RetinaScience
Glossar | |
| a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z ä Ä Ö ö | |
Deutsch | english |
| A | |
| AA | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1 | |
| ABCA4 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ATP-binding cassette transporter - retinal Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver M. Stargardt, autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie, fraglich autosomal rezessive Retinitis pigmentosa Info: wichtig im Vitamin A Stoffwechsel für den Transport zwischen Photorezeotoren und den retinalen Pigmentepithelzellen, frühere Bezeichnung ABCR | |
| ABCA4-Gen | |
| Mutationen in diesem Gen sind eine der häufigsten Ursachen für Netzhautdystrophien. Sie sind assoziiert mit dem M. Stargardt und der autosomal rezessiv vererbten Zapfen-Stäbchendystrophie. | |
| ABCR | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4 | |
| Abdecktest | |
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Covertest,
Cover-Test Der Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges. | |
| Abdomen | |
| Bauch | |
| Abetalipoproteinämie | |
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Bassen-Kornzweig-Syndrom Syndrom mit Störungen des Fettstoffwechsles, beim dem eine Retinitis pigmentosa ähnliche Netzhaut- Aderhautdystrophie auftritt. Eine therapeutische Beeinflussung ist mit Gabe von Vitamin E möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| ABL | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTP | |
| Ablatio | |
| Ablösung Ablatio retinae: Netzhautablösung Ablatio mammae: Operative Entfernung der Brust | |
| Ablatio falciformis | |
| Netzhautablösung mit Ausbildung einer deutlichen Netzhautfalte | |
| Ablatio retinae | |
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Netzhautablösung (auch:
Amotio retinae). Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut ( Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich. | |
| Absorption | |
| Aufsaugen, In-sich-Aufnehmen z.B. von Gasen, Flüssigkeiten oder Lichtenergie | |
| ACHM1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Stäbchenmonochromasie ( Achromatopsie) | |
| ACHM2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3 | |
| ACHM3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB3 | |
| ACHM4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GNAT2 | |
| Achromatopsie | |
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Farbenblindheit Die Achromatopsie bezeichnet ein vollständiges Fehlen des Farbensehens. Im Gegensatz zur Rot- oder Grünsinnstörung ist die Achromatopsie selten. Sie beruht in der Regel auf einem Gendefekt, der die Funktion aller Zapfen betrifft. | |
| Adaptation | |
| Anpassung des Auges an wechselnden Leuchtdichteverhältnisse der Umgebung ( Helladaptation bzw. Dunkeladaptation) | |
| ADCA2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7 | |
| Adenin | |
| einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin | |
| Adenokarzinom | |
| bösartiger Tumor (Karzinom), ausgehend von Drüsengewebe am Auge z.B. am Lid | |
| Adenom | |
| gutartiger Tumor, ausgehend von Drüsengewebe am Auge z.B. am Lid | |
| Aderhaut | |
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Choroidea,
Chorioidea (Abkürzung:
AH) Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich. | |
| Aderhautatrophie | |
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Aderhautschwund Abbau der Aderhaut bei degenerativen Erkrankungen | |
| Aderhautfluoreszenz | |
| Fluoreszenzeffekte bei spezifischer Beleuchtung der Aderhaut, die stärksten Fluoreszenzphänomene entstehen im retinalen Pigmentepithel. | |
| Aderhauthämangiom | |
| Gutartiger Gefäßtumor der Aderhaut, der sich durch eine Exsudative Ablatio bemerkbar machen kann. Die Diagnose wird durch eine Fluoreszenz-Angiographie gestellt. Die Behandlung hängt von der Lage und Symptomatik ab. | |
| Aderhautkolobom | |
| Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Aderhaut. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. | |
| Aderhautmelanom | |
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AHMM Häufigster bösartiger Tumor des Auges bei Erwachsenen. Bei rechtzeitiger Erkennung ist in der Regel eine Behandlung mit Erhalt des Auges möglich, abhängig von Lage und Größe stehen verschiedene Therapieverfahren zur Auswahl. | |
| adjuvant | |
| unterstützend z.B. die Wirkung eines Medikaments, einer Behandlung | |
| Adjuvante Therapie | |
| Eine andere Massnahme unterstützende Behandlung | |
| ADOA | |
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Autosomal dominante Optikusatrophie Häufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| adult | |
| erwachsen | |
| adulte Stammzellen | |
| kommen in erwachsenen Organismus vor (= somatische Stammzellen) | |
| Adulte vitelliforme Makuladystrophie | |
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AVMD Eine Form der Makuladystrophie, die sich vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| AGS | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JAG1 | |
| AH | |
| Abkürzung für Aderhaut | |
| AHI1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Abelson helper integration site 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Zerebello-okulo-renales Syndrom) | |
| AHMM | |
| Abkürzung für Aderhautmelanom | |
| Akkommodation | |
| Scharfeinstellung des Netzhautbildes für die Nähe durch Brechkraftzuwachs (stärkere Wölbung) der Augenlinse | |
| akut | |
| plötzlich, unvermittelt auftretende, rasch verlaufende Erkrankung (im Gegensatz zu: chronisch) | |
| akutes Engwinkelglaukom | |
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Glaukomanfall Durch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich. | |
| Albinismus | |
| angeborener Pigmentmangel Dieser kann den ganzen Körper betreffen (keine Pigmente in Haut und Haaren), aber auch nur die Augen. Dabei kommt es zu einer Fehlentwicklung der Makula und der Sehnervenentwicklung. Die Sehschärfe ist deutlich herabgesetzt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Allele | |
| Als Allele werden die verschiedenen Zustandsformen eines Gens bezeichnet. Für fast jedes Gen liegen im Zellkern zwei Allele vor: je eines auf dem mütterlich vererbten und je eines auf dem väterlich vererbten Chromosomensatz. Die Ausnahme sind die nur einfach vorliegenden Gene auf dem x- Chromosom beim Mann. Allele Gene sind entweder identisch (homozygot) oder verschieden (heterozygot). | |
| Allelfrequenz | |
| Häufigkeit eines bestimmten Allels in der Bevölkerung | |
| Allergie | |
| Überschießende Abwehrreaktion (Immunreaktion) gegen körperfremde Stoffe (z.B. Pollen, Staub, Medikamente). Am Auge sind häufig die Bindehaut und die Lider betroffen. | |
| Allgemeinanästhesie | |
| =
Narkose,
Vollnarkose, spezieller:
Intubationsnarkose,
ITN Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten | |
| allo- | |
| anders, verschieden, fremd, gegensätzlich | |
| Alloplastische Linse | |
| =
Intraokularlinse,
IOL,
Kunstlinse, spezieller:
Hinterkammerlinse,
HKL Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung. | |
| ALMS1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ALMS1 protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Alström Syndrom ( Zapfen-Stäbchendystrophie, Kardiomyopathie, Fettsucht, Diabetes) Info: Funktion des Proteins nicht bekannt | |
| ALSS | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ALMS1 | |
| Alström Syndrom | |
| Autosomal rezessiv vererbtes Syndrom mit Zapfen-Stäbchendystrophie, Kardiomyopathie, Fettsucht und Diabetes, assoziiert mit Mutationen im ALMS1- Gen | |
| Altersabhängige Makuladegeneration | |
| Abkürzung: AMD; auch: altersbedingte
Makuladegeneration Die AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen. | |
| Altersbedingte Makuladegeneration | |
| Abkürzung: AMD; auch: altersabhängige
Makuladegeneration Die AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen. | |
| Alterssichtigkeit | |
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Presbyopie Durch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen ( Akkommodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich. | |
| Amakrine Zellen | |
| auch Amakrinzellen; Gruppe neuronale
Zellen in der
Netzhaut Die amakrinen Zellen erhalten Ihre Informationen von den Bipolarzellen, und geben diese an die Ganglienzellen weiter. Es gibt zahlreiche verschieden Formen von amakrinen Zellen, deren genaue Funktion unbekannt ist. Wahrscheinlich findet in den amakrinen Zellen ein wesentlicher Teil der intraretinalen informationsverarbeitung statt, bevor die so verarbeitete Information über die Ganglienzellen an das Gehirn weitergeleitet wird. | |
| Amaurose | |
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Amaurosis Völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung) | |
| Amaurosis | |
|
Amaurose Völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung) | |
| Amaurosis fugax | |
| Vorübergehende völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung), z.B. bei Durchblutungsstörungen | |
| Amblyopie | |
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Schwachsichtigkeit Fehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, das aus verschiedenen Ursachen möglich ist. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden. | |
| ambulant | |
| beweglich, nicht ortsfest ohne Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: stationär) | |
| Ambulante Behandlung | |
| ohne Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: stationärer Behandlung) | |
| Aminosäuren | |
| Bausteine der
Proteine Es gibt insgesamt 20 verschiedene natürlich vorkommende Aminosäuren. | |
| Amotio retinae | |
|
Netzhautablösung,
Ablatio retinae. Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut ( Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich. | |
| Amplifikation | |
| Die Herstellung von zahlreichen Kopien eines DNA-Abschnitts mittels PCR im Rahmen der molekulargenetischen Diagnostik | |
| Amplitudenreduktion | |
| Verminderte Höhe eines abgeleiteten elektrophysiologischen Potentials, z.B. beim ERG, VEP | |
| Amputation | |
| operative Abtrennung eines Körperteils | |
| amputieren | |
| ein Körperteil operativ entfernen | |
| Amsler-Gitter | |
| Selbsttest für
Makulaerkrankungen Anhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten. | |
| Amsler-Netz | |
| Selbsttest für
Makulaerkrankungen Anhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten. | |
| Amsler-Test | |
| Selbsttest für MakulaerkrankungenAnhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten. | |
| Analgetikum | |
| Medikament zur Linderung von Schmerzen | |
| analgetisch | |
| schmerzlindernd | |
| Anamnese | |
| Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten | |
| Anaphylaktischer Schock | |
| schwerste allergische Reaktion mit ausgeprägter Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unbehandelt droht ein tödlicher Verlauf | |
| Anaphylaxie | |
| schwer verlaufende allergische Reaktion mit Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unter Umständen Entwicklung zum anaphylaktischen Schock | |
| Anastomose | |
| Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder Nerven, die entweder natürlich entsteht, operativ angelegt wird oder sich während Krankheitsprozessen bilden kann (z.B. chorioretinale Anastomose bei altersabhängiger Makuladegeneration) | |
| Anecortave | |
| Neues, aber noch nicht zur Behandlung zugelassenes Medikament zur Behandlung der feuchten, altersabhängigen Makuladegeneration. Das Medikament muss hinter das Augen gespritzt werden. | |
| Aneurysma | |
| Aufweitung eines BlutgefässesAn den Netzhautgefäßen treten z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung oft Mikroaneurysmen (kleine Aneurysmen) auf. Ein Makroaneurysma ist eine größere Aufweitung an einem größeren Gefäß. Bei Miliareneurysmen treten mehrere kleine Gefäßaufweitungen meist in der Makulka auf. | |
| angio | |
| in Zusammenhang mit einem Gefäß, z.B. Angiographie = Gefäßdarstellung | |
| Angiografie | |
| Gefäßdarstellung; auch: AngiographieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint. | |
| angiografisch | |
| bei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie | |
| Angiographie | |
| Gefäßdarstellung; auch: AngiografieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint. | |
| angiographisch | |
| angiografischbei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie | |
| Angiom | |
| Gefäßtumor | |
| angiomatöse Proliferation | |
| Gefäßneubildung | |
| Anisometropie | |
| Ungleiche Brechkraft beider Augen | |
| Anlageträger | |
| Nicht erkrankter, symptomloser heterozygoter Träger einer Genmutation. Die Mutation in einem Allel des Gens ist nicht ausreichend für die Entwicklung der Erkrankung. Diese entsteht nur, wenn auch das zweite Allel des Gens durch eine Mutation verändert wird. | |
| annulär | |
| ringförmig | |
| Anomaloskop | |
| Geräte zur Bestimmung vorwiegend angeborener Farbsinnstörungen (Rot-Grün-Sehschwäche. selten Blausinnstörungen). Für gutachterliche Farbsehprüfung im Verkehr (Flug, Schiff, Personenbeförderung, LKW) ist das Anomaloskop Standard. | |
| anti- | |
| Vorsilbe das mit anti- zusammengesetzte Wort bezeichnet den Gegensatz oder die Verhinderung der Bedeutung des Grundwortes | |
| Antigen | |
| artfremder Eiweißstoff, der das Immunsystem zur Bildung von Antikörper anregt | |
| Antikörper | |
| Eiweißstoff, den das Immunsystem zur Abwehr von Antigenen bildet | |
| Anästhesie | |
| Betäubung, Schmerzausschaltung durch verschiedene Formen der Narkose | |
| Anästhesist | |
|
Narkosearzt zuständig für die Durchführung der Anästhesie und Überwachung der Körperfunktionen während der Anästhesie | |
| AOM | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL2A1 | |
| Aphakie | |
| Linsenlosigkeit Zustand nach Kataraktoperation mit vollständiger Linsenentfernung ohne Einsetzen einer Kunstlinse ( Pseudophakie) oder Zustand nach verletzungsbedingtem vollständigen Linsenverlust. | |
| Applikation | |
| Verordnung, Verabreichung oder Anwendung eines Medikamentes | |
| Approbation | |
| staatliche Zulassung zur Berufsausübung als Arzt | |
| ARA | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6 | |
| Arcus lipoides | |
| weißlicher Ring nahe der Hornhautbasis, nahezu nie das Sehen störend | |
| ARL6 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ADP-ribosylation factor-like 6 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom ( BBS) Info: Protein hat wahrscheinlich Beduetung für Zilien | |
| ARMD1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: hemicentin 1 (fibulin 6) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante altersabhängige Makuladegeneration Info: bisher nur in 1 Familie | |
| Aspiration | |
| Ansaugen einer festen, flüssigen oder gasförmigen Substanz am Auge z.B. Glaskörperaspiration zur Entnahme einer Glaskörperprobe | |
| Assoziation | |
| insbesondere gedankliche Verknüpfung oder Verbindung | |
| assoziiert | |
| verbunden, zusammenhängend | |
| Astigmatismus | |
|
Stabsichtigkeit Sie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte, "stabförmige", unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus. | |
| asymptomatisch | |
| ohne
Symptome Veränderung eines Organs, die keine Beschwerden hervorruft und daher nur zufällig bei einer Untersuchung entdeckt wird. | |
| asymptomatische Netzhautdegeneration | |
| Periphere Netzhautdegeneration (z.B. äquatoriale Degeneration, Rundloch), die ohne Beschwerden und Krankheitsanzeichen für den Patienten entsteht. Eine asymptomatische Netzhautdegeneration muss in der Regel nicht behandelt werden. | |
| Ataxie | |
| GangunsicherheitDiese kann verschiedene Ursachen haben. Oft führen Funktionsstörungen im Kleinhirn ( Cerebellum) zur Ataxie (zerebelläre Ataxie). Bei einigen Syndromen können Ataxie und Netzhautdystrophien gleichzeitig auftreten. | |
| ATP6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MT ATP6 | |
| Atrophia gyrata | |
| Fortschreitende, autosomal rezessiv vererbte Ader- und Netzhautdystrophie infolge eines Enzymdefekts; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe, frühe Katarakt mit ca. 30 Jahren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Atrophie | |
| Gewebeschwund krankheitsbedingter Abbau von Gewebe | |
| Atropin | |
| Augentropfen zur Lähmung der
Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die
Pupille weit (
Mydriasis). Die Wirkung hält nuram gesunden Auge mehrere Tage an, so dass
Atropin nur noch wenn unbedingt erforderlich eingesetzt wird. Atropin wird häufiger bei der Nachbehandlung von Augenoperationen eingesetzt. | |
| ATXN7 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ataxin 7 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante spinocerebelläre Ataxie mit Makuladystrophie oder Netzhautdystrophie Info: Proteinfunktion unbekannt | |
| Augenhintergrund | |
|
Fundus oculi Bei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea ( Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale ( Makula, Netzhaut peripherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhaut peripherie muß in der Regel die Pupille weitgetropft werden. | |
| Augeninnendruck | |
|
Intraokulardruck (
IOD) Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen. | |
| Augenprothese | |
|
Glasauge Nach Entfernung eines Auges wird eine Augenprothese aus speziellem Glas oder Kunststoff von einem Okularisten individuell angepasst. Die hohe Beweglichkeit moderner Augenprothesen lassen dieses Glasauge im täglichen Leben kaum auffallen. Eine Augenprothese muss ca. jährlich erneuert werden. | |
| Augenspiegel | |
|
Ophthalmoskop Gerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes | |
| Augenzittern | |
|
Nystagmus Augenzittern Entstehung durch verschiedene Ursachen. Ein Nystagmus kann in früher Kindheit ein Zeichen für das Fehlen des zentralen Sehens z.B. bei einer Schädigung der Zapfen oder der Fovea sein. Ein Nystagmus kann sich auch ohne Netzhauterkrankungen entwickeln. Beim Auftreten eines Nystagmus ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig. | |
| auto- | |
| Vorsilbe selbst, eigen, persönlich, unmittelbar | |
| Autofluoreszenz | |
| Fluoreszenz-Phänomen des Augenhintergrundes. Nach Beleuchtung des Augenhintergrundes wie bei der Fluoreszenzangiografie, aber ohne Gabe von Farbstoff, zeigt sich ein Aufleuchten von Ablagerungen (Lipofuszin) im retinalen Pigmentepithel. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluoreszenzangiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern. | |
| Autoimmunkrankheiten | |
| Erkrankungen des Immunsystems, bei der eine Immunreaktion gegen eigenes Körpergewebe ausgelöst wird | |
| autosomal | |
| bezeichnet Erbinformation, die nicht auf den Geschlechtschromosomen (X- oder Y-Chromosom) liegt | |
| autosomal dominant | |
| Vererbungsform, bei der eine Mutation in einem Allel eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei dominanter Vererbung sind in der Regel Familienangehörige in mehreren Generationen betroffen. Die Hälfte der Nachkommen haben das Risiko, ebenfalls zu erkranken. | |
| Autosomal dominante Optikusatrophie | |
| Abkürzung: adOA Häufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Autosomal dominante Vitreoretinochoroidopathie | |
| Sehr seltene Form einer vorwiegend auf die Netzhaut periphere beschränkten Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| autosomal rezessiv | |
| Vererbungsform, bei der Mutationen in beiden Allelen eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei rezessiver Vererbung sind in der Regel nur Familienangehörige einer Generation betroffen. Die Nachkommen haben ein sehr geringes Risiko, ebenfalls zu erkranken. | |
| Autosome | |
| Bezeichnung für die nicht geschlechtsspezifischen Chromosomen, also alle Chromosomen außer dem X-Chromosom und Y-Chromosom. Sie werden der Form nach sortiert und nummeriert (beim Mensch Chromosom 1-22) | |
| Avastin | |
| Handelsname für
Bevacizumab Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Avastin ist zur Behandlung von Darmkrebs zugelassen. Aufgrund seiner Verfügbarkeit und der hohen Ähnlichkeit zu Lucentis wird Avastin derzeit ohne Zulassung ( Off-Label-Use) zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen (z.B. Zentralvenenverschluss, Gefäßneubildungen bei Myopie) weltweit eingesetzt. Gezielte Studien liegen nicht vor, die bisherigen Erfahrungen zeigen jedoch ähnliche Behandlungsergebnisse und eine vergelichbare Sicherheit wie bei Lucentis. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen (ca. 35-40%) eine deutliche Sehverbesserung. Avastin wird in Abständen von 4-6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch ungeklärt. | |
| AVMD | |
|
Adulte vitelliforme Makuladystrophie Eine Form der Makuladystrophie, die vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| AXPC1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Ataxie | |
| B | |
| Bardet-Biedl Syndrom | |
|
BBS Syndrom mit Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautveränderungen und multiplen Erkrankungen anderer Organsysteme. Mutationen in verschiedenen genen können ursächlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Basen | |
| sind allgemein die Gegenspieler von Säuren. In der Molekulargenetik sind Basen die übliche Bezeichnung für die basischen Bestandteile der Nukleotide (Grundbausteine der DNA): Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T). | |
| Basenpaar | |
| Die beiden Basen Adenin (A) und Thymin (T) sowie die beiden Basen Cytosin (C) und Guanin (G) bilden in einem DNA-Doppelstrang jeweils Paare aus, die durch schwache Bindungen zusammengehalten werden. Die Summe dieser Bindungen ist für den Zusammenhalt der beiden DNA-Stränge verantwortlich. | |
| Bassen-Kornzweig-Syndrom | |
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Abetalipoproteinämie Syndrom mit Störungen des Fettstoffwechsles, beim dem eine Retinitis pigmentosa ähnliche Netzhaut- Aderhautdystrophie auftritt. Eine therapeutische Beeinflussung ist mit Gabe von Vitamin E möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| BBS | |
|
Bardet-Biedl Syndrom Syndrom mit Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautveränderungen und multiplen Erkrankungen anderer Organsysteme. Mutationen in verschiedenen genen können ursächlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| BBS1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: BBS1 protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom | |
| BBS10 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: BBS10 (C12orf58) chaperonin Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom | |
| BBS11 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TRIM32 | |
| BBS2L1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit BBS7 | |
| BBS3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARL6 | |
| BBS5 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: flagellar ap paratus-basal body protein DKFZp762194 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom ( BBS) Info: Protein ist Komponente von Zilien, ca. 2% aller BBS-Fälle | |
| BBS6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MKKS | |
| BBS7 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: BBS7 protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom Info: Protein mit unbekannter Funktion | |
| BBS8 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TTC8 | |
| BBS9 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PTHB1 | |
| BCD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CYP4V2 | |
| BCMAD | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante benigne konzentrische annuläre Makuladystrophie | |
| BCP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1SW | |
| benigne | |
| gutartig in der Regel zur Bezeichnung der Art eines Tumors, auch ein gutartiger Tumor kann durch Verdrängen von anderem Gewebe zu Funktionsstörungen führen | |
| Beschläge | |
| Ablagerungen auf der Rückfläche der Hornhaut werden auch Beschläge genannt. Sie können bei Entzündungen im Auge auftreten. | |
| Bevacizumab | |
| Handelsname:
Avastin Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Avastin ist zur Behandlung von Darmkrebs zugelassen. Aufgrund seiner Verfügbarkeit und der hohen Ähnlichkeit zu Lucentis wird Avastin derzeit ohne Zulassung ( Off-Label-Use) zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen netzhauterkrankungen (z.B. Zentralvenenverschluss, Gefäßneubildungen bei Myopie) weltweit eingesetzt. Gezielte Studien liegen nicht vor, die bisherige Erfahrung zeigt jedoch ähnliche Behandlungsergebnisse wie bei Lucentis. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen eine deutliche Sehverbesserung. Avastin wird Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch ungeklärt. | |
| BF | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFB | |
| BFD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFB | |
| BH | |
| Abkürzung für Bindehaut | |
| Bietti's kristalline Dystrophie | |
| Netzhaut- Aderhautdystrophie mit kristallinen Ablagerungen. Diese kann in einer regional begrenzten oder generalisierten Form auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| bilateral | |
| beidseitig am Auge: beide Augen betreffend | |
| Bindehaut | |
|
Konjunktiva,
Conjunctiva Durchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet | |
| binokular | |
| mit beiden Augen, beidäugig | |
| Biomikroskopie | |
| Untersuchung lebenden Gewebes, z.B. des Auges, unter einem Mikroskop z.B. einer Spaltlampe. | |
| Biomorphometrie | |
| Ver
messung biologischen Gewebes Am Auge ist damit in der Regel die Ver messung des Sehnervenkopfes und der Netzhaut mit dem Heidelberg Retina Tomograph ( HRT) gemeint. | |
| Biotechnik | |
| In der Biotechnologie werden die natürlich vorhandenen Fähigkeiten von Mikroorganismen, lebenden tierischen und pflanzlichen Zellen oder Enzymen zur Produktion oder Umwandlung von Stoffen genutzt (z.B. für Medikamente wie Insulin). | |
| Biotechnologie | |
| In der Biotechnologie werden die natürlich vorhandenen Fähigkeiten von Mikroorganismen, lebenden tierischen und pflanzlichen Zellen oder Enzymen zur Produktion oder Umwandlung von Stoffen genutzt (z.B. für Medikamente wie Insulin). | |
| Bipolarzellen | |
| Gruppe neuronale
Zellen in der
Netzhaut Die Bipolarzellen erhalten Ihre Informationen von den Stäbchen und Zapfen und leiten diese weiter an die Ganglienzellen. Sie sind Teil der intraretinalen Transmission der Information. | |
| Birdshot-Chorioretinopathie | |
| Spezielle Form einer Autoimmunerkrankung von Netzhaut und Aderhaut, bei der schrotschußartige (= Birdshot) helle Flecken am Augenhintergrund zu sehen sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Bjerrum-Skotom | |
|
Bogenskotom (auch:
Bjerrumskotom) bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom | |
| Bjerrumskotom | |
|
Bogenskotom (auch:
Bjerrum-Skotom) bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom | |
| Blastozyste | |
| Vier bis sieben Tage alter
Embryo. Er besteht aus bis zu 200 Zellen und hat eine äußere Zellmasse, aus der der Mutterkuchen entsteht und eine innere Zellmasse, die den Fetus bildet. | |
| Blaublindheit | |
|
Tritanopie Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Blauschwäche | |
|
Tritanomalie Herabgesetzte Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Blausinnstörung | |
| Störung des Blausinns, die selten angeboren ( Tritanopie, Tritanomalie) oder häufiger erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann. | |
| Blauzapfenmonochromasie | |
| Angeborene, x-chromosomal vererbte Funktionsstörung der Rot- und Grünzapfen aufgrund eines Gendefekts der Rot-Grün- Opsin- Gen-Gruppe. Es funktionieren nur die Blauzapfen. Deswegen ist die Sehschärfe deutlich herabgesetzt. In der Regel verläuft die Blauzapfenmonochromasie stationär, jedoch kann später im Leben eine Makuladystrophie einsetzen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Blendempfindlichkeit | |
| Photophobie, LichtempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen. | |
| Blendungsempfindlichkeit | |
|
Photophobie Diese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) vorkommen. | |
| Blitz-ERG | |
|
Elektroretinogramm,
ERG Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut, die heute standardisiert mit Lichtblitzen in einer vorne offenen, innen weiß gestrichenen Ganzfeld-Kugel erfolgen. | |
| Blitze sehen | |
|
Lichtblitze Bezeichnung für eine Erscheinung, bei der Lichtblitze im Auge wahrgenommen werden. Blitzartiges Licht kann bei Zug des Glaskörpers auf die Netzhaut entstehen und eine beginnende Netzhautablösung signalisieren. Daher ist beim akuten Auftreten von Lichtblitzen eine Untersuchung der Netzhaut mit Pupillenweitstellung umgehend erforderlich. Es gibt andere Lichterscheinungen im Auge bei Migräne oder verschiedenen Netzhauterkrankungen, die keinen Zusammenhang mit einer Netzhautablösung haben. | |
| Bloch-Sulzberger-Syndrom | |
|
Incontinentia pigmentii Erkrankung der Haut nach der Geburt, die mit Gefäßveränderungen der Netzheut ähnlich einer Frühgeborenenretinopathie einhergehen können. Die Vererbung ist x-chromosomal. Es sind aber Frauen betroffen, weil männlichen Feten die Entwicklungsstörung nicht überleben. Eine frühzeitige Behandlung wie bei Frühgeborenenretinopathie ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Blow out fracture | |
|
Blow-out-Fraktur Bruch des knöchernen Orbitabodens durch einen Schlag auf das Auge (Faust, Squash-, Tennisball). Bei der Blow-out-Fraktur können Muskelfasern eingeklemmt und damit die Beweglichkeit des Auges beeinträchtigt werden. Dies ist oft erst nach Rückbildung eines zusätzlich bestehenden Hämatoms möglich. Je nach Ausmaß und Befund ist eine operative Behandlung notwendig. | |
| Blow-out-Fraktur | |
