Alphabetischer Index der Augenkrankheiten
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Retinitis pigmentosa
Retinitis pigmentosa (RP) ist das bekannteste und häufigste Krankheitsbild der hereditären Netzhaut-Aderhautdystrophien. Unter diesem Namen ist eine heterogene Gruppe von Erkrankungen mit verschiedenen Erbgängen und multiplen zugrundeliegenden Genmutationen in verschiedenen Genen zusammengefaßt.
- Englisch: Retinitis pigmentosa (RP)
- Häufigkeit: Prävalenz ca. 1:5000
- Genetik:
- Autosomal dominant:
- Mutationen in folgenden Genen: CA4 (RP17), CRX, FSCN2 (3% in Japan), GUCA1B (nur in Japan), HPRP3 (RP18), IMPDH1 (RP10), NRL, PRPF8 (RP13), PRPF31 (RP11; 21% in Britischen Inseln), Peripherin (RDS, 5%), Rhodopsin (RHO; 40-50%, mehr als 100 spezifische Mutationen), ROM1 (fraglich), RP1 (5-10%), RP9
- weitere chromosomale Genlokalisationen: ?
- In den meisten Familien ist die Ausprägung der Symptome in allen Generationen gleich. In manchen Familien ist die Ausprägung jedoch in jeder zweiten Generation weniger stark (PRPF31).
- Autosomal rezessiv:
- Mutationen in folgenden Genen: ABCA4 (RP19), CERKL (RP26), CNGA1 (4 Familien), CNGB1, CRB1, LRAT, MERTK, NR2E3, NRL, PDE6A, PDE6B (3-4%), RGR, Rhodopsin (RHO), RLBP1, RPE65 (RP20; 2%), SAG, TULP1 (RP14), USH2A (4-5%)
- weitere chromosomale Genlokalisationen: RP22, RP25 (10-20% in Spanien), RP28, RP29
- X-chromosomal:
- Mutationen in folgenden Genen: RP2, RPGR (RP3; 71% x-chromosomale RP; 15-20% aller RP-Fälle)
- weitere chromosomale Genlokalisationen: RP6, RP23, RP24
- Digenische Vererbung: Erkrankung nur beim gleichzeitigem Vorliegen von Mutationen im Peripherin (RDS)-Gen und ROM1-Gen.
- Existenz weiterer Genorte wahrscheinlich.
- Unterteilungen:
- Verschiedene Begriffe werden bei der weiteren Differenzierung der Retinitis pigmentosa verwendet. Als separate Krankheitsbilder abgegrenzt werden in der Regel die Lebersche kongenitale Amaurose, Retinitis punctata albescens, Retinitis pigmentosa mit erhaltenem pararterialem Pigmentepithel, die sektorförmige und die unilaterale Retinitis pigmentosa.
- Dagegen sind die Begriffe ‘Retinitis pigmentosa sine pigmento’ und ‘Retinitis pigmentosa paucipigmenti’ lediglich deskriptiv und bezeichnen keine eigenständigen Entitäten. Diese Begriffe sollten nicht mehr verwendet werden.
- Regional begrenzte Formen (perizentrale und inverse Retinitis pigmentosa) sind als eigene Krankheitsbilder umstritten. Sie lassen sich wahrscheinlich verschiedenen Formen der Zapfen-Stäbchendystrophien oder Makuladystrophien zuordnen. Diese Begriffe sollten nicht mehr verwendet werden.
- Neben der Differenzierung nach dem Erbgang und dem zugrundeliegenden genetischen Defekt sind auch Unterteilungen nach dem Beginn (kindlich, juvenil, adult, spät beginnend) in der Literatur zu finden.
- Massof und Finkelstein haben aufgrund psychophysischer Untersuchungen eine Differenzierung in einen Typ 1 (diffus, Stäbchenfunktion stärker als Zapfenfunktion reduziert, früher Beginn der Nachtblindheit) und einen Typ 2 (regional, Stäbchen- und Zapfenfunktion gleichermaßen gestört, späterer Beginn der Nachtblindheit) vorgenommen. Die Bedeutung dieser Einteilung ist umstritten.
