Kurzsichtigkeit mit einem Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien. Bei einer hohen Myopie ist das Risiko einer myopisch bedingten Makuladegeneration erhöht.

Hordeolum  Gerstenkorn
Schmerzhafte Entzündung der Liddrüsen mit Verdickung am Augenlid. Antibiotische Behandlung, ggf. operative Entfernung (Inzision) ist sinnvoll.


Horizontalzellen Gruppe neuronale Zellen in der Netzhaut
Die Horizontalzellen integrieren die Information der Stäbchen und Zapfen über ein großes Netzhautareal und modulieren dadurch die Verarbeitung der Sheeindrücke, z.B. durch eine Veränderung der Empfindlichkeitseinstellung der einzelnen Photorezeptoren.


Hornhaut  Cornea (auch: Kornea):
Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über.


Hornhautdystrophie anlagebedingte, auf genetischen Ursachen beruhende Erkrankung der Hornhaut. Es gibt eine Reihe verschiedener Hornhautdystrophien, die unterschiedliche Schichten der Hornhaut betreffen, verschiedene Verlaufsformen und verschiedene Erbgänge aufweisen können. Durch eine Trübung der Hornhaut führt die Hornhautdystrophie in der Regel zur Sehverschlechterung. Dystrophien in den äußeren Hornhautschichten können zu einer Hornhauterosio (einem Defekt der Honrhautoberfläche) führen, der schmerzhaft ist. Bei den meisten Hornhautdystrophien ist die Behandlung mit einer Hornhautübertragung ( Keratoplastik) möglich.

Hornhautendothel innere Schicht der Hornhaut als Abgrenzung zur Vorderkammer des Auges

Hornhautepithel Äußere Schicht der Hornhaut, auf der der Tränenfilm aufliegt.

Hornhauterosio kurz auch: Erosio
Oberflächliche Verletzung der Hornhaut, z.B. durch Fingernagel oder Fremdkörper. Eine Hornhauterosio ist schmerzhaft, heilt jedoch in der Regel folgenlos ab.


Hornhautödem Flüssigkeitseinlagerung in die Hornhaut

Hornhautübertragung  Keratoplastik, KP
Operatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.


Hornhautverkrümmung Fast keine Hornhaut ist in allen Richtung gleichmäßig gewölbt, bei unterschiedlicher Wölbung spricht man von Hornhautverkrümmung. Eine stärkere Hornhautverkrümmung kann zu verzerrtem Sehen ( Stabsichtigkeit, Astigmatismus) führen, dass durch Brille oder Kontaktlinse ausgeglichen werden kann. Starker Astigmatismus kann durch Laseroperationen des Auges behandelt werden.

HPRP3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3

HRA Heidelberg Retina Angiograph, HRA2
Gerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie. Die aktuelle Version ist das HRA2.


HRA2 Heidelberg Retina Angiograph, HRA
Gerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie. Die aktuelle Version ist das HRA2.


HRG4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit UNC119

HRT  Heidelberg Retina Tomograph
Gerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem)


HT2A nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TRIM32

Hufeisenforamen  Hufeisenloch; spezielle Form eines peripheren Netzhautforamens
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundforamen.


Hufeisenloch  Hufeisenforamen; spezielle Form eines peripheren Netzhautforamens
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundloch.


Hydroxychloroquin-Retinopathie  Quensyl-Retinopathie (Quensyl ist ein Handelsname von Hydroxychloroquin)
Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Hydroxychloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Allerdings ist Hydroxychloroquin weniger toxisch als Chloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Hydroxychloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.


Hyperopie Weitsichtigkeit (Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu kurzer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu geringe Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild)

Hyperornithinämie Erhöhter Blutspiegel von Ornithin. Dieser tritt bei Netzhauterkrankungen bei der Atrophia gyrata auf.

Hypertensive Retinopathie  Fundus hypertonicus
Netzhautveränderungen am Augenhintergrund bei arterieller Hypertonie


Hypertonie  Bluthochdruck
Eine nicht behandelte Hypertonie führt zu Gefäßschäden im ganzen Körper. Am Auge ist das Risiko für einen Zentralvenenverschluss, Makroaneurysmen und eine Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie erhöht.


Hypertrophie verstärktes Wachstum

Hypoplasie Anlagebedingte unzureichende Ausbildung eines Organs (z.B. des Auges, der Niere) oder eines Organbestandteils (z.B. der Makula).

I
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ICD International Code of Diagnosis
Internationeler Diagnoseschlüssel, der regelmäßig überarbeitet wird (derzeit Version 10). Augenerkrankungen haben den Code-Buchstaben H. Eine Katarakt hat den Schlüssel H25.0, eine Netzhautablösung H33.0.


ICG  IndocyaningrünFarbstoff bei der Fluoreszenzangiografie zur Darstellung von Gefäßveränderungen in der Aderhaut.

ICG-Angiografie Inodzyaningrün- Angiografie
Fluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün


ICG-Angiographie Indozyaningrün- AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün

Ichikawa-Tafeln Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens

IMPDH1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: inosine monopho sphate dehydrogenase 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Lebersche kongenitale Amaurose


Implantation Einpflanzung (z.B. einer Intraokularlinse ins Auge)

in vitro im (Reagenz-)Glas
Untersuchung, z.B. von Medikamentenwirkungen, außerhalb eines lebenden Organismus, aber an lebenden Zellen


in vivo am Lebendigen
Anwendung, Untersuchung z.B. von Medikamentenwirkungen in einem lebenden Organismus


Incontinentia pigmentii  Bloch-Sulzberger-Syndrom
Erkrankung der Haut nach der Geburt, die mit Gefäßveränderungen der Netzheut ähnlich einer Frühgeborenenretinopathie einhergehen können. Die Vererbung ist x-chromosomal. Es sind aber Frauen betroffen, weil männlichen Feten die Entwicklungsstörung nicht überleben. Eine frühzeitige Behandlung wie bei Frühgeborenenretinopathie ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Indirekte Pupillenreaktion  Konsensuelle Pupillenreaktion
Verengung der Pupille durch Beleuchtung des Partnerauges unter Vermeidung von Beleuchtung des untersuchten Auges.


Indocyaningrün  ICG
Farbstoff bei der Fluoreszenz-Angiographie zur Darstellung von Gefäßveränderungen in der Aderhaut.


Indocyaningrün-Angiografie  ICG-AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün

Indozyaningrün-Angiographie  ICG-AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün

infantil im Kindesalter

inferior unten, unten gelegen
Musculus rectus inferior: unterer Augenmuskel


intraokular im Auge

Intraokulardruck Abkürzung: IOD, Augeninnendruck
Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.


Intraokularlinse = IOL, Kunstlinse, alloplastische Linse, spezieller: Hinterkammerlinse, HKL
Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.


intraoperativ während einer Operation

intraretinal in der Netzhaut

intravitreal in den Glaskörper

Intravitreale Injektion Eingabe eines Medikamentes in den Glaskörper. Die gezielte Eingabe in den Glaskörper führt zu einer hohen Wirksamkeit an der Netzhaut unter Vermediugn von Nebenwirkungen im Körper. Mögliche Medikamente dafür sind Triamcinolon, Macugen, Lucentis, Avastin oder Antibiotika.

Intubationsnarkose = ITN, allgemeiner: Allgemeinanästhesie, Narkose, Vollnarkose
Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten


INVS  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: inverson
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive Nephronophthise


IOD Abkürzung für: Intraokulardruck, Augeninnendruck
Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.


IOL = Intraokularlinse, Kunstlinse, alloplastische Linse, spezieller: Hinterkammerlinse, HKL
Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.


IOL-Master Gerät zur optischen Ver messung des Auges mit Lasertechnik vor einer Kataraktoperation zur optimalen Bestimmung der bei der Operation einzusetzenden Intraokularlinse

IQCB1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: IQ motif containing B1 protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom
Info: Protein interagiert mit anderen Proteinen in den Zilien der Photorezeptoren


IRD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX1

Iris  Regenbogenhaut
Teil der Uvea (Gefäßhaut), bildet die Pupille und gibt dem Auge die Farbe.


Irisatrophie  Atrophie (Gewebeabbau) der Regenbogenhaut ( Iris)

Iriskolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Iris. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. Manchmal werden operativ oder verletzungsbedingte Defekte der Iris auch als Kolobom bezeichnet.

Iritis Entzündung der Regenbogenhaut

Ishihara-Tafeln Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens

Isoformen Leicht unterschiedliche Formen z.B. eines im Körper produzierten Eiweißstoffs. Verschiedene Isoformen können in ihrer Wirksamkeit unterschiedlich sein.

ITN  Intubationsnarkose, Vollnarkose

ITN = Intubationsnarkose, allgemeiner: Allgemeinanästhesie, Narkose, Vollnarkose
Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten


J
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JBTS1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Zerebello-oculo-renales Syndrom)


JBTS2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CORS2

JBTS3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AHI1

JBTS4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP1

JBTS5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290

JNCL nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CLN3

Junius-Kuhnt disziforme Narbe, benannt nach den Augenärzten Junius und Kuhnt
Spätstadium der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). In der Makula besteht dann eine Bindegewebsnarbe unter der Netzhaut, die Photorezeptoren sind untergegangen. Eine Behandlung ist nicht möglich.


juvenil im Jugendalter auftretend
z.B. juvenile Makuladystrophie, juvenile Retinitis pigmentosa


Juvenile Nephronophthise Im Jugendalter ( juvenil) auftretende angeborene Erkrankung der Niere.
Diese führt zum Verlust der Nierenfunktion durch zystische Degeneration und Atrophie der Niere. Diese Nierenerkrankugn kann isoliert oder kombiniert mit Erkrankungen anderer Organe, z.B. der Netzhaut (ähnlich einer Retinitis pigmentosa) auftreten.


juvenile Retinoschisis nicht zutreffende Bezeichnung für die x-chromosomale Retinoschisis, da diese angeboren (kongenital) auftritt, sich bei geringer Ausprägung aber erst später bemerkbar macht.

juxta angrenzend an
juxtapapillär: an die Papille angrenzend
juxtafoveolär: an die Fovea angrenzend


juxtafoveolär an die Fovea angrenzend

juxtapapillär an die Papille angrenzend

K
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Kammerwasser Flüssigkeit, die stets im Augeninneren produziert wird, um den Augeninndruck zu stabilisieren

Kammerwinkel Winkel zwischen Hornhautrückfläche und Regenbogenhaut. Bei einem engen Kammerwinkel ist das Risiko für einen akuten Glaukomanfall erhöht.

Kantenfilter Spezielle Filtergläser, die aus dem sichtbaren Licht einen scharf begrenzten Bereich herausfiltern. Kantenfilter können bei Netzhautdystrophien ( Retinitis pigmentosa, Makuladystrophien, ..) das Kontrastsehen verbessern.

Kapsulotomie Eröffnen einer Kapsel
Bei einer Kataraktoperation wird die vordere Kapsel der Linse geöffnet, bevor die getrübte Linse entfernt und eine Kunstlinse eingesetzt wird. Im Verlauf kann sich eine Trübung der hinteren Kapsel bilden ( Nachstar). Dieser kann mit einer NdYAG-Laser-Kapsulotomie behandelt werden.


Katarakt  Linsentrübung, " Grauer Star", lat. cataracta
Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata).


Katarakt-Operation Operation einer Katarakt ( Linsentrübung), Kataraktoperation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt.

Kataraktoperation Operation einer Katarakt ( Linsentrübung), Katarakt-Operation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt.

KCNV2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: potassium channel subfamily V member 2
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfendystrophie mit supernormalem Stäbchen- Elektroretinogramm


Kearns-Sayre-Syndrom Abkürzung: KSS, Form der mitochondrialen Myopathien
Seltene, aufgrund mitochondrialer Mutationen auftretende Erkrankung verschiedener Organsystem (Herz, Auge, Ohr, Muskel) mit sehr variabler Ausprägung. Am Auge können eine Lähmung der Augenbeweglichkeit sowie eine Netzhautdystrophie auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Keimbahn allgemeine Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm ( Keimblätter), aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten.

Keimblätter Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden drei Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm, aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten.

Keimzelle Geschlechtszelle eines Organismus, z.B. Eizelle, Spermazelle

Keratokonus Fehlbildung der Hornhaut
Es kommt zu einer übermäßigen, teils exzentrischen Vorwölbung der Hornhaut. Diese kann in geringerer Ausprägung mit Kontaktlinsen versorgt werden. In weiter fortgeschrittenen Fällen ist eine Hornhautübertragung ( Keratoplastik) erforderlich.


Keratoplastik  Hornhautübertragung, KP
Operatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.


klassisch Begriff zur Beschreibung einer eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: okkult, minimal klassich)

Klinisch signifikantes Makulaödem  CSMÖ
Flüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist.


Klonen Komplettes Kopieren von irgendeiner Bio-Einheit ( Zellen oder ganze Organismen). Auch identische Mehrlinge werden als Klone bezeichnet. Sie sind genotypisch gleich.

Klonierung Erzeugen von Zellen, die gentechnisch verändertes Erbgut enthalten.

Knochenkörperchen typische Form von Pigmentablagerungen in der Netzhaut, die bei Retinitis pigmentosa und anderen Netzhautdystrophien auftreten kann

Kolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Iris ( Iriskolobom), der Linse ( Linsenkolobom), der Aderhaut ( Aderhautkolobom) und/oder des Sehnervenkopfes ( Papillenkolobom). Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. Manchmal werden operativ oder verletzungsbedingte Defekte der Iris auch als Kolobom bezeichnet.

Konduktorin Überträgerin einer Genmutation, die selbst nicht erkrankt
in der Regel bei x-chromosomaler Vererbung, bei der Frauen typischerweise nicht erkranken, aber deren Väter und Söhne erkrankt sein können. Aber auch bei anderen Vererbungsformen kann es nicht erkrankte Träger einer Genmutation geben.


Kongenital angeboren

kongenitale Retinoschisis siehe: x-chromosomale Retinoschisis

Kongenitale stationäre Nachtblindheit Abkürzung: CSNB
Angeborene, nicht fortschreitende Störung des Sehens im Dunkeln. Es gibt verschiedene genetische Ursachen. Häufig ist eine Myopie, typisch in vielen Fällen ein negatives ERG. Seltene Sonderformen sind der M. Oguchi und der Fundus albipunctatus. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Kongenitales Glaukom Angeborenes Glaukom

Konjunktiva  Bindehaut, Conjunctiva
Durchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet


Konjunktivitis auch: Conjunctivitis
Entzündung der Bindehaut des Auges


Konsensuelle Pupillenreaktion  Indirekte Pupillenreaktion
Verengung der Pupille durch Beleuchtung des Partnerauges unter Vermeidung von Beleuchtung des untersuchten Auges.