| Bruch des knöchernen Orbitabodens durch einen Schlag auf das Auge (Faust, Squash-, Tennisball). Bei der Blow-out-Fraktur können Muskelfasern eingeklemmt und damit die Beweglichkeit des Auges beeinträchtigt werden. Dies ist oft erst nach Rückbildung eines zusätzlich bestehenden Hämatoms möglich. Je nach Ausmaß und Befund ist eine operative Behandlung notwendig. | |
| Blut-Hirn-Schranke | |
| Selektiv durchlässige Barriere zwischen den Blutgefäßen und dem Gehirn. Dadurch wird der Stoffaustausch zwischen Blut und Gehirn weitgehend aktiv kontrolliert und das Gehirn vor schädlichen Stoffen geschützt. Diese Funktion übernimmt in der Netzhaut die Blut-Retina-Schranke. | |
| Blut-Retina-Schranke | |
| Barriere an den Blutgefäßen der Netzhaut und dem retinalen Pigmentepithel zum Schutz der Nervenzellen der Netzhaut. Dadurch wird der Stoffaustausch zwischen Blut und Netzhaut weitgehend aktiv kontrolliert und die Netzhaut vor schädlichen Stoffen geschützt. Diese Funktion übernimmt im Gehirn die Blut-Gehirn-Schranke. | |
| Bluthochdruck | |
| =
Hypertonie Eine nicht behandelte Hypertonie führt zu Gefäßschäden im ganzen Körper. Am Auge ist das Risiko für einen Zentralvenenverschluss, Makroaneurysmen und eine Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie erhöht. | |
| Blutsenkungsgeschwindigkeit | |
| =
BSG Geschwindigkeit, mit der sich feste (Blutkörperchen) und flüssige (Blutserum) Bestandteile des Blutes trennen (ge messen in einem speziellen Blutentnahmeröhrchen. Eine erhöhte BSG ist ein unspezifischer Hinweis auf Entzündungsprozesse. | |
| Bogenskotom | |
|
Bjerrum-Skotom bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom | |
| Bradyopsie | |
| "Langsamsehen" Aufgrund einer verzögerten Erholung der Photorezeptoren nach Lichtreizung besteht die Schwierigkeit, insbesondere bei niedrigem Kontrast Bewegungen zu verfolgen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Brillenstärke | |
| Brechkraft des Brillenglases, angegeben in Dioptrien ( dpt) | |
| BSG | |
| =
Blutsenkungsgeschwindigkeit Geschwindigkeit, mit der sich feste (Blutkörperchen) und flüssige (Blutserum) Bestandteile des Blutes trennen (ge messen in einem speziellen Blutentnahmeröhrchen. Eine erhöhte BSG ist ein unspezifischer Hinweis auf Entzündungsprozesse. | |
| BSMD | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante schmetterlingsförmige Makuladystrophie | |
| Bulbusprellung | |
|
Contusio bulbi Prellungsverletzung des Augapfels, bei der es zu Einrissen der Augengewebe kommen kann | |
| Bull´s eye Makulopathie | |
| Schießscheiben-
Makulopathie (eigentlich: Ochsenaugen-
Makulopathie) Englischer Ausdruck für eine Schießscheiben- Makulopathie, bei der sich Veränderungen des retinalen Pigmentepithels in Ringform um die Fovea zeigen. Diese Veränderung ist nicht typisch für eine spezifische Netzhauterkrankung, sie kann bei Makuladystrophien, Zapfen-Stäbchendystrophien, aber auch bei Chloroquin-Retinopathie auftreten. | |
| BVA | |
| Berufsverband der Augenärzte Deutschlands | |
| C | |
| c.c. | |
| cum correctione Sehschärfe mit Korrektur durch Brillengläser | |
| C1QTNF5 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: C1q and tumor necrosis-related protein 5 collagen Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie mit spätem Beginn, autosomal dominante Makuladystrophie mit Linsenveränderungen | |
| C2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Komplement Komponente 2 Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD) Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen erhöhen das Risiko für eine AMD. C2 bildet einen zusammenhängenden genkomplex mit CFB | |
| CABP4 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: calcium binding protein 4 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB) | |
| CAR | |
|
Carcinom assoziierte Retinopathie Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Carcinom assoziierte Retinopathie | |
|
CAR Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Carcinoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Cat | |
| Abkürzung für
Cataract Weitere Informationen unter: Katarakt | |
| Cataracta incipiens | |
| beginnende Katarakt ( Linsentrübung, grauer Star) | |
| CBD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1LW | |
| CBP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1MW | |
| CBT | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1SW | |
| cc | |
| cum correctione Sehschärfe mit Korrektur durch Brillengläser | |
| CDH23 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cadherin-like gene 23 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1d), autosomal rezessive Taubheit | |
| CDHP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH3 | |
| CDR | |
|
Cup-Disk-Ratio Der Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung ( Exkavation = Cup) in der Papille ( Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal. | |
| CEP290 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: centrosomal protein 290 kDa Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessives Joubert Syndrom, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose | |
| Cerclage | |
|
Eindellende Operation zur Behandlung einer
Netzhautablösung Umschnürung des Augapfels mit einem Silikonband mit dem Ziel, die abgelöste Netzhaut wieder der Aderhaut anzulagern. Eine Cerclage kann mit einer Vitrektomie kombiniert werden. In der Gynäkologie bezeichnet eine Cerclage einen ringförmigen Verschluss des Muttermundes, um eine vorzeitige Geburt zu verhindern. | |
| Cerebellum | |
| Kleinhirn | |
| CERKL | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ceramide kinase-like protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa Info: Protein hat Bedeutung für das Überleben von Nervenzellen, u.a. in den Ganglienzellen der Netzhaut | |
| CFB | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Komplement Faktor B Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD) Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen erhöhen das Risiko für eine AMD. CFB bildet einen zusammenhängenden genkomplex mit C2 | |
| CFH | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Komplement Faktor H Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD) Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Tyr402His) erhöhen das Risiko für eine AMD um das 2-7fache | |
| Chalazion | |
|
Hagelkorn Schmerzfreie Verdickung am Augenlid durch Sekretstau der Liddrüsen. Eine operative Entfernung ist möglich. | |
| Chimäre | |
| nicht einheitlich verwendeter Begriff. Lebewesen oder Gewebe aus Zellen verschiedenen Genotyps (Hybrid) | |
| Chloroquin-Retinopathie | |
|
Resochin-Retinopathie (Resochin ist ein Handelsname von Chloroquin) Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Chloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Chloroquin führt häufiger zu Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen bei längerdauernder Chloroquin-Behandlung wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Chloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich. | |
| chorioatrophisch | |
| Bereich mit Aderhautatrophie | |
| chorioidal | |
| auch:
choroidal die Aderhaut betreffend | |
| Chorioidea | |
|
Aderhaut (auch:
Choroidea): Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich. | |
| Chorioidemie | |
| auch
Choroideremie: Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1- Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe, Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion | |
| Choriokapillaris | |
| Schicht kleiner Aderhautgefäße zwischen dem retinalen Pigmentepithel und den großen Aderhautgefäßen | |
| Choriopathie | |
| Unspezifischer Oberbegriff für Erkrankungen der Aderhaut | |
| chorioretinale Anastomose | |
| Verbindung zwischen den normalerweise getrennten Blutgefäßsystemen der Aderhaut ( Choroidea) und Netzhaur ( Retina) im Rahmen von Netzhauterkrankungen (z.B. altersabhängiger Makuladegeneration) | |
| Chorioretinitiis | |
| Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut ( Retina). Im engeren Sinne sind mit der Chorioretinitis entzündliche Erkrankungen gemeint, der Begriff wird teilweise aber auch für Erkrankungen ohne eindeutige entzündliche Ursache verwendet. | |
| Chorioretinopathia centralis serosa | |
|
Retinitis centralis serosa,
Retinopathia centralis serosa,
RCS Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten. | |
| Chorioretinopathie | |
| Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut ( Retina). | |
| choroidal | |
| auch:
chorioidal die Aderhaut betreffend | |
| Choroidale Neovaskularisation | |
|
CNV,
subretinale
Neovaskularisation (
SRN) Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluorescein-Angiographie. | |
| Choroidea | |
|
Aderhaut (auch:
Chorioidea): Teil der Uvea, zwischen Lederhaut ( Sklera) und Netzhaut ( Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich. | |
| Choroideremie | |
| auch Chorioideremie: Fortschreitende, x-chromosomal vererbte Degeneration der Aderhaut infolge von Mutationen im REP1- Gen; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, erst spät herabgesetzte Sehschärfe. Männer sind schwer betroffen, Frauen haben erkennbare Netzhautveränderungen, aber in der Regel eine normale Funktion. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Choroiditis serpiginosa | |
| Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut, bei der es schubweise zu rundlich-ovalären Entzündungsherden in der Nähe der Papille und in der Makula kommt. Wenn die Fovea mitbetroffen ist, kommt es in der Regel zu einer deutlichen Visusminderung. Eine gesicherte Behandlung existiert nicht. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Chromosom | |
| aus DNA und Proteinen aufgebaute Bestandteile innerhalb eines Zellkerns, welche die Erbinformation enthalten. Die Anzahl und Gestalt der Chromosomen ist artspezifisch. Beim Menschen enthält jede Körperzelle 23 Chromosomenpaare: 22 Paare von Autosomen, ein Paar Geschlechtschromosomen (diploider Chromosomensatz); jede Keimzelle enthält die Chromosomen nur einmal (haploider Chromosomensatz) | |
| Chromosomen-Aberration | |
| Fehlerhafte Anzahl der Chromosomen durch falsche Verteilung bei der Chromosomen bei der Zellteilung. Chromosomale Aberrationen im Embryo führen meistens zu einem Abort, in bestimmten Fällen der Trisomie sind Kinder lebensfähig | |
| chronisch | |
| meist langsam beginnender, andauernder, anhaltender Verlauf einer Erkrankung (im Gegensatz zu: akut) | |
| Cilie | |
|
Zilie 1. Haare an den Lidrändern 2. Zellfortsätze des Flimmer epithels in den Luftwegen 3. Zellfortsätze bei einzelligen Lebewesen zur Fortbewegung 4. Zilienähnliche Strukturen gibt es in Sinneszellen des Ohres und der Netzhaut ( Photorezeptoren) | |
| cilioretinal | |
| Begriff für Blutgefäße, die an der Papille von der Aderhaut aus einen Bereich der Netzhaut versorgen. Bei einem Verschluss der Zentralarterie können diese unter Umständen einen Teil der Netzhaut mit Blut versorgen. Nur bei einem Teil der Menschen existieren relevante cilioretinale Gefäße. | |
| CNCG | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1 | |
| CNCG1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA1 | |
| CNCG2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1 | |
| CNCG3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3 | |
| CNCG3L | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1 | |
| CNGA1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rod cGMP-gated channel alpha subunit (Alpha-Untereinheit eines stäbchenspezifischen cGMP-gesteuerten Ionen-Kanals) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa | |
| CNGA3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cone photoreceptor cGMP-gated cation channel alpha subunit (zapfenspezifische alpha-Untereinheit eines cGMP-gesteuerten Kationenkanals) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / Stäbchenmonochromasie Info: Ursache für 20-30% der Achromatopsien | |
| CNGB3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cone cyclic nucleotid-gated cation channel beta 3 subunit (zapfenspezifische beta 3-Untereinheit eines cGMP-gesteuerten Kationenkanals) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / Stäbchenmonochromasie, autosomal rezessive Zapfendystrophie Info: Ursache für ca. 50% der Achromatopsien | |
| CNV | |
|
Choroidale Neovaskularisation,
subretinale
Neovaskularisation (
SRN;
SNV) Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie. | |
| COD3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1A | |
| COL11A1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Collagen, Typ XI, alpha Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Stickler Syndrom, Typ II, autosomal dominantes Marshall Syndrom | |
| COL2A1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: collagen, type II, alpha 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Stickler Syndrom, Typ I; autosomal dominantes Wagner Syndrom, autosomal dominante epiphyseale Dysplasie | |
| COL9A1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Kollagen, Typ IX, alpha-1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Stickler Syndrom, autosomal dominante multiple epiphyseale Dysplasie (M ED) | |
| Conjunctiva | |
|
Bindehaut,
Konjunktiva Durchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet | |
| Conjunctivitis | |
| auch:
Konjunktivitis Entzündung der Bindehaut des Auges | |
| Conjunctivitis sicca | |
|
Trockenes Auge Ursache ist eine verminderte oder inadäquat zusammengesetzte Tränenflüssigkeit. Eine Behandlung ist mit künstlichen Tränen möglich. | |
| Contusio bulbi | |
|
Bulbusprellung Prellungsverletzung des Augapfels, bei der es zu Einrissen der Augengewebe kommen kann | |
| CORD2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CRX | |
| CORD6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D | |
| CORD7 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RIMS1 | |
| CORD8 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie Info: bisher nur 1 Familie | |
| CORD9 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie | |
| Cornea | |
|
Hornhaut (auch:
Kornea): Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über. | |
| Cornea guttata | |
| krankhafte Veränderung der Hornhaut, die mit unregelmäßigen Verdickungen an der Hornhautrückfläche einhergeht. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Flüssigkeitseinlagerungen in die Hornhaut ( Hornhautödem). | |
| Corpus ciliaris | |
|
Strahlenkörper;
Ziliarkörper Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich. | |
| Corpus geniculatum | |
| Schaltstelle im Gehirn, an der die Nervenfasern des Sehnerven enden und die Weiterverarbeitugn der Sehinformation im Gehirn beginnt. Spezifische Informationsweiterleitung an die Sehrinde. | |
| Corpus vitreus | |
|
Glaskörper Durchsichtige gelartige Masse, die im Augeninneren den Raum zwischen Linse und Netzhaut ausfüllt. Wesentliche Aufgaben hat der Glaskörper bei der Augenentwicklung vor der Geburt. Mit zunehmendem Alter verflüssigt sich der Glaskörper, es können Glaskörpertrübungen auftreten. | |
| CORS1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JBTS1 | |
| CORS2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Cerebello-okulo-renales Syndrom) | |
| Cover-Test | |
|
Abdecktest,
Covertest Der Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges. | |
| Covertest | |
|
Abdecktest,
Cover-Test Der Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges. | |
| CRALBP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RLBP1 | |
| CRB1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: crumbs homolog 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Retinitis pigmentosa mit erhaltenem para-arteriolarem Pigmentepithel ( RP12), autosomal rezessive Retinitis pigmentosa mit Coats-ähnlichen Gefäßveränderungen, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose, autosomal dominante pigmentierte paravenöse chorio retinale Atrophie Info: wichtig für die frühe Entwicklung der Netzhaut | |
| Criswick-Schepens-Syndrom | |
|
Familiäre exsudative Vitreoretinopathie Angeborene, autosomal dominant vererbte, mit variabler Ausprägung auftretende Gefäßerkrankung der Netzhaut. Abhängig von der Ausprägung kann sie unbemerkt bleiben, zu Gefäßneubildungen der Netzhaut bis hin zur Netzhautablösung und Erblindung führen. Die Behandlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Netzhautveränderungen. Es gibt eine weitere, x-chromosomal vererbte Form (Norrie- Gen) der familiär exsudativen Vitreoretinopathie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Cryo | |
| kurz für:
Kryokoagulation,
Cryokoagulation, auch:
Kryo Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden. | |
| Cryokoagulation | |
| auch:
Kryokoagulation, kurz:
Cryo,
Kryo Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden. | |
| CSMÖ | |
|
Klinisch signifikantes Makulaödem Flüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist. | |
| CSNB1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NYX | |
| CSNB2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F | |
| CSNB3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PDE6B | |
| CSNBX2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CACNA1F | |
| CSPG2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: chondroitin sulfate proteoglycan 2 (versican) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Wagner Syndrom, autosomal dominante erosive Vitreoretinopathie Info: Genprodukt ist eine Komponente der strukturellen Aufbaus des Glaskörpers | |
| CTRP5 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit C1QTNF5 | |
| Cup-Disk-Ratio | |
| Abkürzung:
CDR Der Begriff wurde aus dem Englischen übernommen. Er bezeichnet das Verhältnis (Ratio) von der normalen oder beim Glaukom vergrößerten Vertiefung ( Exkavation = Cup) in der Papille ( Sehnervenkopf) zur Gesamtfläche der Papille (Disk). Damit ist ein grobes Maß gegeben, um die Schädigung der Papille beim Glaukom zu beschreiben. Eine CDR von größer als 0,5 ist nicht normal. | |
| Cyclolat | |
| Augentropfen zur Lähmung der Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis). Die Wirkung hält nur begrenzte Zeit an (im Gegensatz zu Atropin) | |
| Cycloplegie | |
| Verfahren zur Lähmung der Akkomodation der Augenlinse mit Augentropfen ( Atropin, Cyclop entolat), um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit ( Mydriasis) | |
| cyl | |
| Abkürzung für Zylinder, der Anteil der zusätzlichen Brechkraft eines Brillenglases, der nur in einer bestimmten Richtung (Achse) vorliegt. | |
| CYMD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MDDC | |
| CYP4V2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cytochrom P450 4V2 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Bietti kristalline cor neo retinale Dystrophie Info: vermutete Bedeutung für Fettsäure- und Steroid-Stoffwechsel | |
| Cytosin | |
| einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin | |
| D | |
| DD | |
|
Differenzialdiagnose,
Differentialdiagnose Mögliche andere Diagnose | |
| DDP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A | |
| DDP2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A | |
| Debilitas | |
| Debilität, Schwachsinnigkeit | |
| Decalin | |
| Ein Perfluorcarbon (
PFCL) Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt. | |
| Degeneration | |
| Durch erworbene Krankheitsprozesse bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Dystrophie und Degeneration werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet. | |
| degenerativ | |
| mit einer Degeneration zusammenhängend | |
| Dehnungsherde | |
| Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt. | |
| Dehnungsveränderung | |
| Dehnungsherde bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die einen scharf begrenzten Verlust des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt. | |
| Desoxyribonukleinsäure | |
|
DNS, sehr häufig wird die englische Abkürzung
DNA verwendet Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt. | |
| Deuteranomalie | |
|
Grünschwäche Herabgesetzte Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Deuteranopie | |
|
Grünblindheit Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft | |
|
DOG Deutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft der Augenärzte. www.dog.org | |
| DFN1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMM8A | |
| DFNA38 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit WFS1 | |
| DFNB12 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH23 | |
| DFNB18 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1C | |
| DFNB2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MYO7A | |
| DFNB23 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PCDH15 | |
| DFNB6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH2B | |
| DGII | |
| Deutsche Gesellschaft für
Intraokularlinsen
Implantation Wissenschaftliche Fachgesellschaft für o perierende Augenärzte | |
| DHRD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1 | |
| Diabetes mellitus | |
| “Zuckerkrankheit“ Der Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Einer der möglichen Spätschäden ist eine " Diabetische Retinopathie". Da diese zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich. | |
| diabetisch | |
| mit einem Diabetes mellitus zusammenhängend | |
| Diabetische Retinopathie | |
|
Netzhauterkrankung aufgrund eines
Diabetes mellitus Der Diabetes mellitus führt zu einer Veränderung der Blutgefäße. Dadurch entsteht eine Minderdurchblutung der Netzhaut (Ischämie). Diese kann zu Netzhautblutungen, Mikroaneurysmen, kleinen Gefäßverschlüssen (Cotton-wool-Herde) und Gefäßneubildungen ( Proliferationen) führen. Eine frühzeitige Behandlung mit Laser kann das Auftreten von Komplikationen wie eine Glaskörperblutung, Traktionsablatio und ein Sekundärglaukom bei Rubeosis iridis (Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut) weitgehend verhindern. Unbehandelt kann eine diabetische Retinopathie zur Erblindung führen. Da die diabetische Retinopathie zunächst ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes mellitus erforderlich. Eine gute Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage (kontrolliert mit dem HbA1c-Wert) und einer eventuell zusätzlich bestehenden Hypertonie vermindern das Risiko für eine diabetische Retinopathie erheblich. | |
| Diagnose | |
| festgestellte Erkrankung eines Patienten z.B. Makuladegeneration, Hypertonie, Diabetes mellitus | |
| Differentialdiagnose | |
|
Differenzialdiagnose,
Differentialdiagnostik Abwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen | |
| Differentialdiagnostik | |
|
Differenzialdiagnose,
Differentialdiagnose Abwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen | |
| Differenzialdiagnose | |
|
Differentialdiagnose,
Differentialdiagnostik Abwägen aufgrund der Untersuchungsbefunde eines Patienten zwischen verschiedenen möglichen Diagnosen | |
| Differenzierung | |
| Entwicklung einer Zelle zu einem spezifischen Zelltyp. Die Differenzierung von Stammzellen kann durch die Zugabe oder den Entzug bestimmter Wachstums- und Differenzierungsfaktoren eingeleitet werden. | |
| Diffuse Choriokapillariatrophie | |
| Aderhautdystrophie, die vorwiegend im Bereich der Makula beginnt und nach peripher fortschreitet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| digenisch | |
| durch zwei
Gene Erkrankung, die durch Mutationen in zwei Genen verursacht wird. Dies ist sehr selten, an der Netzhaut nur für eine digenische Retinitis pigmentosa bei Mutationen im ROM1- und RDS- Gen bekannt. | |
| Dioptrie | |
| Abkürzung:
dpt Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter) | |
| Diploid | |
| Bezeichnung für einen Chromosomensatz, in dem jedes Chromosom zweifach vorhanden ist. Somatische Zellen weisen im Unterschied zu Keimzellen des Menschen einen diploiden Chromosomensatz auf. | |
| Direkte Pupillenreaktion | |
| Verengung der Pupille durch Beleuchtung des untersuchten Auges | |
| Disziforme Narbe | |
| auch:
Junius-Kuhnt: benannt nach den Augenärzten Junius und Kuhnt Spätstadium der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). In der Makula besteht dann eine Bindegewebsnarbe unter der Netzhaut, die Photorezeptoren sind untergegangen. Eine Behandlung ist nicht möglich. Wird manchmal auch als fibrovaskuläre Narbe bezeichnet. | |
| DMDF | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTL1 | |
| DNA | |
| Desoxy ribonucleinic acid, sehr häufig verwendete englische Abkürzung anstelle von deutsch:
DNS (
Desoxyribonukleinsäure) Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt. | |
| DNS | |
|
Desoxyribonukleinsäure, sehr häufig wird die englische Abkürzung
DNA verwendet Bezeichnung für das Molekül, das die Erbinformation trägt. Die DNA besteht aus Bausteinen ( Nukleotiden), die in zwei komplementär angeordneten Strängen über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft sind. Die beiden DNA-Stränge sind spiralförmig um die eigene Achse gewunden („Wendeltreppe“, Doppelhelix). Durch die Abfolge der DNA-Bausteine ist die Erbinformation festgelegt. | |
| DOG | |
|
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft Deutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft der Augenärzte. www.dog.org | |
| Dominante neovaskuläre inflammatorische Vitreoretinopathie | |
| Sehr seltene, dominant vererbte Netzhaut- Glaskörpererkrankung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Dominante zystoide Makuladystrophie | |
| Sehr seltene Form einer Makuladystrophie mit Ausbildung zystoider Veränderungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Doyne'sche Honeycomb Drusen | |
|
Familiäre Drusen,
Malattia leventinese Autosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1- Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| dpt | |
|
Dioptrie: Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse (1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter) | |
| Drusen | |
| Drusen bezeichnen am Auge Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die entweder im retinalen Pigmentepithel (z.B. bei altersabhängiger Makuladegeneration) oder in der Papille ( Drusenpapille) auftreten können | |
| Drusenmakulopathie | |
| Erkrankung der Makula mit Ansammlung von Drusen. Am häufigsten als frühes Stadium eienr altersabhängigen Makuladegeneration, es gibt aber auch andere angeborene Erkrankungen mit Drusenansammlung in der Makula. | |
| Drusenpapille | |
| Bei der Drusenpapille kommt es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten im Sehnervenkopf. Ein autosomal dominanter Erbgang wird vermutet. Häufig sind die Drusen sehr gering ausgeprägt, so dass sie keine Beschwerden machen und nur zufällig bei einer Untersuchung des Augenhintergrundes auffallen. Sind die Drusen sehr stark ausgeprägt, kommt es zu einer Verdrängung von Sehnervenfasern und damit zu Gesichtsfeldausfällen. Eine gesicherte Behandlung der Drusen existiert nicht. | |
| Drusinosis | |
| Beschreibung für eine Ansammlung von Drusen | |
| Dunkeladaptation | |
| Anpassung des Auges an eine dunkle Umgebung | |
| Durchblutungsstörungen | |
| Oberbegriff für Störungen der Durchblutung An der Netzhaut können eindeutige direkte Störungen der Durchblutung (Arterienverschluss, Venenverschluss), aber auch indirekte Störungen der allgemeinen Durchblutung Krankheiten verursachen. Allerdings ist die Bedeutung der Durchblutung insbesondere bei den indirekten Störungen nicht immer gesichert. | |
| Dystrophie | |
| Durch anlagebedingte genetische Ursachen bedingter Abbau von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer Funktions- und Leistungsminderung des betroffenen Organs. Die Begriffe Degeneration und Dystrophie werden manchmal gleichbedeutend und nicht entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet. | |
| E | |
| ED | |
| =
Enzephalomyelitis disseminata,
Multiple Sklerose,
MS Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten. | |
| EFEMP1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: EGF-containing fibrillin-like extracellular matrix protein 1 (fibulin 3) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante radiäre Drusen (= Doynesche Honeycomb Drusen = Malattia Leventinese) Info: Eine einzige Mutation in diesem Protein wurde bei allen untersuchten Personen gefunden | |
| Eindellende Operation | |
| Oberbegriff für Operationen zur Behandlung einer Netzhautablösung, bei der Kunststoffmaterial außen auf die Sklera ( Lederhaut) aufgenäht wird. Unterschieden werden Plombe und Cerclage. | |
| ekto | |
| außen, außerhalb Ektoderm: äußeres der drei Keimblätter eines Embryos Ektomie: Herausschneiden (z.B. des Glaskörpers = Vitrektomie) | |
| Ektoderm | |
| Das äußere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das mittlere Keimblatt ist das Mesoderm, aus dem sich u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entwickeln. Das innere Keimblatt ist das Entoderm, aus dem u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entstehen. | |
| Elektrookulogramm | |
|
EOG: Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale des retinalen Pigmentepithels | |
| Elektroretinogramm | |
|
ERG: Auch Ganzfeld-ERG oder Blitz-ERG. Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut. Spezielle Formen sind das Multifokale ERG ( mfERG) und das Muster-ERG ( PERG) | |
| ELOVL4 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: elongation of very long fatty acids protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Stargardt-ähnliche Makuladystrophie | |
| Embryo | |
| Frucht in der Gebärmutter während der Zeit der Organentwicklung, also der ersten zwei Schwangerschaftsmonate. Im Anschluss an die Organentwicklung wird bis zum Ende der Schwangerschaft vom Fetus gesprochen. | |
| embryonale Stammzellen | |
| können entweder aus der inneren Zellmasse der Blasytozyste (vier bis sieben Tage alter Embryo) oder aus der Keimbahn von abgetriebenen Feten gewonnen werden. Die fetalen Stammzellen sind Vorläufer der Ei- bzw. Samenzellen und können im Labor zu embryonalen Keimzellen weiterentwickelt werden. | |