- Symptomatik:
- Alter bei Erstmanifestation und zeitlicher Verlauf sind sehr variabel und reichen von einer angeborenen Blindheit bis zur Diagnosestellung im hohen Alter.
- Nachtblindheit ist Frühsymptom.
- Zunächst oft unbemerkte, langsam progrediente Gesichtsfeldausfälle.
- In fortgeschrittenen Stadien Farbsinnstörungen und Visusverlust.
- Bei sehr langsamer Progression der Gesichtsfeldausfälle und fehlender familiärer Belastung kann die Erkrankung subjektiv lange unbemerkt bleiben.
- Grobe Regeln: der Schweregrad des Verlaufs nimmt in der Reihenfolge - autosomal dominante - autosomal rezessive - x-chromosomale Retinitis pigmentosa zu. Je früher der Beginn, desto stärker ist die Progredienz und die Schwere des Funktionsverlusts.
- Ausnahme: Mutationen im LRAT-Gen: autosomal rezessive Retinitis pigmentosa mit frühem Beginn und schweren Verlauf
- Klinische Befunde:
- Refraktionsfehler (meist Myopie und Astigmatismus) sind häufig
- In frühen Stadien sind fast immer fleckige Alterationen des retinalen Pigmentepithels erkennbar, hinzu kommt eine Verengung der retinalen Gefäße.
- Klassische ophthalmoskopische Zeichen: verengte Gefäße, abgeblaßte, wachsgelbe Papillen und Knochenkörperchen.
- Die Ausbildung der Knochenkörperchen ist sehr variabel bis hin zu deren vollständigen Fehlen
- In späteren Stadien entwickeln sich nicht selten dystrophische Makulaveränderungen, manchmal in Schießscheibenform oder als scharf begrenzte Aderhautatrophie.
- In fortgeschrittenen Erkrankungsstadien kann ein zystoides Makulaödem entstehen, das unter Acetazolamid-Therapie rückläufig sein kann.
- Vorzeitige Kataraktentwicklung, meist als hinterer Polstar
- Coatsähnliche periphere Gefäßveränderungen nur bei wenigen Patienten (oft assoziiert mit Mutationen im CRB1-Gen).
- Viele Patienten geben auf Befragen Photopsien an, einige Patienten fühlen sich durch diese Lichterscheinungen erheblich gestört
- Funktionsdiagnostik:
- Visus: meistens erst spät im Verlauf deutlich reduziert, in einer größeren Minderheit frühzeitigere Reduktion mit oder ohne Auftreten von Makulaveränderungen
- Farbensehen: in der Regel erst spät ausgeprägte unspezifische Störungen
- Gesichtsfeld: frühzeitig nachweisbare Sensitivitätsverluste in der mittleren Peripherie (30-50 Grad), im Verlauf zunehmende konzentrische Einengung (Tunnel-Gesichtsfeld)
- ERG: stark reduziert oder nicht nachweisbar unter Standardbedingungen. Die zapfenabhängigen Reizantworten sind in der Regel weniger betroffen bzw. länger nachweisbar als die stäbchenabhängigen Reizantworten
- Multifokales ERG: ausgeprägte periphere Amplitudenreduktion bei noch erhaltenen zentralen Antworten sowie deutliche Verlängerung der Gipfelzeiten
- EOG: reduzierter oder fehlender Hellanstieg
- Adaptometrie: frühzeitig stark reduzierte oder fehlende Stäbchenadaptation
- Besonderheiten:
- Eine Therapie mit Vitamin A ist in ihrer krankheitsverzögernden Wirkung umstritten
- Konduktorinnen der x-chromosomalen Retinitis pigmentosa zeigen in der Regel keine oder geringe subjektive Beschwerden, häufig aber pathologische Veränderungen im ERG. Der Augenhintergrund ist dagegen meistens unauffällig, ein tapetoider Reflex und fokale Dystrophieareale kommen vor. Damit unterscheiden sie sich deutlich von Konduktorinnen einer Choroideremie.