Kornea  Hornhaut (auch: Cornea):
Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über.


KP  Keratoplastik, Hornhautübertragung
Operatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen.


Kreuzungszeichen Verengung der Vene bei der Kreuzung von einer Netzhautarterie und einer Netzhautvene

Kryo kurz für: Kryokoagulation, Cryokoagulation, auch: Cryo
Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.


Kryokoagulation auch: Cryokoagulation, kurz: Cryo, Kryo
Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden.


Kunstlinse  Intraokularlinse, IOL, Hinterkammerlinse, HKLLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung.

L
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Lacksprung  Lacksprünge
Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die eine linienförmige, Lacksprung-ähnliche Veränderungen des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.


Lacksprünge  Lacksprung
Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die eine linienförmige, Lacksprung-ähnliche Veränderungen des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt.


Lako Abkürzung für Laserkoagulation, auch: LK, Laser
Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden


Lanthony D28 Test Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens

Laser Abkürzung für Laserkoagulation, auch: Lako, LK
Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden


Laserkoagulation Abkürzung: LK, Lako, Laser
Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden


Lasertechnik Verfahren zur Behandlung von Augenerkrankungen mit Laser
Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Lasertechniken zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Lasertechniken können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurz- oder Weitsichtigkeit eingesetzt werden.


Läsion umschriebener Ort mit geschädigtem Gewebe

latent versteckt, verborgen
Eine latente Erkrankung ist eine vorhandene, aber symptomfreie Erkrankung, die daher noch unbemerkt ist.


Latenz  Latenzzeit
Zeitdauer vom Auftreten eines Reizes bis Eintreten einer Reizantwort. Die Latenzzeit ist bei elektrophysiologischen Untersuchungen der Augen ( VEP, ERG) der Zeitraum von Lichtreiz bis zur messbaren Lichtantwort. Eine Latenzeit bezeichnet auch den Zeitraum zwischen einer Schädigung und dem Auftreten erster Symptome.


Latenzzeit  Latenz
Zeitdauer vom Auftreten eines Reizes bis Eintreten einer Reizantwort. Die Latenzzeit ist bei elektrophysiologischen Untersuchungen der Augen ( VEP, ERG) der Zeitraum von Lichtreiz bis zur messbaren Lichtantwort. Eine Latenzeit bezeichnet auch den Zeitraum zwischen einer Schädigung und dem Auftreten erster Symptome.


lateral seitlich, zur Seite gelegen
Musculus rectus lateralis: äußerer Augenmuskel


LCA  Lebersche kongenitale Amaurose, Lebersche congenitale Amaurose
Angeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


LCA1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D

LCA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPE65

LCA3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose


LCA4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AIPL1

LCA5  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose


LCA6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPGRIP1

LCA9  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
Info: bisher nur in 1 Familie


Lebersche congenitale Amaurose Abkürzung: LCA
Angeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Lebersche hereditäre Opticusneuropathie Abkürzung: LHON
Meist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Lebersche hereditäre Optikusneuropathie Abkürzung: LHON
Meist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Lebersche kongenitale Amaurose Abkürzung: LCA
Angeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Lebersche tapetoretinale Dystrophie siehe: Lebersche kongenitale Amaurose, LCA

Lederhaut  Sklera
äußere Augenhülle, von außen an der weißen Färbung erkennbar, geht nach vorne direkt über in die Hornhaut.


Leukokorie weiße Pupille
Auffällig beim Ansehen von Kindern oder auf Blitzlichtfotos. Eine Trübung der Linse ( Katarakt), eine Trübung des Glaskörpers, eine Netzhautablösung oder ein Retinoblastom können Ursache einer Leukokorie sein. Bei diesen Symptomen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung notwendig.


LHON Leber"sche hereditäre Optikusneuropathie
Meist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Lichtblitze  Blitze sehen
Bezeichnung für eine Erscheinung, bei der Lichtblitze im Auge wahrgenommen werden. Blitzartiges Licht kann bei Zug des Glaskörpers auf die Netzhaut entstehen und eine beginnende Netzhautablösung signalisieren. Daher ist beim akuten Auftreten von Lichtblitzen eine Untersuchung der Netzhaut mit Pupillenweitstellung umgehend erforderlich. Es gibt andere Lichterscheinungen im Auge bei Migräne oder verschiedenen Netzhauterkrankungen, die keinen Zusammenhang mit einer Netzhautablösung haben.


Lichtempfindlichkeit  Photophobie, BlendungsempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen.

Linsenkolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Linse. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung.

Linsentrübung  Katarakt, " Grauer Star"
Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata).


LK Abkürzung für Laserkoagulation, auch: Lako, Laser
Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden


LOC387715  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Ala69Ser) erhöhen das Risiko für eine AMD, die Funktion des Genprodukts ist unbekannt


LOC619531  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie mit Amelanogenesis imperfecta
Info: Zwei Familien bekannt


Loch  Foramen
In der Netzhaut bezeichnet ein Loch einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten.


Lochbildung Entstehen eines Netzhautlochs ( Foramen)
In der Netzhaut bezeichnet ein Loch einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten.


Locus Ort
durch Mutationen oder Lokalisation oder Sequenz definierter Punkt in einem Genom


Lokalanästhesie Schmerzausschaltung in einem begrenzten Bezirk
am Auge z.B. des Augapfels oder der Augenlider


Lokalanästhetikum Medikament zur örtlichen Schmerzausschaltung

Lowe Syndrom  Okulo-zerebro-renales Syndrom
X-chromosomal vererbte Stoffwechselstörung mit Beteiligung der Nieren, des Gehirns und der Augen ( Katarakt, Glaukom).


LRAT  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: lecithin retinol a cyltransferase
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa (schwerverlaufend mit frühem Beginn), autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
Info: Beteiligt im Vitamin A Stoffwechsel im retinalen Pigmentepithel


LRP5  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: low density lipoprotein receptor-related protein 5
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive oder dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie (mit normaler Knochenmasse), auosomal dominante hohe Knochenmasse (ohne Augenveränderungen), autosomal rezessives Osteoporose-Pseudogliom Syndrom


Lucentis Handelsname für Ranibizumab
Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Lucentis ist in den USA und der Schweiz zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen. Eine Zulassung in deutschland wird für 2007 erwartet. Zur Zeit ist Lucentis in Deutschland nur innerhalb von Studien oder über den Zoll aus der Schweiz verfügbar. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in ca. 40% der Betroffenen eine deutliche Verbesserung des Sehens. Lucentis wird alle 4 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, wird derzeit in Studien geklärt.


Lues-Retinopathie Entzündliche Erkrankung der Netzhaut bei Lues (Syphilis). Dabei können ähnliche Pigmentierungen wie bei Netzhautdystrophien auftreten ( Phänokopie). Eine Behandlung der Lues ist erforderlich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

M
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M. Abkürzung für Morbus
z.B. M. Best = Morbus Best


M. Best vitelliforme Makuladystrophie, Morbus Best
Der M. Best (nach dem Augenarzt Best) ist eine autosomal dominant vererbte Makuladystrophie, die sich klassisch durch eine eidotterähnliche Ablagerung in der Netzhautmitte zeigt. Ursächlich sind Mutationen im VMD2- Gen. Typischerweise ist das ERG regelrecht, das EOG und das mfERG jedoch pathologisch verändert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


M. Coats  Morbus Coats
Bezeichnung für eine Gefäßerkrankung der Netzhaut benannt nach dem Arzt Coats. Bei Kindern ist klinisch eine Ähnlichkeit zum Retinoblastom möglich, daher ist eine genaue Untersuchung dringend erforderlich. Ein M. Coats kann bei Erwachsenen ohne oder in Zusammenhang mit Retinitis pigmentosa auftreten.


M. Eales  Morbus EalesGefäßerkrankung der Netzhaut unbekannter Ursache, oft beidseits aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Beim M. Eales kommt es zuerst zu Verschlüssen von Netzhautgefäßen mit nachfolgender Mangeldurchblutung der Netzhaut. Sekundär können sich Gefäßneubildungen vor die Netzhaut ( Proliferationen), eine Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung entwicklen. In frühen Stadien kann eine Laserbehandlung, in fortgeschrittenen Stadien eine Vitrektomie sinnvoll sein.

M. Oguchi  Morbus Oguchi
Bestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit benannt nach dem Arzt Oguchi. Typisch ist ein heller Reflex der Netzhaut, der nach längerer Dunkeladaptation verschwindet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


M. Stargardt  Morbus Stargardt
Der Name des Augenarztes Karl Stargardt bezeichnet die häufigste Form der vererbbaren Makuladystrophie, assoziiert mit dem ABCA4-Gen. Der Erbgang ist autosomal rezessiv. M. Stargardt kann sowohl in der Kindheit als auch im späteren Lebensaltern auftreten und ist gekennzeichnet durch gelbe Flecken am Augenhintergrund. Verlauf und Ausprägung sind individuell sehr unterschiedlich, der Übergang zur Zapfendystrophie ist fliessend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Macugen Handelsname für Pegabtanib
Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Macugen ist das erste Medikament, das in Europa für die Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen wurde. Für Macugen wurde eine deutliche stabilsierende Wirkung auf den Krankheitsverlauf der feuchten AMD und in einigen Fällen eine Verbesserung des Sehens nachgewiesen. Macugen wird alle 6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch nicht abschließend geklärt.


Macula siehe: Makula
in diesem Glossar stets als Makula geschrieben


Maculadegeneration siehe: Makuladegeneration

Maculaforamen besser: Makulaforamen; Lochbildung in der Bei einem Makulaformen entsteht ein alle Netzhautschichten betreffendes Loch, meist im Zentrum der Makula, der Fovea. Dies führt zunächst zu Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) und dann zu einer Sehverschlechterung. Eine operative Behandlung ist mit guten Erfolgsaussichten mit einer Vitrektomie möglich.

Macular pucker  epiretinale Gliose
Membranbildung auf der Netzhautoberfläche im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, die sich durch Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) und Sehverschlechterung bemerkbar macht. Diese wird durch eine Vitrektomie behandelt. Die Erfolgsaussichten auf eine gute Sehschärfe nach der Operation sind besser, wenn die Sehschärfe noch nicht zu weit herabgesunken ist.


Maculopathie besser: Makulopathie
allgemeine Bezeichnung für Erkrankungen der Makula


Makroaneurysma Aufweitung eines größeren Blutgefässes der Netzhaut
Ein Makroaneurysma bildet sich in der Regel häufig in der Nähe der Makula und kann zu Blutungen in, vor oder unter die Netzhaut und damit zu Sehverschlechterung führen.


Makula  Macula lutea, gelber Fleck
Bereich der Netzhaut am hinteren Augenpol mit der höchsten Auflösung. Die Makula ist wichtig z.B. für das Erkennen von Gesichtern, Lesen, Wahrnehmen von Farbe. Im Zentrum der Makula bildet die Fovea die Stelle des schärfsten Sehens.


Makula Degeneration siehe: Makuladegeneration

Makula pucker inkorrekte (teils eingedeutscht, teils englische) Schreibweise für: Macular pucker

Makula-Degeneration siehe: Makuladegeneration

Makuladegeneration erworbene Erkrankung der Macula lutea; Symptom: herabgesetzte zentrale Sehschärfe. Am häufigsten ist die altersabhängige Makuladegeneration

Makuladystrophie anlagebedingte Erkrankung der Macula lutea; Symptom: herabgesetzte zentrale Sehschärfe

Makulaforamen  Lochbildung in der Makula
Bei einem Makulaformen entsteht ein alle Netzhautschichten betreffendes Loch, meist im Zentrum der Makula, der Fovea. Dies führt zunächst zu Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) und dann zu einer Sehverschlechterung. Eine operative Behandlung ist mit guten Erfolgsaussichten mit einer Vitrektomie möglich.


Makulahypoplasie Inkomplette Ausbildung der Makula während der Entwicklung des Auges. Dies kann unter anderem bei Albinismus oder bei extremer Frühgeburt vorkommen.

Makulaödem Flüssigkeitsansammlung in der Netzhaut im Bereich der Makula. Dies kann bei zahlreichen verschiedenen Erkrankungen auftreten, uunter anderem bei diabetischer Netzhauterkrankung, bei Retinitis pigmentosa, bei Uveitis, bei Tumoren.

Makularotation Operatives Verfahren bei altersbedingter Makuladegeneration.
Dabei wird die Netzhaut von ihrer Unterlage abgehoben und so gedreht, dass die Makula auf eine neue (weniger Defekte) Stelle des Untergrundes gelegt wird. Die Drehung der Netzhaut wird durch gegendrehung des Auges durch eine Opeartion an den Augenmuskeln ausgeglichen.


Makulopathie allgemeine Bezeichnung für Erkrankungen der Makula

Malattia leventinese  Familiäre Drusen, Doyne"sche Honeycomb Drusen
Autosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1- Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


maligne bösartig
in der Regel zur Beschreibung der Art eines Tumors, ein bösartiger Tumor dringt in benachbartes Gewebe ein und kann entfernt Metastasen setzen


maligne Entartung Umwandlung von einem gutartigen ( benignen) Tumor in einen bösartigen ( malignen) Tumor

MAR  Melanom assoziierte Retinopathie
Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Melanoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Marker eine durch spezielle Technik definierbare Stelle des Genoms.

Masern-Retinopathie Selten kann im Rahmen von Masern eine schwere Miterkrankung der Netzhaut auftreten, die im weiteren Verlauf zu einem Funktionsverlust und Pigmentveränderungen der Netzhaut ähnlich einer Retinitis pigmentosa führt ( Phänokopie). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

MASS1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: monogenic audiogenic seizure susceptibility 1 homolog
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, autosomal dominante oder rezessive Fieberkrämpfe
Info: nur Frauen betroffen


MCDR1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie ( North Carolina Makuladystrophie), autosomal dominante bifokale chorio retinale Atrophie


MCDR2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie mit Schießscheibenmakulopathie
Info: Lokalisiert in 1 Familie


MCDR3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie
Info: bisher nur 1 Familie


MDDC  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante zystoide Makuladystrophie


medial zur Mitte gelegen
Musculus rectus medialis: innerer, zur Nase gelegener Augenmuskel


Medien Als optische Medien werden die Strukturen des Auges bezeichnet, durch die Lichtstrahlen dringen bevor sie die Netzhaut erreichen. Dazu gehören die Hornhaut, die Augenvorderkammer, die Linse und der Glaskörper. Klare optische Medien bezeichnen den Normalbefund. Getrübte optische Medien bezeichnen eine Störung des Lichteinfalls, wobei zahlreiche Ursachen möglich sind.