| Endogen | |
| von innen heraus kommend z.B. eine vom Körper her entstandene Krankheit. Am Auge z.B. oft bei einer Entzündung der Uvea ( Uveitis) | |
| Endotamponade | |
| Begriff für Substanzen, die nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) im Glaskörperraum zur Stabiloisierung der Netzhaut eingegeben werden. Gasförmige Tamponaden (Luft, Schwefelhexafluorid ( SF6) verflüchtigen sich nach einer Zeit und werden durch das Kammerwasser im Augeninneren ersetzt. Flüssige Tamponaden (z. B. Silikon) stabilisieren die Netzhaut länger, müssen aber in einem weiteren Eingriff wieder entfernt werden. | |
| Enhanced S Cone Syndrom | |
| Abkürzung:
ESCS;
Goldmann Favre Syndrom Seltene Form einer autosomal rezessiven Netzhautdystrophie, bei der es zu einer Fehlentwicklung bei der Zapfenentstehung kommt. Dadurch ist die Zahl der Blauzapfen (S cones) um ca. 75fach erhöht, während die anderen zapfen in der Zahl veringert sind und die Stäbchen nicht funktionieren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| ent- | |
|
ento, innen Entoderm: inneres Keimblatt | |
| ento | |
| ent, innen Entoderm: inneres Keimblatt | |
| Entoderm | |
| Das innere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entwickeln. Das äußere Keimblatt ist das Ektoderm, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das mittlere Keimblatt ist das Mesoderm, aus dem u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entstehen. | |
| Enzephalomyelitis disseminata | |
|
Multiple Sklerose, Abkürzung:
MS,
ED Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten. | |
| EOG | |
|
Elektrookulogramm Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale des retinalen Pigmentepithels | |
| epi | |
| darauf, darüber Epi retinal: auf der Netzhaut | |
| epiretinal | |
| präretinal, vor der Netzhaut | |
| Epiretinale Gliose | |
|
Macular pucker Membranbildung auf der Netzhautoberfläche im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, die sich durch Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) und Sehverschlechterung bemerkbar macht. Diese wird durch eine Vitrektomie behandelt. Die Erfolgsaussichten auf eine gute Sehschärfe nach der Operation sind besser, wenn die Sehschärfe noch nicht zu weit herabgesunken ist. | |
| Epithelgewebe | |
| Zusammenhängende Zellschicht, die innere und äußere Körperoberflächen bildet | |
| Erbgut | |
| Das Erbgut des Menschen befindet sich im Kern der Zelle auf 23 Chromosomenpaaren, von denen 22 genau gleich sind und das 23. abhängig vom Geschlecht verschieden ist. | |
| ERG | |
|
Elektroretinogramm: Auch Ganzfeld-ERG oder Blitz-ERG. Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut. Spezielle Formen sind das Multifokale ERG ( mfERG) und das Muster-ERG ( PERG) | |
| Erosio | |
| kurz für:
Hornhauterosio Oberflächliche Verletzung der Hornhaut, z.B. durch Fingernagel oder Fremdkörper. Eine Hornhauterosio ist schmerzhaft, heilt jedoch in der Regel folgenlos ab. | |
| Erosive Vitreoretinopathie | |
| Sehr seltene, autosomal dominant vererbte Netzhaut- Glaskörperdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| ERVR | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CSPG2 | |
| ESCS | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NR2E3 | |
| EVR1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FZD4 | |
| EVR2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NDP | |
| EVR3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie | |
| EVR4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5 | |
| Excavation | |
| Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann. | |
| Exkavation | |
| Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann. | |
| Exkavationstiefe | |
| Tiefe der Exkavation der Papille | |
| exkaviert | |
| Bezeichnet am Auge eine Vertiefung in der Papille, die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann. | |
| Exogen | |
| von außen her verursacht äußere Krankheitsursachen sind u.a. Krankheitserreger (Viren, Bakterien), Verletzungen, Gifte, allergisch wirkende Substanzen | |
| Exposition | |
| Das Ausgesetztsein gegenüber einem äußeren, möglicherweise schädlichem Einfluss (z.B. Rauchen) | |
| Exsudative Ablatio retinae | |
| Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache. | |
| Exsudative Amotio retinae | |
| Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache. | |
| Exsudative Makuladegeneration | |
|
Feuchte Makuladegeneration: Form der altersbedingten oder altersabhängigen
Makuladegeneration (AMD) Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung. | |
| Exsudative Netzhautablösung | |
| Netzhautablösung durch Flüssigkeitsaustritt (Exsudation) aus Tumoren oder Blutgefäßen unter die Netzhaut. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache. | |
| Extrakapsulär | |
| außerhalb, ohne die Kapsel Bei der extrakapsulären Kataraktextraktion wird die getrübte Augenlinse unter Belassen der hinteren Linsenkapsel entfernt, in der Regel mit Phakoemulsifikation. | |
| F | |
| FA | |
| siehe: Fluoreszenzangiografie | |
| FAF | |
| Fundusautofluoresenz Untersuchung des Augenhintergrundes beruhend auf der Autofluoreszenz. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluorescein-Angiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern. | |
| FAG | |
| siehe: Fluoreszenzangiografie | |
| Familienanamnese | |
| Erhebung des Stammbaums und der Krankengeschichte der Familienangehörige | |
| Familiäre Drusen | |
| Doyne"sche Honeycomb
Drusen,
Malattia leventinese Autosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1- Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Familiäre exsudative Vitreoretinopathie | |
| Angeborene, autosomal dominant vererbte, mit variabler Ausprägung auftretende Gefäßerkrankung der Netzhaut. Abhängig von der Ausprägung kann sie unbemerkt bleiben, zu Gefäßneubildungen der Netzhaut bis hin zur Netzhautablösung und Erblindung führen. Die Behandlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Netzhautveränderungen. Es gibt eine weitere, x-chromosomal vererbte Form (Norrie- Gen) der familiär exsudativen Vitreoretinopathie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Familiäre foveale Retinoschisis | |
| Extrem seltene, autosomal rezessiv vererbte Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Farbenblindheit | |
| Eine vollständige Farbenblindheit ( Achromatopsie) liegt bei Fehlen der Funktion aller Zapfen vor und ist selten. Sie ist verbunden mit einer reduzierten Sehschärfe und oft mit einem Nystagmus ( Augenzittern). Bei 9% aller Männer bestehen angeborene Rot- oder Grünsinnstörungen mit normaler Sehschärfe. Diese werden umgangssprachlich leider oft auch als Farbenblindheit bezeichnet. | |
| Farbensehen | |
|
Farbsinn,
Farbsehen In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus. | |
| Farbsehen | |
|
Farbsinn,
Farbensehen In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus. | |
| Farbsinn | |
|
Farbsehen,
Farbensehen In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus.und des Nervus opticus. | |
| Farbsinnstörung | |
| Störung des Farbensehens, die angeboren (oft fälschlicherweise als Farbenblindheit bezeichnet) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann. | |
| Farbwahrnehmung | |
|
Farbsehen,
Farbensehen,
Farbsinn In der Netzhaut wird durch Zapfen mit drei für unterschiedliche Wellenlängen (blau, grün und rot) empfindliche Photopigmenten ( Opsine) die Farbwahrnehmung der Umwelt zusammengesetzt. Eine Farbsinnstörung ist ein Frühzeichen von Erkrankungen der Makula oder des Nervus opticus. | |
| Farnsworth 100 Hue Test | |
| Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens | |
| FBLN3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1 | |
| FBLN5 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: fibulin 5 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: familiäre alterabhängige Makuladegeneration (AMD) Info: nachweisbar bei ca 1,7% der Patienten mit AMD | |
| FBLN6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARMD1 | |
| Fenestrated Sheen Makuladystrophie | |
| Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| fetal | |
| zu einem Fetus gehörig, von einem Fetus abstammend | |
| Fetus | |
| Frucht in der Gebärmutter nach der Zeit der Organanlage, also ab dem dritten Schwangerschaftsmonat, bis zum Ende der Schwangerschaft. Während der Organanlage wird die Gebärmutterfrucht als Embryo bezeichnet. | |
| Feuchte AMD | |
| Form der altersbedingten oder altersabhängigen
Makuladegeneration (AMD) Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung. | |
| Feuchte Makuladegeneration | |
| Form der altersbedingten oder altersabhängigen
Makuladegeneration (AMD) Bei der feuchten Form der AMD treten Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut auf. Diese können durch Gefäßneubildungen unter der Netzhaut ( CNV) oder Pigmentepithelabhebungen auftreten. Symptome sind oft Sehverschlechterung und Metamorphopsien ( Verzerrtsehen). Der Gegensatz ist die trockene Form der AMD ohne Flüssigkeitsansammlung. | |
| FEVR | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FZD4 | |
| FIBL6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ARMD1 | |
| Fibrose | |
| Vermehrung von Bindegewebe Oft als Narbenbildung im Rahmen von Erkrankungen, z.B. subretinale Fibrose bei altersbedingter Makuladegeneration | |
| Fibrovaskuläre Narbe | |
| Narbengewebe bestehend aus Bindegewebe und Blutgefäßen. In der Regel wird damit ein Spätstadium einer feuchten altersabhängigen Makuladegeneration bezeichnet. Ein anderer Begriff dafür ist disziforme Makulopathie. | |
| FLA | |
| siehe: Fluoreszenzangiografie | |
| Floater | |
| bewegliche Glaskörpertrübung | |
| Fluorescein | |
| Fluorescein-Natrium Fluorescein-Natrium ist der am häufigsten verwendete Farbstoff bei der Fluoreszenzangiografie. Er ist gut geeignet zur Darstellung von Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut. | |
| Fluorescein-Angiografie | |
| Fluoreszenzangiografie mit dem Farbstoff Fluorescein | |
| Fluorescein-Angiographie | |
| Fluoreszenzangiografie mit dem Farbstoff Fluorescein | |
| Fluorescein-Natrium | |
| kurz:
Fluorescein Fluorescein-Natrium ist der am häufigsten verwendete Farbstoff bei der Fluoreszenzangiografie. Er ist gut geeignet zur Darstellung von Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut. | |
| Fluoreszenz | |
| Lichtausstrahlung von einem Objekt, das durch externe Lichtanregung entsteht. In der Regel verändert sich dabei die Wellenlänge des Lichts. Fluoreszenzeffekte macht man sich bei der Fluoreszenzangiografie zur Darstellung krankhafter Netzhautveränderungen zu nutze. | |
| Fluoreszenz-Angiografie | |
| siehe: Fluoreszenzangiografie | |
| Fluoreszenz-Angiographie | |
| siehe: Fluoreszenzangiografie | |
| Fluoreszenzangiografie | |
| Darstellung der Gefäßsysteme der Netzhaut ( Retina) und der Aderhaut ( Choroidea) durch intravenöse Injektion eines Farbstoffes unter Einsatz einer Fototechnik mit spezifisch gefiltertem Licht. Verwendete Farbstoffe sind Fluorescein-Natrium oder Indocyaningrün. Durch die Fluoreszenzangiografie können insbesondere Gefäßveränderungen der Netzhaut und Aderhaut dargestellt werden, z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder entzündlichen Netzhauterkrankungen. | |
| Fluoreszenzangiographie | |
| siehe: Fluoreszenzangiografie | |
| Fokus | |
| Brennpunkt (einer Linse) | |
| Foramen | |
|
Loch In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten. | |
| Foramina | |
| Mehrzahl von Foramen | |
| Fovea | |
|
Fovea centralis Stelle des schärfsten Sehens: im Zentrum der Makula gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Photorezeptoren. In diesem Areal sind zusätzlich die Nervenfasern der Netzhaut seitlich verlagert, um eine optimale Sehschärfe zu gewährleisten. | |
| Fovea centralis | |
| meist kurz als:
Fovea Stelle des schärfsten Sehens: im Zentrum der Makula gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Photorezeptoren. In diesem Areal sind zusätzlich die Nervenfasern der Netzhaut seitlich verlagert, um eine optimale Sehschärfe zu gewährleisten. | |
| Foveolarreflex | |
| Reflex, der bei der Beobachtung des Augenhintergrundes bei der Ophthalmoskopie in der Grube der Fovea entsteht | |
| Fremdanamnese | |
| Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten von einer dritten Person (Eltern, Angehörige) | |
| früh beginnend | |
| im Kindesalter beginnende Erkrankung z.B. früh beginnende Retinitis pigmentosa | |
| Frühgeborenenretinopathie | |
|
Retinopathia prämaturorum (
RPM), engl.: retinopathy of prematurity (
RPM) Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig. | |
| Fuchs`scher Fleck | |
| Bezeichnung für eine akute Makulaerkrankung bei hoher Myopie. Es entsteht dabei eine choroidale Neovaskularisation, die zu einer Blutung unter die Netzhaut in der Makula führen kann. In diesem Fall ist eine Angiographie zur Abklärung angezeigt und je nach Befund die Behandlung mit einer photodynamischen Therapie möglich. | |
| Fundus albipunctatus | |
| Bestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit. Typisch sind eine stark verzögerte Dunkeladaptation und kleine weiße Flecken am Augenhintergrund. Zusätzlich kann eine Zapfendystrophie auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Fundus flavimaculatus | |
| Gelbliche Flecken am hinteren Augenpol, die typisch für M. Stargardt sind. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Fundus hypertonicus | |
|
Hypertensive Retinopathie Netzhautveränderungen am Augenhintergrund bei arterieller Hypertonie | |
| Fundus oculi | |
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Augenhintergrund Bei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea ( Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale ( Makula, Netzhaut peripherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhaut peripherie muß in der Regel die Pupille weitgetropft werden. | |
| Fundus-Autofluoreszenz | |
| siehe: Fundusautofluoreszenz | |
| Fundusautofluoreszenz | |
| =
FAF Untersuchung des Augenhintergrundes beruhend auf der Autofluoreszenz. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluoreszenzangiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern. | |
| Funduskontrolle | |
| Kurzwort, das die Notwendigkeit einer Kontroll-Untersuchung des Augenhintergrundes (Fundus) bezeichnet | |
| Funduskopie | |
|
Netzhautuntersuchung,
Ophthalmoskopie Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel) | |
| Fundusspiegelung | |
|
Netzhautuntersuchung,
Ophthalmoskopie,
Funduskopie Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel) | |
| Fundusuntersuchung | |
|
Funduskopie,
Ophthalmoskopie Untersuchung des Augenhintergrundes | |
| FZD4 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: frizzled-4 Wnt receptor homolog Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie | |
| G | |
| Ganglienzellen | |
| Gruppe neuronale
Zellen in der
Netzhaut Die Ganglienzellen erhalten Ihre Informationen von den Bipolarzellen, den amakrinen Zellen und in geringem Umfang direkt von den Photorezeptoren. Die Ausläufer der Ganglienzellen bilden den Sehnerv und damit die Verbindung von Auge zum Gehirn. Die meisten Nervenfasern der Ganglienzellen enden am Corpus geniculatum. | |
| Ganzfeld-ERG | |
|
Elektroretinogramm,
ERG Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut, die heute standardisiert mit Lichtblitzen in einer vorne offenen, innen weiß gestrichenen Ganzfeld-Kugel erfolgen. | |
| GAR1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1 | |
| GARP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB1 | |
| GCAP1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1A | |
| GCAP2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCA1B | |
| GCP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1LW | |
| GDx | |
| Verfahren zur Untersuchung der Nervenfaserschicht bei Glaukom | |
| Gelber Fleck | |
| Bezeichnung für die
Makula (Stelle des schärfsten Sehens) Die Bezeichnung entstammt der Untersuchung von Leichenaugen, bei denen die Gelbfärbung der Makula besonders gut erkennbar ist. | |
| Gen | |
| kleinste Einheit des Erbguts, des Genoms, und damit Träger einer Erbinformation. Das Erbgut ist in der DNA, dem Fadenmolekül im Kern jeder Zelle lokalisiert. Das Gen beschreibt einen bestimmten funktionsfähigen Abschnitt der DNA, der aufgrund der Reihenfolge der Nukleotide bestimmte Funktionen, Eigenschaften, Merkmale und Strukturen der Zelle bestimmt. Die jeweiligen Ausprägungen erfolgen in Wechselwirkung mit anderen Genen und der Umwelt. Jede Zelle eines Körpers enthält alle Gene, und zwar doppelt, eine Kopie stammt von der Mutter, die andere vom Vater. | |
| Gen-Symbol | |
| international anerkannte Kurzbezeichnung für ein Gen, die sich meist entweder aus einer Abkürzung für das Genprodukt (z.B. RHO für Rhodopsin) oder aus einer Abkürzung für die verursachte Erkrankung (z.B. CHM für Choroideremie) ergibt | |
| Genese | |
| Entstehung in der Medizin meist Entstehung einer Erkrankung ( Pathogenese) | |
| genetischer Code | |
| spezifischer Informations- und Übersetzungsschlüssel der DNA zur Produktion von Aminosäuren. Jeweils drei Basen der DNA bestimmen eine Aminosäure im Protein. Zusätzlich gibt es andere Informationen (z.B. Stopcodons für das Ende des Proteins). | |
| Genexpression | |
| Vorgang, bei dem die Erbinformation, die in einem Gen gespeichert ist, „abgelesen“ und in ein Genprodukt, zum Beispiel ein Protein, umgesetzt wird. | |
| Genitalhypoplasie | |
| Unterentwicklung der Genitalorgane | |
| Genklonierung | |
| Isolierung eines Gens aus einem Organismus (Mensch/Tier/Pflanze) und dessen Vermehrung in einem anderen zum Beispiel in einem Bakterium. Basis des Klonierens ist die Isolierung, Modifikation und Verknüpfung spezifischer DNA-Moleküle zu neuen Funktionseinheiten durch Einschleusen neu kombinierter DNA in bestimmte Zellen. | |
| Genom | |
| Gesamtheit der im Kern jeder Zelle eines Organismus gespeicherten Erbinformation ( Erbgut) = Gesamtheit aller Gene eines Organismus. Jeder Zellkern enthält das gesamte Genom. Beim Menschen ist das Erbgut in ausgestreckter Form etwa zwei Meter lang. In der Zelle liegen die DNS-Fäden daher gekrümmt und gefaltet als „Chromatin“ vor. Während der Zellteilung wird das Chromatin noch dichter gefaltet in Chromosomen. Auch bei der Vererbung liegt die DNA als Chromosomen vor. | |
| Genotyp | |
| Sammelbegriff für alle in den Genen festgelegten Erbinformationen. | |
| Gensequenzierung | |
| Bestimmung der Abfolge der Bausteine der gesamten DNA eines Organismus. | |
| Gensymbol | |
| international anerkannte Kurzbezeichnung für ein Gen, die sich meist entweder aus einer Abkürzung für das Genprodukt (z.B. RHO für Rhodopsin) oder aus einer Abkürzung für die verursachte Erkrankung (z.B. CHM für Choroideremie) ergibt | |
| Gentechnik | |
| Die
Gentechnik oder
DNA-
Rekombinationstechnik umfasst alle Verfahren, die auf die gezielte Veränderung des
Erbgutes ausgerichtet sind und beinhaltet die Isolierung, Charakterisierung, Vermehrung und Neukombination von
DNA (auch über Artgrenzen hinweg). Bei gentechnischen Verfahren wird
DNA in isolierter Form verändert (mutiert), Prinzip: Fremde DNA wird isoliert, „ Vektoren“ werden mit dieser „beladen“ und in einen Wirtsorganismus eingeschleust. Die Vektoren integrieren die fremde DNA in den Wirtsorganismus und veranlassen die Zelle, die fremde DNA zu reproduzieren. | |
| Gentest | |
| Analyseverfahren zur Diagnostik genetisch bedingter Erkrankungen. | |
| Gentherapie | |
| Behandlung einer Krankheit durch gezielte Veränderung der Erb substanz. | |
| Geographische Atrophie | |
| Spezielle Form der trockenen Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Dabei kommt es zu einem fleckförmigen Untergang von Photorezeptoren, Pigmentepithel und Choriokapillaris am hinteren Augenpol. Die atrophischen Flecken vergrößern sich langsam und wachsen zusammen. | |
| Gerstenkorn | |
|
Hordeolum Schmerzhafte Entzündung der Liddrüsen mit Verdickung am Augenlid. Antibiotische Behandlung, ggf. operative Entfernung (Inzision) ist sinnvoll. | |
| Geschlechtschromosomen | |
|
X-Chromosom und
Y-Chromosom. Frauen haben zwei X-Chromosome, aber kein Y-Chromosom in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen. | |
| Gesichtsfeld | |
| Der Bereich, der mit einem Auge ohne Augenbewegungen erfasst werden kann. Die Prüfung des Gesichtsfeldes erfolgt mit der Perimetrie. Gesichtsfeldausfälle werden als Skotome bezeichnet. | |
| Gesichtsfeldausfall | |
|
Skotom Dieser kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen. | |
| Gipfelzeit | |
| Meß parameter bei elektrophysiologischen Untersuchungen, beschreibt die Zeit, bis eine bestimmte Potentialänderung ihren Gipfel erreicht hat | |
| GK | |
|
Glaskörper, Corpus vitreous Der Glaskörper füllt das Augeninnere zwischen Netzhaut und Linsenrückfläche aus. Er wird untersucht bei der Beurteilung des Augenhintergrundes mit der Ophthalmoskopie. Eine operative Glaskörperentfernung heißt Vitrektomie. | |
| Glasauge | |
|
Augenprothese Nach Entfernung eines Auges wird eine Augenprothese aus speziellem Glas oder Kunststoff von einem Okularisten individuell angepasst. Die hohe Beweglichkeit moderner Augenprothesen lassen dieses Glasauge im täglichen Leben kaum auffallen. Eine Augenprothese muss ca. jährlich erneuert werden. | |
| Glaskörper | |
| Corpus vitreous (Abkürzung:
GK) Der Glaskörper füllt das Augeninnere zwischen Netzhaut und Linsenrückfläche aus. Er wird untersucht bei der Beurteilung des Augenhintergrundes mit der Ophthalmoskopie. Eine operative Glaskörperentfernung heißt Vitrektomie. | |
| Glaskörperabhebung | |
| Abhebung des Glaskörpers von der Netzhaut im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses. Die Glaskörperabhebung kann sich durch ein plötzliches Auftreten von Glaskörpertrübungen, aber bei bestehenden Glaskörpertraktionen auch durch Blitzen bemerkbar machen. | |
| Glaskörperaspiration | |
| Ansaugen von Glaskörper zur Entnahme einer Probe für weitere Untersuchungen | |
| Glaskörperdegeneration | |
|
Glaskörperdestruktion Untergang der normalen Struktur des Glaskörpers. Die gelartige Struktur des Glaskörpers geht dabei verloren durch Trennung der festen Bestandteile und der Flüssigkeit (Verflüssigung des Glaskörpers). Die Verdichtung der festen Anteile des Glaskörpers hat Glaskörpertrübungen zur Folge. Eine Glaskörperdegeneration tritt im Laufe des Lebens bei fast allen Menschen auf. Hoch Kurzsichtige sind früher betroffen. Eine Glaskörperdegeneration ist Voraussetzung für die Entstehung einer Netzhautablösung. | |
| Glaskörperdestruktion | |
|
Glaskörperdegeneration Untergang der normalen Struktur des Glaskörpers. Die gelartige Struktur des Glaskörpers geht dabei verloren durch Trennung der festen Bestandteile und der Flüssigkeit (Verflüssigung des Glaskörpers). Die Verdichtung der festen Anteile des Glaskörpers hat Glaskörpertrübungen zur Folge. Eine Glaskörperdegeneration tritt im Laufe des Lebens bei fast allen Menschen auf. Hoch Kurzsichtige sind früher betroffen. Eine Glaskörperdegeneration ist Voraussetzung für die Entstehung einer Netzhautablösung. | |
| Glaskörperstrang | |
| Verdichtung im Glaskörper, die einen Zug ( Traktion) auf die Netzhaut ausüben kann. Behandelbar mit einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie). | |
| Glaskörpertraktion | |
| Zug eines nicht normalen Glaskörpers an der Netzhaut | |
| Glaskörpertrübung | |
| Trübung im Glaskörper, die sich als störender, beweglicher Schatten insbesondere bei hellem Licht bemerkbar machen kann. Sie werden auch als " Mouches volantes" (fliegende Mücken) bezeichnet. Fast jeder Mensch hat Glaskörpertrübungen, nur in wenigen Fällen sind sie so störend, dass eine Operation erforderlich ist. | |
| Glaukom | |
| zusammenfassende Bezeichnung für alle Augenkrankheiten mit erhöhtem Augeninnendruck, der zur Schädigung von Sehnerv und Netzhaut (sogar zur Erblindung) führen kann. Im häufigen chronischen Verlauf treten unbemerkt zunehmende Gesichtsfeldausfälle auf, die erst in fortgeschrittene Stadien auffallen. Seltener treten glaukomtypische Schäden auch bei "normalem" Augendruck auf (Niederdruckglaukom; low-tension- Glaukom). Bei bestimmten Netzhauterkrankungen (z.B. diabetische Retinopathie kann als Komplikation ein Sekundärglaukom auftreten. | |
| Glaukomanfall | |
|
akutes Engwinkelglaukom Durch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich. | |
| Gliom | |
| Nerventumor im Bereich des Sehnerven häufig in der Augenhöhle. Der Tumor kann den Sehnerven unter Umständen zerstören und zur Erblindung führen. | |
| Gliose | |
| Im Auge:
Epiretinale Gliose:
Membranbildung auf der
Netzhautoberfläche. Diese kann zur Verziehung der Netzhaut und damit zum Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) führen. Zusätzlich kann ein Makulaforamen entstehen. Eine operative Behandlung ist durch eine Vitrektomie möglich. | |
| Glitzerbeet | |
| Beschreibung für eine periphere Netzhautveränderung (auch als periphere Netzhautdegeneration bezeichnet) | |
| GNAT1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rod transducin alpha subunit (Alpha-Untereinheit des Stäbchen-Transducins) Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB), Typ Nougaret Info: Protein hat Bedeutung für die Informationsübertragung im Stäbchen | |
| GNAT2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: guanine nucleotide binding protein (G protein) cone-specific transducin alpha subunit (zapfenspezifische Alpha-Untereinheit des Transducins) Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Achromatopsie / Stäbchenmonochromasie Info: wichtig in den Zapfen für die Informationsübertragung der Lichtwahrnehmung | |
| Goldmann Favre Syndrom | |
|
Enhanced S Cone Syndrom (
ESCS) Seltene Form einer autosomal rezessiven Netzhautdystrophie, bei der es zu einer Fehlentwicklung bei der Zapfenentstehung kommt. Dadurch ist die Zahl der Blauzapfen (S cones) um ca. 75fach erhöht, während die anderen zapfen in der Zahl veringert sind und die Stäbchen nicht funktionieren. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Grauer Star | |
|
Katarakt,
Linsentrübung Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata). | |
| GRK1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rhodopsin kinase Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive kongenitalse stationäre Nachtblindheit (CSNB) vom Typ Morbus Oguchi | |
| GRM6 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: metabotropic glutamate receptor 6 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB) Info: Genprodukt nur in Zapfen- Bipolarzellen, charakteristisches ERG | |
| Grünblindheit | |
|
Deuteranopie Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Grüner Star | |
|
Primäres Glaukom,
Offenwinkelglaukom Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt. | |
| Grünschwäche | |
|
Deuteranomalie Herabgesetzte Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Grünsinnstörung | |
| Störung des Grünsinns, die angeboren ( Deuteranopie, Deuteranomalie) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann. | |
| Guanin | |
| einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin | |
| GUCA1A | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: guanylate cyclase activating protein 1A Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfendystrophie, autosomal dominante Zapfen-Stäbchendystrophie | |
| GUCA1B | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: guanylate cyclase activating protein 1B Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Makuladystrophie | |
| H | |
| H25.0 | |
| ICD10 Code für eine Katarakt | |
| H33.0 | |
|
ICD10 Code für eine
Netzhautablösung (International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO)) | |
| H35.3 | |
|
ICD10 Code für verschiedene erworbene
Makulaerkrankungen wie die altersabhängige
Makuladegeneration,
Macular pucker, u.a. (International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO)) | |
| H35.5 | |
|
ICD10 Code für vererbbare
Netzhautdystrophien (International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO)) | |
| H36.0 | |
|
ICD10 Code für
diabetische
Netzhauterkrankungen (International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO)) | |
| HA | |
|
HAA Abkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut | |
| HAA | |
|
HA Abkürzung für: Hinterer Augenabschnitt: Glaskörper, Netzhaut, Aderhaut | |
| Hagelkorn | |
|
Chalazion Schmerzfreie Verdickung am Augenlid durch Sekretstau der Liddrüsen. Eine operative Entfernung ist möglich. | |
| Hamartom | |
| tumorartige Gewebsbildung, die bereits während der vorgeburtlichen Entwicklung sphase im Embryo-Stadium angelegt wird. Meist gutartig, selten maligne Entartung. | |
| HARP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PANK2 | |
| harte Drusen | |
| Bezeichnung für kleine, in der Regel gut abgrenzbare Drusen | |
| HbA1c-Wert | |
| “Langzeitzuckerwert“ Blutwert, der bei Diabetes mellitus Auskunft über die langfristige Qualität der Blutzuckereinstellung gibt | |
| HBM | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5 | |
| Heidelberg Retina Tomograph | |
|
HRT Gerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem) | |
| Heildelberg Retina Angiograph | |
|
HRA Gerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie. | |
| Helicoide peripapilläre chorioretinale Dystrophie | |
| Atrophia areata Extrem seltene, autosomal vererbte Netzhaut- Aderhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Helladaptation | |
| Anpassung des Auges an eine helle Umgebung | |
| Hellanstieg | |
| Meß parameter beim EOG: beschreibt den Anstieg des Basispotentials des Auges nach Einschalten des Lichts | |
| Hemeralopie | |
| Nachtblindheit | |
| Hereditär | |
| erblich | |