- Selten findet sich eine Retinitis pigmentosa mit 'negativem ERG' als Hinweis auf eine intraretinale Transmissionsstörungen. Diese kann ihre Ursache in veränderten Photorezeptorsynapsen, Funktionsstörungen der Bipolar- und Müllerzellen haben.
- In Spätstadien ist eine morphologische Differenzierung zwischen Retinitis pigmentosa- und Zapfen-Stäbchendystrophie oft nicht mehr möglich
- Retinitis pigmentosa-ähnliche Netzhaut-Aderhautdystrophien können mit zahlreichen anderen Organerkrankungen assoziiert sein (Syndrome)
- Insbesondere wenn sich bei funktioneller Symptomatik einer Retinitis pigmentosa keine oder nur dezente Fundusveränderungen finden, müssen differenzialdiagnostisch andere Ursachen einer Netzhautfunktionsstörung (z. B. postentzündliche oder medikamentös induzierte Netzhaut-Aderhautdegenerationen) ausgeschlossen werden (Differenzialdiagnose).
aktualisiert: 2006-02-11
Choroideremie
- Englisch: Choroideremia
- Häufigkeit: selten
- Genetik:
- X-chromosomal: Mutationen im REP1-Gen (CHM)
- Symptomatik:
- Beginn in den ersten beiden Lebensdekaden mit Nachtblindheit
- Periphere Gesichtsfeldausfälle
- Progredient bis zur Erblindung
- Klinische Befunde:
- Geringe Myopie
- Feingranuläre Hyperpigmentierungen des retinalen Pigmentepithels
- Im Verlauf entstehen fleckförmige, unscharf begrenzte chorioatrophische Areale in der Peripherie, die besonders früh angiografisch dargestellt werden können
- Diese Areale konfluieren und schreiten nach zentral fort bis zur völligen Aderhautatrophie mit Erblindung im höheren Lebensalter
- Funktionsdiagnostik:
- Visus und Farbensehen erst in Spätstadien stark beeinträchtigt
- Gesichtsfeld: mittelperiphere Skotome, progrediente konzentrische Einengung
- ERG früh stäbchenabhängige Antworten stärker reduziert als zapfenabhängige Antworten, später nicht nachweisbar unter Standardbedingungen
- EOG früh stark reduziert bis erloschen
- Histologie:
- Atrophie von Aderhaut und Pigmentepithel
- Besonderheiten:
- Diagnostisch beim Mann Nachweis des Fehlens von REP1 in Lymphozyten möglich
- In Frühstadien Abgrenzung zur x-chromosomalen Retinitis pigmentosa: bei Choroideremie Fehlen von Knochenkörperchen und die Existenz fleckförmiger Atrophien der Choriokapillaris: hilfreich ist die Untersuchung der Mütter
- In Spätstadium Abgrenzung zur Atrophia gyrata: bei Choroideremie keine Hyperornithinämie
- Weibliche Konduktorinnen zeigen deutliche feingranuläre Hyperpigmentierungen des retinalen Pigmentepithels. Die Funktion ist bei ihnen in der Regel normal. Manifestierende Konduktorinnen mit ausgeprägten Funktionsstörungen werden nur selten beobachtet.
aktualisiert: 2006-02-11
Atrophia gyrata
- Englisch: Gyrate atrophy
- Häufigkeit: sehr selten
- Genetik:
- Autosomal rezessiv: Mutationen im Ornithin-d-aminotransferase-(OAT)-Gen
- Symptomatik:
- Beginn in den ersten beiden Lebensdekaden mit Nachtblindheit und peripheren Gesichtsfeldausfällen
- Progredient bis zur Erblindung
- Klinische Befunde:
- Scharf begrenzte chorioatrophische Areale in der Peripherie, die im Verlauf miteinander konfluieren und nach zentral bis hin zur kompletten Aderhautatrophie fortschreiten.