Melanom assoziierte Retinopathie  MAR
Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Melanoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Membranbildung Unspezifischer Begriff mit verschiedenen Bedeutungen
1. Ausbildung einer Membran auf der Netzhaut ( epiretinale Gliose, Macular pucker)
2. Oft wird der Begriff Membran auch für Gefäßneubildungen unter der Netzhaut verwendt ( choroidale Neovaskularisation)


Membrane peeling Entfernen von Membranen von der Netzhautoberfläche während einer Vitrektomie.

MERTK  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: c-mer protooncogene receptor tyrosine kinase
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
Info: Mutationen führen zu unzureichender Phagozytose der Photorezeptoraußensegmente im Tiermodell RCS Ratte


mes  meso, in der Mitte
Mesoderm: mittleres Keimblatt


meso  mes, in der Mitte
Mesoderm: mittleres Keimblatt


Mesoderm Das mittlere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entwickeln. Das äußere Keimblatt ist das Ektoderm, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das innere Keimblatt ist das Entoderm, aus dem u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entstehen.

Metabolismus Stoffwechsel

Metamorphopsien  Verzerrtsehen
Durch verschiedene Erkrankungen der Makula, z.B. Membranen auf der Netzhaut ( Macular pucker), ein Makulaforamen, oder choroidale Neovaskularisationen kann ein Verzerrtsehen entstehen. Man kann es selbst mit dem Amsler-Netz testen.


MEWDS  Multiple evanescent white dot Syndrom
Entzündliche Erkrankung des retinalen Pigmentepithels.


mfERG  Multifokales ERG
Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der Makula erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.


MGA3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPA3

Mikroaneurysma kleine Aufweitung eines kleinen Blutgefässes der Netzhaut
An den Netzhautgefäßen treten z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung oft Mikroaneurysmen auf.


Mikroorganismen Kleinlebewesen
z.B. Bakterien


miliar hirsekorngroß, hirsekornähnlich
Miliaraneurysmen: kleine Aneurysmen der Netzhaut oder im Gehirn


Miliaraneurysmen kleine Gefäßaufweitungen (Aneurysmen) der Netzhaut meist nahe an oder in der Makula, die in verschiedene ein oder beide Augen betreffende Formen unterteilt werden. Während einige Formen wenig beeinträchtigen, können andere zu einer fortschreitenden Sehverschlechterung führen. Die Behandlung ist oft schwierig. Unabhängig davon gibt es auch Miliaraneurysmen im Gehirn.

minimal klassich Begriff zur Beschreibung von einer weniger als zur Hälfte eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: okkult, klassich)

Miosis Engstellung der Pupille
Notwendig zur Behandlung von bestimmten Augenerkrankungen, kommt auch bei bestimmten medikamenten (Morphium) als Nebenwirkung vor


Mobilität Beweglichkeit
Bedeutungen in der Augenheilkunde:
1. die Beweglichkeit der Augen in der Augenhöhle
2. der Einfluss von Augenerkrankungen auf die Beweglichkeit des Patienten.


Monochromasien "Einfarbig Sehen"
Bezeichnung für schwere angeborene Funktionsstörungen aller Zapfen ( Stäbchenmonochromasie) oder der Rot-/Grünzapfen ( Blauzapfenmonochromasie). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


monogen durch ein Gen
Erkrankungen, die durch Mutationen in einem Gen verursacht werden


monokular mit einem Auge, einäugig

Morbus Krankheit, abgekürzt M. (auch innerhalb des Glossars)
Begriff, der eine bestimmte Erkrankung bezeichnet, in der Regel in Verbindung mit dem Namen des erstbeschreibenden Arztes genannt (z.B. Morbus Best, Morbus Stargardt, ..). Ein Morbus betrifft meist nur ein Organ, z.B. das Auge, dagegen betrifft ein Syndrom stets mehrere Organsysteme (z.B. Usher Syndrom, Refsum Syndrom).


Morbus Best vitelliforme Makuladystrophie, M. Best
Der M. Best (nach dem Augenarzt Best) ist eine autosomal dominant vererbte Makuladystrophie, die sich klassisch durch eine eidotterähnliche Ablagerung in der Netzhautmitte zeigt. Ursächlich sind Mutationen im VMD2- Gen. Typischerweise ist das ERG regelrecht, das EOG und das mfERG jedoch pathologisch verändert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Morbus Coats  M. Coats
Bezeichnung für eine Gefäßerkrankung der Netzhaut benannt nach dem Arzt Coats. Bei Kindern ist klinisch eine Ähnlichkeit zum Retinoblastom möglich, daher ist eine genaue Untersuchung dringend erforderlich. Ein M. Coats kann bei Erwachsenen ohne oder in Zusammenhang mit Retinitis pigmentosa auftreten.


Morbus Eales  M. Eales
Gefäßerkrankung der Netzhaut unbekannter Ursache, oft beidseits aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Beim M. Eales kommt es zuerst zu Verschlüssen von Netzhautgefäßen mit nachfolgender Mangeldurchblutung der Netzhaut. Sekundär können sich Gefäßneubildungen vor die Netzhaut ( Proliferationen), eine Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung entwicklen. In frühen Stadien kann eine Laserbehandlung, in fortgeschrittenen Stadien eine Vitrektomie sinnvoll sein.


Morbus Oguchi  M. Oguchi
Bestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit benannt nach dem Arzt Oguchi. Typisch ist ein heller Reflex der Netzhaut, der nach längerer Dunkeladaptation verschwindet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Morbus Stargardt  M. Stargardt
Der Name des Augenarztes Karl Stargardt bezeichnet die häufigste Form der vererbbaren Makuladystrophie, assoziiert mit dem ABCA4-Gen. Der Erbgang ist autosomal rezessiv. M. Stargardt kann sowohl in der Kindheit als auch im späteren Lebensaltern auftreten und ist gekennzeichnet durch gelbe Flecken am Augenhintergrund. Verlauf und Ausprägung sind individuell sehr unterschiedlich, der Übergang zur Zapfendystrophie ist fliessend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Motilität Beweglichkeit, in der Augenheilkunde die Beweglichkeit des Augapfels in der Augenhöhle

Mouches volantes fliegende Mücken
Trübungen im Glaskörper, die sich als störende, bewegliche Schatten insbesondere bei hellem Licht bemerkbar machen. Fast jeder Mensch hat Glaskörpertrübungen, nur in wenigen Fällen sind sie so störend, dass eine Operation erforderlich ist.


MRP6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6

MS  Multiple Sklerose, Enzephalomyelitis disseminata, Abkürzung: MS, ED
Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.


MTLV nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1

MTND1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON

MTND4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON

MTND6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON

MTP  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: microsomal triglyceride transfer protein
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Abetalipoproteinämie


Müller Zell Sheen Dystrophie Extrem seltene, autosomall dominant vererbte Form einer Makuladystrophie aufgrund einer Fehlbildung der inneren Grenzmembran (ILM). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Müller Zellen diese Zellen sind wesentlich für die Netzhautstruktur und die Funktion der Nervenzellen in der Netzhaut. Teile der Photorezeptoren, die Bipolar- und Ganglienzellen werden von ihnen umgeben.

Multifokales ERG  mfERG
Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der Makula erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.


Multiple evanescent white dot Syndrom  MEWDS
Entzündliche Erkrankung des retinalen Pigmentepithels.


Multiple Sklerose  Enzephalomyelitis disseminata, Abkürzung: MS, ED
Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten.


Musculus Muskel

Muster-ERG  PERG (Abkürzung nach dem englischen Pattern- ERG, um Verwechlsungen mit dem mfERG zu vermeiden)
Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der inneren Netzhautschichten erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.


Musterdystrophie Pattern Dystrophie
Gruppe von meist autosomal dominant vererbten Makuladystrophien, bei denen Muster-ähnliche Veränderungen in der Makula zu sehen sind. Nicht selten wird der englische Begriff Pattern Dystrophie übernommen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Mutation Veränderung der Erbinformation durch Änderungen der DNA. Mutationen betreffen große chromosomale Abschnitte, kleine DNA-Deletionen oder DNA-Insertionen, oder einzelne Basen (Punktmutationen). Wenn die Mutation zur Veränderung der Genexpression eines oder mehrerer Gene führt, kann sie Krankheiten hervorrufen.
Je nach Art der Veränderung gibt es:
Missense- Mutation
Neumutation
Nonsense- Mutation
Punktmutation
Splice-site- Mutation


Mydriasis Weitstellung der Pupille
Erforderlich zur genauen Untersuchung des Augenhintergrundes und zur Behandlung bei bestimmten Augenerkrankungen


MYO7A  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: myosin VIIA
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1b), autosomal rezessive kongenitale Taubheit


Myopie Kurzsichtigkeit
Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu langer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu starke Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild.


myopisch mit Myopie (Kurzsichtigkeit) zusammenhängend

Myopisch bedingte Makuladegeneration Bei einer hohe Myopie (Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien) kann zu ist das Risiko des Auftretens einer Makuladegeneration erhöht. Dabei kann es zu Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ( Dehnungsherde, Lacksprünge) kommen. Es kann sich eine choroidale Neovaskularisation entwickeln, die zu einer akuten Sehverschlechterung führt (Fuchs"scher Fleck). In dieser Phase ist eine Fluorescein-Angiographie und ev. eine photodynamische Therapie sinnvoll.

Myopische Makuladegeneration Bei einer hohe Myopie (Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien) kann zu ist das Risiko des Auftretens einer Makuladegeneration erhöht. Dabei kann es zu Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ( Dehnungsherde, Lacksprünge) kommen. Es kann sich eine choroidale Neovaskularisation entwickeln, die zu einer akuten Sehverschlechterung führt (Fuchs"scher Fleck). In dieser Phase ist eine Fluorescein-Angiographie und ev. eine photodynamische Therapie sinnvoll.

N
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Nachbild Entsteht durch teilweise Ausbleichung der Photopigmente der Netzhaut. Bekanntes Beispiel von Goethe: Wer für einige Sekunden auf eine Frau mit rotem Kleid schaut und dann zur Seite blickt, sieht diese Frau im grünen Kleid.

Nachstar Trübung der Linsenkapsel nach extrakapsulärer Kataraktoperation. Wenn die Trübung das Zentrum betrifft, führt sie zur Sehverschlechterung und Blendung. Der Nachstar kann mit einer NdYAG-Laser-Kapsulotomie unter Schonung der Intraokularlinse entfernt werden.

Nachtblindheit Störung des Sehens im Dunkeln
Eine Nachtblindheit kann isoliert als stationäre Erkrankung auftreten (kongenitale stationäre Nachtblindheit, CSNB) oder als frühes Symptom von Netzhautdystrophien, die die Stäbchen betreffen (z.B. Retinitis pigmentosa, Choroideremie).


Narkose = Allgemeinanästhesie, Vollnarkose, spezieller: Intubationsnarkose, ITN
Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten


Narkosearzt = Anästhesist
zuständig für die Durchführung der Anästhesie und Überwachung der Körperfunktionen während der Anästhesie


NARP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MT ATP6

nasal nasenwärts, auf der Seite der Nase

NCMD  North Carolina Makuladystrophie
Seltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie mit variabler Ausprägung und geringer Progression. Sie kann trotz ihres Namens auch in Europa auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


NdYAG-Laser-Kapsulotomie Methode, um die im Verlauf nach einer Kataraktoperation auftretende Trübung der hinteren Kapsel ( Nachstar) zu behandeln.

neo neu

Neoplasma Neubildung, Tumor

Neovaskularisation Gefäßneubildung
An der Netzhaut entweder vor der Netzhaut (z. B. Diabetische Retinopathie), unter der Netzhaut (z.B. altersbedingte Makuladegeneration) oder an der Regenbogenhaut ( Rubeosis iridis)


Nephronophthise Angeborene Erkrankung der Niere.
Diese führt zum Verlust der Nierenfunktion durch zystische Degeneration und Atrophie der Niere. Diese Nierenerkrankugn kann isoliert oder kombiniert mit Erkrankungen anderer Organe, z.B. der Netzhaut (ähnlich einer Retinitis pigmentosa) auftreten.


Nervenfaserschichtanalyse Untersuchung der Dicke der Nervenfaserschicht, die mit verschiedenen Methoden möglich ist (z.B. GDx, Heidelberg Retina Tomograph ( HRT, aktuelle Version HRT2), Optische Kohärenztomographie ( OCT)). Diese Untersuchungen erlauben eine Früherkennung von Veränderungen der Nervenfaserschicht z.B. bei Glaukom (Grünem Star).

Nervus opticus  Sehnerv
Der Sehnerv stellt die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn her. Er setzt sich aus ca. 1 Million Nervenfasern der Ganglienzellen der Netzhaut zusammen und beginnt in der Sehnervenscheibe ( Papille).


Netzhaut  Retina (Abkürzung: NH)
In der Netzhaut erfolgt die Lichtwahrnehmung in den Photorezeptoren. Eine differenzierte Weiterverarbeitung der Information erfolgt in anderen Nervenzellen der Netzhaut, bevor die Information über den Nervus opticus zum Gehrin weitergeleitet wird.


Netzhautabhebung Abhebung der Netzhaut vom Pigmentepithel
kein eindeutig definierter Begriff, kann sowohl eine Netzhautablösung als auch eine Retinitis centralis serosa bezeichnen


Netzhautablösung  Ablatio retinae (auch: Amotio retinae)
Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; rhegmatogene Ablatio) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut (exsudative Ablatio; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung sollte frühzeitig erfolgen und ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.


Netzhautdegeneration erworbene, nicht genetisch bedingte, fortschreitende degenerative Erkrankung der Netzhaut

Netzhautdystrophie angeborene, genetisch bediingte Erkrankung der Netzhaut

Netzhautentzündung Entzündungen der Netzhaut können durch Bakterien, Viren oder andere Erreger ( Toxoplasmose) auf dem Blutweg oder bei Verletzungen des Auges entstehen. Die Behandlung ist stark abhängig von der Ursache der Entzündung.