| Hereditäre Netzhaut-Aderhautdystrophien | |
| Oberbegriff für die vererbbaren Erkrankungen der Netzhaut und Aderhaut. Diese umfassen die Retinitis pigmentosa und ähnliche Erkrankungen, Zapfen-Stäbchendystrophien und Makuladystrophien sowie Syndrome, bei denen neben dem Auge auch andere Organe betroffen sind. | |
| Hereditäre vitreoretinale Schneeflocken Degeneration | |
| Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| HF1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CFH | |
| Hinterkammer | |
| Raum zwischen Regenbogenhaut ( Iris) und Linse. Über die Hinterkammer fließt das im Ziliarkörper gebildete Kammerwasser durch die Pupille in die Vorderkammer. In der Vorderkammer fließt es über den Kammerwinkel aus dem Auge. | |
| Hinterkammerlinse | |
| =
HKL, allgemeiner:
Intraokularlinse,
IOL,
Kunstlinse, alloplastische Linse Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung. | |
| Histoplasmose | |
| Pilz, der nur in den USA vorkommt, und zu Veränderungen an der Netzhaut führen kann. Ähnliche, nicht durch Histoplasmose verursachte Veränderungen an der Netzhaut werden als "presumed ocular histoplasmosis syndrome" ( POHS; = vermutetes okuläres Histoplasmose Syndrom) bezeichnet | |
| HKL | |
| =
Hinterkammerlinse, allgemeiner:
Intraokularlinse,
IOL,
Kunstlinse, alloplastische Linse Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung. | |
| Hohe Myopie | |
| Kurzsichtigkeit mit einem Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien. Bei einer hohen Myopie ist das Risiko einer myopisch bedingten Makuladegeneration erhöht. | |
| Hordeolum | |
|
Gerstenkorn Schmerzhafte Entzündung der Liddrüsen mit Verdickung am Augenlid. Antibiotische Behandlung, ggf. operative Entfernung (Inzision) ist sinnvoll. | |
| Horizontalzellen | |
| Gruppe neuronale
Zellen in der
Netzhaut Die Horizontalzellen integrieren die Information der Stäbchen und Zapfen über ein großes Netzhautareal und modulieren dadurch die Verarbeitung der Sheeindrücke, z.B. durch eine Veränderung der Empfindlichkeitseinstellung der einzelnen Photorezeptoren. | |
| Hornhaut | |
|
Cornea (auch:
Kornea): Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über. | |
| Hornhautdystrophie | |
| anlagebedingte, auf genetischen Ursachen beruhende Erkrankung der Hornhaut. Es gibt eine Reihe verschiedener Hornhautdystrophien, die unterschiedliche Schichten der Hornhaut betreffen, verschiedene Verlaufsformen und verschiedene Erbgänge aufweisen können. Durch eine Trübung der Hornhaut führt die Hornhautdystrophie in der Regel zur Sehverschlechterung. Dystrophien in den äußeren Hornhautschichten können zu einer Hornhauterosio (einem Defekt der Honrhautoberfläche) führen, der schmerzhaft ist. Bei den meisten Hornhautdystrophien ist die Behandlung mit einer Hornhautübertragung ( Keratoplastik) möglich. | |
| Hornhautendothel | |
| innere Schicht der Hornhaut als Abgrenzung zur Vorderkammer des Auges | |
| Hornhautepithel | |
| Äußere Schicht der Hornhaut, auf der der Tränenfilm aufliegt. | |
| Hornhauterosio | |
| kurz auch:
Erosio Oberflächliche Verletzung der Hornhaut, z.B. durch Fingernagel oder Fremdkörper. Eine Hornhauterosio ist schmerzhaft, heilt jedoch in der Regel folgenlos ab. | |
| Hornhautverkrümmung | |
| Fast keine Hornhaut ist in allen Richtung gleichmäßig gewölbt, bei unterschiedlicher Wölbung spricht man von Hornhautverkrümmung. Eine stärkere Hornhautverkrümmung kann zu verzerrtem Sehen ( Stabsichtigkeit, Astigmatismus) führen, dass durch Brille oder Kontaktlinse ausgeglichen werden kann. Starker Astigmatismus kann durch Laseroperationen des Auges behandelt werden. | |
| Hornhautübertragung | |
|
Keratoplastik,
KP Operatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen. | |
| Hornhautödem | |
| Flüssigkeitseinlagerung in die Hornhaut | |
| HPRP3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3 | |
| HRA | |
| Heidelberg
Retina Angiograph,
HRA2 Gerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie. Die aktuelle Version ist das HRA2. | |
| HRA2 | |
| Heidelberg
Retina Angiograph,
HRA Gerät für verschiedene Arten der Netzhautuntersuchung mit Hilfe eines Lasersystems zur Belichtung der Netzhaut und einer konfokalen Optik für eine besonders hohe Bildauflösung. Je nach Ausstattung können mit dem HRA folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Fluorescein-Angiografie, Indocyanin-Grün- Angiografie, Infrarotfotografie, Nah-Infrarot Reflektions messung, Fundusautofluoreszenz und Rotfreie Fotografie. Die aktuelle Version ist das HRA2. | |
| HRG4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit UNC119 | |
| HRT | |
|
Heidelberg Retina Tomograph Gerät zur topographischen Untersuchung des Sehnervenkopfes (z.B. bei Glaukom) und der Netzhautoberfläche (z.B. bei Makulaödem) | |
| HT2A | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TRIM32 | |
| Hufeisenforamen | |
|
Hufeisenloch; spezielle Form eines
peripheren
Netzhautforamens In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundforamen. | |
| Hufeisenloch | |
|
Hufeisenforamen; spezielle Form eines
peripheren
Netzhautforamens In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Hufeisenforamen besteht eine Traktion auf die Netzhaut am Lochrand, das Risiko einer Netzhautablösung ist höher als bei einem Rundloch. | |
| Hydroxychloroquin-Retinopathie | |
|
Quensyl-Retinopathie (Quensyl ist ein Handelsname von Hydroxychloroquin) Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Hydroxychloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Allerdings ist Hydroxychloroquin weniger toxisch als Chloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Hydroxychloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich. | |
| Hyperopie | |
| Weitsichtigkeit (Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu kurzer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu geringe Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild) | |
| Hyperornithinämie | |
| Erhöhter Blutspiegel von Ornithin. Dieser tritt bei Netzhauterkrankungen bei der Atrophia gyrata auf. | |
| Hypertensive Retinopathie | |
|
Fundus hypertonicus Netzhautveränderungen am Augenhintergrund bei arterieller Hypertonie | |
| Hypertonie | |
|
Bluthochdruck Eine nicht behandelte Hypertonie führt zu Gefäßschäden im ganzen Körper. Am Auge ist das Risiko für einen Zentralvenenverschluss, Makroaneurysmen und eine Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie erhöht. | |
| Hypertrophie | |
| verstärktes Wachstum | |
| Hypoplasie | |
| Anlagebedingte unzureichende Ausbildung eines Organs (z.B. des Auges, der Niere) oder eines Organbestandteils (z.B. der Makula). | |
| Hämangiom | |
| Gefäßtumor, in der Regel gutartig | |
| Hämorrhagie | |
| Blutung | |
| I | |
| ICD | |
| International Code of Diagnosis Internationeler Diagnoseschlüssel, der regelmäßig überarbeitet wird (derzeit Version 10). Augenerkrankungen haben den Code-Buchstaben H. Eine Katarakt hat den Schlüssel H25.0, eine Netzhautablösung H33.0. | |
| ICG | |
| IndocyaningrünFarbstoff bei der Fluoreszenzangiografie zur Darstellung von Gefäßveränderungen in der Aderhaut. | |
| ICG-Angiografie | |
| Inodzyaningrün-
Angiografie Fluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün | |
| ICG-Angiographie | |
| Indozyaningrün- AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün | |
| Ichikawa-Tafeln | |
| Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens | |
| IMPDH1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: inosine monopho sphate dehydrogenase 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Lebersche kongenitale Amaurose | |
| Implantation | |
| Einpflanzung (z.B. einer Intraokularlinse ins Auge) | |
| in vitro | |
| im (Reagenz-)Glas Untersuchung, z.B. von Medikamentenwirkungen, außerhalb eines lebenden Organismus, aber an lebenden Zellen | |
| in vivo | |
| am Lebendigen Anwendung, Untersuchung z.B. von Medikamentenwirkungen in einem lebenden Organismus | |
| Incontinentia pigmentii | |
|
Bloch-Sulzberger-Syndrom Erkrankung der Haut nach der Geburt, die mit Gefäßveränderungen der Netzheut ähnlich einer Frühgeborenenretinopathie einhergehen können. Die Vererbung ist x-chromosomal. Es sind aber Frauen betroffen, weil männlichen Feten die Entwicklungsstörung nicht überleben. Eine frühzeitige Behandlung wie bei Frühgeborenenretinopathie ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Indirekte Pupillenreaktion | |
|
Konsensuelle Pupillenreaktion Verengung der Pupille durch Beleuchtung des Partnerauges unter Vermeidung von Beleuchtung des untersuchten Auges. | |
| Indocyaningrün | |
|
ICG Farbstoff bei der Fluoreszenz-Angiographie zur Darstellung von Gefäßveränderungen in der Aderhaut. | |
| Indocyaningrün-Angiografie | |
| ICG-AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün | |
| Indozyaningrün-Angiographie | |
| ICG-AngiografieFluoreszen angiografie mit dem Farbstoff Indocyaningrün | |
| infantil | |
| im Kindesalter | |
| inferior | |
| unten, unten gelegen Musculus rectus inferior: unterer Augenmuskel | |
| intraokular | |
| im Auge | |
| Intraokulardruck | |
| Abkürzung:
IOD,
Augeninnendruck Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen. | |
| Intraokularlinse | |
| =
IOL,
Kunstlinse, alloplastische Linse, spezieller:
Hinterkammerlinse,
HKL Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung. | |
| intraoperativ | |
| während einer Operation | |
| intraretinal | |
| in der Netzhaut | |
| intravitreal | |
| in den Glaskörper | |
| Intravitreale Injektion | |
| Eingabe eines Medikamentes in den Glaskörper. Die gezielte Eingabe in den Glaskörper führt zu einer hohen Wirksamkeit an der Netzhaut unter Vermediugn von Nebenwirkungen im Körper. Mögliche Medikamente dafür sind Triamcinolon, Macugen, Lucentis, Avastin oder Antibiotika. | |
| Intubationsnarkose | |
| =
ITN, allgemeiner:
Allgemeinanästhesie,
Narkose,
Vollnarkose Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten | |
| INVS | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: inverson Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive Nephronophthise | |
| IOD | |
| Abkürzung für:
Intraokulardruck,
Augeninnendruck Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit ( Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen. | |
| IOL | |
| =
Intraokularlinse,
Kunstlinse, alloplastische Linse, spezieller:
Hinterkammerlinse,
HKL Linse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in der Regel in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung. | |
| IOL-Master | |
| Gerät zur optischen Ver messung des Auges mit Lasertechnik vor einer Kataraktoperation zur optimalen Bestimmung der bei der Operation einzusetzenden Intraokularlinse | |
| IQCB1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: IQ motif containing B1 protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom Info: Protein interagiert mit anderen Proteinen in den Zilien der Photorezeptoren | |
| IRD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX1 | |
| Iris | |
|
Regenbogenhaut Teil der Uvea (Gefäßhaut), bildet die Pupille und gibt dem Auge die Farbe. | |
| Irisatrophie | |
| Atrophie (Gewebeabbau) der Regenbogenhaut ( Iris) | |
| Iriskolobom | |
| Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Iris. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. Manchmal werden operativ oder verletzungsbedingte Defekte der Iris auch als Kolobom bezeichnet. | |
| Iritis | |
| Entzündung der Regenbogenhaut | |
| Ishihara-Tafeln | |
| Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens | |
| Isoformen | |
| Leicht unterschiedliche Formen z.B. eines im Körper produzierten Eiweißstoffs. Verschiedene Isoformen können in ihrer Wirksamkeit unterschiedlich sein. | |
| ITN | |
| Intubationsnarkose, Vollnarkose | |
| ITN | |
| =
Intubationsnarkose, allgemeiner:
Allgemeinanästhesie,
Narkose,
Vollnarkose Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten | |
| J | |
| JBTS1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Joubert Syndrom (Zerebello-oculo-renales Syndrom) | |
| JBTS2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CORS2 | |
| JBTS3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AHI1 | |
| JBTS4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP1 | |
| JBTS5 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290 | |
| JNCL | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CLN3 | |
| Junius-Kuhnt | |
| disziforme Narbe, benannt nach den Augenärzten Junius und Kuhnt Spätstadium der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). In der Makula besteht dann eine Bindegewebsnarbe unter der Netzhaut, die Photorezeptoren sind untergegangen. Eine Behandlung ist nicht möglich. | |
| juvenil | |
| im Jugendalter auftretend z.B. juvenile Makuladystrophie, juvenile Retinitis pigmentosa | |
| Juvenile Nephronophthise | |
| Im Jugendalter (
juvenil) auftretende angeborene Erkrankung der Niere. Diese führt zum Verlust der Nierenfunktion durch zystische Degeneration und Atrophie der Niere. Diese Nierenerkrankugn kann isoliert oder kombiniert mit Erkrankungen anderer Organe, z.B. der Netzhaut (ähnlich einer Retinitis pigmentosa) auftreten. | |
| juvenile Retinoschisis | |
| nicht zutreffende Bezeichnung für die x-chromosomale Retinoschisis, da diese angeboren (kongenital) auftritt, sich bei geringer Ausprägung aber erst später bemerkbar macht. | |
| juxta | |
| angrenzend an juxtapapillär: an die Papille angrenzend juxtafoveolär: an die Fovea angrenzend | |
| juxtafoveolär | |
| an die Fovea angrenzend | |
| juxtapapillär | |
| an die Papille angrenzend | |
| K | |
| Kammerwasser | |
| Flüssigkeit, die stets im Augeninneren produziert wird, um den Augeninndruck zu stabilisieren | |
| Kammerwinkel | |
| Winkel zwischen Hornhautrückfläche und Regenbogenhaut. Bei einem engen Kammerwinkel ist das Risiko für einen akuten Glaukomanfall erhöht. | |
| Kantenfilter | |
| Spezielle Filtergläser, die aus dem sichtbaren Licht einen scharf begrenzten Bereich herausfiltern. Kantenfilter können bei Netzhautdystrophien ( Retinitis pigmentosa, Makuladystrophien, ..) das Kontrastsehen verbessern. | |
| Kapsulotomie | |
| Eröffnen einer Kapsel Bei einer Kataraktoperation wird die vordere Kapsel der Linse geöffnet, bevor die getrübte Linse entfernt und eine Kunstlinse eingesetzt wird. Im Verlauf kann sich eine Trübung der hinteren Kapsel bilden ( Nachstar). Dieser kann mit einer NdYAG-Laser-Kapsulotomie behandelt werden. | |
| Katarakt | |
|
Linsentrübung, "
Grauer Star", lat. cataracta Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata). | |
| Katarakt-Operation | |
| Operation einer Katarakt ( Linsentrübung), Kataraktoperation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt. | |
| Kataraktoperation | |
| Operation einer Katarakt ( Linsentrübung), Katarakt-Operation. Dabei wird heute in der Regel die eigene Linse bis auf den äußeren Kapselsack durch Phakoemulsifikation entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse in den erhaltenen Kapselsack der ursprünglichen körpereigenen Linse eingeplanzt. | |
| KCNV2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: potassium channel subfamily V member 2 Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfendystrophie mit supernormalem Stäbchen- Elektroretinogramm | |
| Kearns-Sayre-Syndrom | |
| Abkürzung: KSS, Form der mitochondrialen Myopathien Seltene, aufgrund mitochondrialer Mutationen auftretende Erkrankung verschiedener Organsystem (Herz, Auge, Ohr, Muskel) mit sehr variabler Ausprägung. Am Auge können eine Lähmung der Augenbeweglichkeit sowie eine Netzhautdystrophie auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Keimbahn | |
| allgemeine Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm ( Keimblätter), aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten. | |
| Keimblätter | |
| Bezeichnung für die in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden drei Zellschichten Ektoderm, Entoderm und Mesoderm, aus denen sich sämtliche in der weiteren Entwicklung des Embryos entstehenden Strukturen ableiten. | |
| Keimzelle | |
| Geschlechtszelle eines Organismus, z.B. Eizelle, Spermazelle | |
| Keratokonus | |
| Fehlbildung der
Hornhaut Es kommt zu einer übermäßigen, teils exzentrischen Vorwölbung der Hornhaut. Diese kann in geringerer Ausprägung mit Kontaktlinsen versorgt werden. In weiter fortgeschrittenen Fällen ist eine Hornhautübertragung ( Keratoplastik) erforderlich. | |
| Keratoplastik | |
|
Hornhautübertragung,
KP Operatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen. | |
| klassisch | |
| Begriff zur Beschreibung einer eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: okkult, minimal klassich) | |
| Klinisch signifikantes Makulaödem | |
|
CSMÖ Flüssigkeitsansammlung in der Makula bei diabetischer Retinopathie, die bestimmten definierten Kriterien entspricht und behandlungsbedürftig ist. | |
| Klonen | |
| Komplettes Kopieren von irgendeiner Bio-Einheit ( Zellen oder ganze Organismen). Auch identische Mehrlinge werden als Klone bezeichnet. Sie sind genotypisch gleich. | |
| Klonierung | |
| Erzeugen von Zellen, die gentechnisch verändertes Erbgut enthalten. | |
| Knochenkörperchen | |
| typische Form von Pigmentablagerungen in der Netzhaut, die bei Retinitis pigmentosa und anderen Netzhautdystrophien auftreten kann | |
| Kolobom | |
| Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Iris ( Iriskolobom), der Linse ( Linsenkolobom), der Aderhaut ( Aderhautkolobom) und/oder des Sehnervenkopfes ( Papillenkolobom). Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. Manchmal werden operativ oder verletzungsbedingte Defekte der Iris auch als Kolobom bezeichnet. | |
| Konduktorin | |
| Überträgerin einer
Genmutation, die selbst nicht erkrankt in der Regel bei x-chromosomaler Vererbung, bei der Frauen typischerweise nicht erkranken, aber deren Väter und Söhne erkrankt sein können. Aber auch bei anderen Vererbungsformen kann es nicht erkrankte Träger einer Genmutation geben. | |
| Kongenital | |
| angeboren | |
| kongenitale Retinoschisis | |
| siehe: x-chromosomale Retinoschisis | |
| Kongenitale stationäre Nachtblindheit | |
| Abkürzung: CSNB Angeborene, nicht fortschreitende Störung des Sehens im Dunkeln. Es gibt verschiedene genetische Ursachen. Häufig ist eine Myopie, typisch in vielen Fällen ein negatives ERG. Seltene Sonderformen sind der M. Oguchi und der Fundus albipunctatus. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Kongenitales Glaukom | |
| Angeborenes Glaukom | |
| Konjunktiva | |
|
Bindehaut,
Conjunctiva Durchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut ddie Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet | |
| Konjunktivitis | |
| auch:
Conjunctivitis Entzündung der Bindehaut des Auges | |
| Konsensuelle Pupillenreaktion | |
|
Indirekte Pupillenreaktion Verengung der Pupille durch Beleuchtung des Partnerauges unter Vermeidung von Beleuchtung des untersuchten Auges. | |
| Kornea | |
|
Hornhaut (auch:
Cornea): Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut ( Sklera) über. | |
| KP | |
|
Keratoplastik,
Hornhautübertragung Operatives Verfahren der Transplantation einer Hornhaut vom Auge eines Verstorbenen auf ein Auge mit einer defekten Hornhaut aufgrund von vererbten Erkrankungen ( Hornhautdystrophie, Keratokonus), Entzündungen (Herpes) oder Verletzungen. | |
| Kreuzungszeichen | |
| Verengung der Vene bei der Kreuzung von einer Netzhautarterie und einer Netzhautvene | |
| Kryo | |
| kurz für:
Kryokoagulation,
Cryokoagulation, auch:
Cryo Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden. | |
| Kryokoagulation | |
| auch:
Cryokoagulation, kurz:
Cryo,
Kryo Kältebehandlung des Auges. Diese kann zur Behandlung der Netzhaut bei verschiedenen Erkrankungen oder zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks eingesetzt werden. | |
| Kunstlinse | |
| Intraokularlinse, IOL, Hinterkammerlinse, HKLLinse aus Kunststoff, die bei der Operation des Grauen Stars ( Katarakt) in die Hinterkammer das Auges eingesetzt wird. In der Regel wird die Kunstlinse dabei in den Kapselsack der bei der Operation entfernten eigenen Linse eingesetzt. Dieser Zustand des Auges mit Intraokularlinse wird als Pseudophakie bezeichnet. Zahlreiche verschiedene Formen von Intraokularlinsen stehen zur Verfügung. | |
| L | |
| Lacksprung | |
|
Lacksprünge Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die eine linienförmige, Lacksprung-ähnliche Veränderungen des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt. | |
| Lacksprünge | |
|
Lacksprung Veränderung bei myopisch bedingter Makuladegeneration, die eine linienförmige, Lacksprung-ähnliche Veränderungen des retinalen Pigmentepithels am hinteren Augenpol beschreibt. | |
| Lako | |
| Abkürzung für
Laserkoagulation, auch:
LK,
Laser Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden | |
| Lanthony D28 Test | |
| Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens | |
| Laser | |
| Abkürzung für
Laserkoagulation, auch:
Lako,
LK Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden | |
| Laserkoagulation | |
| Abkürzung:
LK,
Lako,
Laser Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden | |
| Lasertechnik | |
| Verfahren zur Behandlung von Augenerkrankungen mit
Laser Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Lasertechniken zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Lasertechniken können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurz- oder Weitsichtigkeit eingesetzt werden. | |
| latent | |
| versteckt, verborgen Eine latente Erkrankung ist eine vorhandene, aber symptomfreie Erkrankung, die daher noch unbemerkt ist. | |
| Latenz | |
|
Latenzzeit Zeitdauer vom Auftreten eines Reizes bis Eintreten einer Reizantwort. Die Latenzzeit ist bei elektrophysiologischen Untersuchungen der Augen ( VEP, ERG) der Zeitraum von Lichtreiz bis zur messbaren Lichtantwort. Eine Latenzeit bezeichnet auch den Zeitraum zwischen einer Schädigung und dem Auftreten erster Symptome. | |
| Latenzzeit | |
|
Latenz Zeitdauer vom Auftreten eines Reizes bis Eintreten einer Reizantwort. Die Latenzzeit ist bei elektrophysiologischen Untersuchungen der Augen ( VEP, ERG) der Zeitraum von Lichtreiz bis zur messbaren Lichtantwort. Eine Latenzeit bezeichnet auch den Zeitraum zwischen einer Schädigung und dem Auftreten erster Symptome. | |
| lateral | |
| seitlich, zur Seite gelegen Musculus rectus lateralis: äußerer Augenmuskel | |
| LCA | |
|
Lebersche kongenitale Amaurose,
Lebersche congenitale Amaurose Angeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| LCA1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D | |
| LCA2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPE65 | |
| LCA3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose | |
| LCA4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AIPL1 | |
| LCA5 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose | |
| LCA6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPGRIP1 | |
| LCA9 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose Info: bisher nur in 1 Familie | |
| Lebersche congenitale Amaurose | |
| Abkürzung:
LCA Angeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Lebersche hereditäre Opticusneuropathie | |
| Abkürzung:
LHON Meist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Lebersche hereditäre Optikusneuropathie | |
| Abkürzung:
LHON Meist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Lebersche kongenitale Amaurose | |
| Abkürzung:
LCA Angeborene Blindheit bedingt durch Netzhautdystrophie, beschrieben durch den Augenarzt Th. Leber. Mutationen in verschiedenen Genen können diese Erkrankung verursachen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Lebersche tapetoretinale Dystrophie | |
| siehe: Lebersche kongenitale Amaurose, LCA | |
| Lederhaut | |
|
Sklera äußere Augenhülle, von außen an der weißen Färbung erkennbar, geht nach vorne direkt über in die Hornhaut. | |
| Leukokorie | |
| weiße
Pupille Auffällig beim Ansehen von Kindern oder auf Blitzlichtfotos. Eine Trübung der Linse ( Katarakt), eine Trübung des Glaskörpers, eine Netzhautablösung oder ein Retinoblastom können Ursache einer Leukokorie sein. Bei diesen Symptomen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung notwendig. | |
| LHON | |
| Leber"sche hereditäre Optikusneuropathie Meist plötzlich auftretende, vorwiegend Männer betreffende Erkrankung der Sehnerven aufgrund mitochondrialer Mutationen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Lichtblitze | |
|
Blitze sehen Bezeichnung für eine Erscheinung, bei der Lichtblitze im Auge wahrgenommen werden. Blitzartiges Licht kann bei Zug des Glaskörpers auf die Netzhaut entstehen und eine beginnende Netzhautablösung signalisieren. Daher ist beim akuten Auftreten von Lichtblitzen eine Untersuchung der Netzhaut mit Pupillenweitstellung umgehend erforderlich. Es gibt andere Lichterscheinungen im Auge bei Migräne oder verschiedenen Netzhauterkrankungen, die keinen Zusammenhang mit einer Netzhautablösung haben. | |
| Lichtempfindlichkeit | |
| Photophobie, BlendungsempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen. | |
| Linsenkolobom | |
| Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Linse. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. | |
| Linsentrübung | |
|
Katarakt, "
Grauer Star" Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich ( Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf (z.B. Retinitis pigmentosa, Atrophia gyrata). | |
| LK | |
| Abkürzung für
Laserkoagulation, auch:
Lako,
Laser Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen (z.B. bei der Behandlung eines Foramens der Netzhaut, bei diabetischer Netzhauterkrankung, altersabhängiger Makuladegeneration oder bei Netzhautoperationen). In der Augenheilkunde werden verschiedene Laser zur Behandlung von Kornea, Nachstar, Glaukom oder Netzhauterkrankungen eingesetzt. Andere Formen der Laserbehandlung können zur Entfernung eines Nachstars und zur Behandlung der Kurzsichtigkeit eingesetzt werden | |
| LOC387715 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD) Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Ala69Ser) erhöhen das Risiko für eine AMD, die Funktion des Genprodukts ist unbekannt | |
| LOC619531 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Zapfen-Stäbchendystrophie mit Amelanogenesis imperfecta Info: Zwei Familien bekannt | |
| Loch | |
|
Foramen In der Netzhaut bezeichnet ein Loch einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten. | |
| Lochbildung | |
| Entstehen eines
Netzhautlochs (
Foramen) In der Netzhaut bezeichnet ein Loch einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein Foramen kann in der Makula ( Makulaforamen) oder der Netzhaut peripherie ( Netzhautforamen) auftreten. | |
| Locus | |
| Ort durch Mutationen oder Lokalisation oder Sequenz definierter Punkt in einem Genom | |
| Lokalanästhesie | |
| Schmerzausschaltung in einem begrenzten Bezirk am Auge z.B. des Augapfels oder der Augenlider | |
| Lokalanästhetikum | |
| Medikament zur örtlichen Schmerzausschaltung | |
| Lowe Syndrom | |
|
Okulo-zerebro-renales Syndrom X-chromosomal vererbte Stoffwechselstörung mit Beteiligung der Nieren, des Gehirns und der Augen ( Katarakt, Glaukom). | |
| LRAT | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: lecithin retinol a cyltransferase Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa (schwerverlaufend mit frühem Beginn), autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose Info: Beteiligt im Vitamin A Stoffwechsel im retinalen Pigmentepithel | |
| LRP5 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: low density lipoprotein receptor-related protein 5 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive oder dominante familiäre exsudative Vitreoretinopathie (mit normaler Knochenmasse), auosomal dominante hohe Knochenmasse (ohne Augenveränderungen), autosomal rezessives Osteoporose-Pseudogliom Syndrom | |
| Lucentis | |
| Handelsname für
Ranibizumab Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Lucentis ist in den USA und der Schweiz zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen. Eine Zulassung in deutschland wird für 2007 erwartet. Zur Zeit ist Lucentis in Deutschland nur innerhalb von Studien oder über den Zoll aus der Schweiz verfügbar. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in ca. 40% der Betroffenen eine deutliche Verbesserung des Sehens. Lucentis wird alle 4 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, wird derzeit in Studien geklärt. | |
| Lues-Retinopathie | |
| Entzündliche Erkrankung der Netzhaut bei Lues (Syphilis). Dabei können ähnliche Pigmentierungen wie bei Netzhautdystrophien auftreten ( Phänokopie). Eine Behandlung der Lues ist erforderlich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Läsion | |
| umschriebener Ort mit geschädigtem Gewebe | |
| M | |
| M. | |
| Abkürzung für
Morbus z.B. M. Best = Morbus Best | |
| M. Best | |
| vitelliforme
Makuladystrophie,
Morbus Best Der M. Best (nach dem Augenarzt Best) ist eine autosomal dominant vererbte Makuladystrophie, die sich klassisch durch eine eidotterähnliche Ablagerung in der Netzhautmitte zeigt. Ursächlich sind Mutationen im VMD2- Gen. Typischerweise ist das ERG regelrecht, das EOG und das mfERG jedoch pathologisch verändert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| M. Coats | |
|
Morbus Coats Bezeichnung für eine Gefäßerkrankung der Netzhaut benannt nach dem Arzt Coats. Bei Kindern ist klinisch eine Ähnlichkeit zum Retinoblastom möglich, daher ist eine genaue Untersuchung dringend erforderlich. Ein M. Coats kann bei Erwachsenen ohne oder in Zusammenhang mit Retinitis pigmentosa auftreten. | |
| M. Eales | |