- Hohe Myopie häufig
- Subkapsuläre posteriore Katarakt mit ca. 30 Lebensjahren (früher als bei Retinitis pigmentosa).
- Hyperornithinämie
- Funktionsdiagnotik:
- Visus und Farbensehen erst in Spätstadien stark beeinträchtigt
- Gesichtsfeld: progrediente konzentrische Einengung
- ERG: früh stäbchenabhängige Antworten stärker reduziert als zapfenabhängige Antworten, später nicht nachweisbar unter Standardbedingungen
- EOG: Hellanstieg früh stark reduziert bis fehlend
- Histologie:
- Scharfer Übergang zwischen atrophischen Zonen und Arealen mit normalem Pigmentepithel, Photorezeptoren und Aderhaut
- Besonderheiten:
- Diagnostik: Nachweis einer Hyperornithinämie, Nachweis einer reduzierten Ornithin-Aminotransferase-Enzymaktivität in einer Zellkultur aus einer Hautbiopsie
- Therapie: strenge argininarme Diät zur Reduktion des Ornithinspiegels
- Therapieversuch: bei einigen Patienten Stimulation der Aktivität der verbliebenen Ornithin-d-aminotransferase durch Vitamin B6 möglich
aktualisiert: 2006-02-02
Goldmann-Favre Syndrom
Die Begriffe Enhanced-S-Cone Syndrom (ESCS) und Goldmann-Favre Syndrom bezeichnen wahrscheinlich verschieden schwere Manifestationen derselben Erkrankung. Beide Varianten sind in einer Familie beobachtet worden. Das Goldmann-Favre Syndrom wird oft den Vitreoretinopathien zugerechnet, die neueren elektrophysiologischen Befunde sprechen für eine retinale Erkrankung.
- Englisch: Enhanced S cone syndrome, Goldmann-Favre syndrome
- Häufigkeit: selten
- Genetik:
- Autosomal rezessiv: Mutationen im NR2E3-Gen
- Symptomatik:
- Kongenitale Nachtblindheit
- Im Verlauf Visusminderung und Gesichtsfeldeinschränkung bis hin zur Erblindung
- Bei ESCS stationärer Verlauf oder geringe Progredienz
- Klinische Befunde:
- Periphere retinochorioidale Dystrophie mit Knochenkörperchen.
- Zystoide Makulopathie (nicht obligat bei ESCS)
- Periphere Retinoschisis in einigen Fällen
- Funktionsdiagnostik:
- Visus: abhängig von der Makulopathie (1,0 - 1/20)
- Farbensehen: bei ESCS gut
- Gesichtsfeld: konzentrische Einengung oder Ringskotome
- ERG: ungewöhnliche Konfiguration: gleiche Potential-Konfiguration bei Dunkel- und Helladaptation, deutlich verlängerte B-Wellen-Gipfelzeiten, höhere Sensitivität für blaue als für grüne oder rote Reize
- Multifokales ERG: zentral normaler Kurvenverlauf, nach peripher stark verlängerte Gipfelzeiten
- EOG: stark reduzierter oder fehlender Hellanstieg
- Psychophysische Tests: gute Blauzapfenfunktion, fehlende Stäbchenfunktion, peripher verminderte Rot- und Grünzapfenfunktion
- Besonderheiten:
- Aufgrund psychophysischer Tests ist anzunehmen, das bei ESCS Blauzapfen 75mal häufiger vorkommen als in einer normalen Netzhaut. Eine mögliche Ursache ist eine atypische Differenzierung der Zapfen während der Netzhautentwicklung.
- Histologisch: in einem Fall Nachweis von bis zu 95 % Blauzapfen in bestimmten Regionen der Netzhaut, die Makula konnte nicht untersucht werden
aktualisiert: 2006-02-02
Bietti`s kristalline Dystrophie, diffuse Form
- Englisch: Bietti crystalline dystrophy
- Häufigkeit: extrem selten
- Genetik:
- Autosomal rezessiv: Mutationen im CYP4V2-Gen
- Autosomal dominant: ?