Netzhautfalte Verziehung der Netzhaut aus der ursprünglichen Position, so dass es zu einer Faltenbildung kommt. Eine Netzhautfalte kann Folge einer Netzhautablösung sein ( Ablatio falciformis) oder ohne Netzhautablösung durch Bildung von Membranen auf der Netzhaut ( epiretinale Gliose) entstehen .

Netzhautforamen  Netzhautloch
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung. Eine spezifische Form ist das Makulaforamen.


Netzhautloch  Netzhautforamen
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung. Eine spezifische Form ist das Makulaforamen.


Netzhautriss Spezielle Form eines peripheren Netzhautforamens
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung.


Netzhautuntersuchung  Ophthalmoskopie, Fundusspiegelung
Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)


Netzhautzyste Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum. Echte Zysten treten in der Netzhaut sehr selten auf, z.B. nach jahrelang bestehender Netzhautablösung. Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut ohne eigene Membran sind dagegen häufig, man spricht dann z.B. vom zystoiden (= zysten-ähnlichen) Makulaödem. Dieses kann gut mit dem OCT oder dem Fluorescein-Angiogramm dargestellt werden.

Neuritis nervi optici  Retrobulbärneuritis, Abkürzung: NNO
Entzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten.


NH Abkürzung für Netzhaut

NNO  Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis, Abkürzung: NNO
Entzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten.


normoton normaler Druck = normaler Augeninnendruck

Norrie Syndrom Seltenes, x-chromosomal vererbtes Syndrom mit einer angeborenen Netzhautablösung aufgrund von Mutationen im Norrie- Gen. Schwerhörigkeit und geistige Fehlentwicklung können in unterschiedlichem Ausmaß auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

North Carolina Makuladystrophie Abkürzung: NCMD
Seltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie mit variabler Ausprägung und geringer Progression. Sie kann trotz ihres Namens auch in Europa auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


NPHP1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nephronophthisis 3 protein
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive Nephronophthise, autosomal rezessives Joubert Syndrom
Info: Interaktion mit NPHP3 und NPHP4


NPHP2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit INVS

NPHP3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nephronophthisis 3 protein
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive adolescente Nephronophthise
Info: Protein interagiert mit dem Protein NPHP1


NPHP4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nephronophtisis 4 protein
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom (zystische Nierenveränderungen und Retinitis pigmentosa), autosomal rezessive juvenile Nephornophthise
Info: NPHP4 interagiert mit NPHP1


NPHP5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IQCB1

NPHP6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290

NRL  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: neural retina lucine zipper
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Retinitis pigmentosa
Info: Genprodukt interagiert mit CRX


Nukleotid Einzelner DNA-Baustein, bestehend aus einer der vier Basen ( Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin), einem Pho sphorsäurerest und einem Zuckermolekül (Desoxyribose). Die Reihenfolge der Nukleotide beinhaltet die Erbinformation.

Nuklidakkumulation Anssammlung von Nukliden
z.B. als Hinweis auf eine spezifische Organaktivität bei bestimmten radiologischen Funktionsuntersuchungen


Nystagmus  Augenzittern
Entstehung durch verschiedene Ursachen. Ein Nystagmus kann in früher Kindheit ein Zeichen für das Fehlen des zentralen Sehens z.B. bei einer Schädigung der Zapfen oder der Fovea sein. Ein Nystagmus kann sich auch ohne Netzhauterkrankungen entwickeln. Beim Auftreten eines Nystagmus ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig.


O
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OA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AI ED

OAT  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: ornithin aminotransferase
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Atrophia gyrata


Objektive Refraktion Physikalische Messung des am Auge vorliegenden Brechungsfehlers. Die objektive Refraktion ist Grundlage für die subjektive refraktion, bei der der ge messene Brechungsfehler aufgrund der Angaben des Patienten für ein optimales Brillenglas angepasst wird.

obliquus schräg, quer

obstruktiv verschließend, verlegend
Am Auge z.B. ein Verschluss der Blutgefäße. Im Bereich der Luftwege ein Verschluss der Luftwege z.B. bei Bronchitis oder Asthma.


occult verdeckt, nicht erkennbar, auch: okkult
Begriff zur Beschreibung von nicht eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: klassich, minimal klassisch)


OCT  Optische Kohärenztomografie
Hochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur


Octan Ein Perfluorcarbon ( PFCL)
Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.


Ö
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Ödem Flüssigkeitsansammlung in einem Gewebe, z.B. der Makula: Makulaödem

Ödem Flüssigkeitseinlagerung in ein Körpergewebe, am Auge z.B.: Hornhautödem, Makulaödem

ödematös Gewebe mit Flüssigkeitseinlagerung

O
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Oedem  Ödem
Flüssigkeitseinlagerung in ein Körpergewebe, am Auge z.B.: Hornhautödem, Makulaödem


Off-Label-Use Medikamentenanwendung außerhalb der Zulassung
Medikamente werden für eine bestimmte erkrankugn udn Anwendungsform nach Durchführung klinischer Studien zugelassen. EIne Wirksamkeit kann auch bei anderen Erkrankungen bestehen. Für manche dieser Erkrankungen sind klinische Studien nicht möglich, weil die Erkrankung zu selten ist oder davon manchmal auch Kinder betroffen sind. In diesen Fällen ist sorgfältig zu prüfen, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen. In bestimmten Fällen ist der Einsatz von Medikamenten außerhalb ihrer Zulassung gerechtfertigt, wenn es die einzige Behandlungsmöglichkeit mit Aussicht auf Erfolg ist. Die Vorteile und Risiken dieses Off-Label-Use müssen zwischen Arzt und Patient besonders detailliert besprochen werden.


Offenwinkelglaukom  Primäres Glaukom, " Grüner Star"
Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt.


Okklusion Verschluss
z.B. eines Blutgefäßes:


okkult verdeckt, nicht erkennbar, auch: occult
Begriff zur Beschreibung von nicht eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: klassich, minimal klassisch)


Okularist Berufsbezeichnung für spezialisierter Hersteller von individuellen Augenprothesen ( Glasaugen)

Okulo-zerebro-renales Syndrom  Lowe Syndrom
X-chromosomal vererbte Stoffwechselstörung mit Beteiligung der Nieren, des Gehirns und der Augen ( Katarakt, Glaukom).


Oligocone Trichromasie Extrem seltene Form einer angeborenen Netzhautfunktionsstörung wahrscheinlich aufgrund einer sehr geringen Zahl von Zapfen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

ONCR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PAX2

ONHA  Optic Nerve Head Analyzer
Methode zur detaillierten Untersuchung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Glaukom


OPA1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: OPA1 protein
Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Optikusatrophie (Kjer Typ), autosomal dominante Optikusatrophie mit sensoneuronalem Hörverlust
Info: Das Protein hat Bedeutung für die Funktion der Mitochondrien


OPCA2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7

Ophthalmologe Augenarzt

Ophthalmoskop  Augenspiegel
Gerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes


Ophthalmoskopie  Netzhautuntersuchung, Fundusspiegelung
Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel)


OPN1SW  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: blue cone opsin (Blauzapfenopsin)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Tritanopie


OPPG nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5

Opsin  Photopigmente
Proteine in den Stäbchen ( Rhodopsin) und Zapfen (Rot-, Grün-, Blau- Opsin), deren Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens ist. Die Opsine gehen eine Verbindung mit Vitamin A ein.


Optic Nerve Head Analyzer  ONHA
Methode zur detaillierten Untersuchung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Glaukom


Opticopathie Erkrankung des Sehnerven ohne nähere Spezifizierung der Ursache oder Art der Erkrankung

Opticusatrophie  Sehnervenschwund, Optikusatrophie
Zahlreiche Ursachen können zu einer Optikusatrophie führen: Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Degenerationen, Tumore, vererbbare Erkrankungen.


Optikopathie Erkrankung des Sehnerven ohne nähere Spezifizierung der Ursache oder Art der Erkrankung

Optikusatrophie  Sehnervenschwund, Opticusatrophie
Zahlreiche Ursachen können zu einer Optikusatrophie führen: Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Degenerationen, Tumore, vererbbare Erkrankungen.


Optikusneurotomie Radiäre Optikusneurotomie (RON)
Operationsverfahren zur Behandlung eines Zentralvenenverschlusses, das sich noch in der Erforschung befindet


Optische Kohärenz Tomographie  OCT
Hochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur


Optische Kohärenztomografie  OCT
Hochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur


Optische Medien Als optische Medien werden die Strukturen des Auges bezeichnet, durch die Lichtstrahlen dringen bevor sie die Netzhaut erreichen. Dazu gehören die Hornhaut, die Augenvorderkammer, die Linse und der Glaskörper. Klare optische Medien bezeichnen den Normalbefund. Getrübte optische Medien bezeichnen eine Störung des Lichteinfalls, wobei zahlreiche Ursachen möglich sind.

Orphan Gene  Gen, in dem Mutationen nur für Einzelfälle einer Erkrankung verantwortlich sind, während andere Gen die Mehrzahl einer bestimmten Erkrankung verursachen

Osteoklasten  Zellen, die Knochen abbauen

P
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PAF1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3

PAHX nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PHYH

palp. Abkürzung für palpatorisch = nach Gefühl

palpatorisch Abkürzung: palp.
nach Gefühl


Panel D15 Test Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens

PAP1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RP9

Papille  Sehnervenkopf, Sehnervenscheibe
Beginn des des Nervus opticus im Augapfel. Bei verschiedenen Erkrankungen zeigen sich Veränderungen der Papille, diese kann blass, atrophisch, wachsgelb oder exkaviert aussehen


Papillenabblassung Abblassung der Papille
Zeichen für eine krankhafte Veränderung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Optikusatrophie oder Netzhautdystrophie


Papillenexcavation Vertiefung im Sehnervenkopf
Eine begrenzte Exkavation der Papille ist normal. Beim Glaukom und anderen Erkrankungen kommt es zu einer Vergrößerung der Exkavation durch den Verlust von Sehnervenfasern.


Papillenexkavation Vertiefung im Sehnervenkopf
Eine begrenzte Exkavation der Papille ist normal. Beim Glaukom und anderen Erkrankungen kommt es zu einer Vergrößerung der Exkavation durch den Verlust von Sehnervenfasern.


Papillenkolobom Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich des Sehnervenkopfes. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung.

Papillenprominenz Hervortreten der Papille ( Sehnervenkopf) über das Niveau der umgebenden Netzhaut. Eine Papillenprominenz kann unter anderem angeboren, bei Drusen, bei Durchblutungsstörungen der Papille, bei entzündlichen Veränderungen der Papille oder bei erhöhtem Hirndruck auftreten.

para neben
parafoveolär: neben der Fovea


Parabulbäranästhesie Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle neben den Augapfel

parafoveolär neben der Fovea

paranasal neben der Nase

paraneoplastisch Begleiterkrankungen eines Tumors ( Neoplasma), die aufgrund von Autoimmunreaktionen fernab vom eigentlich Tumor auftreten. Am Auge sind dies z.B. die Melanom assoziierte Retinopathie ( MAR) und die Carcinom assoziierte Retinopathie ( CAR). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Paravenöse pigmentierte retinochoroidale Atrophie  PPRCA, Pigmentierte paravenöse retinochoroidale Atrophie
Seltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Eine Familie mit dominanter Vererbung wurde beschrieben. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


parazentral Neben dem Zentrum (der Fovea)

Pars plana Vitrektomie  PPV, Operation des Glaskörpers.
Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert.


Pathogenese Gesamtheit der an der Entstehung und Entwicklung einer Krankheit beteiligten Faktoren

pathognomonisch für eine Erkrankung kennzeichnend
Ein Symptom, das nur für eine bestimmte Erkrankung typisch ist und damit eine genaue Diagnose erlaubt


pathologisch krankhaft

Pathophysiologie Lehre von der krankhaft gestörten Funktion des menschlichen Organismus

Pattern-Dystrophie  Musterdystrophie
Gruppe von meist autosomal dominant vererbten Makuladystrophien, bei denen Muster-ähnliche Veränderungen in der Makula zu sehen sind. Nicht selten wird der englische Begriff Pattern Dystrophie übernommen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


pauci wenig, gering

pauci pigmentosa wenig pigmentiert
Begriff, der zur Beschreibung einer wenig pigmentierten Netzhaut bei Retinitis pigmentosa verwendet wurde


PAX2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: paired homeotic gene 2 protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Nieren- Kolobom Syndrom ( Kolobom des Sehnerven und Nierenveränderungen)


PBCRA nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MCDR1

PCAD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH3

PCDH15  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: protocadherin 15
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1f), autosomal rezessive Taubheit


PDE6A  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: cGMP pho sphodiesterase alpha subunit (Alpha-Untereinheit der cGMP Pho sphodiesterase)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa


PDE6B  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: rod cGMP pho sphodiesterase beta subunit (Beta-Untereinheit der stäbchenspezifischen cGMP Pho sphodiesterase)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)


PDT  Photodynamische Therapie
Spezielle Form der Behandlung von krankhaften Gefäßveränderungen unter der Netzhaut. Dabei wird ein Medikament intravenös gespritzt, dass sich über den Blutkreislauf in den Gefäßen des UAges verteilt. Es sammelt sich besonders in krankhaften Blutgefäßen an und wird dann durch Belichtung mit einem spezifischen Laser aktiviert wird und schädigt die Gefäßwände . Auf diese Weise gelingt eine bessere Schonung des umgebenden Netzhautgewebes als bei der klassichen Laserbehandlung. Einzige derzeit verfügbare Substanz für die Behandlung am Auge ist Verteporfin (Markenname: Visudyne)


PE  Retinales Pigmentepithel, RPE
Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.


PE Verschiebung unspezifische Veränderung der Pigmentierung des retinalen Pigmentepithels ( RPE, PE), die bei vielen Netzhauterkrankungen auftreten kann.

PE-Pathie Unspezifische Kurzbezeichnung für Erkrankung des retinalen Pigmentepithels

PE-Verschiebung unspezifische Veränderung der Pigmentierung des retinalen Pigmentepithels ( RPE, PE), die bei vielen Netzhauterkrankungen auftreten kann.

Peeling  Membrane peeling
Entfernen von Membranen von der Netzhautoberfläche während einer Vitrektomie.


Pegabtanib Handelsname: Macugen
Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Macugen ist das erste Medikament, das in Europa für die Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen wurde. Für Macugen wurde eine deutliche stabilsierende Wirkung auf den Krankheitsverlauf der feuchten AMD und in einigen Fällen eine Verbesserung des Sehens nachgewiesen. Macugen wird alle 6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch nicht abschließend geklärt.