| Morbus EalesGefäßerkrankung der Netzhaut unbekannter Ursache, oft beidseits aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Beim M. Eales kommt es zuerst zu Verschlüssen von Netzhautgefäßen mit nachfolgender Mangeldurchblutung der Netzhaut. Sekundär können sich Gefäßneubildungen vor die Netzhaut ( Proliferationen), eine Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung entwicklen. In frühen Stadien kann eine Laserbehandlung, in fortgeschrittenen Stadien eine Vitrektomie sinnvoll sein. | |
| M. Oguchi | |
|
Morbus Oguchi Bestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit benannt nach dem Arzt Oguchi. Typisch ist ein heller Reflex der Netzhaut, der nach längerer Dunkeladaptation verschwindet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| M. Stargardt | |
|
Morbus Stargardt Der Name des Augenarztes Karl Stargardt bezeichnet die häufigste Form der vererbbaren Makuladystrophie, assoziiert mit dem ABCA4-Gen. Der Erbgang ist autosomal rezessiv. M. Stargardt kann sowohl in der Kindheit als auch im späteren Lebensaltern auftreten und ist gekennzeichnet durch gelbe Flecken am Augenhintergrund. Verlauf und Ausprägung sind individuell sehr unterschiedlich, der Übergang zur Zapfendystrophie ist fliessend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Macugen | |
| Handelsname für
Pegabtanib Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Macugen ist das erste Medikament, das in Europa für die Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen wurde. Für Macugen wurde eine deutliche stabilsierende Wirkung auf den Krankheitsverlauf der feuchten AMD und in einigen Fällen eine Verbesserung des Sehens nachgewiesen. Macugen wird alle 6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch nicht abschließend geklärt. | |
| Macula | |
| siehe:
Makula in diesem Glossar stets als Makula geschrieben | |
| Maculadegeneration | |
| siehe: Makuladegeneration | |
| Maculaforamen | |
| besser: Makulaforamen; Lochbildung in der Bei einem Makulaformen entsteht ein alle Netzhautschichten betreffendes Loch, meist im Zentrum der Makula, der Fovea. Dies führt zunächst zu Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) und dann zu einer Sehverschlechterung. Eine operative Behandlung ist mit guten Erfolgsaussichten mit einer Vitrektomie möglich. | |
| Macular pucker | |
|
epiretinale
Gliose Membranbildung auf der Netzhautoberfläche im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, die sich durch Metamorphopsien ( Verzerrtsehen) und Sehverschlechterung bemerkbar macht. Diese wird durch eine Vitrektomie behandelt. Die Erfolgsaussichten auf eine gute Sehschärfe nach der Operation sind besser, wenn die Sehschärfe noch nicht zu weit herabgesunken ist. | |
| Maculopathie | |
| besser:
Makulopathie allgemeine Bezeichnung für Erkrankungen der Makula | |
| Makroaneurysma | |
| Aufweitung eines größeren Blutgefässes der
Netzhaut Ein Makroaneurysma bildet sich in der Regel häufig in der Nähe der Makula und kann zu Blutungen in, vor oder unter die Netzhaut und damit zu Sehverschlechterung führen. | |
| Makula | |
|
Macula lutea, gelber Fleck Bereich der Netzhaut am hinteren Augenpol mit der höchsten Auflösung. Die Makula ist wichtig z.B. für das Erkennen von Gesichtern, Lesen, Wahrnehmen von Farbe. Im Zentrum der Makula bildet die Fovea die Stelle des schärfsten Sehens. | |
| Makula Degeneration | |
| siehe: Makuladegeneration | |
| Makula pucker | |
| inkorrekte (teils eingedeutscht, teils englische) Schreibweise für: Macular pucker | |
| Makula-Degeneration | |
| siehe: Makuladegeneration | |
| Makuladegeneration | |
| erworbene Erkrankung der Macula lutea; Symptom: herabgesetzte zentrale Sehschärfe. Am häufigsten ist die altersabhängige Makuladegeneration | |
| Makuladystrophie | |
| anlagebedingte Erkrankung der Macula lutea; Symptom: herabgesetzte zentrale Sehschärfe | |
| Makulaforamen | |
|
Lochbildung in der
Makula Bei einem Makulaformen entsteht ein alle Netzhautschichten betreffendes Loch, meist im Zentrum der Makula, der Fovea. Dies führt zunächst zu Verzerrtsehen ( Metamorphopsien) und dann zu einer Sehverschlechterung. Eine operative Behandlung ist mit guten Erfolgsaussichten mit einer Vitrektomie möglich. | |
| Makulahypoplasie | |
| Inkomplette Ausbildung der Makula während der Entwicklung des Auges. Dies kann unter anderem bei Albinismus oder bei extremer Frühgeburt vorkommen. | |
| Makularotation | |
| Operatives Verfahren bei altersbedingter
Makuladegeneration. Dabei wird die Netzhaut von ihrer Unterlage abgehoben und so gedreht, dass die Makula auf eine neue (weniger Defekte) Stelle des Untergrundes gelegt wird. Die Drehung der Netzhaut wird durch gegendrehung des Auges durch eine Opeartion an den Augenmuskeln ausgeglichen. | |
| Makulaödem | |
| Flüssigkeitsansammlung in der Netzhaut im Bereich der Makula. Dies kann bei zahlreichen verschiedenen Erkrankungen auftreten, uunter anderem bei diabetischer Netzhauterkrankung, bei Retinitis pigmentosa, bei Uveitis, bei Tumoren. | |
| Makulopathie | |
| allgemeine Bezeichnung für Erkrankungen der Makula | |
| Malattia leventinese | |
|
Familiäre Drusen, Doyne"sche Honeycomb
Drusen Autosomal dominante Makuladystrophie mit Drusen oft in radiärer Anordnung. Alle Patienten haben eine spezifische Mutation im EFEMP1- Gen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| maligne | |
| bösartig in der Regel zur Beschreibung der Art eines Tumors, ein bösartiger Tumor dringt in benachbartes Gewebe ein und kann entfernt Metastasen setzen | |
| maligne Entartung | |
| Umwandlung von einem gutartigen ( benignen) Tumor in einen bösartigen ( malignen) Tumor | |
| MAR | |
|
Melanom assoziierte Retinopathie Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Melanoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Marker | |
| eine durch spezielle Technik definierbare Stelle des Genoms. | |
| Masern-Retinopathie | |
| Selten kann im Rahmen von Masern eine schwere Miterkrankung der Netzhaut auftreten, die im weiteren Verlauf zu einem Funktionsverlust und Pigmentveränderungen der Netzhaut ähnlich einer Retinitis pigmentosa führt ( Phänokopie). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| MASS1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: monogenic audiogenic seizure susceptibility 1 homolog Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, autosomal dominante oder rezessive Fieberkrämpfe Info: nur Frauen betroffen | |
| MCDR1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie ( North Carolina Makuladystrophie), autosomal dominante bifokale chorio retinale Atrophie | |
| MCDR2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie mit Schießscheibenmakulopathie Info: Lokalisiert in 1 Familie | |
| MCDR3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Makuladystrophie Info: bisher nur 1 Familie | |
| MDDC | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante zystoide Makuladystrophie | |
| medial | |
| zur Mitte gelegen Musculus rectus medialis: innerer, zur Nase gelegener Augenmuskel | |
| Medien | |
| Als optische Medien werden die Strukturen des Auges bezeichnet, durch die Lichtstrahlen dringen bevor sie die Netzhaut erreichen. Dazu gehören die Hornhaut, die Augenvorderkammer, die Linse und der Glaskörper. Klare optische Medien bezeichnen den Normalbefund. Getrübte optische Medien bezeichnen eine Störung des Lichteinfalls, wobei zahlreiche Ursachen möglich sind. | |
| Melanom assoziierte Retinopathie | |
|
MAR Autoimmunerkrankung der Netzhaut und Aderhaut bei Vorliegen eines Melanoms außerhalb des Auges. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Membranbildung | |
| Unspezifischer Begriff mit verschiedenen Bedeutungen 1. Ausbildung einer Membran auf der Netzhaut ( epiretinale Gliose, Macular pucker) 2. Oft wird der Begriff Membran auch für Gefäßneubildungen unter der Netzhaut verwendt ( choroidale Neovaskularisation) | |
| Membrane peeling | |
| Entfernen von Membranen von der Netzhautoberfläche während einer Vitrektomie. | |
| MERTK | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: c-mer protooncogene receptor tyrosine kinase Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa Info: Mutationen führen zu unzureichender Phagozytose der Photorezeptoraußensegmente im Tiermodell RCS Ratte | |
| mes | |
|
meso, in der Mitte Mesoderm: mittleres Keimblatt | |
| meso | |
|
mes, in der Mitte Mesoderm: mittleres Keimblatt | |
| Mesoderm | |
| Das mittlere der drei Keimblätter eines Embryos, aus dem sich u.a. Skelett, Muskeln, Herz und Nieren entwickeln. Das äußere Keimblatt ist das Ektoderm, aus dem sich Haut, Sinnseorgane und das Zentralnervensystem entwickeln. Das innere Keimblatt ist das Entoderm, aus dem u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse und die innere Schicht ( Epithelgewebe) von Atemwegen und Harnwegen entstehen. | |
| Metabolismus | |
| Stoffwechsel | |
| Metamorphopsien | |
|
Verzerrtsehen Durch verschiedene Erkrankungen der Makula, z.B. Membranen auf der Netzhaut ( Macular pucker), ein Makulaforamen, oder choroidale Neovaskularisationen kann ein Verzerrtsehen entstehen. Man kann es selbst mit dem Amsler-Netz testen. | |
| MEWDS | |
|
Multiple evanescent white dot Syndrom Entzündliche Erkrankung des retinalen Pigmentepithels. | |
| mfERG | |
|
Multifokales ERG Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der Makula erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt. | |
| MGA3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPA3 | |
| Mikroaneurysma | |
| kleine Aufweitung eines kleinen Blutgefässes der
Netzhaut An den Netzhautgefäßen treten z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung oft Mikroaneurysmen auf. | |
| Mikroorganismen | |
| Kleinlebewesen z.B. Bakterien | |
| miliar | |
| hirsekorngroß, hirsekornähnlich Miliaraneurysmen: kleine Aneurysmen der Netzhaut oder im Gehirn | |
| Miliaraneurysmen | |
| kleine Gefäßaufweitungen (Aneurysmen) der Netzhaut meist nahe an oder in der Makula, die in verschiedene ein oder beide Augen betreffende Formen unterteilt werden. Während einige Formen wenig beeinträchtigen, können andere zu einer fortschreitenden Sehverschlechterung führen. Die Behandlung ist oft schwierig. Unabhängig davon gibt es auch Miliaraneurysmen im Gehirn. | |
| minimal klassich | |
| Begriff zur Beschreibung von einer weniger als zur Hälfte eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: okkult, klassich) | |
| Miosis | |
| Engstellung der
Pupille Notwendig zur Behandlung von bestimmten Augenerkrankungen, kommt auch bei bestimmten medikamenten (Morphium) als Nebenwirkung vor | |
| Mobilität | |
| Beweglichkeit Bedeutungen in der Augenheilkunde: 1. die Beweglichkeit der Augen in der Augenhöhle 2. der Einfluss von Augenerkrankungen auf die Beweglichkeit des Patienten. | |
| Monochromasien | |
| "Einfarbig Sehen" Bezeichnung für schwere angeborene Funktionsstörungen aller Zapfen ( Stäbchenmonochromasie) oder der Rot-/Grünzapfen ( Blauzapfenmonochromasie). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| monogen | |
| durch ein
Gen Erkrankungen, die durch Mutationen in einem Gen verursacht werden | |
| monokular | |
| mit einem Auge, einäugig | |
| Morbus | |
| Krankheit, abgekürzt
M. (auch innerhalb des Glossars) Begriff, der eine bestimmte Erkrankung bezeichnet, in der Regel in Verbindung mit dem Namen des erstbeschreibenden Arztes genannt (z.B. Morbus Best, Morbus Stargardt, ..). Ein Morbus betrifft meist nur ein Organ, z.B. das Auge, dagegen betrifft ein Syndrom stets mehrere Organsysteme (z.B. Usher Syndrom, Refsum Syndrom). | |
| Morbus Best | |
| vitelliforme
Makuladystrophie,
M. Best Der M. Best (nach dem Augenarzt Best) ist eine autosomal dominant vererbte Makuladystrophie, die sich klassisch durch eine eidotterähnliche Ablagerung in der Netzhautmitte zeigt. Ursächlich sind Mutationen im VMD2- Gen. Typischerweise ist das ERG regelrecht, das EOG und das mfERG jedoch pathologisch verändert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Morbus Coats | |
|
M. Coats Bezeichnung für eine Gefäßerkrankung der Netzhaut benannt nach dem Arzt Coats. Bei Kindern ist klinisch eine Ähnlichkeit zum Retinoblastom möglich, daher ist eine genaue Untersuchung dringend erforderlich. Ein M. Coats kann bei Erwachsenen ohne oder in Zusammenhang mit Retinitis pigmentosa auftreten. | |
| Morbus Eales | |
|
M. Eales Gefäßerkrankung der Netzhaut unbekannter Ursache, oft beidseits aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Beim M. Eales kommt es zuerst zu Verschlüssen von Netzhautgefäßen mit nachfolgender Mangeldurchblutung der Netzhaut. Sekundär können sich Gefäßneubildungen vor die Netzhaut ( Proliferationen), eine Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung entwicklen. In frühen Stadien kann eine Laserbehandlung, in fortgeschrittenen Stadien eine Vitrektomie sinnvoll sein. | |
| Morbus Oguchi | |
|
M. Oguchi Bestimmte, seltene Form der angeborenen, stationären Nachtblindheit benannt nach dem Arzt Oguchi. Typisch ist ein heller Reflex der Netzhaut, der nach längerer Dunkeladaptation verschwindet. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Morbus Stargardt | |
|
M. Stargardt Der Name des Augenarztes Karl Stargardt bezeichnet die häufigste Form der vererbbaren Makuladystrophie, assoziiert mit dem ABCA4-Gen. Der Erbgang ist autosomal rezessiv. M. Stargardt kann sowohl in der Kindheit als auch im späteren Lebensaltern auftreten und ist gekennzeichnet durch gelbe Flecken am Augenhintergrund. Verlauf und Ausprägung sind individuell sehr unterschiedlich, der Übergang zur Zapfendystrophie ist fliessend. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Motilität | |
| Beweglichkeit, in der Augenheilkunde die Beweglichkeit des Augapfels in der Augenhöhle | |
| Mouches volantes | |
| fliegende Mücken Trübungen im Glaskörper, die sich als störende, bewegliche Schatten insbesondere bei hellem Licht bemerkbar machen. Fast jeder Mensch hat Glaskörpertrübungen, nur in wenigen Fällen sind sie so störend, dass eine Operation erforderlich ist. | |
| MRP6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6 | |
| MS | |
|
Multiple Sklerose,
Enzephalomyelitis disseminata, Abkürzung:
MS,
ED Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten. | |
| MTLV | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit EFEMP1 | |
| MTND1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON | |
| MTND4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON | |
| MTND6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LHON | |
| MTP | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: microsomal triglyceride transfer protein Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Abetalipoproteinämie | |
| Multifokales ERG | |
|
mfERG Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der Makula erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt. | |
| Multiple evanescent white dot Syndrom | |
|
MEWDS Entzündliche Erkrankung des retinalen Pigmentepithels. | |
| Multiple Sklerose | |
|
Enzephalomyelitis disseminata, Abkürzung:
MS,
ED Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Untergang der Schicht kommt, die die Nerven ummantelt. Dadurch verlieren die Nerven ihre Funktion. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am Auge kann eine Sehnervenerkrankung ( Neuritis nervi optici, Retrobulbärneuritis) und selten eine Uveitis auftreten. | |
| Musculus | |
| Muskel | |
| Muster-ERG | |
|
PERG (Abkürzung nach dem englischen Pattern-
ERG, um Verwechlsungen mit dem
mfERG zu vermeiden) Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der inneren Netzhautschichten erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt. | |
| Musterdystrophie | |
| Pattern
Dystrophie Gruppe von meist autosomal dominant vererbten Makuladystrophien, bei denen Muster-ähnliche Veränderungen in der Makula zu sehen sind. Nicht selten wird der englische Begriff Pattern Dystrophie übernommen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Mutation | |
| Veränderung der Erbinformation durch Änderungen der
DNA.
Mutationen betreffen große chromosomale Abschnitte, kleine
DNA-Deletionen oder
DNA-Insertionen, oder einzelne
Basen (Punktmutationen). Wenn die
Mutation zur Veränderung der
Genexpression eines oder mehrerer
Gene führt, kann sie Krankheiten hervorrufen. Je nach Art der Veränderung gibt es: Missense- Mutation Neumutation Nonsense- Mutation Punktmutation Splice-site- Mutation | |
| Mydriasis | |
| Weitstellung der
Pupille Erforderlich zur genauen Untersuchung des Augenhintergrundes und zur Behandlung bei bestimmten Augenerkrankungen | |
| Müller Zell Sheen Dystrophie | |
| Extrem seltene, autosomall dominant vererbte Form einer Makuladystrophie aufgrund einer Fehlbildung der inneren Grenzmembran (ILM). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Müller Zellen | |
| diese Zellen sind wesentlich für die Netzhautstruktur und die Funktion der Nervenzellen in der Netzhaut. Teile der Photorezeptoren, die Bipolar- und Ganglienzellen werden von ihnen umgeben. | |
| MYO7A | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: myosin VIIA Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1b), autosomal rezessive kongenitale Taubheit | |
| Myopie | |
| Kurzsichtigkeit Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu langer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu starke Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild. | |
| myopisch | |
| mit Myopie (Kurzsichtigkeit) zusammenhängend | |
| Myopisch bedingte Makuladegeneration | |
| Bei einer hohe Myopie (Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien) kann zu ist das Risiko des Auftretens einer Makuladegeneration erhöht. Dabei kann es zu Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ( Dehnungsherde, Lacksprünge) kommen. Es kann sich eine choroidale Neovaskularisation entwickeln, die zu einer akuten Sehverschlechterung führt (Fuchs"scher Fleck). In dieser Phase ist eine Fluorescein-Angiographie und ev. eine photodynamische Therapie sinnvoll. | |
| Myopische Makuladegeneration | |
| Bei einer hohe Myopie (Brechkraftfehler von mehr als 6 Dioptrien) kann zu ist das Risiko des Auftretens einer Makuladegeneration erhöht. Dabei kann es zu Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ( Dehnungsherde, Lacksprünge) kommen. Es kann sich eine choroidale Neovaskularisation entwickeln, die zu einer akuten Sehverschlechterung führt (Fuchs"scher Fleck). In dieser Phase ist eine Fluorescein-Angiographie und ev. eine photodynamische Therapie sinnvoll. | |
| N | |
| Nachbild | |
| Entsteht durch teilweise Ausbleichung der Photopigmente der Netzhaut. Bekanntes Beispiel von Goethe: Wer für einige Sekunden auf eine Frau mit rotem Kleid schaut und dann zur Seite blickt, sieht diese Frau im grünen Kleid. | |
| Nachstar | |
| Trübung der Linsenkapsel nach extrakapsulärer Kataraktoperation. Wenn die Trübung das Zentrum betrifft, führt sie zur Sehverschlechterung und Blendung. Der Nachstar kann mit einer NdYAG-Laser-Kapsulotomie unter Schonung der Intraokularlinse entfernt werden. | |
| Nachtblindheit | |
| Störung des Sehens im Dunkeln Eine Nachtblindheit kann isoliert als stationäre Erkrankung auftreten (kongenitale stationäre Nachtblindheit, CSNB) oder als frühes Symptom von Netzhautdystrophien, die die Stäbchen betreffen (z.B. Retinitis pigmentosa, Choroideremie). | |
| Narkose | |
| =
Allgemeinanästhesie,
Vollnarkose, spezieller:
Intubationsnarkose,
ITN Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten | |
| Narkosearzt | |
| =
Anästhesist zuständig für die Durchführung der Anästhesie und Überwachung der Körperfunktionen während der Anästhesie | |
| NARP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MT ATP6 | |
| nasal | |
| nasenwärts, auf der Seite der Nase | |
| NCMD | |
|
North Carolina Makuladystrophie Seltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie mit variabler Ausprägung und geringer Progression. Sie kann trotz ihres Namens auch in Europa auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| NdYAG-Laser-Kapsulotomie | |
| Methode, um die im Verlauf nach einer Kataraktoperation auftretende Trübung der hinteren Kapsel ( Nachstar) zu behandeln. | |
| neo | |
| neu | |
| Neoplasma | |
| Neubildung, Tumor | |
| Neovaskularisation | |
| Gefäßneubildung An der Netzhaut entweder vor der Netzhaut (z. B. Diabetische Retinopathie), unter der Netzhaut (z.B. altersbedingte Makuladegeneration) oder an der Regenbogenhaut ( Rubeosis iridis) | |
| Nephronophthise | |
| Angeborene Erkrankung der Niere. Diese führt zum Verlust der Nierenfunktion durch zystische Degeneration und Atrophie der Niere. Diese Nierenerkrankugn kann isoliert oder kombiniert mit Erkrankungen anderer Organe, z.B. der Netzhaut (ähnlich einer Retinitis pigmentosa) auftreten. | |
| Nervenfaserschichtanalyse | |
| Untersuchung der Dicke der Nervenfaserschicht, die mit verschiedenen Methoden möglich ist (z.B. GDx, Heidelberg Retina Tomograph ( HRT, aktuelle Version HRT2), Optische Kohärenztomographie ( OCT)). Diese Untersuchungen erlauben eine Früherkennung von Veränderungen der Nervenfaserschicht z.B. bei Glaukom (Grünem Star). | |
| Nervus opticus | |
|
Sehnerv Der Sehnerv stellt die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn her. Er setzt sich aus ca. 1 Million Nervenfasern der Ganglienzellen der Netzhaut zusammen und beginnt in der Sehnervenscheibe ( Papille). | |
| Netzhaut | |
|
Retina (Abkürzung:
NH) In der Netzhaut erfolgt die Lichtwahrnehmung in den Photorezeptoren. Eine differenzierte Weiterverarbeitung der Information erfolgt in anderen Nervenzellen der Netzhaut, bevor die Information über den Nervus opticus zum Gehrin weitergeleitet wird. | |
| Netzhautabhebung | |
| Abhebung der
Netzhaut vom
Pigmentepithel kein eindeutig definierter Begriff, kann sowohl eine Netzhautablösung als auch eine Retinitis centralis serosa bezeichnen | |
| Netzhautablösung | |
|
Ablatio retinae (auch:
Amotio retinae) Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch ( Foramen; rhegmatogene Ablatio) in der Netzhaut, durch Zug ( Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut (exsudative Ablatio; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung sollte frühzeitig erfolgen und ist durch eine Operation ( Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich. | |
| Netzhautdegeneration | |
| erworbene, nicht genetisch bedingte, fortschreitende degenerative Erkrankung der Netzhaut | |
| Netzhautdystrophie | |
| angeborene, genetisch bediingte Erkrankung der Netzhaut | |
| Netzhautentzündung | |
| Entzündungen der Netzhaut können durch Bakterien, Viren oder andere Erreger ( Toxoplasmose) auf dem Blutweg oder bei Verletzungen des Auges entstehen. Die Behandlung ist stark abhängig von der Ursache der Entzündung. | |
| Netzhautfalte | |
| Verziehung der Netzhaut aus der ursprünglichen Position, so dass es zu einer Faltenbildung kommt. Eine Netzhautfalte kann Folge einer Netzhautablösung sein ( Ablatio falciformis) oder ohne Netzhautablösung durch Bildung von Membranen auf der Netzhaut ( epiretinale Gliose) entstehen . | |
| Netzhautforamen | |
|
Netzhautloch In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung. Eine spezifische Form ist das Makulaforamen. | |
| Netzhautloch | |
|
Netzhautforamen In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung. Eine spezifische Form ist das Makulaforamen. | |
| Netzhautriss | |
| Spezielle Form eines
peripheren
Netzhautforamens In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Ein solcher Defekt ist häufig die Vorstufe einer Netzhautablösung. | |
| Netzhautuntersuchung | |
|
Ophthalmoskopie,
Fundusspiegelung Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel) | |
| Netzhautzyste | |
| Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum. Echte Zysten treten in der Netzhaut sehr selten auf, z.B. nach jahrelang bestehender Netzhautablösung. Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut ohne eigene Membran sind dagegen häufig, man spricht dann z.B. vom zystoiden (= zysten-ähnlichen) Makulaödem. Dieses kann gut mit dem OCT oder dem Fluorescein-Angiogramm dargestellt werden. | |
| Neuritis nervi optici | |
|
Retrobulbärneuritis, Abkürzung:
NNO Entzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten. | |
| NH | |
| Abkürzung für Netzhaut | |
| NNO | |
|
Neuritis nervi optici,
Retrobulbärneuritis, Abkürzung:
NNO Entzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten. | |
| normoton | |
| normaler Druck = normaler Augeninnendruck | |
| Norrie Syndrom | |
| Seltenes, x-chromosomal vererbtes Syndrom mit einer angeborenen Netzhautablösung aufgrund von Mutationen im Norrie- Gen. Schwerhörigkeit und geistige Fehlentwicklung können in unterschiedlichem Ausmaß auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| North Carolina Makuladystrophie | |
| Abkürzung:
NCMD Seltene, autosomal dominant vererbte Makuladystrophie mit variabler Ausprägung und geringer Progression. Sie kann trotz ihres Namens auch in Europa auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| NPHP1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nephronophthisis 3 protein Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive Nephronophthise, autosomal rezessives Joubert Syndrom Info: Interaktion mit NPHP3 und NPHP4 | |
| NPHP2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit INVS | |
| NPHP3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nephronophthisis 3 protein Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom, autosomal rezessive adolescente Nephronophthise Info: Protein interagiert mit dem Protein NPHP1 | |
| NPHP4 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nephronophtisis 4 protein Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Senior-Loken Syndrom (zystische Nierenveränderungen und Retinitis pigmentosa), autosomal rezessive juvenile Nephornophthise Info: NPHP4 interagiert mit NPHP1 | |
| NPHP5 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IQCB1 | |
| NPHP6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290 | |
| NRL | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: neural retina lucine zipper Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Retinitis pigmentosa Info: Genprodukt interagiert mit CRX | |
| Nukleotid | |
| Einzelner DNA-Baustein, bestehend aus einer der vier Basen ( Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin), einem Pho sphorsäurerest und einem Zuckermolekül (Desoxyribose). Die Reihenfolge der Nukleotide beinhaltet die Erbinformation. | |
| Nuklidakkumulation | |
| Anssammlung von Nukliden z.B. als Hinweis auf eine spezifische Organaktivität bei bestimmten radiologischen Funktionsuntersuchungen | |
| Nystagmus | |
|
Augenzittern Entstehung durch verschiedene Ursachen. Ein Nystagmus kann in früher Kindheit ein Zeichen für das Fehlen des zentralen Sehens z.B. bei einer Schädigung der Zapfen oder der Fovea sein. Ein Nystagmus kann sich auch ohne Netzhauterkrankungen entwickeln. Beim Auftreten eines Nystagmus ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig. | |
| O | |
| OA2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit AI ED | |
| OAT | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: ornithin aminotransferase Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Atrophia gyrata | |
| Objektive Refraktion | |
| Physikalische Messung des am Auge vorliegenden Brechungsfehlers. Die objektive Refraktion ist Grundlage für die subjektive refraktion, bei der der ge messene Brechungsfehler aufgrund der Angaben des Patienten für ein optimales Brillenglas angepasst wird. | |
| obliquus | |
| schräg, quer | |
| obstruktiv | |
| verschließend, verlegend Am Auge z.B. ein Verschluss der Blutgefäße. Im Bereich der Luftwege ein Verschluss der Luftwege z.B. bei Bronchitis oder Asthma. | |
| occult | |
| verdeckt, nicht erkennbar, auch:
okkult Begriff zur Beschreibung von nicht eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: klassich, minimal klassisch) | |
| OCT | |
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Optische Kohärenztomografie Hochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur | |
| Octan | |
| Ein Perfluorcarbon (
PFCL) Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt. | |
| Oedem | |
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Ödem Flüssigkeitseinlagerung in ein Körpergewebe, am Auge z.B.: Hornhautödem, Makulaödem | |
| Off-Label-Use | |
| Medikamentenanwendung außerhalb der Zulassung Medikamente werden für eine bestimmte erkrankugn udn Anwendungsform nach Durchführung klinischer Studien zugelassen. EIne Wirksamkeit kann auch bei anderen Erkrankungen bestehen. Für manche dieser Erkrankungen sind klinische Studien nicht möglich, weil die Erkrankung zu selten ist oder davon manchmal auch Kinder betroffen sind. In diesen Fällen ist sorgfältig zu prüfen, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen. In bestimmten Fällen ist der Einsatz von Medikamenten außerhalb ihrer Zulassung gerechtfertigt, wenn es die einzige Behandlungsmöglichkeit mit Aussicht auf Erfolg ist. Die Vorteile und Risiken dieses Off-Label-Use müssen zwischen Arzt und Patient besonders detailliert besprochen werden. | |
| Offenwinkelglaukom | |
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Primäres Glaukom, "
Grüner Star" Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt. | |
| Okklusion | |
| Verschluss z.B. eines Blutgefäßes: | |
| okkult | |
| verdeckt, nicht erkennbar, auch:
occult Begriff zur Beschreibung von nicht eindeutig abgrenzbaren choroidalen Neovaskularisationen im Fluorescein-Angiogramm, wichtig für Therapieentscheidungen (siehe auch: klassich, minimal klassisch) | |
| Okularist | |
| Berufsbezeichnung für spezialisierter Hersteller von individuellen Augenprothesen ( Glasaugen) | |
| Okulo-zerebro-renales Syndrom | |
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Lowe Syndrom X-chromosomal vererbte Stoffwechselstörung mit Beteiligung der Nieren, des Gehirns und der Augen ( Katarakt, Glaukom). | |
| Oligocone Trichromasie | |