- Symptomatik:
- Nachtblindheit, periphere Gesichtsfeldausfälle
- Im Verlauf Visusverlust
- Klinische Befunde:
- Multiple kristalline Ablagerungen in der Netzhaut
- Im Verlauf generalisierte Atrophie der Choriokapillaris und des retinalen Pigmentepithels
- In Spätstadien fehlen die kristallinen Ablagerungen in den atrophischen Arealen
- Fluoreszeinangiographie: Aderhaut- und Pigmentepithelatrophie
- Funktionsdiagnostik:
- Visus: progrediente Reduktion
- Gesichtsfeld: progrediente periphere Ausfälle
- ERG: früh stark reduziert
- Besonderheiten:
- Kristalline Ablagerungen unklarer Zusammensetzung auch in der Hornhaut und in Leukozyten
- Schlechtere Prognose als regionale Form
aktualisiert: 2006-02-11
Hereditäre Vitreoretinopathien
Unter diesem Begriff wird eine Gruppe von Erkrankungen zusammengefaßt, denen Veränderungen des Glaskörpers und ein erhöhtes Risiko für eine Netzhautablösung gemeinsam sind: Wagner Syndrom, Erosive Vitreoretinopathie, Stickler Syndrome und hereditäre vitreoretinale Schneeflocken-Degeneration.
aktualisiert: 2006-02-04
Enhanced-S-Cone Syndrom
Die Begriffe Enhanced-S-Cone Syndrom (ESCS) und Goldmann-Favre Syndrom bezeichnen wahrscheinlich verschieden schwere Manifestationen derselben Erkrankung. Beide Varianten sind in einer Familie beobachtet worden. Das Goldmann-Favre Syndrom wird oft den Vitreoretinopathien zugerechnet, die neueren elektrophysiologischen Befunde sprechen für eine retinale Erkrankung.
- Synonym: Goldmann-Favre Syndrom
- Englisch: Enhanced S cone syndrome, Goldmann-Favre syndrome
- Häufigkeit: selten
- Genetik:
- Autosomal rezessiv: Mutationen im NR2E3-Gen
- Symptomatik:
- Kongenitale Nachtblindheit
- Im Verlauf Visusminderung und Gesichtsfeldeinschränkung bis hin zur Erblindung
- Bei ESCS stationärer Verlauf oder geringe Progredienz
- Morphologie:
- Periphere retinochorioidale Dystrophie mit Knochenkörperchen.
- Zystoide Makulopathie (nicht obligat bei ESCS)
- Periphere Retinoschisis in einigen Fällen
- Funktionsdiagnostik:
- Visus: abhängig von der Makulopathie (1,0 - 1/20)
- Farbensehen: bei ESCS gut
- Gesichtsfeld: konzentrische Einengung oder Ringskotome
- Ganzfeld-ERG: ungewöhnliche Konfiguration: gleiche Potential-Konfiguration bei Dunkel- und Helladaptation, deutlich verlängerte B-Wellen-Gipfelzeiten, höhere Sensitivität für blaue als für grüne oder rote Reize
- Multifokales ERG: zentral normaler Kurvenverlauf, nach peripher stark verlängerte Gipfelzeiten
- EOG: stark reduzierter oder fehlender Hellanstieg
- Psychophysische Tests: gute Blauzapfenfunktion, fehlende Stäbchenfunktion, peripher verminderte Rot- und Grünzapfenfunktion
- Besonderheiten:
- Aufgrund psychophysischer Tests ist anzunehmen, dass bei ESCS Blauzapfen 75mal häufiger vorkommen als in einer normalen Netzhaut. Eine mögliche Ursache ist eine atypische Differenzierung der Zapfen während der Netzhautentwicklung.
- Histologisch: in einem Fall Nachweis von bis zu 95 % Blauzapfen in bestimmten Regionen der Netzhaut, die Makula konnte nicht untersucht werden
aktualisiert: 2006-02-02