Perfluorcarbone Abkürzung: PFCL
Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.


PERG  Muster-ERG (Abkürzung nach dem englischen Pattern- ERG, um Verwechlsungen mit dem mfERG zu vermeiden)
Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der inneren Netzhautschichten erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt.


peri um herum
perifoveolär: um die Fovea herum


Peribulbäranästhesie Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle um den Augapfel

perifoveolär um die Fovea herum

Perimeter ophthalmologisches Gerät zur Prüfung des Gesichtsfeldes. Innerhalb einer Halbkugel werden bei Beobachtung einer zentraler Fixationsmarke verschiedenen Lichtreize angeboten. Die Prüfung ist statisch (ein unbewegter Lichtreiz veränderlicher Helligkeit) oder kinetisch (ein beweglicher Lichtreiz) möglich.

Perimetrie Prüfung des Gesichtsfeldes mit Hilfe des Perimeters. Geprüft werden die Außengrenzen und/oder die Lichtempfindlichkeit an bestimmten Netzhautstellen.

peripher außen, nicht im Zentrum
bei der Netzhaut: Die Netzhautbereiche außerbalb der Makula (mittlere und äußere Peripherie)


Periphere Netzhautdegeneration Degenerative Veränderung in der peripheren Netzhaut, die teilweise mit einem erhöhten Risiko für eine Netzhautablösung einhergehen können

perizentral um das Zentrum (die Fovea) herum

PEX1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: peroxisome biogenesis factor 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( infantile Form)


PEX2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3

PEX7  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: peroxisome biogenesis factor 7
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( adulte Form)


PFCL perfluorcarbonic liquid
Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt.


Phakoemulsifikation Zertrümmerung der Augenlinse durch Ultraschall mit anschließendem Absaugen der aufgequollenen Linsenmassen (Operationsmethode bei Grauem Star) bei extrakapsulärer Kataraktoperation

Phänokopie Ausprägung einer erworbenen Erkrankung, die einer anderen, vererbbaren Erkrankung sehr ähnlich sieht. Zum Beispiel können Entzündungen von Netzhaut und Aderhaut zu Pigmentierungen und Funktionsstörungen führen, die sehr ähnlich einer Retinitis pigmentosa sind (z.B. Lues-Retinopathie, Masern-Retinopathie). Insgesamt sind vererbbare Netzhautdystrophien wesentlich häufiger als Phänokopien. Das Erkennen von Phänokopien ist wichtig, weil sie möglicherweise behandelbar sind.

Phänotyp äußere Ausprägung eines Merkmals, das durch die Wechselwirkung zwischen der genetischen Information und Umwelteinflüssen entsteht

Phlebitis Entzündung von Venen, u.a. in der Netzhaut

Photodynamische Therapie  PDT
Spezielle Form der Behandlung von krankhaften Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut. Dabei wird ein Medikament gespritzt, dass sich in den Gefäßen ansammelt und dann durch Belichtung mit einem spezifischen Laser aktiviert wird und die Gefäßwände schädigt. Auf diese Weise gelingt eine bessere Schonung des umgebenden Netzhautgewebes als bei der klassichen Laserbehandlung


Photophobie Starke Blendungsempfindlichkeit, LichtempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen.

Photopigmente  Opsine
Proteine in den Stäbchen ( Rhodopsin) und Zapfen (Rot-, Grün-, Blau- Opsin), deren Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens ist. Die Opsine gehen eine Verbindung mit Vitamin A ein.


Photorezeptoren Lichtempfindliche Sinneszellen der Netzhaut
Unterschieden werden Stäbchen und drei Typen von Zapfen, die unterschiedliche Photopigmente für die Farbwahrnehmung enthalten


PHTB1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PTHB1

PHYH  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: phytanoyl-CoA hydoxylase
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom


Physiologie Lehre von der normalen Funktion des menschlichen Organismus

PID  Präimplantationsdiagnostik
Test auf erblich bedingte Erkrankungen an Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind. Die PID setzt – auch bei fruchtbaren Paaren – eine künstliche Befruchtung mehrerer Eizellen voraus. Dem Embryo wird eine Zelle entnommen und auf genetische Defekte untersucht. Die gesunden Embryonen werden anschließend der Mutter eingepflanzt.


Pigmentauflockerung Ungenaue Beschreibung für Veränderungen des retinalen Pigmentepithels meist in der Makula. Der Begriff wird in der Regel für unspezifische Veränderungen gebraucht, die nicht mit Sicherheit einer bestimmten Erkrankung zugeordnet werden können.

Pigmentepithel der Netzhaut; retinales Pigmentepithel, Abkürzung: RPE, auch PE
Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.


Pigmentepithel-Translokation noch in der Erforschung befindliche Operationstechnik, bei der Pigmentepithel aus der Peripherie unter die Stelle des schärfsten Sehens verschoben wird.

Pigmentepithelabhebung Abhebung des retinalen Pigmentepithels, meist im Rahmen einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD).

Pigmentepithelatrophie  Atrophie (Gewebeschwund) des Pigmentepithels

Pigmentepitheldestruktion Zerstörung des retinalen Pigmentepithels

Pigmentepitheliopathie unspezifische Bezeichnung für Erkrankungen des retinalen Pigmentepithels

Pigmentepithelriss Einriss des retinalen Pigmentepithels, meist bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD). Ein solcher Einriss unter der Stelle des schärfsten Sehens führt zu einer erheblichen Sehverschlechterung und ist nicht behandelbar.

Pigmentierte paravenöse retinochoroidale Atrophie  PPRCA, Paravenöse pigmentierte retinochoroidale Atrophie
Seltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Eine Familie mit dominanter Vererbung wurde beschrieben. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


PIM1K nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RP9

PKAN nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PANK2

Plombe  Eindellende Operation zur Behandlung einer rhegmatogenen Netzhautablösung: Festnähen eines Stücks Silikonschaumstoff auf dem Augapfels mit dem Ziel, die das Netzhautforamen zu verschliessen und damit die abgelöste Netzhaut wieder der Aderhaut anzulagern.

Pluripotenz Entwicklungspotential einer Zelle oder eines Gewebes, sich unter geeigneten Bedingungen in mehr als einen Zell- oder Gewebetyp differenzieren zu können.

PMP35 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3

PNR nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NR2E3

POHS  Presumed ocular histoplasmosis syndrome
Erkrankung unklarer Ursache, die durch choroidale Gefäßneubildungen unter der Makula zu einer erheblichen Sehverschlechterung führen kann


Polydaktylie mehr als 5 Finger oder Zehen
tritt unter anderem beim Bardet-Biedl Syndrom auf. Oft sind überzählige Finger/Zehen nicht funktionstüchtig und werden kurz nach der Geburt operativ entfernt.


Polymorphismus Abschnitt der DNA, der in zwei oder mehr unterscheidbaren Formen in der Bevölkerung vorkommt.

Posner-Schloßmann Syndrom Plötzlicher Augeninnendruckanstieg bei tiefer Vorderkammer (im Unterschied zum Glaukomanfall)

Posner-Schlossmann-Syndrom Plötzlicher Augeninnendruckanstieg bei tiefer Vorderkammer (im Unterschied zum Glaukomanfall)

posterior hinten, Gegensatz zu anterior

PPRCA  Paravenöse pigmentierte retinochoroidale Atrophie
Seltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


PPV  Pars plana Vitrektomie, Operation des Glaskörpers.
Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert.


Präimplantationsdiagnostik  PID
Test auf erblich bedingte Erkrankungen an Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind. Die PID setzt – auch bei fruchtbaren Paaren – eine künstliche Befruchtung mehrerer Eizellen voraus. Dem Embryo wird eine Zelle entnommen und auf genetische Defekte untersucht. Die gesunden Embryonen werden anschließend der Mutter eingepflanzt.


Pränataldiagnostik Untersuchung des ungeborenen Kindes im Mutterleib entweder durch von außen angewandte Ultraschalldiagnostik oder durch invasive (eindringende) Verfahren (Fruchtwasserdiagnostik).

präretinal  epiretinal, vor der Netzhaut

Prävalenz Häufigkeitsrate einer bestimmten Krankheit oder eines bestimmten Merkmals zu einem gegebenen Zeitpunkt bzw. einer bestimmten Zeit periode.

Prävention Vorsorge, Vorbeugung
Bezeichnung für Maßnahmen, die der Vorbeugung vor oder Verhinderung von Erkrankungen dienen.


Presbyopie  Alterssichtigkeit
Durch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen ( Akkommodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich.


Presumed ocular histoplasmosis syndrome Abkürzung: POHS
Erkrankung unklarer Ursache, die durch choroidale Gefäßneubildungen unter der Makula zu einer erheblichen Sehverschlechterung führen kann


Primäres Glaukom  Offenwinkelglaukom, " Grüner Star"
Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt.


Primer kurzes DNA-Stück, das als Start-Punkt der DNA-Synthese dient.

progredient fortschreitend

Progredienz Fortschreiten (einer Erkrankung)
Am Auge z. B. mit zunehmender Sehverschlechterung oder zunehmenden Gesichtsfeldausfällen.


Progression Fortschreiten (einer Erkrankung)
Am Auge z. B. mit zunehmender Sehverschlechterung oder zunehmenden Gesichtsfeldausfällen.


Progressive bifokale chorioretinale Atrophie Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Proliferationen Bezeichnung für das Wachstum von Blutgefäßen (z.B. bei der diabetischen Retinopathie) oder Bindegewebe (z.B. proliferative Vitreoretinopathie) im Glaskörperraum

Proliferative Vitreoretinopathie  PVR
Komplikation bei Netzhautablösung, insbesondere bei älteren Netzhautablösungen oder nach Verletzungen. Es bilden sich Membranen auf der Netzhautoberfläche, die die Netzhaut versteifen und durch Zug neue Netzhautlöcher entstehen lassen oder zu einer erneuten Netzhautablösung führen. Behandlung durch Vitrektomie.


PROML1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: prominin (mouse)-like 1
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Netzhautdegeneration
Info: Glycoprotein an der Membran der Stäbchenaußensegmente


Protanomalie  Rotschwäche
Herabgesetzte Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Protanopie  Rotblindheit
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Proteine sind Eiweißkörper. Sie sind die Bausteine der Zellen, Organe, Muskeln und Nerven. Der Mensch verfügt über rund eine halbe Million verschiedener Proteine. Im Körper übernehmen sie verschiedenste Funktionen: sie dienen z.B. als Botenstoffe und sind damit chemische Signalüberträger (z. B. Enzyme, Hormone)

Proteom Gesamtheit aller Proteine im Organismus.

PRP3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3

PRP31 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF31

PRPC8 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit P RPF8

PRPF3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: human homolog of yeast pre-m RNA splicing factor 3
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa


Pseudomakulaforamen vorgetäuschte Lochbildung in der Makula, z.B. durch Membranen auf der Netzhautoberfläche.

Pseudophakie Zustand der Linse nach Katarakt-Operation mit Kunstlinseneinpflanzung

psychogene Sehstörung Sehstörung, für die sich auch bei gründlicher Untersuchung der Augen keine organische (körperliche) Ursache finden lässt

PTHB1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: parathyroid hormone-responsive B1 protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom
Info: Funktion des Genprodukts unkannt


PTS2R nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX7

Pupille Zentrale Öffnung der Regenbogenhaut (Lichteintrittsöffnung zum Augenhintergrund)

Pupillenreaktion Verengung der Pupille auf Licht. Diese kann direkt durch Beleuchtung des untersuchten Auges, oder indirekt durch Beleuchtung des Partnerauges ausgelöst werden.

PVR  Proliferative Vitreoretinopathie
Komplikation bei Netzhautablösung, insbesondere bei älteren Netzhautablösungen oder nach Verletzungen. Es bilden sich Membranen auf der Netzhautoberfläche, die die Netzhaut versteifen und durch Zug neue Netzhautlöcher entstehen lassen oder zu einer erneuten Netzhautablösung führen. Behandlung durch Vitrektomie.


PXE nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6

PXMP3  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: peroxisome membrane protein 3
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( infantile Form)


Q
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


Quensyl-Retinopathie  Hydroxychloroquin-Retinopathie (Quensyl ist ein Handelsname von Hydroxychloroquin)
Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Hydroxychloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Allerdings ist Hydroxychloroquin weniger toxisch als Chloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Hydroxychloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.


R
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


Ranibizumab Handelsname: Lucentis
Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Lucentis ist das zweite Medikament, für das die Zulassung zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration erwartet wird. Zur Zeit ist Lucentis nur innerhalb von Studien verfügbar. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen eine deutliche Verbesserung. Lucentis wird alle 4 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, wird derzeit in Studien geklärt.


RB1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: retinoblastoma protein 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: Retinoblastom, Retinom, Pinealom, osteogenes Sarkom
Info: Verhandene Mutation benötigt Mutation des zweiten Allels (second hit) zum Entstehen eienr Erkrankung, reguliert Zellzyklus


RBP4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: retinol-binding protein 4
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Degeneration des retinalen Pigmentepithels
Info: Genprodukt ist Träger für Retinol im Serum


RCD1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfendystrophie


RCDP1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX7

RCP nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1MW

RCS  Retinitis centralis serosa, Retinopathia centralis serosa, Chorioretinopathia centralis serosa
Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.


RDH1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RDH5

RDH12  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: retinol dehydrogenase 12
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose


RDH5  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: 11-cis retinol dehydrogenase 5
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver Fundus albipunctatus, autosomal rezessive Zapfendystrophie
Info: Genprodukt wichtig für Vitamin A Regeneration


RDPA nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PHYH

RDS  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: peripherin 2
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante vitellirfome Makuladystrophie, digenische Retinitis pigmentosa (mit ROM1)
Info: Genprodukt wichtig für Struktur der Aussensegmente der Photorezeptoren


rectus gerade

Refraktion Brechung(szustand) des Auges. Bei der Refraktionsbestimmung wird das Brillenglas bestimmt, mit der eine optimale Abbildung eines gesehenen Bildes auf der Netzhaut erreicht wird.