| Extrem seltene Form einer angeborenen Netzhautfunktionsstörung wahrscheinlich aufgrund einer sehr geringen Zahl von Zapfen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| ONCR | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PAX2 | |
| ONHA | |
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Optic Nerve Head Analyzer Methode zur detaillierten Untersuchung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Glaukom | |
| OPA1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: OPA1 protein Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Optikusatrophie (Kjer Typ), autosomal dominante Optikusatrophie mit sensoneuronalem Hörverlust Info: Das Protein hat Bedeutung für die Funktion der Mitochondrien | |
| OPCA2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7 | |
| Ophthalmologe | |
| Augenarzt | |
| Ophthalmoskop | |
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Augenspiegel Gerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes | |
| Ophthalmoskopie | |
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Netzhautuntersuchung,
Fundusspiegelung Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem Ophthalmoskop ( Augenspiegel) | |
| OPN1SW | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: blue cone opsin (Blauzapfenopsin) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Tritanopie | |
| OPPG | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit LRP5 | |
| Opsin | |
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Photopigmente Proteine in den Stäbchen ( Rhodopsin) und Zapfen (Rot-, Grün-, Blau- Opsin), deren Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens ist. Die Opsine gehen eine Verbindung mit Vitamin A ein. | |
| Optic Nerve Head Analyzer | |
|
ONHA Methode zur detaillierten Untersuchung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Glaukom | |
| Opticopathie | |
| Erkrankung des Sehnerven ohne nähere Spezifizierung der Ursache oder Art der Erkrankung | |
| Opticusatrophie | |
|
Sehnervenschwund,
Optikusatrophie Zahlreiche Ursachen können zu einer Optikusatrophie führen: Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Degenerationen, Tumore, vererbbare Erkrankungen. | |
| Optikopathie | |
| Erkrankung des Sehnerven ohne nähere Spezifizierung der Ursache oder Art der Erkrankung | |
| Optikusatrophie | |
|
Sehnervenschwund,
Opticusatrophie Zahlreiche Ursachen können zu einer Optikusatrophie führen: Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Degenerationen, Tumore, vererbbare Erkrankungen. | |
| Optikusneurotomie | |
| Radiäre
Optikusneurotomie (RON) Operationsverfahren zur Behandlung eines Zentralvenenverschlusses, das sich noch in der Erforschung befindet | |
| Optische Kohärenz Tomographie | |
|
OCT Hochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur | |
| Optische Kohärenztomografie | |
|
OCT Hochauflösende Methode zur Untersuchung der Netzhautstruktur | |
| Optische Medien | |
| Als optische Medien werden die Strukturen des Auges bezeichnet, durch die Lichtstrahlen dringen bevor sie die Netzhaut erreichen. Dazu gehören die Hornhaut, die Augenvorderkammer, die Linse und der Glaskörper. Klare optische Medien bezeichnen den Normalbefund. Getrübte optische Medien bezeichnen eine Störung des Lichteinfalls, wobei zahlreiche Ursachen möglich sind. | |
| Orphan Gene | |
| Gen, in dem Mutationen nur für Einzelfälle einer Erkrankung verantwortlich sind, während andere Gen die Mehrzahl einer bestimmten Erkrankung verursachen | |
| Osteoklasten | |
| Zellen, die Knochen abbauen | |
| P | |
| PAF1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3 | |
| PAHX | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PHYH | |
| palp. | |
| Abkürzung für palpatorisch = nach Gefühl | |
| palpatorisch | |
| Abkürzung:
palp. nach Gefühl | |
| Panel D15 Test | |
| Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens | |
| PAP1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RP9 | |
| Papille | |
|
Sehnervenkopf,
Sehnervenscheibe Beginn des des Nervus opticus im Augapfel. Bei verschiedenen Erkrankungen zeigen sich Veränderungen der Papille, diese kann blass, atrophisch, wachsgelb oder exkaviert aussehen | |
| Papillenabblassung | |
| Abblassung der
Papille Zeichen für eine krankhafte Veränderung des Sehnervenkopfes, z.B. bei Optikusatrophie oder Netzhautdystrophie | |
| Papillenexcavation | |
| Vertiefung im
Sehnervenkopf Eine begrenzte Exkavation der Papille ist normal. Beim Glaukom und anderen Erkrankungen kommt es zu einer Vergrößerung der Exkavation durch den Verlust von Sehnervenfasern. | |
| Papillenexkavation | |
| Vertiefung im
Sehnervenkopf Eine begrenzte Exkavation der Papille ist normal. Beim Glaukom und anderen Erkrankungen kommt es zu einer Vergrößerung der Exkavation durch den Verlust von Sehnervenfasern. | |
| Papillenkolobom | |
| Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich des Sehnervenkopfes. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung. | |
| Papillenprominenz | |
| Hervortreten der Papille ( Sehnervenkopf) über das Niveau der umgebenden Netzhaut. Eine Papillenprominenz kann unter anderem angeboren, bei Drusen, bei Durchblutungsstörungen der Papille, bei entzündlichen Veränderungen der Papille oder bei erhöhtem Hirndruck auftreten. | |
| para | |
| neben parafoveolär: neben der Fovea | |
| Parabulbäranästhesie | |
| Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle neben den Augapfel | |
| parafoveolär | |
| neben der Fovea | |
| paranasal | |
| neben der Nase | |
| paraneoplastisch | |
| Begleiterkrankungen eines Tumors ( Neoplasma), die aufgrund von Autoimmunreaktionen fernab vom eigentlich Tumor auftreten. Am Auge sind dies z.B. die Melanom assoziierte Retinopathie ( MAR) und die Carcinom assoziierte Retinopathie ( CAR). Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Paravenöse pigmentierte retinochoroidale Atrophie | |
|
PPRCA,
Pigmentierte paravenöse retinochoroidale Atrophie Seltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Eine Familie mit dominanter Vererbung wurde beschrieben. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| parazentral | |
| Neben dem Zentrum (der Fovea) | |
| Pars plana Vitrektomie | |
|
PPV, Operation des
Glaskörpers. Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert. | |
| Pathogenese | |
| Gesamtheit der an der Entstehung und Entwicklung einer Krankheit beteiligten Faktoren | |
| pathognomonisch | |
| für eine Erkrankung kennzeichnend Ein Symptom, das nur für eine bestimmte Erkrankung typisch ist und damit eine genaue Diagnose erlaubt | |
| pathologisch | |
| krankhaft | |
| Pathophysiologie | |
| Lehre von der krankhaft gestörten Funktion des menschlichen Organismus | |
| Pattern-Dystrophie | |
|
Musterdystrophie Gruppe von meist autosomal dominant vererbten Makuladystrophien, bei denen Muster-ähnliche Veränderungen in der Makula zu sehen sind. Nicht selten wird der englische Begriff Pattern Dystrophie übernommen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| pauci | |
| wenig, gering | |
| pauci pigmentosa | |
| wenig pigmentiert Begriff, der zur Beschreibung einer wenig pigmentierten Netzhaut bei Retinitis pigmentosa verwendet wurde | |
| PAX2 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: paired homeotic gene 2 protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominantes Nieren- Kolobom Syndrom ( Kolobom des Sehnerven und Nierenveränderungen) | |
| PBCRA | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MCDR1 | |
| PCAD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH3 | |
| PCDH15 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: protocadherin 15 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 1f), autosomal rezessive Taubheit | |
| PDE6A | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: cGMP pho sphodiesterase alpha subunit (Alpha-Untereinheit der cGMP Pho sphodiesterase) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa | |
| PDE6B | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: rod cGMP pho sphodiesterase beta subunit (Beta-Untereinheit der stäbchenspezifischen cGMP Pho sphodiesterase) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB) | |
| PDT | |
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Photodynamische Therapie Spezielle Form der Behandlung von krankhaften Gefäßveränderungen unter der Netzhaut. Dabei wird ein Medikament intravenös gespritzt, dass sich über den Blutkreislauf in den Gefäßen des UAges verteilt. Es sammelt sich besonders in krankhaften Blutgefäßen an und wird dann durch Belichtung mit einem spezifischen Laser aktiviert wird und schädigt die Gefäßwände . Auf diese Weise gelingt eine bessere Schonung des umgebenden Netzhautgewebes als bei der klassichen Laserbehandlung. Einzige derzeit verfügbare Substanz für die Behandlung am Auge ist Verteporfin (Markenname: Visudyne) | |
| PE | |
|
Retinales Pigmentepithel,
RPE Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente. | |
| PE Verschiebung | |
| unspezifische Veränderung der Pigmentierung des retinalen Pigmentepithels ( RPE, PE), die bei vielen Netzhauterkrankungen auftreten kann. | |
| PE-Pathie | |
| Unspezifische Kurzbezeichnung für Erkrankung des retinalen Pigmentepithels | |
| PE-Verschiebung | |
| unspezifische Veränderung der Pigmentierung des retinalen Pigmentepithels ( RPE, PE), die bei vielen Netzhauterkrankungen auftreten kann. | |
| Peeling | |
|
Membrane peeling Entfernen von Membranen von der Netzhautoberfläche während einer Vitrektomie. | |
| Pegabtanib | |
| Handelsname:
Macugen Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Macugen ist das erste Medikament, das in Europa für die Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration zugelassen wurde. Für Macugen wurde eine deutliche stabilsierende Wirkung auf den Krankheitsverlauf der feuchten AMD und in einigen Fällen eine Verbesserung des Sehens nachgewiesen. Macugen wird alle 6 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, ist noch nicht abschließend geklärt. | |
| Perfluorcarbone | |
| Abkürzung:
PFCL Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt. | |
| PERG | |
|
Muster-ERG (Abkürzung nach dem englischen Pattern-
ERG, um Verwechlsungen mit dem
mfERG zu vermeiden) Spezielle elektrophysiologische Untersuchungstechnik, die eine genaue Untersuchung der inneren Netzhautschichten erlaubt und frühzeitig Funktionsstörung der Makula erkennen läßt. | |
| peri | |
| um herum perifoveolär: um die Fovea herum | |
| Peribulbäranästhesie | |
| Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle um den Augapfel | |
| perifoveolär | |
| um die Fovea herum | |
| Perimeter | |
| ophthalmologisches Gerät zur Prüfung des Gesichtsfeldes. Innerhalb einer Halbkugel werden bei Beobachtung einer zentraler Fixationsmarke verschiedenen Lichtreize angeboten. Die Prüfung ist statisch (ein unbewegter Lichtreiz veränderlicher Helligkeit) oder kinetisch (ein beweglicher Lichtreiz) möglich. | |
| Perimetrie | |
| Prüfung des Gesichtsfeldes mit Hilfe des Perimeters. Geprüft werden die Außengrenzen und/oder die Lichtempfindlichkeit an bestimmten Netzhautstellen. | |
| peripher | |
| außen, nicht im Zentrum bei der Netzhaut: Die Netzhautbereiche außerbalb der Makula (mittlere und äußere Peripherie) | |
| Periphere Netzhautdegeneration | |
| Degenerative Veränderung in der peripheren Netzhaut, die teilweise mit einem erhöhten Risiko für eine Netzhautablösung einhergehen können | |
| perizentral | |
| um das Zentrum (die Fovea) herum | |
| PEX1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peroxisome biogenesis factor 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( infantile Form) | |
| PEX2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3 | |
| PEX7 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peroxisome biogenesis factor 7 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( adulte Form) | |
| PFCL | |
| perfluorcarbonic liquid Perfluorcabone ( Decalin, Octan) sind Flüssigkeiten, die schwerer sind als Wasser. Sie können während einer Vitrektomie dazu benutzt werden, eine abgelöste Netzhaut wieder anzulegen. Sie werden zum Ende der Vitrektomie wieder entfernt. | |
| Phakoemulsifikation | |
| Zertrümmerung der Augenlinse durch Ultraschall mit anschließendem Absaugen der aufgequollenen Linsenmassen (Operationsmethode bei Grauem Star) bei extrakapsulärer Kataraktoperation | |
| Phlebitis | |
| Entzündung von Venen, u.a. in der Netzhaut | |
| Photodynamische Therapie | |
|
PDT Spezielle Form der Behandlung von krankhaften Gefäßveränderungen in und unter der Netzhaut. Dabei wird ein Medikament gespritzt, dass sich in den Gefäßen ansammelt und dann durch Belichtung mit einem spezifischen Laser aktiviert wird und die Gefäßwände schädigt. Auf diese Weise gelingt eine bessere Schonung des umgebenden Netzhautgewebes als bei der klassichen Laserbehandlung | |
| Photophobie | |
| Starke Blendungsempfindlichkeit, LichtempfindlichkeitDiese tritt vor allem bei Netzhautdystrophien auf, die mit einer Zapfenfunktionsstörung beginnen ( Zapfen-Stäbchendystrophie). Sie kann aber auch bei erworbenen Erkrankungen wie einer Iritis ( Regenbogenhautentzündung) oder bei Verletzungen der Hornhautoberfläche vorkommen. | |
| Photopigmente | |
|
Opsine Proteine in den Stäbchen ( Rhodopsin) und Zapfen (Rot-, Grün-, Blau- Opsin), deren Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens ist. Die Opsine gehen eine Verbindung mit Vitamin A ein. | |
| Photorezeptoren | |
| Lichtempfindliche Sinneszellen der
Netzhaut Unterschieden werden Stäbchen und drei Typen von Zapfen, die unterschiedliche Photopigmente für die Farbwahrnehmung enthalten | |
| PHTB1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PTHB1 | |
| PHYH | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: phytanoyl-CoA hydoxylase Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom | |
| Physiologie | |
| Lehre von der normalen Funktion des menschlichen Organismus | |
| Phänokopie | |
| Ausprägung einer erworbenen Erkrankung, die einer anderen, vererbbaren Erkrankung sehr ähnlich sieht. Zum Beispiel können Entzündungen von Netzhaut und Aderhaut zu Pigmentierungen und Funktionsstörungen führen, die sehr ähnlich einer Retinitis pigmentosa sind (z.B. Lues-Retinopathie, Masern-Retinopathie). Insgesamt sind vererbbare Netzhautdystrophien wesentlich häufiger als Phänokopien. Das Erkennen von Phänokopien ist wichtig, weil sie möglicherweise behandelbar sind. | |
| Phänotyp | |
| äußere Ausprägung eines Merkmals, das durch die Wechselwirkung zwischen der genetischen Information und Umwelteinflüssen entsteht | |
| PID | |
|
Präimplantationsdiagnostik Test auf erblich bedingte Erkrankungen an Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind. Die PID setzt – auch bei fruchtbaren Paaren – eine künstliche Befruchtung mehrerer Eizellen voraus. Dem Embryo wird eine Zelle entnommen und auf genetische Defekte untersucht. Die gesunden Embryonen werden anschließend der Mutter eingepflanzt. | |
| Pigmentauflockerung | |
| Ungenaue Beschreibung für Veränderungen des retinalen Pigmentepithels meist in der Makula. Der Begriff wird in der Regel für unspezifische Veränderungen gebraucht, die nicht mit Sicherheit einer bestimmten Erkrankung zugeordnet werden können. | |
| Pigmentepithel | |
| der
Netzhaut;
retinales
Pigmentepithel, Abkürzung:
RPE, auch
PE Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente. | |
| Pigmentepithel-Translokation | |
| noch in der Erforschung befindliche Operationstechnik, bei der Pigmentepithel aus der Peripherie unter die Stelle des schärfsten Sehens verschoben wird. | |
| Pigmentepithelabhebung | |
| Abhebung des retinalen Pigmentepithels, meist im Rahmen einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). | |
| Pigmentepithelatrophie | |
| Atrophie (Gewebeschwund) des Pigmentepithels | |
| Pigmentepitheldestruktion | |
| Zerstörung des retinalen Pigmentepithels | |
| Pigmentepitheliopathie | |
| unspezifische Bezeichnung für Erkrankungen des retinalen Pigmentepithels | |
| Pigmentepithelriss | |
| Einriss des retinalen Pigmentepithels, meist bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD). Ein solcher Einriss unter der Stelle des schärfsten Sehens führt zu einer erheblichen Sehverschlechterung und ist nicht behandelbar. | |
| Pigmentierte paravenöse retinochoroidale Atrophie | |
|
PPRCA,
Paravenöse pigmentierte retinochoroidale Atrophie Seltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Eine Familie mit dominanter Vererbung wurde beschrieben. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| PIM1K | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RP9 | |
| PKAN | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PANK2 | |
| Plombe | |
| Eindellende Operation zur Behandlung einer rhegmatogenen Netzhautablösung: Festnähen eines Stücks Silikonschaumstoff auf dem Augapfels mit dem Ziel, die das Netzhautforamen zu verschliessen und damit die abgelöste Netzhaut wieder der Aderhaut anzulagern. | |
| Pluripotenz | |
| Entwicklungspotential einer Zelle oder eines Gewebes, sich unter geeigneten Bedingungen in mehr als einen Zell- oder Gewebetyp differenzieren zu können. | |
| PMP35 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PXMP3 | |
| PNR | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NR2E3 | |
| POHS | |
|
Presumed ocular histoplasmosis syndrome Erkrankung unklarer Ursache, die durch choroidale Gefäßneubildungen unter der Makula zu einer erheblichen Sehverschlechterung führen kann | |
| Polydaktylie | |
| mehr als 5 Finger oder Zehen tritt unter anderem beim Bardet-Biedl Syndrom auf. Oft sind überzählige Finger/Zehen nicht funktionstüchtig und werden kurz nach der Geburt operativ entfernt. | |
| Polymorphismus | |
| Abschnitt der DNA, der in zwei oder mehr unterscheidbaren Formen in der Bevölkerung vorkommt. | |
| Posner-Schlossmann-Syndrom | |
| Plötzlicher Augeninnendruckanstieg bei tiefer Vorderkammer (im Unterschied zum Glaukomanfall) | |
| Posner-Schloßmann Syndrom | |
| Plötzlicher Augeninnendruckanstieg bei tiefer Vorderkammer (im Unterschied zum Glaukomanfall) | |
| posterior | |
| hinten, Gegensatz zu anterior | |
| PPRCA | |
|
Paravenöse pigmentierte retinochoroidale Atrophie Seltene, wahrscheinlich infolge einer Autoimmunreaktion auftretende Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen, erkennbar durch deutliche Pigmentierungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| PPV | |
|
Pars plana Vitrektomie, Operation des
Glaskörpers. Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert. | |
| Presbyopie | |
|
Alterssichtigkeit Durch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen ( Akkommodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich. | |
| Presumed ocular histoplasmosis syndrome | |
| Abkürzung:
POHS Erkrankung unklarer Ursache, die durch choroidale Gefäßneubildungen unter der Makula zu einer erheblichen Sehverschlechterung führen kann | |
| Primer | |
| kurzes DNA-Stück, das als Start-Punkt der DNA-Synthese dient. | |
| Primäres Glaukom | |
|
Offenwinkelglaukom, "
Grüner Star" Häufigste Form des Glaukoms, wo bei offenem Kammerwinkel der Augeninnendruck erhöht ist und zur chronischen Schädigung des Auges führt. | |
| progredient | |
| fortschreitend | |
| Progredienz | |
| Fortschreiten (einer Erkrankung) Am Auge z. B. mit zunehmender Sehverschlechterung oder zunehmenden Gesichtsfeldausfällen. | |
| Progression | |
| Fortschreiten (einer Erkrankung) Am Auge z. B. mit zunehmender Sehverschlechterung oder zunehmenden Gesichtsfeldausfällen. | |
| Progressive bifokale chorioretinale Atrophie | |
| Extrem seltene, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Proliferationen | |
| Bezeichnung für das Wachstum von Blutgefäßen (z.B. bei der diabetischen Retinopathie) oder Bindegewebe (z.B. proliferative Vitreoretinopathie) im Glaskörperraum | |
| Proliferative Vitreoretinopathie | |
|
PVR Komplikation bei Netzhautablösung, insbesondere bei älteren Netzhautablösungen oder nach Verletzungen. Es bilden sich Membranen auf der Netzhautoberfläche, die die Netzhaut versteifen und durch Zug neue Netzhautlöcher entstehen lassen oder zu einer erneuten Netzhautablösung führen. Behandlung durch Vitrektomie. | |
| PROML1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: prominin (mouse)-like 1 Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Netzhautdegeneration Info: Glycoprotein an der Membran der Stäbchenaußensegmente | |
| Protanomalie | |
|
Rotschwäche Herabgesetzte Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Protanopie | |
|
Rotblindheit Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Proteine | |
| sind Eiweißkörper. Sie sind die Bausteine der Zellen, Organe, Muskeln und Nerven. Der Mensch verfügt über rund eine halbe Million verschiedener Proteine. Im Körper übernehmen sie verschiedenste Funktionen: sie dienen z.B. als Botenstoffe und sind damit chemische Signalüberträger (z. B. Enzyme, Hormone) | |
| Proteom | |
| Gesamtheit aller Proteine im Organismus. | |
| PRP3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3 | |
| PRP31 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF31 | |
| PRPC8 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit P RPF8 | |
| PRPF3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: human homolog of yeast pre-m RNA splicing factor 3 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa | |
| Präimplantationsdiagnostik | |
|
PID Test auf erblich bedingte Erkrankungen an Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind. Die PID setzt – auch bei fruchtbaren Paaren – eine künstliche Befruchtung mehrerer Eizellen voraus. Dem Embryo wird eine Zelle entnommen und auf genetische Defekte untersucht. Die gesunden Embryonen werden anschließend der Mutter eingepflanzt. | |
| Pränataldiagnostik | |
| Untersuchung des ungeborenen Kindes im Mutterleib entweder durch von außen angewandte Ultraschalldiagnostik oder durch invasive (eindringende) Verfahren (Fruchtwasserdiagnostik). | |
| präretinal | |
| epiretinal, vor der Netzhaut | |
| Prävalenz | |
| Häufigkeitsrate einer bestimmten Krankheit oder eines bestimmten Merkmals zu einem gegebenen Zeitpunkt bzw. einer bestimmten Zeit periode. | |
| Prävention | |
| Vorsorge, Vorbeugung Bezeichnung für Maßnahmen, die der Vorbeugung vor oder Verhinderung von Erkrankungen dienen. | |
| Pseudomakulaforamen | |
| vorgetäuschte Lochbildung in der Makula, z.B. durch Membranen auf der Netzhautoberfläche. | |
| Pseudophakie | |
| Zustand der Linse nach Katarakt-Operation mit Kunstlinseneinpflanzung | |
| psychogene Sehstörung | |
| Sehstörung, für die sich auch bei gründlicher Untersuchung der Augen keine organische (körperliche) Ursache finden lässt | |
| PTHB1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: parathyroid hormone-responsive B1 protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom Info: Funktion des Genprodukts unkannt | |
| PTS2R | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX7 | |
| Pupille | |
| Zentrale Öffnung der Regenbogenhaut (Lichteintrittsöffnung zum Augenhintergrund) | |
| Pupillenreaktion | |
| Verengung der Pupille auf Licht. Diese kann direkt durch Beleuchtung des untersuchten Auges, oder indirekt durch Beleuchtung des Partnerauges ausgelöst werden. | |
| PVR | |
|
Proliferative Vitreoretinopathie Komplikation bei Netzhautablösung, insbesondere bei älteren Netzhautablösungen oder nach Verletzungen. Es bilden sich Membranen auf der Netzhautoberfläche, die die Netzhaut versteifen und durch Zug neue Netzhautlöcher entstehen lassen oder zu einer erneuten Netzhautablösung führen. Behandlung durch Vitrektomie. | |
| PXE | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6 | |
| PXMP3 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peroxisome membrane protein 3 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Refsum Syndrom ( infantile Form) | |
| Q | |
| Quensyl-Retinopathie | |
|
Hydroxychloroquin-Retinopathie (Quensyl ist ein Handelsname von Hydroxychloroquin) Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Hydroxychloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Allerdings ist Hydroxychloroquin weniger toxisch als Chloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Hydroxychloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich. | |
| R | |
| Ranibizumab | |
| Handelsname:
Lucentis Ein Medikament aus der Gruppe der VEGF-Hemmer ( Macugen, Lucentis, Avastin). Lucentis ist das zweite Medikament, für das die Zulassung zur Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration erwartet wird. Zur Zeit ist Lucentis nur innerhalb von Studien verfügbar. Bisherige Studien zeigen für Lucentis eine Stabilisierung des Verlaufs und in einer Reihe von Fällen eine deutliche Verbesserung. Lucentis wird alle 4 Wochen in das Augeninnere ( intravitreal) injiziert. Wie oft diese Behandlung für einen endgültigen Erfolg wiederholt werden muss, wird derzeit in Studien geklärt. | |
| RB1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinoblastoma protein 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: Retinoblastom, Retinom, Pinealom, osteogenes Sarkom Info: Verhandene Mutation benötigt Mutation des zweiten Allels (second hit) zum Entstehen eienr Erkrankung, reguliert Zellzyklus | |
| RBP4 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinol-binding protein 4 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Degeneration des retinalen Pigmentepithels Info: Genprodukt ist Träger für Retinol im Serum | |
| RCD1 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfendystrophie | |
| RCDP1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PEX7 | |
| RCP | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit OPN1MW | |
| RCS | |
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Retinitis centralis serosa,
Retinopathia centralis serosa,
Chorioretinopathia centralis serosa Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten. | |
| RDH1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RDH5 | |
| RDH12 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinol dehydrogenase 12 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose | |
| RDH5 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: 11-cis retinol dehydrogenase 5 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver Fundus albipunctatus, autosomal rezessive Zapfendystrophie Info: Genprodukt wichtig für Vitamin A Regeneration | |
| RDPA | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PHYH | |
| RDS | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: peripherin 2 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante vitellirfome Makuladystrophie, digenische Retinitis pigmentosa (mit ROM1) Info: Genprodukt wichtig für Struktur der Aussensegmente der Photorezeptoren | |
| rectus | |
| gerade | |
| Refraktion | |
| Brechung(szustand) des Auges. Bei der Refraktionsbestimmung wird das Brillenglas bestimmt, mit der eine optimale Abbildung eines gesehenen Bildes auf der Netzhaut erreicht wird. | |
| Refraktionsbestimmung | |
| Bestimmung der Werte für die Korrektur eines Brechungsfehlers des Auges | |
| Refraktionswerte | |
| Werte für die Korrektur eines Brechungsfehlers, die bei der Refraktionsbestimmung erhoben werden | |
| Refsum Syndrom | |
| Seltenes Syndrom aufgrund einer Störung des Phytansäurestoffwechsels mit einer Retinitis pigmentosa ähnlichen Netzhautdystrophie, peripheren Neuropathien, Ataxie, Herzrhythmusstörungen und Schwerhörigkeit in variabler Ausprägung. Eine Behandlung mit Diät und Apherese ist möglich. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Regenbogenhaut | |
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Iris Teil der Uvea (Gefäßhaut), bildet die Pupille und gibt dem Auge die Farbe. | |
| Regionalanästhesie | |
| Schmerzausschaltung in einem begrenzten Bezirk am Auge z.B. des Augapfels oder der Augenlider | |
| Reizantworten | |
| Potentiale ge messene Spannungsänderungen bei elektrophysiologischen Untersuchungen ( ERG, EOG, mfERG, VEP, PERG) | |
| reizfrei | |
| ohne Entzündungsreiz Dies entspricht einem normalen Untersuchungsbefund, z.b. reizfreie Bindehaut oder reizfreie Vorderkammer bei Z.n. Augenoperationen. | |
| Rekombination | |
| Neuverteilung von Erbanlagen durch Einführen oder Entfernen von DNA aus unterschiedlichen Quellen im Erbgut eines Organismus. | |
| Resochin-Retinopathie | |
|
Chloroquin-Retinopathie (Resochin ist ein Handelsname von Chloroquin) Bei langdauernder (1 Jahr oder länger) Einnahme des Medikaments Chloroquin kann es zu Nebenwirkungen an der Netzhaut kommen, die sich zuerst durch Lesestörungen bemerkbar machen. Chloroquin führt häufiger zu Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Wird das Medikament nicht abgesetzt, schreiten die Sehstörungen fort mit Verlust der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Eine frühzeitige Erkennung einer Chloroquin-Retinopathie ist mit dem multifokalen ERG möglich. | |
| Restriktionsenzyme | |
|
Schneideenzyme: Enzyme, die eine Nukleotidfolge auf doppelsträngiger DNA erkennen und die Spaltung beider DNA-Stränge an dieser Stelle bewirken. | |
| RETGC | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D | |
| RETGC1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GUCY2D | |
| Retikuläre Dystrophie | |
| Extrem seltene, autosomal rezessiv vererbte Form einer Makuladystrophie mit netzartigen Pigmentierungen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Retina | |
|
Netzhaut (Abkürzung:
NH) In der Netzhaut erfolgt die Lichtwahrnehmung in den Photorezeptoren. Eine differenzierte Weiterverarbeitung der Information erfolgt in anderen Nervenzellen der Netzhaut, bevor die Information über den Nervus opticus zum Gehrin weitergeleitet wird. | |
| Retina-Blutung | |
| Blutung in die Netzhaut | |
| retinal | |
| die Netzhaut betreffend | |
| Retinale Tomographie | |
| z.B.