Refraktionsbestimmung Bestimmung der Werte für die Korrektur eines Brechungsfehlers des Auges

Refraktionswerte Werte für die Korrektur eines Brechungsfehlers, die bei der Refraktionsbestimmung erhoben werden

Refsum Syndrom Seltenes Syndrom aufgrund einer Störung des Phytansäurestoffwechsels mit einer Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautdystrophie, peripheren Neuropathien, Ataxie, Herzrhythmusstörungen und Schwerhörigkeit in variabler Ausprägung. Eine Behandlung mit Diät und Apherese ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Regenbogenhaut  Iris
Teil der Uvea (Gefäßhaut), bildet die Pupille und gibt dem Auge die Farbe.


Regionalanästhesie Schmerzausschaltung in einem begrenzten Bezirk
am Auge z.B. des Augapfels oder der Augenlider


Reizantworten Potentiale
ge messene Spannungsänderungen bei elektrophysiologischen Untersuchungen ( ERG, EOG, mfERG, VEP, PERG)


reizfrei ohne Entzündungsreiz
Dies entspricht einem normalen Untersuchungsbefund, z.b. reizfreie Bindehaut oder reizfreie Vorderkammer bei Z.n. Augenoperationen.


Rekombination Neuverteilung von Erbanlagen durch Einführen oder Entfernen von DNA aus unterschiedlichen Quellen im Erbgut eines Organismus.

Resochin-Retinopathie  Chloroquin-Retinopathie (Resochin ist ein Handelsname von Chloroquin)
Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Chloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Chloroquin führt häufiger zu Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Chloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich.


Restriktionsenzyme  Schneideenzyme:
Enzyme, die eine Nukleotidfolge auf doppelsträngiger DNA erkennen und die Spaltung beider DNA-Stränge an dieser Stelle bewirken.


RETGC nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D

RETGC1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D

Retikuläre Dystrophie Extrem seltene, autosomal rezessiv vererbte Form einer Makuladystrophie mit netzartigen Pigmentierungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Retina  Netzhaut (Abkürzung: NH)
In der Netzhaut erfolgt die Lichtwahrnehmung in den Photorezeptoren. Eine differenzierte Weiterverarbeitung der Information erfolgt in anderen Nervenzellen der Netzhaut, bevor die Information über den Nervus opticus zum Gehrin weitergeleitet wird.


Retina-Blutung Blutung in die Netzhaut

retinal die Netzhaut betreffend

Retinale Tomographie z.B. HRT
Verfahren zur Untersuchung der Struktur der Netzhaut und der Papille mit Licht oder Laser


Retinales Pigmentepithel Abkürzung: RPE (auch: PE)
Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.


Retinasklerose Degenerative Veränderung der Netzhaut ( Retina)

Retinaverkalkung Umgangssprachliche Bezeichnung für eine degenerative Erkrankung der Netzhaut ( Retina), Kalkablagerungen treten in der Netzhaut sehr selten auf.

Retinektomie Wegschneiden von Netzhaut
Eine teilweise Retinektomie ist bei manchen Netzhautoperationen erforderlich, um die verbleibende Netzhaut wieder anlegen und dauerhaft stabilisieren zu können. Die Retinektomie ist in der Regel nur bei schweren Netzhautveränderungen nach Verletzung, bei fortgeschrittener diabetischer retinopathie oder bei länger bestehenden Netzhautablösungen erforderlich. Sie kann auch zur Behandlung von Tumoren notwendig sein oder zur Gewinnung von Gewebeproben bei unklaren schweren Netzhauterkrankungen eingesetzt werden.


Retinitis Entzündung der Netzhaut.
Allerdings wird dieser Begriff nicht immer richtig gebraucht. Zum Beispiel ist es unwahrscheinlich, dass bei der Retinitis pigmentosa entzündliche Ursachen vorhanden sind. Der Begriff der Retinopathie (auch: Retinopathia) hat sich aber nicht durchgesetzt.


Retinitis centralis serosa  Retinopathia centralis serosa, Chorioretinopathia centralis serosa, RCS
Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.


Retinitis pigmentosa auch: Retinopathia Pigm entosa
bekannteste Gruppe der hereditären Netzhautdystrophien. Fortschreitende, meist mit Pigmentablagerungen einhergehende, erbliche Netzhautdystrophie; Symptome: Nachtblindheit, fortschreitende Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Retinitis pigmentosa sine pigmento  Retinitis pigmentosa ohne Pigment
Unglückliche Bezeichnung für eine Retinitis pigmentosa ohne Knochenkörperchen. Knochenkörperchen bilden sich zu verschiedenen Zeiten im Verlauf der Erkrankung und in unterschiedlichem Ausmaß. Allerdings lassen sich auch bei Fehlen von Knochenkörperchen bei einer Retinitis pigmentosa immer Veränderungen des retinalen Pigmentepithels erkennen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Retinitis punctata albescens Sonderform der Retinitis pigmentosa mit weißen Flecken, die mit Mutationen in verschiedenen Genen assoziiert sein kann. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Retinoblastom Häufigster Netzhauttumor bei Kindern. Ein Retinoblastom tritt meist in den ersten beiden Lebensjahren auf. Es kann den Eltern durch plötzliches Schielen oder eine weiße Pupille ( Leukokorie, z.B. auf Blitzlichtfotos) auffallen. Bei diesen Symptomen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung notwendig.

Retinometer Gerät zur Bestimmung der möglichen Sehschärfe z.B. vor Operationen eines Grauen Stars ( Katarakt). Bei Vorliegen von Netzhauterkrankungen oder Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) kann der Retinometervisus fälschlich zu gut sein.

Retinometervisus  Sehschärfe, die mit dem Retinometer bestimmt wurde. Das Retinometer ist ein Gerät zur Bestimmung der möglichen Sehschärfe z.B. vor Operationen eines Grauen Stars ( Katarakt). Bei Vorliegen von Netzhauterkrankungen oder Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) kann der Retinometervisus fälschlich zu gut sein.

Retinopathia Erkrankung der Netzhaut
Der Begriff Retinopathia wird manchmal alternativ zu Retinitis gebraucht (z.B. Retinitis oder Retinopathia pigm entosa)


Retinopathia centralis serosa  Retinitis centralis serosa, Retinopathia centralis serosa, Chorioretinopathia centralis serosa
Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten.


Retinopathia praematurorum  RPM, Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity ( ROP)
Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.


Retinopathie Erkrankung der Netzhaut
z.B. diabetische Retinopathie. Der Begriff Retinopathie ( Retinopathia) wird manchmal alternativ zu Retinitis gebraucht (z.B. Retinitis oder Retinopathia pigm entosa)


Retinopexie "Befestigung" der Netzhaut, z.B. durch Narbenbildung nach Laser- oder Kältebehandlung ( Kryokoagulation)

Retinoschisis  Netzhautspaltung
Bei der Netzhautspaltung kommt es, im Gegensatz zur Netzhautablösung, zu einer Trennung der Netzhaut zwischen bestimmten Netzhautschichten. Eine Retinoschisis kann kongenital ( x-chromosomale Retinoschisis) oder bei älteren Menschen erworben auftreten. Während eine Netzhautablösung operativ behandelt werden muss, kann eine Retinoschisis nicht geheilt werden.


Retrobulbäranästhesie Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle hinter den Augapfel

Retrobulbärneuritis  Neuritis nervi optici, Abkürzung: NNO
Entzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten.


Retrolentale Fibroplasie Spätstadium einer Frühgeborenenretinopathie mit einer vollständigen Netzhautablösung und weitgehender Erblindung.

Rezidiv Wiederauftreten derselben Erkrankung nach vorübergehender Abheilung

RG Retinologische Gesellschaft
Deutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft für Netzhauterkrankungen


RGR  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: RPE- retinal G protein-coupled receptor
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Aderhautsklerose


Rhegmatogene Ablatio retinae  Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie.

Rhegmatogene Amotio retinae  Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie.

Rhegmatogene Netzhautablösung  Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie.

Rheopherese Form der Blutwäsche, bei der bestimmte Anteile aus dem Blut durch spezielle Filter herausgefiltert werden.

RHO  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Rhodopsin
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante retinitis pigm entosa, autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB)
Info: mehr als 100 verschiedene Mutationen sind bekannt


Rhodopsin Protein in den Stäbchen, dessen Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens im Dunkeln ist. Rhodopsin geht eine Verbindung mit Vitamin A ein. Mutationen im Rhodopsin- Gen sind eine häufige Ursache für Retinitis pigmentosa

RHOK nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GRK1

RIM1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RIMS1

RIMS1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: regulating synaptic membrane exocytosis protein 1 (rab3A-interacting molecule)
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfen-Stäbchendystrophie
Info: Genprodukt lokalisiert in Synapsen


Ringskotom Ringförmig um das Zentrum gelegener Gesichtsfeldausfall, der im Bereich der höchsten Stäbchendichte der Netzhaut liegt. Typisch bei Retinitis pigmentosa.

RK nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GRK1

RMCH nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ACHM1

RMCH2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3

RNA Ribonukleinsäure (engl. Ribo Nucleic Acid). Einsträngiges Abbild der DNA oder von Abschnitten der DNA durch Transkription, trägt die genetische Information aus dem Zellkern in die Zelle als Plan für die Proteinproduktion

RNANC  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive nicht-syndromale kongenitale Netzhautablösung


ROA1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Optikusatrophie


Röhrengesichtsfeld konzentrische Gesichtsfeldeinengung auf wenige Grad (auch: Tunnelblick)
Wenn bei einer Netzhaut- oder Aderhautdystrophie das Gesichtsfeld sehr stark von außen eingeengt ist, sieht der Betroffene nur einen kleinen Ausschnitt der Umwelt, wie wenn man durch einen Tunnel oder eine lange Röhre blickt.


ROM1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: retinal outer segment membrane protein 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: digenische Retinitis pigmentosa (zusammen mit RDS), fraglich autosomal dominante Retinitis pigmentosa


ROP  Retinopathia prämaturorum ( RPM), Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity ( ROP)
Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.


Rotblindheit  Protanopie
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Rotschwäche  Protanomalie
Herabgesetzte Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Rotsinnstörung Störung des Rotsinns, die angeboren ( Protanopie, Protanomalie) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann.

RP Abkürzung für Retinitis pigmentosa
Wenn hinter RP eine Zahl steht, (z.B. RP2, RP29), ist dies eine Kurz-Bezeichnung für eine bestimmte genetisch definierte Form der Retinitis pigmentosa.


RP1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: RP1 protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Retinitis pigmentosa
Info: Genprodukt nachweisbar in der Verbindung zwischen Photorezeptorinnen- und -außensegment


RP10 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IMPDH1

RP11 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF31

RP12 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CRB1

RP13 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit P RPF8

RP14 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TULP1

RP16 nicht mehr gültiges Gen-Symbol

RP17 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CA4

RP18 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3

RP19 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4

RP20 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPE65

RP21 nicht mehr gültiges Gen-Symbol

RP25  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa


RP26 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CERKL

RP27 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NRL

RP28  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa


RP29  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
Info: bisher nur in 1 Familie


RP3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPGR

RP30 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FSCN2

RP31  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa


RP32  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: schwere autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
Info: frühe Nachtblindheit, Visusverlust und Makuladegeneration


RP33  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa


RP4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RHO

RP5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RHO

RP7 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RDS (Peripherin)

RP9  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: RP9 protein oder PIM1-kinase associated protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa


RPE  Retinales Pigmentepithel (auch: PE)
Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.


RPE65  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: retinal pigment epithlium-specific 65 kD protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
Info: Genprodukt wichtig im Vitamin A Stoffwechsel in den retinalen Pigmentepithelzellen. Erfolgreiche Gentherapie im Hund


RPGRIP1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: RPGR-interacting protein 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
Info: Genprodukt interagiert mit RPGR


RPM  Retinopathia prämaturorum, Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity ( ROP)
Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig.


Rubeosis iridis Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut, die zur verlegung des Kammerwinkels und damit zur Augendruckerhöhung führen kann. Eine Rubeosis iridis ist oft Spätstadium einer Gefäßerkrankung der Netzhaut ( Diabetische Retinopathie, Zentralvenenverschluss). Die Behandlung besteht in der Behandlung der Ursache an der Netzhaut mit Laser oder Vitrektomie und der Senkung des Augeninnendrucks. Eine rasche Rückbildung einer Rubeosis iridis nach Eingabe von Avastin in die Augenvorderkammer wurde gezeigt, damit läßt sich eine Pause erreichen, in der die Netzhautbehandlung erfolgen kann.

Rundforamen  Rundloch, spezielle Form eines peripheren Netzhautforamens
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Rundloch ist die Traktion auf den Lochrand abgerisen, das Risiko einer Netzhautablösung ist gering.


Rundloch  Rundforamen, spezielle Form eines peripheren Netzhautforamens
In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Rundloch ist die Traktion auf den Lochrand abgerisen, das Risiko einer Netzhautablösung ist gering.


S
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s.c. sine correctione
Sehschärfe ohne Korrektur durch Brillengläser
Mögliche andere Beduetung:
Abkürzung für subcutan = unter die Haut
Abkürzung für subconjunctival = unter die Bindehaut


SAG  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: arrestin (S- Antigen)
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver Morbus Oguchi (Sonderform der kongenitalen stationären Nachtblindheit), autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
Info: Protein hat Bedeutung bei der Informationsübertragung im Photorezeptor


SANS nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1G

sc (s.c.) sine correctione
Sehschärfe ohne Korrektur durch Brillengläser
Mögliche andere Bedeutung:
Abkürzung für subcutan = unter die Haut
Abkürzung für subconjunctival = unter die Bindehaut


SCA7 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7

Schießscheibenmakulopathie Bull"s eye Makulopathie (= Ochsenaugen- Makulopathie)
Englischer Ausdruck für eine Schießscheiben- Makulopathie, bei der sich Veränderungen des retinalen Pigmentepithels in Ringform um die Fovea zeigen. Diese Veränderung ist nicht typisch für eine spezifische Netzhauterkrankung, sie kann bei Makuladystrophien, Zapfen-Stäbchendystrophien, aber auch bei Chloroquin-Retinopathie auftreten. Schießscheibenmakulopathie kann bei sehr unterschiedlichen Netzhautdystrophien auftreten.


Schiötz-Tonometer Gerät zur messung des Augeninnendrucks, heuteaufgrund moderner Methoden nur noch selten verwendet

Schneckenspuren Beschreibung für eine periphere Netzhautveränderung (auch als periphere Netzhautdegeneration bezeichnet)

Schneideenzyme  Restriktionsenzyme:
Enzyme, die eine Nukleotidfolge auf doppelsträngiger DNA erkennen und die Spaltung beider DNA-Stränge an dieser Stelle bewirken.


Schwachsichtigkeit  Amblyopie
Fehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, das aus verschiedenen Ursachen möglich ist. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden.


Schwefelhexafluorid  SF6
Dieses Gas kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden.


Screening Untersuchung einer bestimmten Gruppe zu einem bestimmten Zweck, z.B. Vorsorgeuntersuchungen bei Neugeborenen (Phenylketonurie, Glakatosämie) oder Frühgeborenen ( Screening auf pathologische Netzhautentwicklung). Ebenso ist ein Screening auf bestimmte Gen- Mutationen bei Netzhautdystrophien möglich.

Sehnerv  Nervus opticus
Der Sehnerv stellt die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn her. Er setzt sich aus ca. 1 Million Nervenfasern der Ganglienzellen der Netzhaut zusammen und beginnt in der Sehnervenscheibe ( Papille).


Sehschärfe  Visus
Bezeichnung für die Sehfunktion in der Stelle des schärfsten Sehens. Unterschieden werden die Sehschärfe für die Ferne (Fernvisus) und die Nähe (Nahvisus, Lesevisus)


Sekretion Ausscheidung von Flüssigkeit aus einer Zelle
z.B. in den Tränendrüsen oder Speicheldrüsen


sekundärer Strabismus Schielstellung als Folge andere Augenerkrankungen bzw. deren Behandlung, z.B. nach Verletzungen oder Operationen

Sekundärglaukom Erhöhung des Augeninnendrucks in Folge von anderen Augenerkrankungen, z.B. diabetischer Retinopathie, Zentralvenenverschluss, Uveitis

SEMA4A  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: Semaphorin 4A
Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Zapfen-Stäbchendystrophie
Info: wichtig für die neuronale Entwicklung und im Immunsystem


SEMAB nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit SEMA4A

Senior-Loken Syndrom  Syndrom mit Beteiligung der Niere ( Zystenniere = Nephoronophthise) und Netzhautdystrophie mit frühem Beginn (ähnlich wie Retinitis pigmentosa oder Leberscher kongenitaler Amaurose)

Sequenzierung Bestimmung der Folge der Bausteine in DNA, RNA oder Protein. Meistens Sequenzierung von DNA.

SF6  Schwefelhexafluorid
Dieses Gas kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden.


SFD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMP3

Sicca-Syndrom  Trockenes Auge
Veränderungen des Tränenfilms führen zu Störungen der Benetzung der Augenoberfläche, die sich mit Jucken, Fremdkörpergefühl, aber auch überschiessendem Tränen bemerkbar machen können.


Silikon Flüssiges Silikon kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden.

simplex einfach, einzeln

Simulationsprobe Testverfahren, mit dem das Vortäuschen einer Sehverschlechterung aufgedeckt werden soll.

sine pigmento ohne Pigment
Unglückliche Bezeichnung für eine Retinitis pigmentosa ohne Knochenkörperchen. Knochenkörperchen bilden sich zu verschiedenen Zeiten im Verlauf der Erkrankung und in unterschiedlichem Ausmaß. Allerdings lassen sich auch bei Fehlen von Knochenkörperchen bei einer Retinitis pigmentosa immer Veränderungen des retinalen Pigmentepithels erkennen.


Skiaskopie Technik zur Bestimmung des Brechkraftfehlers eines Auges, heute insbesondere eingesetzt bei Kindern zur Bestimmung eines optimalen Brillenglases.

Sklera  Lederhaut
äußere Augenhülle, von außen an der weißen Färbung erkennbar, geht nach vorne direkt über in die Hornhaut.


Sklerose krankhafte "Verhärtung" eines Gewebes
weiter gefasst Bezeichnugn für degenerative Veränderungen z.B. der Netzhaut oder Aderhaut


Skotom Gesichtfeldausfall
Das Skotom kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen.


Skotome Gesichtfeldausfälle (Plural von Skotom)
Das Skotom kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen.


SLSN1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP1

SLSN3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP3

SLSN4 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP4

SLSN5 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IQCB1

SLSN6 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290

SNV  Subretinale Neovaskularisation (auch: SRN); choroidale Neovaskularisation ( CNV),
Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.


somatisch körperlich ( somatische Gentherapie = Gentherapie an Körperzellen)

Sorsby Fundusdystrophie benannt nach dem Arzt Sorsby
Spät beginnende, relativ rasch progrediente, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie assoziiert mit Mutationen im TIMP3- Gen. Nach Auftreten von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) Fortschreiten zu einer generalisierten choroidalen Atrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Spaltlampe Gerät zur mikroskopischen Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges unter Verwendung eines variablen Lichtspalts zur Beleuchtung. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut untersucht werden. In der Regel erfolgt die Augeninnendruck messung ebenfalls an der Spaltlampe.

Spaltlampenmikroskopie Mikroskopische Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges mit der Spaltlampe. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut mikroskopisch untersucht werden.

sph Abkürzung für Sphäre, den Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist.

Sphäre Kugel
In der Augenheilkunde bezeichnet die Sphäre den Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist, im Brillenrezept abgekürzt sph. Dazu kommt der Zylinder, der eine zusätzliche Brechkraft nur in einer bestimmten Richtung (Achse) bezeichnet, im Brillenrezept abgekürzt cyl.


SRN  subretinale Neovaskularisation (auch: SNV, choroidale Neovaskularisation ( CNV)
Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.


Stäbchen Der Typ der Photorezeptoren, der für das Dämmerungssehen und das äußere Gesichtsfeld entscheidend ist.

Stäbchenmonochromasie Angeborene, autosomal rezessiv vererbte Gruppe von Erkrankungen aufgrund unterschiedlicher Gendefekte, die zu einem völligen Fehlen der Zapfenfunktion führen. Das Sehen erfolgt ausschließlich mit den Stäbchen. Teilweise wird auch der Begriff Achromatopsie verwendet, dieser ist jedoch nicht ganz eindeutig definiert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Stabsichtigkeit  Astigmatismus
Sie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte. "stabförmige", unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus.


Stammzellen  Zellen, die sich zu jedem beliebigen Zelltyp entwickeln können. Sie werden deshalb als „pluripotent“ (sich in viele verschiedene Zellen ausbildend) oder als totipotent (sich in alle Zellen, d.h. in einen vollständigen Organismus ausbildend) bezeichnet. Sie spezialisieren sich erst später. Aus ihnen entstehen über 200 verschiedene Zelltypen. Weil sich die noch unreifen Stammzellen in viele verschiedene Richtungen entwickeln können, eignen sie sich möglicherweise zur Regenerierung von Körpergewebe.

stationär bleibend, ortsfest, zeitlich unveränderlich
1. mit Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: ambulant)
2. Bei nicht fortschreitenden Erkrankungen, z.B. kongenitale stationäre Nachtblindheit (im Gegensatz zu: progredient)


Stationäre Behandlung mit Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: ambulanter Behandlung)

STGD1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4

STGD3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ELOVL4

STGD4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Stargardt-ähnliche Makuladystrophie
Info: Lokalisiert in 1 Familie


Stickler-Syndrom Fehlbildungssyndrom des Bindegewebes
Das Stickler-Syndrom ( autosomal dominant) geht am Auge mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung einher. Am Körper ist es gekennzeichnet durch Fehlbildungen des Skelelttsystems. Wie bei allen Syndromen kann die Ausprägung der einzelnen Symptome sehr unterschiedlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


STL1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL2A1

STL2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL11A1

Strabismus Fehlstellung der Augen (Schielen).
Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt


Strabismus convergens Innenschielen
Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt


Strabismus divergens Außenschielen
Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt


Strahlenkörper  Corpus ciliaris; Ziliarkörper:
Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich.


Stridor pfeifendes Atemgeräusch bei Verengung der oberen Luftwege (z.B. bei Asthma, Schilddrüsenvergrößerung)

sub unter
subretinal: unter der Netzhaut
subkapsulär: unter der Kapsel
subfoveolär: unter der Fovea


subcapsularis unter der Kapsel
Cataracta subcapsularis: Linsentrübung direkt vor der hinteren Kapsel der Linse


subfoveal unter der Fovea

subfoveolär unter der Fovea

Subjektive Refraktion Bestimmung eines optimalen Brillenglaswerts durch Abstimmung aufgrund der Angaben des Patienten basierend auf den bei der objektiven Refraktion ge messenen Brechungsfehlers des Auges.

subkapsulär unter der Kapsel
Linsentrübung unter der hinteren Linsenkapsel


subretinal unter der Netzhaut

Subretinale Neovaskularisation  SRN, choroidale Neovaskularisation ( CNV)
Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie.


superior oben, oberhalb gelegen
Musculus rectus superior: oberer Augenmuskel


SVD  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante vitreoretinale Schneeflockendegeneration


Symptom Anzeichen für eine Erkrankung
Am Auge z.B. Sehverschlechterung, Schmerzen, Blendung, Rötung oder vermehrter Tränenfluss


symptomatisch Auftreten von Anzeichen für eine beginnende Erkrankung
Am Auge z.B. Sehverschlechterung, Schmerzen, Blendung, Rötung oder vermehrter Tränenfluss


Syndrom Typische Kombination von Krankheitssymptomen in verschiedenen Organen. Diese werden häufig mit dem Namen der Beschreiber des Syndroms benannt (z.B. Usher- Syndrom: Netzhaut und Ohr)

T
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Tapetoretinale Degeneration Oberbegriff für erbliche (hereditäre) Netzhauterkrankungen ( Netzhautdystrophien).

TCF13 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1

TEAD1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: TEA domain family member 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Atrophia areata


TEF1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1

temporal schläfenwärts, zur Seite der Schläfe

Tensio  Augeninnendruck

Tensiomessung Messung des Augeninnendrucks

Thymin einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin

TLR4  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: toll-like receptor 4
Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Asp299Gly) erhöhen das Risiko für eine AMD um das 2-fache


totipotente embryonale Stammzellen sind die aus einigen Tage alten Embryonen gewonnenen Stammzellen. Sie können unter geeigneten Bedingungen (im Reagenzglas) zu einem voll entwicklungsfähigen Embryo heranwachsen.

toxisch giftig, mit Nebenwirkungen behaftet

Toxoplasma gondii Erreger, der eine Toxoplasmose auslösen kann

Toxoplasmose Erkrankung, die durch den Erreger Toxoplasma gondii ausgelöst wird.
Die Mehrzahl der Infektionen mit Toxoplasma gondii verläuft symptomlos für den Betroffenen. Am Auge kann angeboren oder später im Leben erworben bei Toxoplasmose eine Entzündung von Netzhaut und Aderhaut entstehen, oft nahe der Makula. Eine akute Entzündung muss je nach Lage zur Makula behandelt werden. Toxoplasma gondii bildet Sporen, die nicht behandelt werden können und zu ein- oder mehrmalig wiederholten Entzündungen führen können.


Traktion Zug
Der Glaskörper kann eine Traktion auf die Nethhaut ausüben. Eine Traktion kann zu einem Foramen ( Loch) in der Netzhaut führen, von dem aus eine rhegmatogene (lochbedingte) Netzhautablösung entsteht. Eine Traktion kann auch zu einer Netzhautablösung ohne Foramen führen, die dann Traktionsablatio genannt wird. Die Behandlung einer Traktion bei Netzhautablösung erfolgt entweder durch eine Eindellung des Auges ( Plombe, Cerclage) oder eine Glaskörperoperation ( Vitrektomie).


Traktionsablatio  Netzhautablösung durch Zug ( Traktion) von Glaskörper an der Netzhaut ohne Netzhautforamen ( Loch). Die Behandlung erfolgt durch Vitrektomie.

Traktionsamotio  Netzhautablösung durch Zug ( Traktion) von Glaskörper an der Netzhaut ohne Netzhautforamen ( Loch). Die Behandlung erfolgt durch Vitrektomie.

Tränenwege Die Tränen enstehen in der Tränendrüse und in speziellen Zellen der Bindehaut, und laufen im inneren Augenwinkel über die Tränenwege in die Nase ab.

Transduktion Übertragung des empfangenen Lichtsignals im Photorezeptor vom Opsin zur Zellmembran.

Transkription Übertragung der genetischen Information im Zellkern von der DNA in RNA. Die RNA wird dann aus dem Zellkern in die Zellen eingeschleust, wo die RNA als Bauplan für Proteine verwendet wird.

Transmission Weiterleitung der Information innerhalb der Netzhaut von den Photorezeptoren über die Bipolarzellen zu den Ganglienzellen

Triamcinolon Cortison-Prä parat
Triamcinolon wird bei bestimmten Netzhauterkrankungen ( Makulaödem, altersabhängige Makuladegeneration in Kombination mit der photodynamischen Therapie ( PDT)) in das Augeninnere gespritzt. Risiko sind Glaukom ( Augeninnendruckerhöhung) und Linsentrübungen.


TRIM32  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: tripartite motif-containing protein 32
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom, autosomal rezessive Lendengürtel Muskeldystrophie


Trisomie häufigste Form von chromosomalen Aberrationen, Vorliegen eines Chromosoms in drei Kopien statt in zwei. Geboren werden Kinder mit Trisomien der Chromosomen 13, 18, 21, und X.

Tritanomalie  Blauschwäche
Herabgesetzte Empfindlichkeit im blauen (lurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


Tritanopie  Blaublindheit
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums


TRNH nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTH

TRNL1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTL1

TRNS2 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTS2

Trockene AMD Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
Im Gegensatz dazu steht die feuchte Form, bei der es zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut kommt. Diese fehlen bei der trockenen Form. Typisch für die trockene AMD ist die geographische Atrophie.


Trockene Makuladegeneration Form der altersbedingten oder altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
Im Gegensatz dazu steht die feuchte Form, bei der es zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut kommt. Diese fehlen bei der trockenen Form. Typisch für die trockene AMD ist die geographische Atrophie.


Trockenes Auge Wenn zu wenig Tränen produziert werden oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit verändert ist, kann es zu Benetzungsstörungen der Augenoberfläche kommen, die sich als Fremdkörpergefühl bemerkbar machen. Künstliche Tränenflüssigkeit ist eine Behandlunsgmöglichkeit.