HRT Verfahren zur Untersuchung der Struktur der Netzhaut und der Papille mit Licht oder Laser | |
| Retinales Pigmentepithel | |
| Abkürzung:
RPE (auch:
PE) Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente. | |
| Retinasklerose | |
| Degenerative Veränderung der Netzhaut ( Retina) | |
| Retinaverkalkung | |
| Umgangssprachliche Bezeichnung für eine degenerative Erkrankung der Netzhaut ( Retina), Kalkablagerungen treten in der Netzhaut sehr selten auf. | |
| Retinektomie | |
| Wegschneiden von
Netzhaut Eine teilweise Retinektomie ist bei manchen Netzhautoperationen erforderlich, um die verbleibende Netzhaut wieder anlegen und dauerhaft stabilisieren zu können. Die Retinektomie ist in der Regel nur bei schweren Netzhautveränderungen nach Verletzung, bei fortgeschrittener diabetischer retinopathie oder bei länger bestehenden Netzhautablösungen erforderlich. Sie kann auch zur Behandlung von Tumoren notwendig sein oder zur Gewinnung von Gewebeproben bei unklaren schweren Netzhauterkrankungen eingesetzt werden. | |
| Retinitis | |
| Entzündung der
Netzhaut. Allerdings wird dieser Begriff nicht immer richtig gebraucht. Zum Beispiel ist es unwahrscheinlich, dass bei der Retinitis pigmentosa entzündliche Ursachen vorhanden sind. Der Begriff der Retinopathie (auch: Retinopathia) hat sich aber nicht durchgesetzt. | |
| Retinitis centralis serosa | |
|
Retinopathia centralis serosa,
Chorioretinopathia centralis serosa,
RCS Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten. | |
| Retinitis pigmentosa | |
| auch:
Retinopathia Pigm
entosa bekannteste Gruppe der hereditären Netzhautdystrophien. Fortschreitende, meist mit Pigmentablagerungen einhergehende, erbliche Netzhautdystrophie; Symptome: Nachtblindheit, fortschreitende Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Retinitis pigmentosa sine pigmento | |
|
Retinitis pigmentosa ohne Pigment Unglückliche Bezeichnung für eine Retinitis pigmentosa ohne Knochenkörperchen. Knochenkörperchen bilden sich zu verschiedenen Zeiten im Verlauf der Erkrankung und in unterschiedlichem Ausmaß. Allerdings lassen sich auch bei Fehlen von Knochenkörperchen bei einer Retinitis pigmentosa immer Veränderungen des retinalen Pigmentepithels erkennen. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Retinitis punctata albescens | |
| Sonderform der Retinitis pigmentosa mit weißen Flecken, die mit Mutationen in verschiedenen Genen assoziiert sein kann. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Retinoblastom | |
| Häufigster Netzhauttumor bei Kindern. Ein Retinoblastom tritt meist in den ersten beiden Lebensjahren auf. Es kann den Eltern durch plötzliches Schielen oder eine weiße Pupille ( Leukokorie, z.B. auf Blitzlichtfotos) auffallen. Bei diesen Symptomen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung notwendig. | |
| Retinometer | |
| Gerät zur Bestimmung der möglichen Sehschärfe z.B. vor Operationen eines Grauen Stars ( Katarakt). Bei Vorliegen von Netzhauterkrankungen oder Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) kann der Retinometervisus fälschlich zu gut sein. | |
| Retinometervisus | |
| Sehschärfe, die mit dem Retinometer bestimmt wurde. Das Retinometer ist ein Gerät zur Bestimmung der möglichen Sehschärfe z.B. vor Operationen eines Grauen Stars ( Katarakt). Bei Vorliegen von Netzhauterkrankungen oder Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) kann der Retinometervisus fälschlich zu gut sein. | |
| Retinopathia | |
| Erkrankung der
Netzhaut Der Begriff Retinopathia wird manchmal alternativ zu Retinitis gebraucht (z.B. Retinitis oder Retinopathia pigm entosa) | |
| Retinopathia centralis serosa | |
|
Retinitis centralis serosa,
Retinopathia centralis serosa,
Chorioretinopathia centralis serosa Erkrankung, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Netzhaut und Pigmentepithel kommt. In der Regel ist die Makula betroffen. Eine Spontanheilung ist häufig, Rezidive und chronische Verläufe sind selten möglich. Eine Ursache kann die Einnahme von Cortisonprä paraten sein. Die ursächliche Bedeutung von Stress ist umstritten. | |
| Retinopathia praematurorum | |
|
RPM,
Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity (
ROP) Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig. | |
| Retinopathie | |
| Erkrankung der
Netzhaut z.B. diabetische Retinopathie. Der Begriff Retinopathie ( Retinopathia) wird manchmal alternativ zu Retinitis gebraucht (z.B. Retinitis oder Retinopathia pigm entosa) | |
| Retinopexie | |
| "Befestigung" der Netzhaut, z.B. durch Narbenbildung nach Laser- oder Kältebehandlung ( Kryokoagulation) | |
| Retinoschisis | |
|
Netzhautspaltung Bei der Netzhautspaltung kommt es, im Gegensatz zur Netzhautablösung, zu einer Trennung der Netzhaut zwischen bestimmten Netzhautschichten. Eine Retinoschisis kann kongenital ( x-chromosomale Retinoschisis) oder bei älteren Menschen erworben auftreten. Während eine Netzhautablösung operativ behandelt werden muss, kann eine Retinoschisis nicht geheilt werden. | |
| Retrobulbäranästhesie | |
| Schmerzausschaltung durch Injektion eines Medikamentes in die Augenhöhle hinter den Augapfel | |
| Retrobulbärneuritis | |
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Neuritis nervi optici, Abkürzung:
NNO Entzündung des Sehnerven, bei der der Sehnerv selbst unauffällig aussieht. Typisch sind Sehverschlechterung, Verminderung des Farbensehens, manchmal Bewegungsschmerz des Auges, gesichtsfeldausfälle. Die Neuritis kann isoliert oder in Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose ( MS) auftreten. | |
| Retrolentale Fibroplasie | |
| Spätstadium einer Frühgeborenenretinopathie mit einer vollständigen Netzhautablösung und weitgehender Erblindung. | |
| Rezidiv | |
| Wiederauftreten derselben Erkrankung nach vorübergehender Abheilung | |
| RG | |
| Retinologische Gesellschaft Deutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft für Netzhauterkrankungen | |
| RGR | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RPE- retinal G protein-coupled receptor Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Aderhautsklerose | |
| Rhegmatogene Ablatio retinae | |
| Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie. | |
| Rhegmatogene Amotio retinae | |
| Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie. | |
| Rhegmatogene Netzhautablösung | |
| Netzhautablösung aufgrund eines Netzhautlochs ( Foramen), durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut dringt. Die Behandlung erfolgt durch Plombe, Cerclage oder Vitrektomie. | |
| Rheopherese | |
| Form der Blutwäsche, bei der bestimmte Anteile aus dem Blut durch spezielle Filter herausgefiltert werden. | |
| RHO | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Rhodopsin Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante retinitis pigm entosa, autosomal dominante kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB) Info: mehr als 100 verschiedene Mutationen sind bekannt | |
| Rhodopsin | |
| Protein in den Stäbchen, dessen Anregung durch einfallendes Licht die Grundlage des Sehens im Dunkeln ist. Rhodopsin geht eine Verbindung mit Vitamin A ein. Mutationen im Rhodopsin- Gen sind eine häufige Ursache für Retinitis pigmentosa | |
| RHOK | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GRK1 | |
| RIM1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RIMS1 | |
| RIMS1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: regulating synaptic membrane exocytosis protein 1 (rab3A-interacting molecule) Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Zapfen-Stäbchendystrophie Info: Genprodukt lokalisiert in Synapsen | |
| Ringskotom | |
| Ringförmig um das Zentrum gelegener Gesichtsfeldausfall, der im Bereich der höchsten Stäbchendichte der Netzhaut liegt. Typisch bei Retinitis pigmentosa. | |
| RK | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GRK1 | |
| RMCH | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ACHM1 | |
| RMCH2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3 | |
| RNA | |
| Ribonukleinsäure (engl. Ribo Nucleic Acid). Einsträngiges Abbild der DNA oder von Abschnitten der DNA durch Transkription, trägt die genetische Information aus dem Zellkern in die Zelle als Plan für die Proteinproduktion | |
| RNANC | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive nicht-syndromale kongenitale Netzhautablösung | |
| ROA1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Optikusatrophie | |
| ROM1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinal outer segment membrane protein 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: digenische Retinitis pigmentosa (zusammen mit RDS), fraglich autosomal dominante Retinitis pigmentosa | |
| ROP | |
|
Retinopathia prämaturorum (
RPM),
Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity (
ROP) Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig. | |
| Rotblindheit | |
|
Protanopie Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Rotschwäche | |
|
Protanomalie Herabgesetzte Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Rotsinnstörung | |
| Störung des Rotsinns, die angeboren ( Protanopie, Protanomalie) oder erworben bei Augenerkrankungen auftreten kann. | |
| RP | |
| Abkürzung für
Retinitis pigmentosa Wenn hinter RP eine Zahl steht, (z.B. RP2, RP29), ist dies eine Kurz-Bezeichnung für eine bestimmte genetisch definierte Form der Retinitis pigmentosa. | |
| RP1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RP1 protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Retinitis pigmentosa Info: Genprodukt nachweisbar in der Verbindung zwischen Photorezeptorinnen- und -außensegment | |
| RP10 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IMPDH1 | |
| RP11 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF31 | |
| RP12 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CRB1 | |
| RP13 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit P RPF8 | |
| RP14 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TULP1 | |
| RP16 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol | |
| RP17 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CA4 | |
| RP18 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PRPF3 | |
| RP19 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4 | |
| RP20 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPE65 | |
| RP21 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol | |
| RP25 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa | |
| RP26 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CERKL | |
| RP27 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NRL | |
| RP28 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa | |
| RP29 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa Info: bisher nur in 1 Familie | |
| RP3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RPGR | |
| RP30 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit FSCN2 | |
| RP31 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa | |
| RP32 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: schwere autosomal rezessive Retinitis pigmentosa Info: frühe Nachtblindheit, Visusverlust und Makuladegeneration | |
| RP33 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa | |
| RP4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RHO | |
| RP5 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RHO | |
| RP7 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RDS (Peripherin) | |
| RP9 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RP9 protein oder PIM1-kinase associated protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa | |
| RPE | |
|
Retinales Pigmentepithel (auch:
PE) Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente. | |
| RPE65 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: retinal pigment epithlium-specific 65 kD protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose Info: Genprodukt wichtig im Vitamin A Stoffwechsel in den retinalen Pigmentepithelzellen. Erfolgreiche Gentherapie im Hund | |
| RPGRIP1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: RPGR-interacting protein 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose Info: Genprodukt interagiert mit RPGR | |
| RPM | |
|
Retinopathia prämaturorum,
Frühgeborenenretinopathie, engl.: retinopathy of prematurity (
ROP) Erkrankung der Netzhaut bei Frühgeborenen, die in sich in verschiedenen Stadien entwickelt und unter Umständen zur erblindung führen kann. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung aller Frühgeborenen mit weniger als 32 Wochen Schwangerschaftsdauer notwendig. | |
| Rubeosis iridis | |
| Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut, die zur verlegung des Kammerwinkels und damit zur Augendruckerhöhung führen kann. Eine Rubeosis iridis ist oft Spätstadium einer Gefäßerkrankung der Netzhaut ( Diabetische Retinopathie, Zentralvenenverschluss). Die Behandlung besteht in der Behandlung der Ursache an der Netzhaut mit Laser oder Vitrektomie und der Senkung des Augeninnendrucks. Eine rasche Rückbildung einer Rubeosis iridis nach Eingabe von Avastin in die Augenvorderkammer wurde gezeigt, damit läßt sich eine Pause erreichen, in der die Netzhautbehandlung erfolgen kann. | |
| Rundforamen | |
|
Rundloch, spezielle Form eines
peripheren
Netzhautforamens In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Rundloch ist die Traktion auf den Lochrand abgerisen, das Risiko einer Netzhautablösung ist gering. | |
| Rundloch | |
|
Rundforamen, spezielle Form eines
peripheren
Netzhautforamens In der Netzhaut bezeichnet ein Foramen einen durchgreifenden, alle Netzhautschichten betreffenden Defekt. Bei einem Rundloch ist die Traktion auf den Lochrand abgerisen, das Risiko einer Netzhautablösung ist gering. | |
| Röhrengesichtsfeld | |
| konzentrische
Gesichtsfeldeinengung auf wenige Grad (auch:
Tunnelblick) Wenn bei einer Netzhaut- oder Aderhautdystrophie das Gesichtsfeld sehr stark von außen eingeengt ist, sieht der Betroffene nur einen kleinen Ausschnitt der Umwelt, wie wenn man durch einen Tunnel oder eine lange Röhre blickt. | |
| S | |
| s.c. | |
| sine correctione Sehschärfe ohne Korrektur durch Brillengläser Mögliche andere Beduetung: Abkürzung für subcutan = unter die Haut Abkürzung für subconjunctival = unter die Bindehaut | |
| SAG | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: arrestin (S- Antigen) Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessiver Morbus Oguchi (Sonderform der kongenitalen stationären Nachtblindheit), autosomal rezessive Retinitis pigmentosa Info: Protein hat Bedeutung bei der Informationsübertragung im Photorezeptor | |
| SANS | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1G | |
| sc (s.c.) | |
| sine correctione Sehschärfe ohne Korrektur durch Brillengläser Mögliche andere Bedeutung: Abkürzung für subcutan = unter die Haut Abkürzung für subconjunctival = unter die Bindehaut | |
| SCA7 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7 | |
| Schießscheibenmakulopathie | |
|
Bull"s eye
Makulopathie (= Ochsenaugen-
Makulopathie) Englischer Ausdruck für eine Schießscheiben- Makulopathie, bei der sich Veränderungen des retinalen Pigmentepithels in Ringform um die Fovea zeigen. Diese Veränderung ist nicht typisch für eine spezifische Netzhauterkrankung, sie kann bei Makuladystrophien, Zapfen-Stäbchendystrophien, aber auch bei Chloroquin-Retinopathie auftreten. Schießscheibenmakulopathie kann bei sehr unterschiedlichen Netzhautdystrophien auftreten. | |
| Schiötz-Tonometer | |
| Gerät zur messung des Augeninnendrucks, heuteaufgrund moderner Methoden nur noch selten verwendet | |
| Schneckenspuren | |
| Beschreibung für eine periphere Netzhautveränderung (auch als periphere Netzhautdegeneration bezeichnet) | |
| Schneideenzyme | |
|
Restriktionsenzyme: Enzyme, die eine Nukleotidfolge auf doppelsträngiger DNA erkennen und die Spaltung beider DNA-Stränge an dieser Stelle bewirken. | |
| Schwachsichtigkeit | |
|
Amblyopie Fehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, das aus verschiedenen Ursachen möglich ist. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden. | |
| Schwefelhexafluorid | |
|
SF6 Dieses Gas kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden. | |
| Screening | |
| Untersuchung einer bestimmten Gruppe zu einem bestimmten Zweck, z.B. Vorsorgeuntersuchungen bei Neugeborenen (Phenylketonurie, Glakatosämie) oder Frühgeborenen ( Screening auf pathologische Netzhautentwicklung). Ebenso ist ein Screening auf bestimmte Gen- Mutationen bei Netzhautdystrophien möglich. | |
| Sehnerv | |
|
Nervus opticus Der Sehnerv stellt die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn her. Er setzt sich aus ca. 1 Million Nervenfasern der Ganglienzellen der Netzhaut zusammen und beginnt in der Sehnervenscheibe ( Papille). | |
| Sehschärfe | |
|
Visus Bezeichnung für die Sehfunktion in der Stelle des schärfsten Sehens. Unterschieden werden die Sehschärfe für die Ferne (Fernvisus) und die Nähe (Nahvisus, Lesevisus) | |
| Sekretion | |
| Ausscheidung von Flüssigkeit aus einer
Zelle z.B. in den Tränendrüsen oder Speicheldrüsen | |
| sekundärer Strabismus | |
| Schielstellung als Folge andere Augenerkrankungen bzw. deren Behandlung, z.B. nach Verletzungen oder Operationen | |
| Sekundärglaukom | |
| Erhöhung des Augeninnendrucks in Folge von anderen Augenerkrankungen, z.B. diabetischer Retinopathie, Zentralvenenverschluss, Uveitis | |
| SEMA4A | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: Semaphorin 4A Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Retinitis pigmentosa, autosomal dominante Zapfen-Stäbchendystrophie Info: wichtig für die neuronale Entwicklung und im Immunsystem | |
| SEMAB | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit SEMA4A | |
| Senior-Loken Syndrom | |
| Syndrom mit Beteiligung der Niere ( Zystenniere = Nephoronophthise) und Netzhautdystrophie mit frühem Beginn (ähnlich wie Retinitis pigmentosa oder Leberscher kongenitaler Amaurose) | |
| Sequenzierung | |
| Bestimmung der Folge der Bausteine in DNA, RNA oder Protein. Meistens Sequenzierung von DNA. | |
| SF6 | |
|
Schwefelhexafluorid Dieses Gas kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden. | |
| SFD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TIMP3 | |
| Sicca-Syndrom | |
|
Trockenes Auge Veränderungen des Tränenfilms führen zu Störungen der Benetzung der Augenoberfläche, die sich mit Jucken, Fremdkörpergefühl, aber auch überschiessendem Tränen bemerkbar machen können. | |
| Silikon | |
| Flüssiges Silikon kann zur Stabilisierung der Netzhaut nach einer Glaskörperoperation ( Vitrektomie) als Endotamponade eingesetzt werden. | |
| simplex | |
| einfach, einzeln | |
| Simulationsprobe | |
| Testverfahren, mit dem das Vortäuschen einer Sehverschlechterung aufgedeckt werden soll. | |
| sine pigmento | |
| ohne Pigment Unglückliche Bezeichnung für eine Retinitis pigmentosa ohne Knochenkörperchen. Knochenkörperchen bilden sich zu verschiedenen Zeiten im Verlauf der Erkrankung und in unterschiedlichem Ausmaß. Allerdings lassen sich auch bei Fehlen von Knochenkörperchen bei einer Retinitis pigmentosa immer Veränderungen des retinalen Pigmentepithels erkennen. | |
| Skiaskopie | |
| Technik zur Bestimmung des Brechkraftfehlers eines Auges, heute insbesondere eingesetzt bei Kindern zur Bestimmung eines optimalen Brillenglases. | |
| Sklera | |
|
Lederhaut äußere Augenhülle, von außen an der weißen Färbung erkennbar, geht nach vorne direkt über in die Hornhaut. | |
| Sklerose | |
| krankhafte "Verhärtung" eines Gewebes weiter gefasst Bezeichnugn für degenerative Veränderungen z.B. der Netzhaut oder Aderhaut | |
| Skotom | |
| Gesichtfeldausfall Das Skotom kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen. | |
| Skotome | |
| Gesichtfeldausfälle (Plural von
Skotom) Das Skotom kann sich zum Beispiel als Ring um den zentralen Punkt des schärfsten Sehens (Ringsskotom bei Retinitis pigmentosa), als Ausfall im Zentrum ( Zentralskotom bei Makulaerkrankungen) oder bogenförmig um das Zentrum (Bogen- oder Bjerrumskotom beim Glaukom) darstellen. Eine Reihe weiterer Gesichtsfeldausfälle können bei anderen Augen- und Sehbahnerkrankungen bestehen. | |
| SLSN1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP1 | |
| SLSN3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP3 | |
| SLSN4 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit NPHP4 | |
| SLSN5 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit IQCB1 | |
| SLSN6 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CEP290 | |
| SNV | |
|
Subretinale Neovaskularisation (auch:
SRN);
choroidale
Neovaskularisation (
CNV), Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie. | |
| somatisch | |
| körperlich ( somatische Gentherapie = Gentherapie an Körperzellen) | |
| Sorsby Fundusdystrophie | |
| benannt nach dem Arzt Sorsby Spät beginnende, relativ rasch progrediente, autosomal dominant vererbte Netzhautdystrophie assoziiert mit Mutationen im TIMP3- Gen. Nach Auftreten von choroidalen Neovaskularisationen ( CNV) Fortschreiten zu einer generalisierten choroidalen Atrophie. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Spaltlampe | |
| Gerät zur mikroskopischen Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges unter Verwendung eines variablen Lichtspalts zur Beleuchtung. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut untersucht werden. In der Regel erfolgt die Augeninnendruck messung ebenfalls an der Spaltlampe. | |
| Spaltlampenmikroskopie | |
| Mikroskopische Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges mit der Spaltlampe. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut mikroskopisch untersucht werden. | |
| sph | |
| Abkürzung für Sphäre, den Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist. | |
| Sphäre | |
| Kugel In der Augenheilkunde bezeichnet die Sphäre den Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist, im Brillenrezept abgekürzt sph. Dazu kommt der Zylinder, der eine zusätzliche Brechkraft nur in einer bestimmten Richtung (Achse) bezeichnet, im Brillenrezept abgekürzt cyl. | |
| SRN | |
|
subretinale
Neovaskularisation (auch:
SNV,
choroidale
Neovaskularisation (
CNV) Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie. | |
| Stabsichtigkeit | |
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Astigmatismus Sie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte. "stabförmige", unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus. | |
| Stammzellen | |
| Zellen, die sich zu jedem beliebigen Zelltyp entwickeln können. Sie werden deshalb als „pluripotent“ (sich in viele verschiedene Zellen ausbildend) oder als totipotent (sich in alle Zellen, d.h. in einen vollständigen Organismus ausbildend) bezeichnet. Sie spezialisieren sich erst später. Aus ihnen entstehen über 200 verschiedene Zelltypen. Weil sich die noch unreifen Stammzellen in viele verschiedene Richtungen entwickeln können, eignen sie sich möglicherweise zur Regenerierung von Körpergewebe. | |
| stationär | |
| bleibend, ortsfest, zeitlich unveränderlich 1. mit Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: ambulant) 2. Bei nicht fortschreitenden Erkrankungen, z.B. kongenitale stationäre Nachtblindheit (im Gegensatz zu: progredient) | |
| Stationäre Behandlung | |
| mit Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: ambulanter Behandlung) | |
| STGD1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4 | |
| STGD3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ELOVL4 | |
| STGD4 | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Stargardt-ähnliche Makuladystrophie Info: Lokalisiert in 1 Familie | |
| Stickler-Syndrom | |
| Fehlbildungssyndrom des Bindegewebes Das Stickler-Syndrom ( autosomal dominant) geht am Auge mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung einher. Am Körper ist es gekennzeichnet durch Fehlbildungen des Skelelttsystems. Wie bei allen Syndromen kann die Ausprägung der einzelnen Symptome sehr unterschiedlich sein. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| STL1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL2A1 | |
| STL2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL11A1 | |
| Strabismus | |
| Fehlstellung der Augen (Schielen). Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt | |
| Strabismus convergens | |
| Innenschielen Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt | |
| Strabismus divergens | |
| Außenschielen Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit ( Amblyopie) verbleibt | |
| Strahlenkörper | |
|
Corpus ciliaris;
Ziliarkörper: Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich. | |
| Stridor | |
| pfeifendes Atemgeräusch bei Verengung der oberen Luftwege (z.B. bei Asthma, Schilddrüsenvergrößerung) | |
| Stäbchen | |
| Der Typ der Photorezeptoren, der für das Dämmerungssehen und das äußere Gesichtsfeld entscheidend ist. | |
| Stäbchenmonochromasie | |
| Angeborene, autosomal rezessiv vererbte Gruppe von Erkrankungen aufgrund unterschiedlicher Gendefekte, die zu einem völligen Fehlen der Zapfenfunktion führen. Das Sehen erfolgt ausschließlich mit den Stäbchen. Teilweise wird auch der Begriff Achromatopsie verwendet, dieser ist jedoch nicht ganz eindeutig definiert. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| sub | |
| unter subretinal: unter der Netzhaut subkapsulär: unter der Kapsel subfoveolär: unter der Fovea | |
| subcapsularis | |
| unter der Kapsel Cataracta subcapsularis: Linsentrübung direkt vor der hinteren Kapsel der Linse | |
| subfoveal | |
| unter der Fovea | |
| subfoveolär | |
| unter der Fovea | |