Tropfanästhesie Schmerzausschaltung an der Augenoberfläche durch betäubende Tropfen

TTC8  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: tetratricopeptide repeat domain 8
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Bardet-Biedl Syndrom
Info: Genprodukt wichtig für Zilienfunktion


TTPA  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: alpha-tocopherol-transfer protein
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive oder dominante Ataxie


TULP1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: tubby-like protein 1
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose
Info: Genprodukt möglicherweise wichtig für Transport von Rhodopsin


Tunnelblick konzentrische Gesichtsfeldeinengung auf wenige Grad (auch: Röhrengesichtsfeld)
Wenn bei einer Netzhaut- oder Aderhautdystrophie das Gesichtsfeld sehr stark von außen eingeengt ist, sieht der Betroffene nur einen kleinen Ausschnitt der Umwelt, wie wenn man durch einen Tunnel oder eine lange Röhre blickt.


U
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unilateral einseitig
am Auge: nur ein Auge betreffend


USH1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1A

USH1B nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MYO7A

USH1C  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: harmonin
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, autosomal rezessive Taubheit


USH1D nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH23

USH1F nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PCDH15

USH2A  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: usherin
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 2), autosomal rezessive Retinitis pigmentosa
Info: Das Protein ist wichtiger Bestandteil von Basalmembranen


USH2B  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom


USH2C nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MASS1

USH3 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH3A

USH3A  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: clarin-1
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, Typ 3
Info: Das Protein hat eine mögliche Bedeutung für Synapsen der Photorezeptoren


Usher-Syndrome Kombination einer Retinitis pigmentosa-ähnlichen Netzhautdystrophie mit angeborener Taubheit (Usher I) bzw. mit Innenohrschwerhörigkeit (Usher II). Zusätzlich können Gleichgewichtsstörungen bestehen. Genetisch lassen sich mindestens 10 Formen voneinander unterscheiden. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Uvea Gefäßhaut des Auges. Dazu gehören die Iris ( Regenbogenhaut), das Corpus ciliare ( Ziliarkörper) und die Choroidea ( Aderhaut).

Uveitis Entzündung der Gefäßhaut ( Uvea) des Auges. Diese kann alle oder nur einzelne Bereiche der Uvea betreffen (z.B. Iritis = Regenbogenhautentzündung; posteriore Uveitis = Aderhautentzündung).

V
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V.a. Verdacht auf

VA  VAA
Abkürzung für: Vorderer Augenabschnitt: Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer, Linse


VAA  VA
Abkürzung für: Vorderer Augenabschnitt: Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer, Linse


VEGF Vascular endothelial growth factor
Einer von zahlreichen Wachtumsfaktoren, die das Zellwachstum und die Zellerneuerung steuern. VEGF ist wesentlich an der Entstehung von Erkrankungen des Auges (z. B. diabetische Retinopathie, altersbedingte Makuladegeneration) beteiligt. Im Auge existieren verschiedene Isoformen von VEGF.


VEGF-Antagonisten Medikamente, die die Wirksamkeit des Wachstumsfaktors VEGF hemmen. Dies fürht zu einer Verminderung von Gefäßwachstum und zu einem "Abdichten" der Blutgefäße mit Rückgang von Makulaödem. An der Netzhaut wirkt Macugen gegen eine Isoform des VEGF, Lucentis und Avastin gegen verschiedene Isoformen von VEGF. Sie werden bei der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen erfolgreich eingesetzt.

VEGF-Hemmer Medikamente, die die Wirksamkeit des Wachstumsfaktors VEGF hemmen. Dies fürht zu einer Verminderung von Gefäßwachstum und zu einem "Abdichten" der Blutgefäße mit Rückgang von Makulaödem. An der Netzhaut wirkt Macugen gegen eine Isoform des VEGF, Lucentis und Avastin gegen verschiedene Isoformen von VEGF. Sie werden bei der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen erfolgreich eingesetzt.

Vektor „ Gentaxi“ oder „ Genfähre“ dienen dem Transport von Genen in Zellen, also zur Übertragung von DNA-Stücken in einen gentechnisch zu verändernden Organismus. Bei diesen Vektoren kann es sich um Bakterien, modifizierte („entschärfte“) Viren oder auch DNA-Abschnitte, z.B. bakterielle Plasmide, handeln.

Velhagen-Tafeln Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens

VEP  Visuell evozierte Potentiale
Durch Musterreize oder Lichtblitze gezielt ausgelöste Hirnpotentiale, die über Elektroden am Hinterkopf abgeleitet werden können. Damit ist eine genaue Untersuchung der Funktion der gesamten Sehbahn möglich.


Verzerrtsehen  Metamorphopsien
Durch verschiedene Erkrankungen der Makula, z.B. Membranen auf der Netzhaut ( Macular pucker), ein Makulaforamen, oder choroidale Neovaskularisationen kann ein Verzerrtsehen entstehen. Man kann es selbst mit dem Amsler-Netz testen.


vestibulär in Zusammenhang mit dem Gleichgewichtsorgan
z.B. zur Bezeichnung der Ursache eines Schwindels


Visuell evozierte Potentiale Abkürzung: VEP
Durch Musterreize oder Lichtblitze gezielt ausgelöste Hirnpotentiale, die über Elektroden am Hinterkopf abgeleitet werden können. Damit ist eine genaue Untersuchung der Funktion der gesamten Sehbahn möglich.


Visus Zentrale Sehschärfe. Unterschieden werden Fernvisus und Nahvisus (Lesevisus)

Vitamine Oberbegriff für Substanzen, die lebensnotwendig sind, jedoch vom Körper selbst nicht hergestellt werden können (mit einzelnen Ausnahmen). Vitamine müssen daher mit der Nahrung von außen zugeführt werden. Die einzelnen Vitamine werden mit Buchstaben und teils Zahlen abgekürzt (A, B1-B2, B6, B12, C-H, K).

Vitrektomie Operation des Glaskörpers (Abkürzung: PPV).
Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert.


vitreoretinal den Glaskörper (Vitreus) und die Netzhaut ( Retina) betreffend

Vitreoretinopathie Erkrankung von Netzhaut und Glaskörper
Der Begriff wird sowohl für eine Gruppe angeborener, vererbbarer Erkrankungen von Netzhaut und Glaskörper verwendet (z.B. familiäre exsudative Vitreoretinopathie), aber auch für erworbene Erkrankungen (z.B. proliferative Vitreoretinopathie)


VK Abkürzung für: Vorderkammer
Raum zwischen Hornhaut ( Kornea) und Regenbogenhaut ( Iris). Die Vorderkammer ist üblicherweise mit Kammerwasser gefüllt und klar. Im Winkel zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut, dem Kammerwinkel, fließt das Kammerwasser aus dem Auge ab.


VLGR1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MASS1

VMD1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante atypische vitelliforme Makuladystrophie


VMD2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: bestrophin
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominanter Morbus Best, autosomal dominante Vitreoretinochoroidopathie


Vollnarkose = Allgemeinanästhesie, Narkose, spezieller: Intubationsnarkose, ITN
Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten


Vorderkammer Abkürzung: VK
Raum zwischen Hornhaut ( Kornea) und Regenbogenhaut ( Iris). Die Vorderkammer ist üblicherweise mit Kammerwasser gefüllt und klar. Im Winkel zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut, dem Kammerwinkel, fließt das Kammerwasser aus dem Auge ab.


VRNI  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante neovaskuläre inflammatorische Vitreoretinopathie


W
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


Wagner Syndrom Extrem seltenes, autosomal dominant vererbtes Syndrom mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

weiche Drusen Bezeichnung für größere, teils unregelmäßig begrenzte und miteinander konfluierende Drusen

WFS1  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: wolframin
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Wolfram Syndrom (Diabetes, Optikusatrophie und Taubheit), autosomal dominanter sensoneuronaler Hörverlust für niedrige Frequenzen
Info: Assoziation mit mitochondrialen Veränderungen


WFS2  Gen-Symbol
Gen kodiert das Protein: nicht bekannt
Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Wolfram Syndrom (Diabetes, Optikusatrophie, Taubheit)


WGN1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CSPG2

white without pressure weiß ohne Druck
Veränderung der peripheren Netzhaut- Glaskörpergrenzfläche, so dass diese weißlich erscheint. Die Bezeichnung "ohne Druck" stammt daher, dass man bei der Untersuchung des Augenhintergrundes auf das Auge drücken kann, auch dabei wird die Netzhaut- Aderhaut weißlicher.


Windenblütenamotio  Netzhautablösung mit ausgeprägter Zusammenziehung der zentralen Netzhaut in einem Trichter (entsprechend der Form einer Windenblüte) bei Proliferativer Vitreoretinopathie ( PVR)

Wolfram Syndrom Autosomal rezessive vererbtes Syndrom mit Diabetes, Optikusatrophie und Taubheit. Ursächlich sind Mutationen in den Genen WFS1 oder WFS2.

X
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


X-Chromosom Eins der beiden Geschlechtschromosomen.
Frauen haben zwei X-Chromosome, aber kein Y-Chromosom in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen.


x-chromosomal bezeichnet Erbinformation, die auf dem X-Chromosom liegt

x-chromosomale Retinoschisis angeborene Netzhautspaltung (manchmal auch als kongenitale oder juvenile Retinoschisis bezeichnet).
In Folge von Mutationen im RS1- Gen kommt es zu einer Strukturschwäche der Netzhaut mit Spaltung. Typisch ist eine herabgesetzte Sehschärfe. Als Komplikationen können Glaskörperblutungen und eine Netzhautablösung auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Xanthelasmen hellgelbe Ablagerungen in der Lidhaut bedingt durch Cholesterinablagerungen. Sie sind harmlos und können z.B. mit einem Laser entfernt werden

XLPCD nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COD2

XLRS1 nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RS1

Y
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Y-Chromosom Eins der beiden Geschlechtschromosomen.
Frauen haben kein Y-Chromosom, sondern zwei X-Chromosome in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen.


Z
a   ä   b   c   d   e   f   g   h   i   j   k   l   m   n   o   ö   p   q   r   s   t   u   v   w   x   y   z  


ZAO  Zentralarterienokklusion, auch: Zentralarterienverschluss ( ZAV)
Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.


Zapfen Der Typ der Photorezeptoren, der für die Sehschärfe, das Tagessehen und die Farbwahrnehmung entscheidend sind. Es gibt drei Zapfentypen: Rot-, grün- und blauempfindliche Zapfen als Basis der Farbunterscheidung. Die Grundlage der Sehschärfe ist die hohe Dichte der Zapfen in der Fovea im Zentrum der Makula. Daher betrifft eine Makulaerkrankung fast immer die Sehschärfe und das Farbensehen.

Zapfen-Stäbchen-Dystrophie  ZSD, Zapfen-Stäbchendystrophie
Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Zapfen-Stäbchendystrophie  ZSD, Zapfen-Stäbchen-Dystrophie
Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


Zapfendegeneration siehe unter: Zapfendystrophie

Zapfendystrophie Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die nur die Zapfen betreffen und sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar machen. Mehrere assoziierte Genmutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

ZAV  Zentralarterienverschluss, auch: Zentralarterienokklusion ( ZAO)
Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.


Zelle Kleinste Baueinheit eines Organismus
Ein Bakterium besteht aus einer Zelle (Einzeller). Größere Organismen setzen sich aus unendlich vielen Zellen zusammen. So hat z.B. alleine die Netzhaut des Menschen bis zu 300 Millionen lichtempfindliche Zellen.


Zentralarterie Arterie, die die gesamte Blutversorgung der inneren Netzhautschichten sichert. Sie tritt durch die Papille ins Auge.

Zentralarterienokklusion  ZAO, auch: Zentralarterienverschluss ( ZAV)
Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.


Zentralarterienverschluss  ZAV, auch: Zentralarterienokklusion ( ZAO)
Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich.


Zentrale areoläre Aderhautdystrophie Gruppe von seltenen Makuladystrophien, die genetisch heterogen sind und wahrscheinlich verschiedene Vererbungsformen zeigen. Charakteristisch ist der perizentrale Beginn. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html

Zentralskotom  Gesichtsfeldausfall unter Einbeziehung der Stelle des schärfsten Sehens. Beim absoluten Zentralskotom besteht ein vollständiger Ausfall. Beim relativen Zentralskotom ist die Lichtempfindlichkeit herabgesetzt, so dass nur sehr helle Lichtreize noch erkannt werden.

Zentralvene Vene, die die gesamte Blutentsorgung der inneren Netzhautschichten sichert. Sie tritt durch die Papille aus dem Auge.

Zentralvenenokklusion  ZVO, auch: Zentralvenenverschluss ( ZVV)
Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.
Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.


Zentralvenenverschluss  ZVV, auch: Zentralvenenokklusion ( ZVO)
Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.
Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.


Ziliarkörper  Strahlenkörper; Corpus ciliaris:
Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich.


Zilie  Cilie
1. Haare an den Lidrändern
2. Zellfortsätze des Flimmer epithels in den Luftwegen
3. Zellfortsätze bei einzelligen Lebewesen zur Fortbewegung
4. Zilienähnliche Strukturen gibt es in Sinneszellen des Ohres und der Netzhaut ( Photorezeptoren)


ZSD  Zapfen-Stäbchendystrophie
Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html


ZVO  Zentralvenenokklusion, auch: Zentralvenenverschluss ( ZVV)
Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.
Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.


ZVV  Zentralvenenverschluss, auch: Zentralvenenokklusion ( ZVO)
Verschluss der Zentralvene der Netzhaut.
Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll.


Zygote befruchtete Eizelle als Produkt der Verschmelzung der Zellkerne von Ei- und Samenzelle, Ausgangszelle der embryonalen Entwicklung.

Zylinder In der Augenheilkunde bezeichnet der Zylinder, eine zusätzliche Brechkraft eines Brillenglases in einer bestimmten Richtung (Achse), im Brillenrezept abgekürzt cyl. der Zylinder ergänzt die Sphäre, der Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist, im Brillenrezept abgekürzt sph.

Zyste Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum.

zystoid  Zysten-ähnlich
Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum. Flüssigkeitseinlagerungen z.B. in der Netzhaut ohne eigene Membran werden als zystoid bezeichnet.


Zystoides Makulaödem Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut im Bereich der Makula führen zur verdickung der Netzhaut und damit zur Sehverschlechterung. Ein zystoides Makulaödem kann bei Netzhauterkrankungen (Diabetischer Retinopathie, Retinitis pigmentosa, Zentralvenenverschluss), nach Entzündungen des Auges ( Uveitis) oder nach Katarakt-Operation auftreten. Die Behandlung ist abhängig von der Ursache variabel.

Glossar

Diese elektronische Zugangshilfe zum Glossar wurde im Rahmen des BMG-geförderten Projekts "SND-Netz in Aktion", Charité Virchow-Augenklinik Berlin, und von RetinaSience.de entwickelt.
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