| Subjektive Refraktion | |
| Bestimmung eines optimalen Brillenglaswerts durch Abstimmung aufgrund der Angaben des Patienten basierend auf den bei der objektiven Refraktion ge messenen Brechungsfehlers des Auges. | |
| subkapsulär | |
| unter der Kapsel Linsentrübung unter der hinteren Linsenkapsel | |
| subretinal | |
| unter der Netzhaut | |
| Subretinale Neovaskularisation | |
|
SRN,
choroidale
Neovaskularisation (
CNV) Gefäßneubildung unter der Netzhaut (z.B. bei altersbedingter Makuladegeneration). Ein sicherer Nachweis erfolgt mit der Fluoreszenz-Angiographie. | |
| superior | |
| oben, oberhalb gelegen Musculus rectus superior: oberer Augenmuskel | |
| SVD | |
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Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante vitreoretinale Schneeflockendegeneration | |
| Symptom | |
| Anzeichen für eine Erkrankung Am Auge z.B. Sehverschlechterung, Schmerzen, Blendung, Rötung oder vermehrter Tränenfluss | |
| symptomatisch | |
| Auftreten von Anzeichen für eine beginnende Erkrankung Am Auge z.B. Sehverschlechterung, Schmerzen, Blendung, Rötung oder vermehrter Tränenfluss | |
| Syndrom | |
| Typische Kombination von Krankheitssymptomen in verschiedenen Organen. Diese werden häufig mit dem Namen der Beschreiber des Syndroms benannt (z.B. Usher- Syndrom: Netzhaut und Ohr) | |
| T | |
| Tapetoretinale Degeneration | |
| Oberbegriff für erbliche (hereditäre) Netzhauterkrankungen ( Netzhautdystrophien). | |
| TCF13 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1 | |
| TEAD1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: TEA domain family member 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante Atrophia areata | |
| TEF1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit TEAD1 | |
| temporal | |
| schläfenwärts, zur Seite der Schläfe | |
| Tensio | |
| Augeninnendruck | |
| Tensiomessung | |
| Messung des Augeninnendrucks | |
| Thymin | |
| einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin | |
| TLR4 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: toll-like receptor 4 Mit Polymorphismen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: altersabhängige Makuladegeneration (AMD) Info: bestimmte Polymorphismen in diesem Gen (Asp299Gly) erhöhen das Risiko für eine AMD um das 2-fache | |
| totipotente embryonale Stammzellen | |
| sind die aus einigen Tage alten Embryonen gewonnenen Stammzellen. Sie können unter geeigneten Bedingungen (im Reagenzglas) zu einem voll entwicklungsfähigen Embryo heranwachsen. | |
| toxisch | |
| giftig, mit Nebenwirkungen behaftet | |
| Toxoplasma gondii | |
| Erreger, der eine Toxoplasmose auslösen kann | |
| Toxoplasmose | |
| Erkrankung, die durch den Erreger
Toxoplasma gondii ausgelöst wird. Die Mehrzahl der Infektionen mit Toxoplasma gondii verläuft symptomlos für den Betroffenen. Am Auge kann angeboren oder später im Leben erworben bei Toxoplasmose eine Entzündung von Netzhaut und Aderhaut entstehen, oft nahe der Makula. Eine akute Entzündung muss je nach Lage zur Makula behandelt werden. Toxoplasma gondii bildet Sporen, die nicht behandelt werden können und zu ein- oder mehrmalig wiederholten Entzündungen führen können. | |
| Traktion | |
| Zug Der Glaskörper kann eine Traktion auf die Nethhaut ausüben. Eine Traktion kann zu einem Foramen ( Loch) in der Netzhaut führen, von dem aus eine rhegmatogene (lochbedingte) Netzhautablösung entsteht. Eine Traktion kann auch zu einer Netzhautablösung ohne Foramen führen, die dann Traktionsablatio genannt wird. Die Behandlung einer Traktion bei Netzhautablösung erfolgt entweder durch eine Eindellung des Auges ( Plombe, Cerclage) oder eine Glaskörperoperation ( Vitrektomie). | |
| Traktionsablatio | |
| Netzhautablösung durch Zug ( Traktion) von Glaskörper an der Netzhaut ohne Netzhautforamen ( Loch). Die Behandlung erfolgt durch Vitrektomie. | |
| Traktionsamotio | |
| Netzhautablösung durch Zug ( Traktion) von Glaskörper an der Netzhaut ohne Netzhautforamen ( Loch). Die Behandlung erfolgt durch Vitrektomie. | |
| Transduktion | |
| Übertragung des empfangenen Lichtsignals im Photorezeptor vom Opsin zur Zellmembran. | |
| Transkription | |
| Übertragung der genetischen Information im Zellkern von der DNA in RNA. Die RNA wird dann aus dem Zellkern in die Zellen eingeschleust, wo die RNA als Bauplan für Proteine verwendet wird. | |
| Transmission | |
| Weiterleitung der Information innerhalb der Netzhaut von den Photorezeptoren über die Bipolarzellen zu den Ganglienzellen | |
| Triamcinolon | |
| Cortison-Prä
parat Triamcinolon wird bei bestimmten Netzhauterkrankungen ( Makulaödem, altersabhängige Makuladegeneration in Kombination mit der photodynamischen Therapie ( PDT)) in das Augeninnere gespritzt. Risiko sind Glaukom ( Augeninnendruckerhöhung) und Linsentrübungen. | |
| TRIM32 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: tripartite motif-containing protein 32 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Bardet-Biedl Syndrom, autosomal rezessive Lendengürtel Muskeldystrophie | |
| Trisomie | |
| häufigste Form von chromosomalen Aberrationen, Vorliegen eines Chromosoms in drei Kopien statt in zwei. Geboren werden Kinder mit Trisomien der Chromosomen 13, 18, 21, und X. | |
| Tritanomalie | |
|
Blauschwäche Herabgesetzte Empfindlichkeit im blauen (lurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| Tritanopie | |
|
Blaublindheit Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums | |
| TRNH | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTH | |
| TRNL1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTL1 | |
| TRNS2 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTTS2 | |
| Trockene AMD | |
| Form der altersbedingten oder altersabhängigen
Makuladegeneration (AMD) Im Gegensatz dazu steht die feuchte Form, bei der es zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut kommt. Diese fehlen bei der trockenen Form. Typisch für die trockene AMD ist die geographische Atrophie. | |
| Trockene Makuladegeneration | |
| Form der altersbedingten oder altersabhängigen
Makuladegeneration (AMD) Im Gegensatz dazu steht die feuchte Form, bei der es zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut kommt. Diese fehlen bei der trockenen Form. Typisch für die trockene AMD ist die geographische Atrophie. | |
| Trockenes Auge | |
| Wenn zu wenig Tränen produziert werden oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit verändert ist, kann es zu Benetzungsstörungen der Augenoberfläche kommen, die sich als Fremdkörpergefühl bemerkbar machen. Künstliche Tränenflüssigkeit ist eine Behandlunsgmöglichkeit. | |
| Tropfanästhesie | |
| Schmerzausschaltung an der Augenoberfläche durch betäubende Tropfen | |
| Tränenwege | |
| Die Tränen enstehen in der Tränendrüse und in speziellen Zellen der Bindehaut, und laufen im inneren Augenwinkel über die Tränenwege in die Nase ab. | |
| TTC8 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: tetratricopeptide repeat domain 8 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Bardet-Biedl Syndrom Info: Genprodukt wichtig für Zilienfunktion | |
| TTPA | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: alpha-tocopherol-transfer protein Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive oder dominante Ataxie | |
| TULP1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: tubby-like protein 1 Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa, autosomal rezessive Lebersche kongenitale Amaurose Info: Genprodukt möglicherweise wichtig für Transport von Rhodopsin | |
| Tunnelblick | |
| konzentrische
Gesichtsfeldeinengung auf wenige Grad (auch:
Röhrengesichtsfeld) Wenn bei einer Netzhaut- oder Aderhautdystrophie das Gesichtsfeld sehr stark von außen eingeengt ist, sieht der Betroffene nur einen kleinen Ausschnitt der Umwelt, wie wenn man durch einen Tunnel oder eine lange Röhre blickt. | |
| U | |
| unilateral | |
| einseitig am Auge: nur ein Auge betreffend | |
| USH1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH1A | |
| USH1B | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MYO7A | |
| USH1C | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: harmonin Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, autosomal rezessive Taubheit | |
| USH1D | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CDH23 | |
| USH1F | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit PCDH15 | |
| USH2A | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: usherin Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom (Typ 2), autosomal rezessive Retinitis pigmentosa Info: Das Protein ist wichtiger Bestandteil von Basalmembranen | |
| USH2B | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom | |
| USH2C | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MASS1 | |
| USH3 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit USH3A | |
| USH3A | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: clarin-1 Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Usher Syndrom, Typ 3 Info: Das Protein hat eine mögliche Bedeutung für Synapsen der Photorezeptoren | |
| Usher-Syndrome | |
| Kombination einer Retinitis pigmentosa-ähnlichen Netzhautdystrophie mit angeborener Taubheit (Usher I) bzw. mit Innenohrschwerhörigkeit (Usher II). Zusätzlich können Gleichgewichtsstörungen bestehen. Genetisch lassen sich mindestens 10 Formen voneinander unterscheiden. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Uvea | |
| Gefäßhaut des Auges. Dazu gehören die Iris ( Regenbogenhaut), das Corpus ciliare ( Ziliarkörper) und die Choroidea ( Aderhaut). | |
| Uveitis | |
| Entzündung der Gefäßhaut ( Uvea) des Auges. Diese kann alle oder nur einzelne Bereiche der Uvea betreffen (z.B. Iritis = Regenbogenhautentzündung; posteriore Uveitis = Aderhautentzündung). | |
| V | |
| V.a. | |
| Verdacht auf | |
| VA | |
|
VAA Abkürzung für: Vorderer Augenabschnitt: Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer, Linse | |
| VAA | |
|
VA Abkürzung für: Vorderer Augenabschnitt: Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer, Linse | |
| VEGF | |
| Vascular endothelial growth factor Einer von zahlreichen Wachtumsfaktoren, die das Zellwachstum und die Zellerneuerung steuern. VEGF ist wesentlich an der Entstehung von Erkrankungen des Auges (z. B. diabetische Retinopathie, altersbedingte Makuladegeneration) beteiligt. Im Auge existieren verschiedene Isoformen von VEGF. | |
| VEGF-Antagonisten | |
| Medikamente, die die Wirksamkeit des Wachstumsfaktors VEGF hemmen. Dies fürht zu einer Verminderung von Gefäßwachstum und zu einem "Abdichten" der Blutgefäße mit Rückgang von Makulaödem. An der Netzhaut wirkt Macugen gegen eine Isoform des VEGF, Lucentis und Avastin gegen verschiedene Isoformen von VEGF. Sie werden bei der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen erfolgreich eingesetzt. | |
| VEGF-Hemmer | |
| Medikamente, die die Wirksamkeit des Wachstumsfaktors VEGF hemmen. Dies fürht zu einer Verminderung von Gefäßwachstum und zu einem "Abdichten" der Blutgefäße mit Rückgang von Makulaödem. An der Netzhaut wirkt Macugen gegen eine Isoform des VEGF, Lucentis und Avastin gegen verschiedene Isoformen von VEGF. Sie werden bei der altersabhängigen Makuladegeneration und anderen Netzhauterkrankungen erfolgreich eingesetzt. | |
| Vektor | |
| „ Gentaxi“ oder „ Genfähre“ dienen dem Transport von Genen in Zellen, also zur Übertragung von DNA-Stücken in einen gentechnisch zu verändernden Organismus. Bei diesen Vektoren kann es sich um Bakterien, modifizierte („entschärfte“) Viren oder auch DNA-Abschnitte, z.B. bakterielle Plasmide, handeln. | |
| Velhagen-Tafeln | |
| Spezieller Test für die Untersuchung des Farbensehens | |
| VEP | |
|
Visuell evozierte Potentiale Durch Musterreize oder Lichtblitze gezielt ausgelöste Hirnpotentiale, die über Elektroden am Hinterkopf abgeleitet werden können. Damit ist eine genaue Untersuchung der Funktion der gesamten Sehbahn möglich. | |
| Verzerrtsehen | |
|
Metamorphopsien Durch verschiedene Erkrankungen der Makula, z.B. Membranen auf der Netzhaut ( Macular pucker), ein Makulaforamen, oder choroidale Neovaskularisationen kann ein Verzerrtsehen entstehen. Man kann es selbst mit dem Amsler-Netz testen. | |
| vestibulär | |
| in Zusammenhang mit dem Gleichgewichtsorgan z.B. zur Bezeichnung der Ursache eines Schwindels | |
| Visuell evozierte Potentiale | |
| Abkürzung:
VEP Durch Musterreize oder Lichtblitze gezielt ausgelöste Hirnpotentiale, die über Elektroden am Hinterkopf abgeleitet werden können. Damit ist eine genaue Untersuchung der Funktion der gesamten Sehbahn möglich. | |
| Visus | |
| Zentrale Sehschärfe. Unterschieden werden Fernvisus und Nahvisus (Lesevisus) | |
| Vitamine | |
| Oberbegriff für Substanzen, die lebensnotwendig sind, jedoch vom Körper selbst nicht hergestellt werden können (mit einzelnen Ausnahmen). Vitamine müssen daher mit der Nahrung von außen zugeführt werden. Die einzelnen Vitamine werden mit Buchstaben und teils Zahlen abgekürzt (A, B1-B2, B6, B12, C-H, K). | |
| Vitrektomie | |
| Operation des
Glaskörpers (Abkürzung:
PPV). Die Vitrektomie ist zur Entfernung von Trübungen im Glaskörper oder zur Behandlung von verschiedenen Netzhauterkrankungen ( Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, schwere Augenverletzungen) indiziert. | |
| vitreoretinal | |
| den Glaskörper (Vitreus) und die Netzhaut ( Retina) betreffend | |
| Vitreoretinopathie | |
| Erkrankung von
Netzhaut und
Glaskörper Der Begriff wird sowohl für eine Gruppe angeborener, vererbbarer Erkrankungen von Netzhaut und Glaskörper verwendet (z.B. familiäre exsudative Vitreoretinopathie), aber auch für erworbene Erkrankungen (z.B. proliferative Vitreoretinopathie) | |
| VK | |
| Abkürzung für:
Vorderkammer Raum zwischen Hornhaut ( Kornea) und Regenbogenhaut ( Iris). Die Vorderkammer ist üblicherweise mit Kammerwasser gefüllt und klar. Im Winkel zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut, dem Kammerwinkel, fließt das Kammerwasser aus dem Auge ab. | |
| VLGR1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MASS1 | |
| VMD1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen an diesem Genort assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante atypische vitelliforme Makuladystrophie | |
| VMD2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: bestrophin Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominanter Morbus Best, autosomal dominante Vitreoretinochoroidopathie | |
| Vollnarkose | |
| =
Allgemeinanästhesie,
Narkose, spezieller:
Intubationsnarkose,
ITN Schmerzausschaltung mit Ausschaltung des Bewußtseins durch einen Anästhesisten | |
| Vorderkammer | |
| Abkürzung:
VK Raum zwischen Hornhaut ( Kornea) und Regenbogenhaut ( Iris). Die Vorderkammer ist üblicherweise mit Kammerwasser gefüllt und klar. Im Winkel zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut, dem Kammerwinkel, fließt das Kammerwasser aus dem Auge ab. | |
| VRNI | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Mit Mutationen in diesem Gen assoziierte Erkrankungen: autosomal dominante neovaskuläre inflammatorische Vitreoretinopathie | |
| W | |
| Wagner Syndrom | |
| Extrem seltenes, autosomal dominant vererbtes Syndrom mit einem hohen Risiko für eine Netzhautablösung. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| weiche Drusen | |
| Bezeichnung für größere, teils unregelmäßig begrenzte und miteinander konfluierende Drusen | |
| WFS1 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: wolframin Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Wolfram Syndrom (Diabetes, Optikusatrophie und Taubheit), autosomal dominanter sensoneuronaler Hörverlust für niedrige Frequenzen Info: Assoziation mit mitochondrialen Veränderungen | |
| WFS2 | |
|
Gen-Symbol Gen kodiert das Protein: nicht bekannt Assoziierte Erkrankungen: autosomal rezessives Wolfram Syndrom (Diabetes, Optikusatrophie, Taubheit) | |
| WGN1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CSPG2 | |
| white without pressure | |
| weiß ohne Druck Veränderung der peripheren Netzhaut- Glaskörpergrenzfläche, so dass diese weißlich erscheint. Die Bezeichnung "ohne Druck" stammt daher, dass man bei der Untersuchung des Augenhintergrundes auf das Auge drücken kann, auch dabei wird die Netzhaut- Aderhaut weißlicher. | |
| Windenblütenamotio | |
| Netzhautablösung mit ausgeprägter Zusammenziehung der zentralen Netzhaut in einem Trichter (entsprechend der Form einer Windenblüte) bei Proliferativer Vitreoretinopathie ( PVR) | |
| Wolfram Syndrom | |
| Autosomal rezessive vererbtes Syndrom mit Diabetes, Optikusatrophie und Taubheit. Ursächlich sind Mutationen in den Genen WFS1 oder WFS2. | |
| X | |
| X-Chromosom | |
| Eins der beiden
Geschlechtschromosomen. Frauen haben zwei X-Chromosome, aber kein Y-Chromosom in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen. | |
| x-chromosomal | |
| bezeichnet Erbinformation, die auf dem X-Chromosom liegt | |
| x-chromosomale Retinoschisis | |
| angeborene
Netzhautspaltung (manchmal auch als kongenitale oder
juvenile Retinoschisis bezeichnet). In Folge von Mutationen im RS1- Gen kommt es zu einer Strukturschwäche der Netzhaut mit Spaltung. Typisch ist eine herabgesetzte Sehschärfe. Als Komplikationen können Glaskörperblutungen und eine Netzhautablösung auftreten. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Xanthelasmen | |
| hellgelbe Ablagerungen in der Lidhaut bedingt durch Cholesterinablagerungen. Sie sind harmlos und können z.B. mit einem Laser entfernt werden | |
| XLPCD | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COD2 | |
| XLRS1 | |
| nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit RS1 | |
| Y | |
| Y-Chromosom | |
| Eins der beiden
Geschlechtschromosomen. Frauen haben kein Y-Chromosom, sondern zwei X-Chromosome in ihren Körperzellen. Männer tragen ein Y-Chromosom und ein X-Chromosom in ihren Körperzellen. | |
| Z | |
| ZAO | |
|
Zentralarterienokklusion, auch:
Zentralarterienverschluss (
ZAV) Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich. | |
| Zapfen | |
| Der Typ der Photorezeptoren, der für die Sehschärfe, das Tagessehen und die Farbwahrnehmung entscheidend sind. Es gibt drei Zapfentypen: Rot-, grün- und blauempfindliche Zapfen als Basis der Farbunterscheidung. Die Grundlage der Sehschärfe ist die hohe Dichte der Zapfen in der Fovea im Zentrum der Makula. Daher betrifft eine Makulaerkrankung fast immer die Sehschärfe und das Farbensehen. | |
| Zapfen-Stäbchen-Dystrophie | |
|
ZSD,
Zapfen-Stäbchendystrophie Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Zapfen-Stäbchendystrophie | |
|
ZSD,
Zapfen-Stäbchen-Dystrophie Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Zapfendegeneration | |
| siehe unter: Zapfendystrophie | |
| Zapfendystrophie | |
| Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die nur die Zapfen betreffen und sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar machen. Mehrere assoziierte Genmutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| ZAV | |
|
Zentralarterienverschluss, auch:
Zentralarterienokklusion (
ZAO) Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich. | |
| Zelle | |
| Kleinste Baueinheit eines Organismus Ein Bakterium besteht aus einer Zelle (Einzeller). Größere Organismen setzen sich aus unendlich vielen Zellen zusammen. So hat z.B. alleine die Netzhaut des Menschen bis zu 300 Millionen lichtempfindliche Zellen. | |
| Zentralarterie | |
| Arterie, die die gesamte Blutversorgung der inneren Netzhautschichten sichert. Sie tritt durch die Papille ins Auge. | |
| Zentralarterienokklusion | |
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ZAO, auch:
Zentralarterienverschluss (
ZAV) Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich. | |
| Zentralarterienverschluss | |
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ZAV, auch:
Zentralarterienokklusion (
ZAO) Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut, die die gesamten Netzhautinnenschichten mit Blut versorgt. Durch einen Verschluss wird die Blutversorgung unterbrochen und es kommt innerhalb von Sekunden zu einer dramatischen Sehverschlechterung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine schnellstmögliche Augenuntersuchung ist erforderlich. | |
| Zentrale areoläre Aderhautdystrophie | |
| Gruppe von seltenen Makuladystrophien, die genetisch heterogen sind und wahrscheinlich verschiedene Vererbungsformen zeigen. Charakteristisch ist der perizentrale Beginn. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| Zentralskotom | |
| Gesichtsfeldausfall unter Einbeziehung der Stelle des schärfsten Sehens. Beim absoluten Zentralskotom besteht ein vollständiger Ausfall. Beim relativen Zentralskotom ist die Lichtempfindlichkeit herabgesetzt, so dass nur sehr helle Lichtreize noch erkannt werden. | |
| Zentralvene | |
| Vene, die die gesamte Blutentsorgung der inneren Netzhautschichten sichert. Sie tritt durch die Papille aus dem Auge. | |
| Zentralvenenokklusion | |
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ZVO, auch:
Zentralvenenverschluss (
ZVV) Verschluss der Zentralvene der Netzhaut. Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll. | |
| Zentralvenenverschluss | |
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ZVV, auch:
Zentralvenenokklusion (
ZVO) Verschluss der Zentralvene der Netzhaut. Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll. | |
| Ziliarkörper | |
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Strahlenkörper;
Corpus ciliaris: Teil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut ( Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich. | |
| Zilie | |
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Cilie 1. Haare an den Lidrändern 2. Zellfortsätze des Flimmer epithels in den Luftwegen 3. Zellfortsätze bei einzelligen Lebewesen zur Fortbewegung 4. Zilienähnliche Strukturen gibt es in Sinneszellen des Ohres und der Netzhaut ( Photorezeptoren) | |
| ZSD | |
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Zapfen-Stäbchendystrophie Bezeichnung für eine Gruppe von vererbbaren Dystrophien der Netzhaut, die zuerst die Zapfen und später auch die Stäbchen betreffen. Sie machen sich durch Sehschärfenminderung, Blendungsempfindlichkeit und Farbsinnstörungen bemerkbar und können sich im Endstadium wie ähnlich einer fortgeschrittenen Retinitis pigmentosa entwickeln. Mehrere assoziierte Mutationen in verschiedenen Genen wurden beschrieben. Die Diagnose wird mit dem ERG gestellt. Detaillierte Informationen unter: http://retinascience.de/krank_kell/krank_index.html | |
| ZVO | |
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Zentralvenenokklusion, auch:
Zentralvenenverschluss (
ZVV) Verschluss der Zentralvene der Netzhaut. Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll. | |
| ZVV | |
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Zentralvenenverschluss, auch:
Zentralvenenokklusion (
ZVO) Verschluss der Zentralvene der Netzhaut. Dadurch kommt es zu einem gestörten Blutabfluss aus dem Auge mit Blutungen in die Netzhaut und einer Sehverschlechterung innerhalb von Stunden. Häufig besteht ein Bluthochdruck als Risikofaktor. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, eine umgehende Abklärung aller Risikofaktoren ist sinnvoll. | |
| Zygote | |
| befruchtete Eizelle als Produkt der Verschmelzung der Zellkerne von Ei- und Samenzelle, Ausgangszelle der embryonalen Entwicklung. | |
| Zylinder | |
| In der Augenheilkunde bezeichnet der Zylinder, eine zusätzliche Brechkraft eines Brillenglases in einer bestimmten Richtung (Achse), im Brillenrezept abgekürzt cyl. der Zylinder ergänzt die Sphäre, der Anteil der Brechkraft eines Brillenglases, der in allen Richtungen gleich ist, im Brillenrezept abgekürzt sph. | |
| Zyste | |
| Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum. | |
| zystoid | |
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Zysten-ähnlich Eine Zyste ist ein durch eine eigene Membran umschlossener Flüssigkeitsraum. Flüssigkeitseinlagerungen z.B. in der Netzhaut ohne eigene Membran werden als zystoid bezeichnet. | |
| Zystoides Makulaödem | |
| Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut im Bereich der Makula führen zur verdickung der Netzhaut und damit zur Sehverschlechterung. Ein zystoides Makulaödem kann bei Netzhauterkrankungen (Diabetischer Retinopathie, Retinitis pigmentosa, Zentralvenenverschluss), nach Entzündungen des Auges ( Uveitis) oder nach Katarakt-Operation auftreten. Die Behandlung ist abhängig von der Ursache variabel. | |
| ä | |
| äquatorial | |
| am Äquator am Auge bezeichnet der Äquator wie beim Globus den Bereich des größten Umfangs. Veränderungen in der Netzhaut, die im Bereich dieses Äquators liegen (häufig Netzhautlöcher), werden als äquatorial bezeichnet. | |
| äquatoriale Degeneration | |
| Begriff für eine Veränderung in der Netzhaut am Äquator des Auges, die eine umschriebene Netzhautdegeneration meist aufgrund von Glaskörperzug beschreibt. Eine Behandlung ist nur bei Auftreten von Netzhautlöchern ( Foramina) mit Symptomen (wie z.B. Lichtblitze, Rußregen) notwendig. | |
| Ä | |
| Ätiologie | |
| 1. Gesamtheit der Einflussfaktoren, die eine Erkrankung verursachen 2. Lehre von den Krankheitsursachen | |
| ä | |
| ätiologisch | |
| ursächlich, die Ätiologie betreffend | |
| Ö | |
| Ödem | |
| Flüssigkeitsansammlung in einem Gewebe, z.B. der Makula: Makulaödem | |
| Ödem | |
| Flüssigkeitseinlagerung in ein Körpergewebe, am Auge z.B.: Hornhautödem, Makulaödem | |
| ö | |
| ödematös | |
| Gewebe mit Flüssigkeitseinlagerung | |